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DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT BEMIDBAR*
Nr. 1221
27. Ijar 5779

*außerhalb Israels: Bechukkotai


Diese Woche in der Tora (Num. 1,1-4,20):

Auflistung der Stammesfürsten und Musterung der Kriegstüchtigen im ganzen Volk; Aufstellung und Anordnung der Einheiten; Übertragung der Erstgeborenenpflichten auf die Leviten; Befreiung der Leviten vom Armee- und ihre Einteilung zum Tempeldienst; Aufteilung der Transport-, Auf- und Abbaupflichten des Wüstenheiligtums innerhalb der levitischen Familien.

Haftara: Hoschea 2, 1-22

Sonntag, 28. Ijar: Jom Jeruschalajim

 

Redaktion und Übersetzung der deutschen Ausgabe: R. Plaut
e-mail: kimi1@kimizion.org
separate Homepage: www.kimizion.org
-Archiv der "Betrachtungen"
-Kostenloser Antwortservice "Frag' den Rabbi" auf deutsch
-früher aktualisiert (update) als die Machon-Meir-Seite

AUSSERDEM AUF DEUTSCH (zugänglich über das HAUPTMENÜ):
Was ist TOLERANZ wirklich?
Über die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das Gebot der Einwanderung nach Israel
Der Holocaust
DAS VOLK ISRAEL
Israel, der Westen und der Islam
Die beschleunigte Herbeiführung der Erlösung
Die heutigen Götzen
Das dreiteilige Jerusalem?

Politik und Judentum
Die Tora und der Mensch
    oder "Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion "2000"- Israel und das Christentum
                          - Briefe der ehemaligen Oberrabbiner Israels
                          - Israelfreundliche Christen?
"Ich bin ein Palästinenser"
Die Sudeten von Palästina
König Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozess
Der Kampf um Israel
Wie man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn Erew Pessach auf Schabbat fällt

"Jerusalem Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim

AUF HEBRÄISCH:
"Schall und Ru'ach"
Kurze Vorträge von Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten Themen,
zum Zuhören online,
desgleichen auf Französich
 


Der Stand der Dinge...
Endlich daheim
Rav Dov Begon
Leiter von MACHON MEIR



Zum 52. Jahrestag der Befreiung Jerusalems

Am Tag der Befreiung des Tempelberges war es unserem Lehrmeister, Rabbiner Zwi Jehuda Hakohen Kuk, Leiter der Jeschiwa "Merkas HaRav", und Rabbiner David Kohen, genannt der Nasir ("der Enthaltsame") vergönnt, unter den Ersten zu sein, die die Tempelberg-Westmauer (Hakotel hama'arawi, "Klagemauer") erreichten, zusammen mit den Fallschirmjägern, die den Tempelberg eingenommen hatten - und dann verkündete Rabbiner Zwi Jehuda mit allem Nachdruck: "Wir sind wieder daheim, und hier bleiben wir!". Wir alle waren von erhabener Stimmung erfüllt. Der historische Ausruf von Motta Gur, dem Kommandeur der Fallschirmjäger: "Der Tempelberg ist in unserer Hand!" bewegte die Herzen von Millionen Juden in Israel und der Welt. In jenen Augenblicken war die Nachdrücklichkeit des Ausrufs Rabbiner Zwi Jehudas schwer nachzuvollziehen, "..und hier bleiben wir!"; bedrohte uns denn jemand?! Wir waren doch gerade erst zurückgekommen. Doch "Wer ist weise? Der die Folgen voraussieht" (Tamid 32a). Und Rabbiner Zwi Jehuda sah die Folgen voraus. Er sah, dass unsere Feinde, unsere Nachbarn und die Völker der Welt sich nicht mit der Tatsache abfinden werden, dass wir heimkehrten, dass der Tempelberg und Jerusalem in unserer Hand sind. Und seitdem, bis auf den heutigen Tag, bekämpfen sie uns und bemühen sich, uns g~ttbehüte aus Jerusalem zu verdrängen, sei es durch Kriege, sei es durch Intifada, sei es durch den gefährlichsten Krieg - die "Friedens"attacken, die alle nur Eines zum Ziel haben: Jerusalem zu erobern und es dem jüdischen Volk zu rauben.

