DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
Redaktion und Übersetzung der deutschen
Ausgabe: R. Plaut
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
"Jerusalem
Reclamation Project"
AUF HEBRÄISCH:
Diese Woche in der Tora (Ex. 21,1
- 24,18):
Der Grund für das Verbot, einen Streitfall zwischen Juden vor ein Gericht der Nichtjuden zu bringen, besteht doch darin, könnte man meinen, dass die Wahrheit nach den Gesetzen der Tora in seinem Urteil nicht ans Tageslicht kommt. Doch welch' eine Überraschung: Zum ersten Vers unseres Wochenabschnittes "Und das sind die Rechte, die du ihnen vorlegen sollst" (Ex. 21,1) sagen die talmudischen Weisen (wie auch vom Raschikommentar zum Vers zitiert wird): Selbst wenn das Urteil des Gerichtes der Nichtjuden dem Urteil eines Bet Din (Rabbinergerichtes) Punkt für Punkt entspräche, es trotzdem auf jeden Fall verboten sei, dort die Sache entscheiden zu lassen. Ist das nicht sehr merkwürdig? Welchen Unterschied macht es denn, wo das Urteil gefällt wird, beim Gericht oder beim Bet Din, wenn das gleiche Urteil heraus kommt? Raschi gibt dort zwei Gründe an: 1.Wer ein nichtjüdisches Gericht einschaltet, entweiht den göttlichen Namen ("Chilul haschem"). 2."Wer Rechtssachen eines Israeliten vor Nichtjuden bringt,... ehrt den Namen der Götzen, indem er ihnen Ruhm erschafft". Der zweite Grund lässt sich ohne weiteres verstehen, da die Tatsache an sich, dass sich ein jüdischer Mensch an ein Gericht der Nichtjuden wendet, eine Erhöhung ihres Standes und ihrer moralischen Werte in den Augen der Gesellschaft bedeutet, was eine Geringschätzung jüdischer Würde nach sich zieht. Der erste Grund jedoch, die Entweihung des heiligen Namens, ist überhaupt nicht klar. Wo liegt hier ein Chilul haschem vor?! Dazu erklärte Rabbiner Moscheh Charlap (früherer Leiter der "Merkas Harav" Jeschiwa in Jerusalem; Gespräche zum Buche Schemot, S.165): Es besteht ein grundsätzlicher Unterschied zwischen den Bestrebungen und den Zielen der jüdischen Gesetze und denen der weltlichen Völker. Die Betrachtungsweise der Völker sieht in der Existenz einer Gerichtsbarkeit an sich, die sich mit Schädigungen, Streitfällen in Geldangelegenheiten usw. beschäftigen muss, eine entbehrliche Realität, weil vielmehr zu wünschen wäre, dass das Leben in seinen festen Bahnen "fließe", ohne ein Abweichen oder Ausbrechen aus seinem regelmäßigen Laufe, das den Eingriff der Justiz erforderlich macht. Nach dieser Anschauung sind es die Ereignisse, die nach Rechtsprechung verlangen, denn ohne Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten zwischen den Menschen würde es überhaupt keine Rechtsprechung geben, d.h., die Gerichtsbarkeit ist nur im nachhinein nötig, wegen der mangelbehafteten Wirklichkeit. Im Gegensatz zu dieser Anschauung sieht die Tora die Dinge genau anders herum. Nicht die mangelhaften Ereignisse der rauhen Wirklichkeit lösen die Rechtsprechung aus, sondern im Gegenteil, wenn G~tt ein neues Gesetz in die Welt bringen will, eine neue Wahrheit, ein neues Gutes, das die Welt derzeit benötigt, um sich auf dem Wege der Erlösung weiter zu entwickeln - arrangiert G~tt die Ereignisse in der Wirklichkeit in einer Weise, die das neue Gesetz erforderlich macht. Es sind also nicht die Ereignisse, die nach dem Gesetz verlangen, vielmehr verursacht das göttliche Gesetz, das zur Verbesserung der Welt nötig ist, die entsprechenden Ereignisse, oder wie er es ausdrückte (ebda.): "Der Unterschied zwischen den Gesetzen der Völker und den Gesetzen Israels besteht darin, dass sich die Gesetze der Völker nach den Ereignissen ausrichten. Sie verabschieden ein Gesetz, und daran halten sie dann eisern fest. Nicht so die Gesetze Israels, wo die Ereignisse dem Gesetz folgen: das