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DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT BEMIDBAR
29. Ijar 5780


Diese Woche in der Tora (Num. 1,1-4,20):

Auflistung der Stammesfürsten und Musterung der Kriegstüchtigen im ganzen Volk; Aufstellung und Anordnung der Einheiten; Übertragung der Erstgeborenenpflichten auf die Leviten; Befreiung der Leviten vom Armee- und ihre Einteilung zum Tempeldienst; Aufteilung der Transport-, Auf- und Abbaupflichten des Wüstenheiligtums innerhalb der levitischen Familien.

Haftara: Schmu'el I, 20, 18-42 (Schabbat unmittelbar vor dem Neumond)


Freitag, 28. Ijar: Jom Jeruschalajim


Redaktion und Übersetzung der deutschen Ausgabe: R. Plaut
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-Archiv der "Betrachtungen"
-Kostenloser Antwortservice "Frag' den Rabbi" auf deutsch
-früher aktualisiert (update) als die Machon-Meir-Seite

AUSSERDEM AUF DEUTSCH (zugänglich über das HAUPTMENÜ):
Was ist TOLERANZ wirklich?
Über die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das Gebot der Einwanderung nach Israel
Der Holocaust
DAS VOLK ISRAEL
Israel, der Westen und der Islam
Die beschleunigte Herbeiführung der Erlösung
Die heutigen Götzen
Das dreiteilige Jerusalem?

Politik und Judentum
Die Tora und der Mensch
    oder "Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion "2000"- Israel und das Christentum
                          - Briefe der ehemaligen Oberrabbiner Israels
                          - Israelfreundliche Christen?
"Ich bin ein Palästinenser"
Die Sudeten von Palästina
König Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozess
Der Kampf um Israel
Wie man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn Erew Pessach auf Schabbat fällt

"Jerusalem Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim

AUF HEBRÄISCH:
"Schall und Ru'ach"
Kurze Vorträge von Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten Themen,
zum Zuhören online,
desgleichen auf Französich
 


Am Schabbes-Tisch...


Das Wohl Jerusalems

Rav Siw Raweh
Rabbiner an MACHON MEIR

RavRaweh

Möchten Sie in dieser vergänglichen, materiellen und wechselhaften Welt einmal die Ewigkeit kennenlernen? Der können Sie in Jerusalem begegnen. Nicht nur wegen der archäologischen Sehenswürdigkeiten und den Überresten des zerstörten Tempels, sondern wegen der großen Spiritualität, die diese Stadt umhüllt. Der ewige Geist des ewigen Volkes, mit dem die Stadt der Ewigkeit [nezach] in göttlicher Anpassung und einer Verbundenheit mit dem Leben durchsetzt ist.

Die Seele der Nation, die alle Generationen des Volkes Israel belebt, fand ihren Sitz in Jerusalem: "Denn Zion hat G~tt erwählt, hat es sich ersehen zu seinem Sitz" (Psalm 132,13). Diese Seele, die sich je nach dem spirituellen und materiellen Zustand des Volkes Israel im Lande offenbart, beschränkte ihre Erscheinung ganz außerordentlich während aller Jahre der jüdischen Zerstreuung. Und nun ist es uns vergönnt, dass gerade in den gegenwärtigen Generationen diese göttliche Präsenz zur Pracht ihrer Erscheinung, Stufe um Stufe, mit der Rückkehr des Volkes Israel in seine Hauptstadt zurückkehrt. Sie erlöst mit Macht die Ruinen Zions, erhebt die Königsstadt aus dem Staube, bringt die Heiligkeit zurück ins Zentrum des nationalen Lebens, bis das 'Jerusalem der unteren Sphäre' so sein wird wie das 'Jerusalem der höheren Sphäre'. Da es sich um einen göttlichen Prozess handelt, unterliegt er nicht der Entscheidungsfreiheit. Er ist unumkehrbar und garantiert erfolgreich.

