Parschat "Wajchi" (1.Buch Moscheh, Kap.47,28 - 50,26) S.375
"Gelobt sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches immer und ewig" 

Nach dem Vers "Schma Jisrael" sagen wir üblicherweise "Baruch schem kevod malchuto le'olam wa'ed". Widerspricht dieser Einschub nicht der Halacha, dem Gesetz, Abschnitte der Tora nicht zu unterbrechen, die unser Lehrer Moscheh in der Tora angeordnet hat? Allerdings hängt die Existenz des jüdischen Volkes direkt mit der Aufsichnahme der himmlischen Herrschaft des "Schma Jisrael" zusammen, der Eigenschaft, die noch auf unseren Vorvater Awraham zurückgeht, von dem es heißt "und er glaubte an G~tt", und die sich über alle weiteren Generationen erstreckt. Jakov ruft seine Söhne vor seinem Tode zu sich, um jedem Stamm seine besondere Aufgabe zuzuweisen und zu verkünden, was am Ende der Tage geschehen werde, d.h., hier werden unsere gesellschaftliche und nationale Zielrichtung und Idealzustand formuliert. Und all dies unter Aufsichnahme der himmlischen Herrschaft des "Schma Jisrael". 

"Tretet zusammen und höret, Söhne Jakovs, und höret auf Israel, Euren Vater" (Gen.49,2). Es ist sicher leichter, ein einsamer Gerechter zu sein als eine gerechte Gemeinschaft, und doch sehen wir, daß die Tora gerade der Gemeinschaft gegeben wurde. Die Gemeinschaft ist somit von höherer Bedeutung, obwohl das gesellschaftliche Miteinander von Komplikationen und Problemen begleitet ist, so wie das Leben Jakovs, 
der den Anbeginn der jüdischen Gemeinschaft darstellt - das "Haus Jakovs" - voller Komplikationen war. 

Die Heiligung des göttlichen Namens erfolgt gerade deshalb durch das Volk, unter Komplikationen und Leiden. Als Jakov seinen Söhnen verkündete, sie seien der Anbeginn der israelitischen Gemeinschaft, kommt und erkennt unseren Wert, versicherten sie ihm, daß zwischen ihnen und ihm keine Trennung bestünde: "wie er [G~tt] in deinem Herzen einzig ist, so ist er auch in unserem Herzen einzig". 

Daher wurde der Nation gestattet, diese Worte hinzuzufügen: "Baruch schem kevod malchuto le'olam wa'ed", die die Aufsichnahme der himmlischen Herrschaft durch die israelitische Gemeinschaft ausdrücken. (nach Pessachim 56a)