DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
Redaktion und Übersetzung der deutschen
Ausgabe: R. Plaut
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
"Jerusalem
Reclamation Project"
AUF HEBRÄISCH:
Diese Woche in der Tora (Gen. 25,19
- 28,9):
Im Gegensatz zu Awraham und Jakov, den Viehhirten, war Jizchak ein Landwirt, der fest verbunden auf seinem Boden wohnen wollte. So gebot es ihm G~tt, als er zum Lande Plischtim gelangte: "wohne (schchon) in dem Lande, das ich dir sage - mache eine Wohnsiedlung (schchuna) im Lande Israel, säe, pflanze" (Gen. 26,2; Midrasch raba, Toldot 64,3). Zum Lande Plischtim [Gasastreifen und die Gebiete nordöstlich davon] hatte unser Vorvater Awraham nur eine lose Verbindung (und verzichtete sogar darauf in dem Bund, den er mit Awimelech schloss). Im Gegensatz dazu wurde Jizchak aufgefordert, es in Besitz zu nehmen "durch erstklassige Besitzergreifung, nämlich durch Pflügen und Säen" (Or Hachajim), und damit seine Begehrenswürdigkeit zu demonstrieren. Andererseits erfolgte, entgegen der Anweisung der festen Besiedlung des Landes Plischtim, ein umgekehrtes Gebot: "Weile (gur) in diesem Lande.." (Gen. 26,3). Diese Weisung hat eine doppelte Bedeutung: Einmal von magor, Furcht (Midrasch) - du musst dich in einen Dauerzustand der Furcht vor den Gefahren und in ein Gefühl konstanter Abhängigkeit von göttlicher Hilfe versetzen. Und die zweite Bedeutung: Von ger, Fremder, "denn so war der Wille G~ttes, sogar zur Zeit unseres Siedelns im Lande Israel" (Neziw). Nur so werde er am eigenen Leib das göttliche Bewusstsein verspüren, "denn mein ist das Land; denn Fremdlinge und Beisassen seid ihr bei mir" (Lev. 25,23). Darüber steht das besondere göttliche Versprechen bezüglich dieses Gebietes: "denn dir und deinen Nachkommen werde ich alle diese Länder geben" (Gen. 26,3). Jizchak beeilte sich, das Gebot "wohne in dem Lande" zu erfüllen, und wohnte dort in Ruhe und Frieden. "Also wohnte Jizchak in Gerar... und Jizchak säte in diesem Lande" (Gen.26,6/12). In der aramäischen Übersetzung/Erklärung "Targum Jonatan" findet sich ein zusätzliches Wort: "..und Jizchak säte zur Mildtätigkeit". Das Säen auf seinen Feldern erfolgte nicht nur zu seinem Lebensunterhalt, sondern auch für wohltätige Zwecke. Damit gab er dem Gebot "wohne in dem Lande" eine weitere Bedeutung, nämlich die göttliche Präsenz (schchina) über das Land zu bringen. Das Gebot "Weile in diesem Lande.." hatte er allerdings noch nicht erfüllt. Darum entbrannte gegen ihn der Zorn der Ortsansässigen. Zuerst hatten sie seine Frau im Auge, dann seinen wirtschaftlichen Erfolg: "und es beneideten ihn die Plischtim" (Gen. 26,14), bis dass sie sich an den Quellen seines Lebensunterhaltes vergriffen. "Und all die Brunnen... verstopften die Plischtim und füllten sie mit Erde" (V.15). Damit nicht genug, er erhielt sogar einen "Ausweisungsbefehl": "Und Awimelech sprach zu Jizchak: Gehe von uns" (V.16). Und das nach einer Hetzkampagne in der pelischtischen Öffentlichkeit: "...denn du bist weit mächtiger geworden als wir" (ebda.). Deine Macht verdankst du uns, du bereicherst dich auf unsere Kosten. Darum verschwinde von hier, aber schnell! Vor der pelischtischen Entschlossenheit blieb Jizchak keine Wahl: "Da zog Jizchak von dort weg" (V.17). Er weigerte sich aber, sich weit zu entfernen: "..und lagerte im Grunde Gerar und wohnte dort". Wenn man ihn schon nicht an dem ihm zubefohlenen Ort siedeln lässt, dann wenigstens so nahe daran wie möglich. "Er wollte seine Wohnung überhaupt nicht vom Lande Plischtim entwurzeln, wegen des Gebotes des Königs der Welt.." (Or Hachajim). Eine große Prüfung musste Jizchak hier durchstehen. Auf der einen Seite befahl ihm G~tt "wohne in dem Lande" und versprach ihm obendrein "denn dir und deinen Nachkommen werde ich alle diese Länder geben", und dennoch wurde er von dort vertrieben. Trotz alledem kamen in Jizchak keine Zweifel an G~tt auf. Jizchak verbrachte nun nicht den Rest seiner Tage in Trübsal über den Verlust seines