Auf der nicht offenbaren, innerlichen Ebene stellt der Aufbau Jerusalems das Zentrum aller Entwicklungen dar, die sich an der Peripherie abspielen. Darüber hinaus bedeutet die Erlösung der Stadt des Heiligtums die Endstufe, die alles weitere historische Geschehen bewirkt. Ein Teil der Völker versteht das sehr gut, manchmal besser als wir selber, und darum gibt es Leute, die es attackieren und zu mindern versuchen. Doch "der im Himmel thront, lacht; mein Herr spottet ihrer. Dann redet er zu ihnen in seinem Grimm, und in seiner Zornglut schreckt er sie: Ich doch, ich habe ja längst meinen König gesalbt auf Zion, dem Berge meines Heiligtums" (Psalm 2,4-6). Die einst zerstörte Stadt wird wieder aufgebaut, die Wiedererstehung nimmt Gestalt an, bis sich Jerusalem wieder in vollem Glanz zeigt: "Jeruschalajim! Die Gebaute! Wie eine Stadt, die ganz in sich vereint!" (Psalm 122,3) - in Vereinigung von Himmel und Erde im Königtum, im Tempel, im Rechtswesen und in der Prophetie. Dieser erhabene Prozess erweckt alle schlummernden Kräfte der Nation und treibt sie in Richtung auf ihre Bestimmung, "schüttle ab den Staub, erhebe dich, zieh deine Prachtgewänder an, mein Volk" (Lecha dodi, nach Jeschajahu 52,1-2).

Der Frieden (Schalom) ist in den Namen von Jerusalem (Jeruschalajim) eingeflochten, doch bleibt er vorerst Zukunftsmusik. In der Zwischenzeit schweben permanente Wolken des Krieges über der Stadt. Um die Ewigkeit zu leben, muss das Volk der Ewigkeit gegen jene kämpfen, die die Ewigkeit verschwinden machen wollen. Die Lüge will die göttliche Wahrheit verschlingen, um die Lebenskräfte, die aus dem Zentrum des Lebens hervorbrechen, auf äußerliche Pfade umzulenken. Darum ist Israel gezwungen, sich in die Eigenschaft des Besiegenwollens [hitnazchut] zu hüllen, wie die Propheten Israels in Sachen 'Gog und Magog' (Jecheskel 38.Kap.) voraussagten: "Und ich sammle alle Völker nach Jeruschalajim zum Kriege..." (Secharja 14,2). Diese Versammlung erscheint unter Raub von Territorien, der Bemächtigung durch erfundene Religionen und Götzendienst der dem Volk Israel heiligen Stätten, durch diplomatische Gegnerschaft, durch Wirtschaftsboykotte, durch antizionistische Propagandakriege und durch militärische Vorbereitungen. Doch nicht nur die Völker! "Und auch Jehuda wird streiten wider Jeruschalajim" (ebda. 14,14). Als Ergebnis äußerer Einflüsse gibt es unter uns welche, die den Namen Jerusalems ändern wollen, durch Erziehung und Kultur, denen jegliche Wurzeln entzogen wurden, und durch ein Rechtswesen, aus dem der Name G~ttes entfernt wurde. In den Gebeten an den hohen Feiertagen bitten wir G~tt um: "Freude deinem Lande, Wonne deiner Stadt". Neben der Freude, die im Wort "Wonne" zum Ausdruck kommt, enthält es auch eine Art 'Kode', der im Talmud entschlüsselt wird: "Wonne - das ist die Beschneidung" (Megilla 16b). Und wie führt man an Jerusalem die Beschneidung aus? Die Vorhaut, die über der 'Stadt des Heiligtums' liegt, verhindert die Offenlegung ihrer Heiligkeit, und die Beschneidung beseitigt dieses Hindernis. Erst dann zeigt sich die vollkommene Freude im Namen G~ttes, und der göttliche Einfluss der Nation wird sich ins Unermessliche steigern. Die Führer der Nation dürfen nicht in ausweichende Reden von wegen 'Erhaltung des Status Quo' verfallen, um die Völker der Welt zu besänftigen. Vielmehr müssen sie die Verwirklichung der israelischen Vision verfolgen, Jerusalem seiner göttlichen Bestimmung zuzuführen und nebenbei auch den Geist der Unreinheit ausmerzen. "Königs Heiligtum, Regierungsstadt, stehe auf, tritt hinaus aus der Verwüstung" (Lecha dodi).

