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DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT MASS'EH*
Nr. 1230
2. Aw 5779

*außerhalb Israels: Mattot-Mass'eh


Diese Woche in der Tora (Num. 33,1-36,13):

Liste aller Reisestationen während der Wüstenwanderung, Gebot der Austreibung der Kana'aniter, die 6 Levitenstädte, Gesetz von der Zuflucht des Totschlägers, Bodenerbrecht für Frauen; Ende des 4. Buches Moscheh.

Haftara: Jirmijahu 2,4-28, 3,4, 4,1-2


 

Redaktion und Übersetzung der deutschen Ausgabe: R. Plaut
e-mail: kimi1@kimizion.org
separate Homepage: www.kimizion.org
-Archiv der "Betrachtungen"
-Kostenloser Antwortservice "Frag' den Rabbi" auf deutsch
-früher aktualisiert (update) als die Machon-Meir-Seite

AUSSERDEM AUF DEUTSCH (zugänglich über das HAUPTMENÜ):
Was ist TOLERANZ wirklich?
Über die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das Gebot der Einwanderung nach Israel
Der Holocaust
DAS VOLK ISRAEL
Israel, der Westen und der Islam
Die beschleunigte Herbeiführung der Erlösung
Die heutigen Götzen
Das dreiteilige Jerusalem?

Politik und Judentum
Die Tora und der Mensch
    oder "Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion "2000"- Israel und das Christentum
                          - Briefe der ehemaligen Oberrabbiner Israels
                          - Israelfreundliche Christen?
"Ich bin ein Palästinenser"
Die Sudeten von Palästina
König Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozess
Der Kampf um Israel
Wie man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn Erew Pessach auf Schabbat fällt

"Jerusalem Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim

AUF HEBRÄISCH:
"Schall und Ru'ach"
Kurze Vorträge von Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten Themen,
zum Zuhören online,
desgleichen auf Französich
 



Der Stand der Dinge...
Euch gab ich das Land
Rav Dov Begon
Leiter von MACHON MEIR

Vor dem Eintritt ins Land verlangt G~tt von Moscheh, das Volk Israel folgendermaßen zu ermahnen: "Wenn ihr über den Jordan in das Land Kana'an hinüberzieht, sollt ihr alle Bewohner des Landes vor euch vertreiben" (Num. 33,51-52). Der Raschikommentar erklärt: "Nur, Moscheh sagte zu ihnen, wenn ihr auf dem Trockenen durch den Jordan zieht, so zieht ihr unter dieser Bedingung hinüber; wenn ihr dies aber nicht erfüllen wollt, so wird das Wasser kommen und euch hinwegschwemmen", d.h. ihr sollt das Ziel im Auge behalten, für das ihr den Jordan überquert - die Eroberung des ganzen Landes und die Vertreibung aller Bewohner - "wenn ihr aber die Bewohner des Landes nicht vor euch vertreiben werdet, so werden diejenigen, die ihr von ihnen übrig lasst, zu Dornen in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten, und sie werden euch befeinden in dem Lande, in welchem ihr wohnt" (V.55). Dazu erklärt Raschi: "diejenigen, die ihr von ihnen übrig lasst - sie werden für euch zum Schlechten sein. Zu Dornen in euren Augen - zu Dornen, die euch die Augen ausstechen ... wie eine Dornenhecke, die euch umgibt, um euch einzuschließen und zu umzingeln, dass keiner hinaus noch hinein kann", und der Or Hachajim hakadosch fügt hinzu: Sie werden sich nicht mit dem Land begnügen, das sie bewohnen, sondern werden auch den Teil des Landes wollen, den ihr bewohnt.

Nach dem Stand der Dinge können wir vor unseren Augen sehen, wie die Worte Raschis und des Or Hachajim Wirklichkeit wurden. Wir müssen uns immer an das göttliche Versprechen und das göttliche Gebot erinnern und uns vergegenwärtigen: "Ihr sollt das Land erst zur Besitznahme säubern und dann euch darin niederlassen; denn euch habe ich das Land gegeben, es in Besitz zu nehmen" (V.53). Dieses Gebot gilt in allen Generationen - und besonders in dieser Generation, der Generation der Wiedererstehung. Wir müssen vor uns selbst und der Welt mit lauter Stimme verkünden, und besonders vor unseren Feinden, die uns vernichten wollen, dass uns das ganze Land Israel gehört, zum Wohle der Menschheit, und das akzeptieren. Denn wenn ein Mensch und ein Volk mit sich im Reinen sind, haben sie die Kraft und die Fähigkeit, den Feinden die Stirn zu bieten, und sie werden am Ende Frieden schließen.

Und nur dadurch, dass "der Ewige seinem Volk Macht gibt", "segnet er sein Volk mit Frieden" (Psalm 29,11), und diese 'Macht' besteht aus Tora und Heldenmut. So können wir allen Widersachern begegnen, werden wachsen, blühen und gedeihen und süße Früchte hervorbringen, aus unserem Land und Jerusalem, unserer Hauptstadt, der Stadt unserer Heiligkeit.