Lebenswerkes. "Und Jizchak grub die Wasserbrunnen wieder auf, welche sie gegraben zu Lebzeiten seines Vaters Awraham und welche die Plischtim nach dem Tode Awrahams verstopft hatten" (V.18). Paradoxerweise brachte die Vertreibung aus Gerar Jizchak zu neuer Blüte. "Durch unser Exil lernten wir, dass G~tt Absichten umkehrt. Was für uns so aussieht, als schade man uns viele Male durch Vertreibung von irgend welchem Orte, wendet sich nach einiger Zeit zum Guten..." (Neziw). Doch auch dort genoss er keine lange Seelenruhe. "Da stritten die Hirten Gerars mit den Hirten Jizchaks und sagten: Unser ist das Wasser!" (V.20). Wahrscheinlich versuchte Jizchak, von der pelischtinischen Justiz Hilfe zu erhalten, doch vergebens. "und die königlichen Beamten hielten es für richtig, ihre Augen von der Wahrheit abzuwenden, wegen des Hasses im Herzen". Jizchak war gezwungen, den Ort zu verlassen und grub einen anderen Brunnen, doch auch dort fand er keine Ruhe: "und stritten auch um diesen" (V.21). Während die Plischtim beim ersten Brunnen ihren Diebstahl noch zu rechtfertigen versuchten ("Unser ist das Wasser!"), gab es beim zweiten Mal nicht mal die geringste Erklärung. 'Wir haben ganz einfach so entschieden'. "Nachdem sie sahen, dass sie mit ihrem Brunnenraub und einer erfundenen Behauptung Erfolg hatten, raubten sie mehr ohne Behauptung, nur als Widersacher" (Neziw). Jizchak gab nicht auf und fuhr fort mit seinem Siedlungswerk. "Da rückte er von dort weiter und grub einen anderen Brunnen... und nannte seinen Namen: Rechowot" (V.22). Nicht nur eine Erweiterung (=Rechowot) erfuhr er dort, sondern auch "wir werden gedeihen im Lande" (ebda.). Die neuerliche Vertreibung brachte zusätzliche Blüte. "Die Vertreibungen verursachen verschiedene Dinge... jener hat an seinem neuen Exil mehr Erfolg als früher, und auch verursacht die Vertreibung mehr Fruchtbarkeit und Mehrung bei den Israeliten als an einem Ort" (Neziw). Vom Brunnen Rechowot zog Jizchak weiter zur nächsten Station: "Und er zog von dort hinauf nach Be'er Schewa" (V.23). Dort, in der großen Stadt, eröffneten sich ihm neue Gelegenheiten der Verbreitung von Tora und Glauben in den Volksmassen, so wie es sein Vater Awraham gehalten hatte; in den abgelegenen landwirtschaftlichen Gebieten von Gerar wäre das nicht möglich gewesen. Da offenbarte sich G~tt vor ihm und versprach ihm: "Fürchte nichts, denn mit dir bin ich" (V.24) - "so dass sie dich nicht noch einmal vertreiben können" (Neziw). Der Bauplan der neuen Siedlung wurde detailliert ausgefertigt. "Und er baute dort einen Altar, und rief an den Namen des Ewigen, und spannte dort sein Zelt auf, und die Knechte Jizchaks gruben dort einen Brunnen" (V.25). Zuerst - die Synagoge, dann ein Lehrhaus, und erst danach Wohnungen und Arbeitsplätze. Und was passierte in der Zwischenzeit im Lande Plischtim? Dazu steht im Targum Jonatan: "Und es gruben die Knechte Jizchaks an der Grenze des Baches und fanden dort einen fließenden Wasserbrunnen. Und es stritten die Hirten Gerars mit den Hirten Jizchaks... es war der himmlische Wille, dass er austrocknete. Da gaben sie ihn an Jizchak zurück und es floss das Wasser, und es wurde der Name des Brunnens genannt Essek... Und sie gruben einen anderen Brunnen und stritten auch um diesen, und er trocknete aus und floss nicht mehr, und sein Name wurde Sitna genannt... und als Jizchak von Gerar fort zog, trockneten ihre Brunnen aus und ihre Bäume gaben keine Früchte mehr, und sie merkten, dass ihnen das alles wegen seiner Vertreibung zustieß. Und es ging Awimelech von Gerar... Und es sprach Jizchak zu ihnen: Wozu kommt ihr zu mir, wo ich um euch gebetet hatte, und ihr hasstet und vertriebet mich von euch. Und sie sagten, wir sahen... dass wir durch dein Verdienst all die guten Dinge hatten, und als du von unserem Lande weg gingst, vertrockneten unsere Brunnen und die Bäume gaben keine Frucht mehr, und wir sagten, wir bringen dich zu uns zurück und so wird sich der Schwur erfüllen, der zwischen uns war... und wir schließen einen