Diese Streitbereitschaft bedeutet eine zwangsläufige Stufe auf dem Wege, und wird entsprechend der Prophezeiung (Jecheskel 38.Kap.) mit einem Sieg [nizachon] Israels enden. Wir werden aber nicht unendlich weiterkämpfen. Nach der Stufe "und der Sieg, das ist Jerusalem" (Brachot 58a) kommt die nächste Stufe, "und die Schönheit, das ist das Heiligtum" (ebda.). Von dieser Stufe wird spiritueller Einfluß nach außen erfolgen, unter dem Respekt der Völker vor der Erhabenheit Israels, unter Anerkennung deren göttlichen Vorzugs. Entsprechend schrieb Rabbiner A.J.Kuk (erster Oberrabbiner Israels; Sidur Olat Ra'aja I, S.233-234): "Der nationalen Widerstandskraft Israels begegneten auf seinem Wege viele Hindernisse, und es können noch weitere dazukommen, und alle wird es besiegen mit dem Mute G~ttes und auf ewig bestehen". Das ist die erste Stufe, doch die nächste wird ganz anders aussehen: "...Wenn der Name Israels erst wachsen wird, und viele Völker die Schönheit und die Pracht der Heiligkeit sehen werden, und den Frieden der Welten, der von der Schönheit solch erhabener Ideen ausgeht, mit denen die Heiligkeit Israels ausgestattet ist ... werden sie laufen, nach dem Ewigen, G~tt Israels zu fragen". Wenn der Tempel gebaut sein wird (möglichst bald und in unseren Tagen), werden die Völker von selbst die Weisung vom Volk Israel erbitten, wie sie Zugang zu G~tt finden können. "Darum wird der Tempel, der Ort der Erleuchtung, nicht durch Streit siegen, nicht mit der Weisung zu besiegen, die eine Überwältigung bei der Begegnung gegnerischer Seiten lehrt, sondern mit der ihm zugeteilten Schönheit, im Geiste der Sympatie und der Heiligkeit. Vor ihm knieen die Steppenbewohner (Psalm 72,9), und viele Völker erbitten das Antlitz G~ttes am Berge Zion, aus innerem Antrieb, der aus innerer Erkenntnis von ihrer Seite stammt ... wie die Schönheit des Königtums, die einem König von großer Gerechtigkeit und mächtiger Weisheit verliehen ist, denn aus Liebe und erhabener Intuition werden alle laufen, unter sein Banner zu gelangen".



Der Stand der Dinge...  

Selbstverwirklichung - für die Allgemeinheit

Rav Nathan Kotler
MACHON MEIR

Einmal kam ein Mitnaged am späten Vormittag in die Synagoge und sah dort einen der Chassidim, der mit seinem Tallit auf der Schulter herumlief, als ob er noch nicht das Morgengebet verrichtet habe. "Wie kann es angehen, dass Sie noch nicht das Morgengebet gesagt haben?!", fragte der Mitnaged den Chassid. "Wissen Sie, was ich heute schon alles geschafft habe? Ich habe bereits gelernt und gebetet, während Sie noch nicht einmal den Tallit angelegt haben!". Gab der Chassid zurück: "So so - wenn Sie gelernt und gebetet haben im Namen von ganz Israel, ergibt sich, dass auch ich, mit Ihnen, gelernt und gebetet habe. Wenn Sie aber nicht im Namen von ganz Israel gelernt und gebetet haben - welchen Wert hat dann Ihr Lernen und Ihr Gebet?!".