Nach dem Stand der Dinge hat der Krieg um Jerusalem nicht eine Sekunde aufgehört. Er spiegelt sich wieder im Kampf um den Besitz unseres ganzen Landes, um Jehuda und den Schomron ("Judäa und Samaria"), um die Golanhöhen, um den Galil, den Negev usw., und es gehört zu unseren Pflichten, es zu verteidigen, es aufzubauen, es zu verstärken, darum zu kämpfen und überhaupt an jedem Flecken unseres Landes festzuhalten. Woher nehmen wir den Mut und den Rückhalt, um unser Land und um Jerusalem zu kämpfen und zu streiten? Wenn wir uns wirklich die historische, kosmopolitische Rolle Jerusalems für uns und die ganze Welt vergegenwärtigen. Jerusalem ist das Herz der Nation und das Herz der Welt. Der Name G~ttes wird über Jerusalem und uns genannt: "denn dein Name wird genannt über deine Stadt und über dein Volk" (Daniel 9,19). Über Jerusalem und über das Volk Israel offenbart sich das göttliche Gute in der Welt, nach den Worten unseres Lehrers Moscheh: "Lass mich doch hinübergehen, dass ich sehe das schöne Land, das jenseits des Jarden, dieses schöne Gebirge und den Lewanon" (Dt. 3,25). Und wie der Raschikommentar zur Stelle erklärt: "dieses schöne Gebirge - das ist Jerusalem, und den Lewanon - das ist der Tempel".

Jerusalem ist ein Berg des Guten. Jerusalem ist das Licht der Welt. Um das Gute und um die Offenbarung des göttlichen Lichtes in der Welt kämpfen wir gegen die Söhne der Finsternis - und Jerusalem wird jene besiegen, die die Welt verfinstern wollen, wie es heißt: "Die Ewigkeit - das ist Jerusalem" (Brachot 58a), "das ist der Sieg Israels" (MaHaRSchA ebda.).

In Freude an der Freude Jerusalems, und in der Erwartung der vollkommenen Erlösung,

Rav Dov Begon


HaRav Aviner

Zur exklusiven Entscheidungsgewalt des Oberrabbinats bezüglich
der Westmauer

Rav Schlomo Aviner
Leiter der Jeschiwa "Ateret Kohanim/Jeruschalajim" in der Jerusalemer Altstadt

RavAviner

5690/1930

Vor dem britischen Untersuchungsausschuss bezüglich des Gebetes an der Tempelberg-Westmauer: Nur das Oberrabbinat bestimmt in religiösen Angelegenheiten im Allgemeinen und über die Westmauer im Besonderen.

5701/1941

Weisung der Oberrabbiner Herzog (aschkenasisch) und Usi'el (sefardisch) über die Pflicht der Einhaltung von Sittlichkeit und der traditionellen Gebetsordnung an der Westmauer.

5702/1942

Die britische Regierung verfügt, dass die Renovierungs- und Reparaturarbeiten an der Wand der Westmauer und auf dem Vorplatz unter der Bedingung der Abstimmung mit dem Oberrabbinat durchgeführt werden.

5727/1967

Gleich nach der Befreiung der Westmauer bestimmt Ministerpräsident Eschkol, alle Regelungen an der Westmauer unterstehen den Oberrabbinern.

5728/1968

Die Regierung macht ihre Genehmigung der Ausgrabungen an der Westmauer von der Zustimmung des Oberrabbinats abhängig, das festlegt, dass die Westmauer über ihre ganze Länge, von der Ecke im Süden bis zur Ecke im Norden heilig ist.

