| Parschat "Pinchas" (4. Buch Moscheh "Numeri" 25,10 - 30,1) S.425
Von Einem der auszog, die Welt zu verbessern Bei einem Empfang zu Ehren von Rabbiner Awraham Jizchak Kuk (dem ersten Oberrabbiner Israels) in Amerika fragte ihn einer der dortigen Rabbiner, warum er denn nicht nachdrücklicher oder gar radikaler seine Ansichten vertrete. Rabbiner Kuk antwortete ihm ausführlich, u.a. erzählte er ihm folgende Geschichte: "Einst kam ein Mann zu seinem Rabbi und verkündete, er wolle der
Welt die Herrschaft G~ttes bringen. Worauf der Rabbi ihm erwiderte: Geh,
mein Sohn, und G~tt sei mit dir. Jener ging und versuchte, seine gute Absicht
in die Tat umzusetzen, doch ohne Erfolg. Die Welt blieb wie sie war. So
kam er ein zweites Mal zu seinem Rabbi, um den seinen Bemühungen fehlenden
Segen zu beklagen. Dieser fragte ihn: Mein Sohn, hast du denn schon dein
Land und deine Heimat verbessert, bevor du dir die ganze Welt vornimmst?
Jener verstand den Hinweis und machte sich an die Arbeit. Doch auch diesmal
erfolglos, denn niemand wollte auf ihn hören. Wiederum klagte er dem
Rabbi sein Leid und erhielt zur Antwort: Mein Sohn, hast du denn schon
deine Stadt, deinen Wohnort verbessert?
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