In Erwartung der vollkommenen Errettung,
Rav Dov Begon



Kinder, Kinder...

Die Züge unseres Lebens

Rav Joram Elijahu
Rabbiner an MACHON MEIR

RavYoramEliyahu

"Die sind die Züge der Kinder Israel" (Num. 33,1). Die Tora gibt uns eine detaillierte Beschreibung der 42 Stationen, die die Kinder Israel in der Wüste durchzogen. Die Kommentatoren wunderten sich über diese Ausführlichkeit, und warum alles in der Gegenwart steht, als ob sich diese Züge jetzt abspielten? Der Or Hachahim hakadosch erklärte, "die Wanderung Israels in der Wüste diente dazu, Funken der Heiligkeit herauszusieben"... Dies wiederum erklärte der Netiwot Schalom, nämlich dass die Sünde des Ersten Menschen eine Vermischung von Gut und Böse in der Welt verursachte, und die Israeliten führten an jedem Ort, zu dem sie gelangten, eine entsprechende Klärung durch und hoben den spirituellen Status dieses Ortes an. Und warum gab es Orte, an denen sie nur kurze Zeit lagerten, woanders aber länger? Darauf antwortete der Or Hachahim, das hing vom "Aussiebungsprozess" ab, der am jeweiligen Ort nötig war, die dortige spirituelle Realität auf die höchstmögliche Ebene zu bringen. An manchen Orten war mehr Arbeit nötig, an anderen weniger, und entsprechend die Aufenthaltsdauer.

Der Netiwot Schalom zieht daraus die Lehre, dass es solche Stationen bei jedem Einzelnen von uns gibt. "So durchläuft jeder Einzelne in seinem Leben 42 Stationen nach seinem Wert und seinem Weg". Das Ziel dieser Reise besteht in der Bereinigung der Mischung von Gut und Böse, entsprechend dem Anteil des Ursprungs seiner Seele daran, und darum schrieb die Tora die Stationen in der Gegenwartsform, um damit die Kontinuität dieser Sache auszudrücken, die es in jeder Generation gibt und sich nach dem Prozess der Erlösung richtet, den diese Generation durchmacht, so wie auch der Einzelne seiner Route mit den entsprechenden Stationen folgen muss, durch die er sein Potenzial auf dem Weg zum Erreichen seiner Bestimmung entwickelt.

Schon wenn unsere Kinder noch sehr jung sind, warten auf sie verschiedene Möglichkeiten des Lebensweges mit unterschiedlichen Stationen. Beginnend mit dem Kindergarten, über die Schule, Mädchenseminar/Jeschiwa u.ä., bis hin zum Ebnen des Weges für die Ehe und die Berufstätigkeit u.v.a.m. Der Weg ist nicht immer klar vorgezeichnet, und das Ende der Reise lässt sich nicht absehen, doch eines muss man wissen, jede Reiseroute unseres Lebens, jeder Pfad und jede Kurve, sind voller Bedeutung und mit dem Ziel verbunden. Unsere Aufgabe besteht darin, an jeder Haltestelle herauszufinden, was G~tt gerade von uns will, und wie wir gerade an diesem Ort unseren Zielpunkt klären und unsere Bestimmung und unsere Fähigkeiten stärken. Ich muss die Haltestelle verstehen, an der ich mich befinde, und was sie mich lehren soll, um dann die Reise fortzusetzen. Nur mit dieser Haltung wird der junge Mensch Stufe um Stufe seines Lebens richtig aufbauen.

Dieser Weg, dessen Stationen alle beleuchtet sind, bringt uns und unsere Kinder vollkommener zu unserer Bestimmung.

Möge es G~ttes Wille sein, bei jeder Station unseres Lebens deren Zweck und deren Aufgabe zu erlernen und zu verstehen, und welche Aufgabe wir dort zu erfüllen haben. Sowohl der Einzelne als auch die Allgemeinheit, mögen wir bald unsere Bestimmung erreichen - den Bau des Tempels und die vollkommene Erlösung.



Zur Haftara

Schwere Ermahnungen

Rav Joaw Uri'el
Rabbiner an MACHON MEIR

Rav Yoav Uriel

Jirmijahu begann seine Prophezeiungen in den Tagen des Königs Joschijahu, und anscheinend stammen auch die weiteren Kapitel am Anfang des Buches aus dieser Periode. Im 3. Kapitel, Vers 6 wird ausdrücklich erwähnt, dass die folgende Prophezeiung in den Tagen Joschijahus stattfand.

Zu Beginn des Buches ruft Jirmijahu das Volk Israel zu bußfertiger Umkehr auf. Es lässt sich jedoch leicht erkennen, dass dies kein gewöhnlicher Aufruf an Sünder zur Umkehr ist, vielmehr geht es um Sünder, die sich für Gerechte halten und die bußfertige Umkehr bereits hinter sich haben, während sie gleichzeitig die fürchterlichsten Sünden begehen. Jirmijahu ermahnt Israel mehrere Male bezüglich ihrer Behauptung, sie seien frei von Sünde: "Wie magst du sprechen: Ich habe mich nicht verunreinigt, den Ba'alim bin ich nicht nachgegangen" (2,23), "siehe, ich will mit dir rechten, dass du gesprochen: Ich habe nicht gesündigt" (2,35). Und in Vers 20 erinnert der Prophet Israel an deren wiederholtes Versprechen, nicht mehr G~ttes Wort zu übertreten, und trotz dieses Versprechens dienten sie ihren Götzen.