Manchmal scheint es, die Sorge um uns selbst stehe im Gegensatz zur Sorge um die Allgemeinheit. Ist das wirklich so? Muss man sich zwangsläufig für eine der Möglichkeiten entscheiden? Gibt es keinen dritten Weg, die Sorge um den Einzelnen aus der Sorge um die Allgemeinheit heraus?

Wie erkennt jeder sein Lager? [eines der vier Lager, in denen die Stämme durch die Wüste Sinai zogen].

Die Verbindung mit der Allgemeinheit ist es, die der Aufteilung in Stämme ihren Wert gibt. Im Wochenabschnitt Bemidbar heißt es: "Jeder bei seiner mit Abzeichen des Hauses ihrer Väter versehenen Fahne sollen die Kinder Israel lagern; aus der Ferne rings um das Stiftszelt sollen sie lagern" (Num. 2,2). Der Raschikommentar schreibt dazu: "Jede Fahne habe ein Zeichen, ein farbiges Tuch sei an ihr befestigt; die Farbe des einen Stammes glich nicht der des anderen, die Farbe eines jeden war gleich der Farbe seines im Brustschild befestigten Steines, und dadurch kannte jeder seine Fahne".

Warum betont Raschi, dass die jeweilige Stammesfahne wie der entsprechende Stein des hohepriesterlichen Brustschildes gefärbt war? Und warum überhaupt die Verbindung zum Brustschild?

Die Antwort liegt wohl darin, dass die Steine ihre Bedeutung erst durch die gemeinschaftliche Befestigung im Brustschild erhalten. Und obwohl jeder Stein einen anderen Stamm symbolisiert, ist er bloß Teil eines menschlichen Mosaiks, aus dem sich das Volk Israel zusammensetzt. Die Harmonie dieser Steine, die einander ergänzen, gibt jedem einzelnen seine Bedeutung. Auf die gleiche Weise, mit der jeder Stamm mit der Allgemeinheit korrespondiert und seine Kräfte der Vervollkommnung der Allgemeinheit widmet, erhält er seine Bedeutung. Denn nur gegründet auf die Verbindung zur Allgemeinheit kann ein Stämmesystem richtig funktionieren.

Ein Jude ist keine einsame Insel

Eines der grundlegenden Fundamente des Judentums besteht darin, dass ein Jude keine 'einsame Insel' darstellt und ihm das Schicksal anderer nicht gleichgültig sein kann. Der einzelne Mensch kann sich nicht von der Allgemeinheit abkoppeln, ein "Gerechter im Pelz" zu sein [statt ein Feuer zu machen, an dem sich auch andere wärmen können] und sich nur um seine eigene Geisteswelt kümmern. Die talmudischen Weisen kritisierten Noach, weil er sich nicht genug um seine Mitmenschen kümmerte (Dewarim raba 11,3). Ebenso kritisierten sie Elimelech, der nur sich und seine Familie zu retten gedachte und seine Verantwortung für die Allgemeinheit ignorierte (Ruth raba 1.Kap.). Im Talmud (Ta'anit 11a) heißt es: "Wenn die Gemeinde sich in Schmerz befindet, so darf man nicht sagen: Ich will nach Hause gehen, essen und trinken, und Friede über dich, meine Seele".

Mitgefühl allein reicht allerdings nicht, man muss auch etwas unternehmen. "Es muss also ein besonderes Augenmerk für den Einzelnen sein, den Gesamtanteil zu geben, und sich nicht ihm zu entziehen" (Kusari III,19). Rabbiner Schimon Schkop schrieb in seiner Einleitung zum Buch Scha'arej Joscher: "So wie bei den Handlungen G~ttes in der ganzen Schöpfung, ebenso wie in jedem Augenblick, in dem er die Welt existieren lässt, alle seine Handlungen auf die Wohlfahrt der Geschöpfe ausgerichtet sind, ist es sein Wille, dass unsere Handlungen immer auf das Wohl der Allgemeinheit ausgerichtet seien, und nicht auf den eigenen Genuss".