Verhinderung von Versuchen, Gebete nach Art der Reformjuden an der Westmauer abzuhalten, unter dem Hinweis, dass sie den Regelungen des Oberrabbinats zuwiderlaufen.

5737/1977

Scharfer Widerstand des Oberrabbinats gegen den Vorschlag der Regierung, am südlichen Teil der Westmauer eine Fläche für Touristen und Gebete ohne Geschlechtertrennung einzurichten.

5754/1994

Selbstverpflichtung des Regierungschefs Rabin, alle politischen Abkommen bezüglich der heiligen Stätten mit den Oberrabbinern abzustimmen.

***

Zusammenfassung: Die Westmauer ist ihrer ganzen Länge nach dem Gebet geheiligt, die göttliche Präsenz weicht nicht von ihr, eine Mauer für ein Volk.


Frage und Antwort

Wahl einer der Strömungen
   

Rav Schlomo Aviner
Leiter der Jeschiwa "Ateret Kohanim/Jeruschalajim" in der Jerusalemer Altstadt

RavAviner

Frage: Wie kann ich wissen, dass ich G~tt auf die richtige Weise diene? Gibt es doch viele verschiedene Strömungen: chassidisch, litauisch, national-religiös usw., und jede hat eine andere Ausrichtung. Wie entscheidet man sich für eine der Strömungen?

Antwort: Man muss sich den Kopf zerbrechen. Man muss alle Strömungen erlernen, alle Beweise für und wider, die Unterschiede betrachten, und dann entscheidet man sich. Es gibt kein Zaubermittel, um das herauszufinden. Und wer das nicht kann, über den heißt es: 'Schaffe dir einen Rabbiner'. Ein Mensch vertraut seinem Rabbiner und handelt nach dessen Anleitungen. Natürlich führt uns das zurück zu unserer Anfangsfrage, welchen Rabbiner wähle ich mir? Die Antwort: Denjenigen, der mir den meisten Segen bringt durch das Erlernen guter Eigenschaften, Himmelsfurcht und Tora, und das hat nichts damit zu tun, welcher Strömung er angehört.

Frage: Aber jede Strömung hat eine andere Einstellung zum Zionismus?

Antwort: Das ist eine alte Frage, die heute nicht mehr relevant ist. Vor 150 Jahren, als die Rückkehr nach Zion begann, überlegten unsere Weisen, ob sie die Bewegung unterstützen sollten oder nicht. Manche sagten, sie bringe Segen, andere sagten, sie bringe Verderben. Doch seitdem sind viele Jahre vergangen und man sieht, dass die Rückkehr nach Zion erfolgreich war. Alles, was wir hier in unserem Land anfangen, hat Erfolg, sowohl in spiritueller als auch in materieller Hinsicht, und im Ausland geht alles langsam zugrunde. Der Holocaust zerstörte unsere Körper, und die Assimilation zerstört unsere Seelen.

Frage: Wäre es vielleicht besser, sich aus jeder Strömung etwas herauszusuchen, oder sich lieber nur einer Strömung anzuschließen?

Antwort: Natürlich gibt es in jeder Strömung irgendetwas Gutes, und das Judentum umfasst alle Strömungen. Darum muss man alle Strömungen erlernen, aber ist gar nicht einfach, die richtige Kombination zu finden. Unser Lehrmeister, Rabbiner Awraham Jizchak Kuk (erster Oberrabbiner Israels) hat diese Zusammenstellung für uns vorgenommen, die 'allumfassende Einigkeit', und wir stützen uns, mit G~ttes Hilfe, auf ihn.