Die Israeliten sind so sehr von ihrer Rechtschaffenheit überzeugt, bis dass sie sich über G~tt wundern - warum beantwortet er nicht unsere zahlreichen Bittgesuche? "Warum hadert ihr mit mir? Alle seid ihr abgefallen von mir, ist der Spruch des Ewigen" (2,29) - "wenn der Feind euch heimsucht, hadert ihr mit mir und sagt, warum hast du uns verlassen und uns in die Hand unserer Feinde gegeben. Warum hadert ihr so gegen mich, habt ihr euch doch alle gegen mich versündigt" (RaDaK zur Stelle; siehe auch Verse 2,27 und 3,4-5).

In diesem Abschnitt setzt sich der Prophet also nicht nur mit den Sünden auseinander, sondern auch mit der Verleugnung derselben. Jirmijahu warnt das Volk eindringlich, dass ihre Umkehr ein Betrug ist, und fordert es auf, echte bußfertige Umkehr zu tun: "Und bei all dem kehrte sie nicht zu mir zurück, ihre treulose Schwester Jehuda, mit ganzem Herzen, sondern mit Lüge; ist der Spruch des Ewigen" (3,10); "denn so spricht der Ewige zu den Männern Jehudas und zu Jeruschalajim: Brachet euch Brachfelder, auf dass ihr nicht säet unter Dornen" (4,3) - "zuerst entfernt die Götzen, danach wird euer Gebet vor mir erhört, aber nicht, solange ihr noch nicht von den Götzen abgelassen habt" (Mezudat David).

Kommentar von Rabbiner Zwi Jehuda Kuk zu diesem Abschnitt:

Aus den scharfen Verwarnungen Jirmijahus könnte man folgern, dass in der Epoche von Joschijahu die Kinder Israel in Sünde und Verbrechen versunken waren. Die schweren Verwarnungen in diesen Kapiteln muss man jedoch im Zusammenhang mit der Generation sehen, in der sie geäußert wurden - die Sünden waren schwer im Verhältnis zu den Erwartungen des Propheten von den Leuten, und im Verhältnis zu ihrer wahren spirituellen Stufe, doch waren sie nicht immer so scharf, wie sich der Prophet anhört. Der Generation von Joschijahu war es immerhin vergönnt, gerade wegen der Anzeichen von bußfertiger Umkehr, die dort zu finden waren, einen Propheten wie Jirmijahu in ihrer Mitte zu haben. Jirmijahu wurde zu den Israeliten gesandt, um eine Vertiefung der Umkehr zu fordern, als guten Lohn für den Beginn des Umkehrprozesses - in der Generation von Joschijahu gab es bereits eine Bestrebung zu mehr Gerechtigkeit, und Jirmijahu wollte sie bestärken.

Folgende sind die Worte Rabbiner Z.J.Kuks nach den (bisher unveröffentlichten) Aufzeichnungen von Rabbiner Jair Uri'el sel.: "Was vollkommen ist, ist wahr. Mangel an Vollkommenheit = Mangel an Wahrheit. Bei den talmudischen Weisen heißt es: 'betrügerische Umkehr', und die Absicht dabei: Sich selbst, G~tt und die Allgemeinheit Israels zu betrügen. Die Zustände können manchmal kompliziert sein, sehr kompliziert. In Fortsetzung der Sünden [König] Menasches, und durch den Einfluss aus dem Schomron ("Samaria") ... im Gegensatz zu all dem Guten, das in den Tagen Joschijahus erscheint, wird eine göttliche Mission nötig zur Vollkommenheit echter Umkehr durch die Größe Joschijahus und durch die Größe der Komplikationen, mit denen er sich konfrontiert sieht ... und die Sünden Menasches lassen sich nicht ganz so leicht reparieren, obwohl Joschijahu schon viel dazu getan hat, doch etwas ist noch verblieben, da erscheint Jirmijahu und es gibt bußfertige Umkehr, es gibt aber auch Störer und Rückfälle und wiederum Verderbnisse...

Die Schwerpunkte Jirmijahus in den Tagen Joschijahus - Beginn bußfertiger Umkehr, Beginn spirituellen Aufstiegs, 'es erscheint euch Jirmijahu'. Es gibt Lichtblicke, etwas bewegt sich: Umkehr, Propheten und Priester - und immer noch nicht, wie es sein soll. Der Prophet kommt, erhellt und leitet an: Es gibt keine Vollkommenheit! Sie sind wirklich keine Götzenpropheten, es gibt aber noch keine Vollkommenheit, wie es sein sollte".



Kommentare von Rabbiner Schlomo Aviner zu aktuellen Themen
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