Bund mit dir". "Und alle diese Dinge sind Zeichen und Hinweis für Israel zur Zeit des Exils, wenn sie von einem Ort vertrieben werden, verstehen jene und haben Einsicht hinterher, dass sie sich selbst mehr geschadet haben als der Gemeinschaft Israels, die unter der Vorsehung G~ttes zum Guten steht". Erst dann baten die Plischtim um ein Friedensabkommen, indem sie sagten: "Dass du mit uns nicht böse verfährst, wie wir dich nicht angetastet, und wie wir dir nur Gutes erwiesen und dich haben ziehen lassen in Frieden" (V.29). Wir haben dich zwar mit großer Entschlossenheit vertrieben, du musst aber daran denken, dass wir das mit großer Einfühlsamkeit taten und dir sogar ermöglichten, dein Eigentum zu retten. "Zur Zeit seiner Fortschickung und Vertreibung aus Gerar führte die Regierung die Aufsicht darüber, dass die Ausführungsbeamten und das gemeine Volk nicht plünderten, sondern er in Frieden ausziehe". Am Tage der Unterzeichnung des Friedensvertrages erhielt Jizchak die Nachricht vom Wasserfund beim siebten Brunnen, "Be'er Schewa". Wegen Jizchaks Hartnäckigkeit, wieder und wieder unbeirrbar am Lande fest zu halten - "denn fällt der Gerechte siebenmal, er erhebt sich dennoch" (Sprüche 24,16) - "ist der Name der Stadt Be'er schewa bis auf diesen Tag" (V.33), auf alle Zeiten. (Selbstverständlich
ist jede Ähnlichkeit mit den Geschehnissen der letzten Jahre rein
zufällig... und dennoch: "Die Taten der Väter - ein Zeichen für
die Nachkommen").
Das Alter in den Augen der Welt Die Welt, so redet man uns ein, gehöre der Jugend. Junge Menschen, schön und sprudelnd vor Energie und Kraft, voller Ideale, schreiten gar schnell daher, und die Welt schreitet mit ihnen. Wie wunderbar, jung zu sein in einer Welt, in der die begabte Jugend die Bühne erobert zum Beifall der Allgemeinheit. So eine großartige Phantasie, in ewiger Jugend weiter zu sprudeln und die Gedanken an das kommende Alter aus dem Herzen zu verbannen. Wenn unsere Zeit des Altwerdens heran naht, werden wir alles Menschenmögliche unternehmen, die Veränderungen zu verbergen. Jede Falte, die die Stirn hat, sich auf derselben zu zeigen, droht uns mit baldigem Verlust dieser Welt, die nicht den Älteren gehört, und darum muss sie verborgen werden, man darf es ihr nicht durchgehen lassen. Jedes weiße Haar erinnert an den Countdown und an das Alter, das mit seinem Krückstock vor dem Tore wartet... Im Laufe der Zeit halten wir frischgebackene Älterwerdende uns mehr und mehr an den Slang und die Mode der Jugendlichen in dem bemitleidenswerten Versuch, uns wie Jugendliche zu geben. Doch vergebens, alle Schminke nützt nichts, die Verkleidung als Jugendlicher ruft bloß Spott hervor, das Alter ist auf dem Wege. Die große Frage lautet, was bringt es mit sich. Die Antwort besteht in einem geänderten Lebensbewusstsein. Gibt es einen "Schuldigen" an diesem Älterwerden, einen "Verantwortlichen" für dieses peinliche Missgeschick, die weißen Haare, die plötzlich hervor scheinen und schließlich den ganzen Kopf erobern oder einfach so auf dem Kissen bleiben? Jemand der nicht daran dachte, dass die Welt der Jugend gehört und der Welt den Segen des Alterns bringen wollte, das wir so hartnäckig als Fluch betrachten. Dieser Mensch war niemand anders als unser Stammvater Awraham, wie es der Midrasch schildert: "Sagte Rabbi Jehuda bar Simon: Awraham forderte das Alter. Sagte er: Herr der Welten, ein Mann und sein Sohn kommen an einen Ort und kein Mensch weiß, wen zu ehren. Indem du ihn mit Alter krönst, weiß man, wen zu ehren. Sagte ihm G~tt: Bei deinem Leben, eine gute Sache hast du verlangt, und bei dir fängt es an. Vom Anfang des Buches (Bereschit) bis hier steht nicht geschrieben 'Alter', und als Awraham auftrat, wurde ihm Alter gegeben - und Awraham war alt und betagt (Gen. 24,1; Bereschit raba 65,9). Awraham versteckte nicht die Zeichen des Alters, im Gegenteil, er bat für sich um einen Schatz weißer Haare. Und wie er es mit heiligen Dingen sonst hielt, dachte er nicht nur an sich alleine, sondern beschäftigte