höchste Gesetz, das in Vorzeiten von G~ttes Willen festgelegt wurde - und von ihm ergeben sich die Ereignisse, um es in dieser Welt durch praktische Anwendung zu offenbaren", (und auf S.168:) "ohne die Gesetze gäbe es in Israel keinen Streit zwischen dem einen und dem anderen, nur damit das Licht des göttlichen Rechtes von der Möglichkeit zur tätlichen Umsetzung gelangt, entstehen die Streitigkeiten, und sofort mit der Verkündung des Urteils schließen die Parteien Frieden miteinander". Demnach besteht das Ziel der Gesetze der Völker darin, die Dinge in ihren ursprünglichen Zustand vor Beginn des Streit- bzw. Schadensfalles zu versetzen, wie zum Beispiel beim Zusammenstoß zweier Autos, die dadurch beschädigt wurden und in der Werkstatt repariert werden müssen. Das Gericht hat nun zu bestimmen, wer die Kosten für die Schadensbehebung tragen muss, damit die Fahrzeuge in den Zustand von vor dem Unfall versetzt werden können. Das Judentum sieht die Sache anders. Das Ziel des Gesetzes besteht nicht in der Rückversetzung in den Urzustand, sondern weil nämlich der Mangel in der Wirklichkeit nur ein Resultat ist, dessen Grund in einer neuen göttlichen Wahrheit besteht, die durch ihn in der Welt erscheinen soll, dient das Gesetz dazu, den Menschen und die Welt in eine neue Wirklichkeit zu erheben, die es so noch nicht gab. Das gilt sowohl bei einem gestörten Verhältnis zwischen den Menschen als auch bei Ereignissen, die auf das ganze Volk Israel Einfluss ausüben - komplizierte historische Ereignisse von Volk und Gesellschaft, die nur dazu dienen, Israel und die Welt auf eine höhere Entwicklungsstufe zu bringen. Dadurch wird der erste von Raschi angeführte Grund klar, wer ein nichtjüdisches Gericht einschaltet, entweiht den heiligen Namen G~ttes - chilul haschem - chilul vom Wortstamm chalal = leerer Raum, Hohlraum - er erzeugt einen Mangel in der Welt, denn das ganze Bestreben der nichtjüdischen Rechtsbarkeit besteht nur in der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes, nicht aber die Erhebung auf eine höhere Entwicklungsstufe, so wie es bei einem Bet Din der Fall ist. Mögen wir alle zur praktischen
Ausführung der Worte König Davids gelangen: "Er verkündet
Jakov seine Werke, seine Satzungen und Rechte Israel. Nicht also tat er
irgend einem Volke, und die Rechte kennen sie nicht" (Psalm 147,19-20).
Dadurch, dass wir bei allen Ereignissen, den guten und den weniger guten,
denen wir begegnen, nicht nur versuchen, den ursprünglichen Zustand
wieder her zu stellen, sondern gerade durch sie die neue göttliche
Wahrheit auf zu zeigen, die in der Welt erscheinen soll, mögen wir
der vollkommenen Erlösung teilhaftig werden.
Na wer wohl? Das ganze Volk Israel! Jede Partei, wie der Name schon sagt, ist doch ein Teil vom Volk Israel. Sie vereinigt nicht alle Kräfte auf sich und auch nicht alle Vorzüge, vielmehr hat der Herr der Welt in seiner Gnade die Begabungen überall verstreut, und alle Parteien zusammen bilden die ganze Nation. Wenn ich also für eine Partei stimme, denke ich mir, dass dort eine Mehrheit an Licht und ein Minimum an Finsternis anzufinden sind, doch will ich damit nicht sagen, dass die anderen nichts wert sind. Ich blicke wohlwollend auf alle, ich sehe das Gute in allen, und ich sehe alle als ein großes Puzzle, das alle vereinigt. Sicher bin ich für meine Partei, und die anderen Parteien respektiere ich, liebe und wertschätze sie. Doch sollte ich einen Schritt weiter gehen, nämlich behaupten, bei mir fände sich die ganze Wahrheit, alles Recht und die ganze Gerechtigkeit, was die anderen Parteien vollkommen überflüssig machte - so würde ich in das schwarze Loch des grundlosen Hasses gesogen. Denn was bedeutet "grundloser Hass"? Der Hass des Andersartigen: Wie kann es von mir Abweichende geben, findet sich bei mir doch Alles!? Bekanntlich war es meine Partei, die das Land aufbaute, die das ganze Volk nach Zion zurück führte, die den Staat gründete, die Israel in allen Kriegen zum Sieg führte und die Tora wieder in ihre angestammte Heimat brachte - während alle anderen Parteien tatenlos zusahen. Das ist doch nicht wahr! Wer das alles tat - das war die ganze Nation! Wenn du also sagst: Ich sehe in meiner Partei den wichtigsten Teil am Ganzen - dem kann ich zustimmen. Wenn du aber sagst: Meine Partei ist nicht nur ein Teil, sondern das Ganze - dem kann ich schon nicht mehr zustimmen. Richtig, ich habe den Stimmzettel für meine Partei abgegeben. Doch vor allem habe ich ihn für das Volk Israel abgegeben. Für das Volk Israel stand ich bebend in jenem heiligen Augenblick alleine mit meinem Schöpfer vor der Wahlurne. Für das Volk Israel dachte ich: "der uns hat leben lassen und uns erhalten hat und uns hat gelangen lassen zu dieser Zeit" (Schehechejanu-Segen), auch wenn ich ihn nicht aussprach. Für das Volk Israel fühlte ich: "Diesen Tag hat der Ewige geschaffen, jubeln wir und freuen wir uns an ihm" (Hallel-Gebet). Zwischen den beiden national und religiös eingestellten Parteien ("HaBajit hajehudi", vormals Mafdal, die nationalreligiöse Partei, Nachfolger des "Misrachi", und die Vereinigung von Religion-und-Land-Israel-Parteien, die "nationale Vereinigung" - "Ichud hale'umi") besteht wirklich kein Widerspruch, und es gibt nichts Natürlicheres als ein Zusammenschluss der beiden. Ein winziges Beispiel dafür kann meine Wenigkeit geben, denn an und für sich passe ich eher zum "Ichud hale'umi", als Jeschiwa-Vorsteher und Siedler, doch abgestimmt habe ich für "HaBajit hajehudi". Und warum? Weil ich mit allen meinen Freunden zusammen gehen wollte, d.h. religiös und pro-Land-Israel eingestellten Leuten, Jeschiwa-Mitgliedern und Akademikern, Rechte und Linke und Mittlere, streng oder modern Orthodoxe. Sicher gibt es zwischen uns Unterschiede und ich ignoriere sie nicht, doch das Verbindende ist weitaus größer als das Trennende - ob man es nun "die Wiedererstehung der Nation in ihrem Lande nach ihrer Tora" oder "Aufbau des Lebens der Allgemeinheit und des Einzelnen im Lande nach der Tora" nennt; oder noch andere Lesarten. Eigentlich bemühe ich mich, "In meinem Volke wohne ich" (Kö.II, 4,13) zu erfüllen, innerhalb der ganzen jüdischen Gemeinschaft, doch tue ich das in abgestufter Weise. Erstmal muss mich mit mir selbst im Reinen sein, ohne innere Widersprüche; danach mit meiner Frau; danach mit meiner Familie; danach mit meiner spirituellen Verwandtschaft, den national-Religiösen; danach mit allen G~ttesfürchtigen und mit dem ganzen Volk Israel. Zuerst halte ich zu meinen Freunden, obwohl sie mir nicht genau gleichen. Es reicht nicht, die Einigkeit aus der Kehle tönen zu lassen, wenn wir gleich dabei einschränken: "Einigkeit? Sicher! Aber so wie ich!". So hielt es der "Misrachi" schon immer: Als weites Dach, unter dem verschiedene Richtungen Platz finden, die sich in Einem einig sind: Aufbau der Nation in ihrem Land im Einklang mit der Tora. Vorher benutzte ich den Ausdruck "Jeschiwa-Mitglieder" zur Beschreibung der Lage und nicht "toraorientiert" oder "glaubensorientiert", denn die Entscheidung, ob ich mehr toraorientiert oder mehr glaubensorientiert bin als meine Mitstreiter, die anders sind als ich - wäre ein Ausdruck von Arroganz. Das lehrte mich mein Lehrer und Meister Rabbiner Chajim Druckmann, und ich bin sicher kein größerer Gerechter oder Weiser als er, eher weniger. Darum steht es mir nicht zu, andere zu richten, deren Taten und Gedanken mir verborgen sind. So schrieb z.B. Maimonides: "Es kann ein Verdienst geben, das