Frage und Antwort - SMS
 
 

Rav Schlomo Aviner
Leiter der Jeschiwa "Ateret Kohanim/Jeruschalajim" in der Jerusalemer Altstadt

RavAviner

Rabbiner Aviner beantwortet jede Woche hunderte Fragen via SMS, die z.T. in wöchentlichen Parschablättern veröffentlicht werden. 
Hier eine kleine Auswahl


Frage: Meine Eltern haben kein Geld für eine große Bar-Mitzwa-Feier, aber ich bin neidisch auf meine reichen Freunde, die so eine haben, und ich schäme mich.
Antwort: Halte Dich an die finanziellen Möglichkeiten Deiner Eltern und verschwende kein Geld dafür. Es gibt nichts, worüber Du Dich schämen müsstest. Im Gegenteil, jemand, der Geld verschwendet, sollte sich schämen. Ich schlage vor, dass sich alle Jugendlichen in jüdischen Jugendbewegungen zu einer Revolte zusammentun und gemeinsam beschließen, dass Bar-Mitzwa-Feiern nicht mehr als 100 Euro kosten dürfen.

Frage: Mein Freund hat mir den G~ttesnamen mit einem Filzstift auf die Hand geschrieben. Darf ich duschen, obwohl dadurch der Name weggewaschen wird?
Antwort: Nein. Bedecke ihn mit einem Klebestreifen.

Frage: Was ist besser - wenn ich Hilfe brauche, selber dafür zu beten, oder einen großen Rabbiner bitten, für mich zu beten?
Antwort: Sie sollten für sich selbst beten (siehe Raschikommentar zu Gen. 21,1, dass das Gebet eines Kranken für sich selbst größer ist als das Gebet für Andere und auch bevorzugt erhört wird. - Einmal kam ein Jude zum Kotzker Rebbe und bat ihn, für seinen Lebensunterhalt zu beten. Antwortete der Rabbiner: Bete für dich selber. Sagte er: Ich weiß aber nicht, wie man betet. Sagte der Rabbiner: Das ist eine viel schlimmere Not als dass du keinen Lebensunterhalt hast).

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Weitere Kommentare von Rabbiner Schlomo Aviner zu aktuellen Themen
auf hebräisch
im Internet (audio/video online):

www.kimizion.org/shiur
- englischsprachige Sendungen und Nachrichten
(Audio +TV) aus Israel:
www.israelnn.com
- auf russisch:
www.israel7.ru

Bücher von Rabbiner Aviner: www.havabooks.co.il
Seine Handy-Nr. (auch SMS): +972 (0)52 3653028
(hebr./frz./engl./jid.)


Radio "Kan Moreschet"
 Hören Sie Rabbiner Aviners Fragestunde live im Internet 
jede Woche Montag 22.05-23.00
 israelische Zeit (=GMT+2, Sommerzeit GMT+3)
nur hebräisch!
http://www.kan.org.il/live/radio.aspx?stationId=6
Wollen Sie selbst eine Frage stellen während der Sendung?
Telefon: +972 (0)72 3332925
SMS: +972 (0)55 9663991
Archiv der bisherigen Sendungen:

www.kimizion.org/shiur/shut.html
 

MACHON MEIR
Jüdische Studien in Hebräisch und Englisch in jeder Schwierigkeitsstufe,
Anfängerkurse auch auf Russisch -Französisch - Spanisch/Portugiesisch
Tanach, Mischna, Gemara, Themen der jüdischen Weltanschauung
-gelockerte Atmosphäre
-religiöser Zionismus
-Emuna nach den Lehren Rav Kuks
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-ULPAN GIJUR
Bitte richten Sie Ihre Anfragen an obige Anschrift von Machon Meir

MACHON ORA - für Frauen

Lernen Sie bei uns über das Judentum, stärken Ihren Glauben im Geiste der Liebe zu den Geschöpfen in einem reichhaltigen und umfassenden Programm mit persönlicher Note, Verbindung zu Torapersönlichkeiten, Unterbringung in besonderer, familiärer Atmosphäre.
Wir freuen uns, zusätzlich zur hebräischen Abteilung die Eröffnung eines spanischsprachigen und eines russischsprachigen Programmes bekanntgeben zu können.

Einzelheiten: Spanisch - Tel. +972 (0)2 6512194, +972 (0)52 4621830
Russisch - +972 (0)2 6537835
 

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