Der Mensch muss die Bedeutungslosigkeit seines Erfolges im privaten Leben verstehen, wenn die Allgemeinheit noch nicht ihre Vollkommenheit erreicht hat. Wenn aber das Judentum so sehr die Beziehung zur Allgemeinheit betont, wie steht es dann mit dem Verhältnis zum Einzelnen und dessen 'Selbstverwirklichung'?

'Selbstverwirklichung' zugunsten der Allgemeinheit

Rabbiner A.J.Kuk lehrt uns das ideale Gleichgewicht: "Die Vollkommenheit des Menschen besteht darin, dass er sich auf allen möglichen Wegen um seine persönliche Vollkommenheit bemühe. Gleichzeitig aber halte er sich vor Augen, dass seine individuelle Vollkommenheit nicht vollendet werden kann außer durch die Vollkommenheit der ganzen Allgemeinheit, und sein Gelingen im nationalen israelitischen Gelingen, und von dort erhebe er sich zum Gelingen der ganzen Menschheit. Man muss sich dabei hüten, dass das Verlangen nach der Vervollkommnung der Allgemeinheit ihn nicht von seiner eigenen Vervollkommnung ablenke durch Minderung von guten Taten und guten Eigenschaften. Es ist nämlich unmöglich, die Allgemeinheit zum Erfolg zu führen außer durch die Vollkommenheit und den Erfolg aller ihrer Einzelnen. Andererseits komme er nicht auf den Gedanken, er könne den Vorzug der Vollkommenheit erreichen, ohne aus vollem Herzen nach der Vollkommenheit und dem Erfolg der Allgemeinheit zu streben. Nur wenn sich seine Eifrigkeit bei der eigenen Vervollkommnung mit den Quellen der Vollkommenheit und des Erfolges der Allgemeinheit vereint, wird er sein wahres Glück erlangen" (Ejn Aja Brachot).

Rabbiner Kuk lehrt uns, dass wenn der Beweggrund für die 'Selbstverwirklichung' in der Zugehörigkeit und der Verbundenheit mit der Allgemeinheit liegt, kein Widerspruch zwischen der Sorge um den Einzelnen und der Sorge um die Allgemeinheit bestehe, weil der Erfolg der Allgemeinheit den Erfolg des Einzelnen und der Erfolg des Einzelnen den Erfolg der Allgemeinheit darstellt.

Die Beschäftigung mit den eigenen Bedürfnissen und denen der Öffentlichkeit

Im Talmudtraktat Schabbat (10a) wird von Rav Chisda und Raba bar Rav Hona erzählt, die Richter (Dajanim) waren und den ganzen Tag im Bet Din saßen, bis sie ganz entkräftet waren, weil sie keine Essens- oder Ruhepause einlegten; ebenso nahmen sie sich keine Zeit, an ihrer persönlichen Vervollkommnung durch Torastudium zu arbeiten. Doch Rav Chija lehrte sie, dass zwischen der Beschäftigung mit den Bedürfnissen der Öffentlichkeit und denen ihrer selbst kein Widerspruch besteht. Im Gegenteil, wenn sich die Oberen des Volkes nicht mit ihren eigenen Bedürfnissen beschäftigen, dann können sie sich auch nicht mit den Bedürfnissen der Allgemeinheit beschäftigen. Und mehr noch, in besonderen Umständen, wenn der Obere sich mit den eigenen Bedürfnissen beschäftigt, beschäftigt er sich praktisch mit den Bedürfnissen der Allgemeinheit.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es jedem Einzelnen obliegt, seine Persönlichkeit und seine Begabungen zu entwickeln, nicht nur zu seinem eigenen Nutzen, sondern zugunsten der Allgemeinheit, und wenn er diesem Weg folgt, wird ihm Segen zuteil, ebenso der Allgemeinheit mit ihm zusammen.


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