sich mit dem Gedanken, wie er mehr Segen in die Welt bringen könne, und erbat äußerliche Kennzeichen für das Alter. Er bat darum weil er wusste, dass es in einer Welt der Jugend keine Demut gibt. Der Jugendliche fühlt sich auf dem Gipfel der Welt, er ist stark, intelligent und erfolgreich und braucht von niemandem zu lernen. In einer Welt, in der die Älteren für ihre Weisheit und ihre Erfahrung, für ihre Taten oder ihre bloße Anwesenheit geschätzt werden - gibt es wohin den Blick zu lenken, von wem zu lernen und guten Rat zu erhalten, von wem zu empfangen und wohin zu streben. In einer Welt, die Erwachsene ehrt, werden die Jugendlichen bescheidener. Unser Vorvater Awraham erbat eine Welt, in der die Alten respektiert werden, und er durfte der Erste sein, mit dem es anfing. Haare des Alters verschönten sein Haupt, und die Jugendlichen begannen ihn zu ehren und zu verstehen, dass die wirkliche Welt den Älteren und den demütigen Jugendlichen gehört. Das Alter in den Augen Awrahams Unser Vorvater Awraham wusste, dass eine Welt, die der Jugend gehört, eine Welt des Materiellen, des Fortkommens, des Wettlaufs und der Konkurrenz ist. In der Welt der Muskeln haben die Alten nicht viel zu bieten, auch die Schönheitskönigin wird wohl eher jung sein. Den Älteren fällt es schwer, mit dem rasanten Fortschritt der Wissenschaft mit zu halten und über alle Geheimnisse des Computers zu herrschen. Der Greis ist nicht schnell, und seine Schönheit zieht keine Blicke an, seine Sinne stumpfen langsam ab, und nicht alle Freuden der materiellen Welt bereiten ihm noch Vergnügen. Trotzdem begehrte Awraham das Älterwerden, weil es etwas beinhaltet, was der Jugend abgeht, das zur wahrhaften Welt gehört, was uns wirklich teuer ist. Im Alter lässt sich die Welt genauer und tiefer betrachten. Es mag einem sogar vergönnt sein, G~tt näher zu kennen, was in der Jugend durch die Übermacht der Sinne fast unmöglich ist. Ein Greis: jemand der Klugheit erworben hat. Hier ist nicht von der üblichen rationalen Klugheit die Rede, von Mathematik oder Wissenschaft, auf diesen Gebieten liegt wiederum der jugendliche, schnelle Verstand vorne. Vielmehr ist hier die Rede von tieferer Weisheit, die G~tt kennt, die in die Tiefe von Begriffen wie Gerechtigkeit und Ehrlichkeit vordringt, die nicht von Trieben geblendet wird und Gut und Böse nicht durcheinander bringt. Es geht um die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Haupt- und Nebensache im Leben. Wenn der Greis darauf besteht, die Welt der Karriere und der Konkurrenz, der Triebe und des Erwerbs für die wahre Welt zu halten, wird sein Geist brechen, doch wenn er einer teureren Welt gewahr wird, einer innerlicheren und moralischeren, wird er im Alter eine Fundgrube auftun, zu der die Jugend keinen Zugang hat: "Es wird gelehrt: Rabbi Jischma'el ben Rabbi Jossi sagte: Die Schriftgelehrten nehmen, je älter sie werden, an Weisheit zu, wie es heißt: bei Greisen ist Weisheit, langes Leben ist Einsicht (Ijow 12,12); die Leute aus dem gemeinen Volke nehmen, je älter sie werden, an Torheit zu, wie es heißt: entzieht Wohlbewährten die Rede und beraubt Greise des gesunden Verstandes (Ijow 12,20)" (Schabbat 152a). Die Greise des gemeinen Volkes, die in einer materiellen Begriffswelt leben, sehen im Alter ein Missgeschick und sind dazu gezwungen, ihren Lebensabend in Neid auf die Jüngeren, die noch alles können, zu verbringen, sie sehnen sich nach den vergangenen Lebenstagen und träumen von einer vergangenen Welt. Unser Stammvater Awraham
erbat im Gegensatz dazu das Greisenalter und erhielt es, er war froh damit
und wollte es so, den Vorzug des Greisenalters, und es scheint, als ob
er uns aufruft, nicht mehr davor zu flüchten, sondern seinen Wert
zu erkennen beginnen.
Kommentare von
Rabbiner
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(audio/online):
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Desgleichen Radio "Kol-Chai", Di.
23.00-24.00,
MACHON MEIR
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