CHANUKKA

Für die Anhänglichkeit an den Hellenismus (Demokratie, Pluralismus usw.)
haben wir einen Präzedenzfall, nämlich die Geschichte von Chanukka. Wie wir dem Gebet "Al Hanissim" entnehmen, ging es beim Wunder von Chanukka gar nicht so sehr um die Brenndauer einer bestimmten Menge Olivenöls - das war eher Nebensache, ein Wunder nach dem eigentlichen Wunder. Das Hauptwunder bestand gemäß "Al Hanissim" im Sieg der "Schwachen über die Starken, der Wenigen über die Vielen, der Reinen über die Unreinen, der Frommen über die Bösen und der Toraanhänger über die Übelgesinnten". Doch was brachte den Stein ins Rollen, was brachte die Juden so auf Trab, dass sie sich schließlich aufrafften, gegen den Hellenismus und seine Vertreter zu revoltieren?!

 Dazu berichtet der "Midrasch Ma'asse Chanukka" die folgende Begebenheit:

 

"Worin bestand das Wunder?

Als die Hellenisten sahen, dass ihre Unterdrückungsmaßnahmen auf die Juden keinen besonderen Eindruck machten, dachten sie sich eine teuflische Regelung aus, wonach jede jüdische Braut ihre Hochzeitsnacht mit dem örtlichen griechischen Gouverneur zu verbringen hatte.

Als die Juden dies vernahmen, unternahmen sie nichts und ließen die Köpfe hängen [!]. Von da ab fanden keine Verlobungen mehr statt, und die jüdischen Mädchen wurden älter in ihrer Jungfernschaft und zur Zielscheibe des Spottes der Hellenisten.

Dies währte drei Jahre und acht Monate, bis die Tochter des Hohepriesters Matitjahu einen Sohn der Chaschmonäer namens Elasar heiraten sollte. Am Tage der Hochzeit plazierte man die Braut auf dem Ehrensitz, und als es Zeit für das Festmahl war, versammelten sich alle Größen Israels zu Ehren Matitjahus und des Chaschmonäers. Tatsächlich gab es in jener Generation keine geehrteren Personen als die dort Versammelten.

Als sie alle beim Festessen saßen, verließ Chana, die Tochter Matitjahus, ihren Ehrensitz, legte ihre Hände übereinander, zerriss ihr Purpurgewand und stand unbedeckt vor der Elite des jüdischen Volkes, vor ihrem Vater und ihren Brüdern und ihrem Schwiegervater. Als ihre Brüder das sahen, schämten sie sich in Grund und Boden, rissen ihre Kleider ein und stürzten sich auf sie, um sie zu töten.

Da sprach sie zu ihnen: Jetzt hört mir mal zu, meine Brüder und Freunde. Dafür, dass ich vor den Frommen nackt gestanden habe, ohne die geringste Sünde zu begehen - das regt euch so auf, bis ihr euch nicht mehr halten könnt. Mich aber an einen Unbeschnittenen zwecks Vergewaltigung auszuliefern, das scheint euch überhaupt nicht zu stören!

...Da entflammte das Herz ihrer Brüder und sie berieten miteinander, töteten den Gouverneur, und G~tt erwirkte für sie eine große Rettung".

 


 

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