viele Sünden aufhebt; denn so heißt es: weil an ihm etwas Gutes gefunden wurde (Kö.I, 14,13)... Diese Wertung vollzieht ja G~tt, der Allweise und Allwissende. Er ist es, der weiß, wie man die Verdienste den Sünden gegenüber abzuschätzen hat" (Gesetze von der Umkehr, 3,2). Der genannte Vers spricht von Awija Sohn des Jarow'am, König Israels, der viele Sünden beging, aber ein Gutes tat - und deshalb "klagten um ihn ganz Israel" (Kö.I, 14,18). Diese Sache wird in der Schrift nicht präzisiert, vielmehr bei den talmudischen Weisen. Er entließ die Wächter, die den Aufstieg nach Jerusalem zu den Wallfahrtsfesten verhinderten, und ging selber auch nach Jerusalem (Mo'ed katan 28b). Damit einigte er unsere beiden Königreiche, und das wiegt alles andere auf. Zurück zu unserem Thema: Behaupte nicht, dass du toratreuer bist. Einmal wurde unser Lehrmeister Rabbiner Zwi Jehuda Kuk von einem Journalisten gefragt: "Welches sind die spirituellen Errungenschaften des Staates Israel in den ersten zehn Jahren seines Bestehens?" Dazu antwortete er: "Die Antwort ist in der Frage enthalten, d.h. die spirituelle Errungenschaft ist der Bestand des Staates Israel an sich"! Ist denn der jüdische Staat an sich etwa kein göttliches Gebot?! Ist er etwa nichts spirituelles?! Heiligt er etwa nicht den Menschen, wie jedes Gebot, wie die Weisen bestimmten: "..der uns geheiligt durch seine Gebote.."?! Im Gegenteil, weil er ein Gebot ist, muss man dafür Opferbereitschaft zeigen - durch Einwanderung, durch Besiedlung und in der Armee, und so heiligt er eine Menge Leute. Einmal wurde der große Rabbiner Schlomo Josef Sewin gefragt, warum er den Misrachi wähle, und nicht eine religiösere Partei? Dazu antwortete er: "Das ist die religiöseste Partei, weil sie alles umfasst!". Sie ist wirklich umfassend: Regierungsfähigkeit der Tora in Israel, Stärkung des Oberrabbinats, Stärkung der Religion und des jüdischen Charakters des Staates, Armee und Jeschiwot, Widerstand gegen die Trennung von Staat und Religion, gesellschaftliche Angelegenheiten, Bekämpfung der Armut usw. Wir werden nicht entscheiden, was toraorientierter ist: der Staat oder ein Tallit, und was glaubensorientierter ist: Tefillin oder die Armee. Wir folgen dem Wege des Volkes Israel, das da sprach: "Alles, was der Ewige geredet, wollen wir tun" (Ex. 19,8). Ebenso erwähnte ich anfangs nicht, ich sei pro-Land-Israel, sondern ein Siedler; das entspricht einfach den Tatsachen. Wer will denn festlegen, ob ein Siedler oder ein Soldat mehr für das Land Israel sei? Wer nützt dem Land mehr: ein Siedler, der gegen die Armee eingestellt ist, oder ein Soldat, der gegen die Siedlungspolitik ist? Wer bin ich, dass ich so etwas entscheiden könnte? Wir folgen in Bescheidenheit dem Volke Israel und sagen: "Alles, was der Ewige geredet, wollen wir tun". Es gibt viele Fronten. Der Misrachi/die Nationalreligiösen kämpften immer an allen Fronten. Dabei ist es viel leichter, mit Volldampf auf eine einzige Front los zu gehen. Doch alle Fronten gehören zur Verwirklichung der großen Vision von einem Judentum der Staatsherrschaft im Lande Israel - sowohl Spiritualität als auch Nation und Gesellschaft. All diese gehören zum jüdischen Charakter des Staates. Sowohl "HaBajit hajehudi" als auch "Ichud hale'umi" folgen dieser Vision, dem größten und vollkommensten Ideal - das nicht viele Vorkämpfer hat in dieser Nation. Zwar sind sieben Knessetabgeordnete keine große Anzahl, doch sind sie die treuen Hüter dieses zionistisch-religiösen Ideals. Der Zusammenschluss dieser beiden Parteien bedeutet keine Verbindung von Unterschieden, sondern von Ähnlichen. Das ähnelt einem Kind von geschiedenen Eltern, oder einem Leben in emotioneller Scheidung, das mit blutendem Herz seinen Eltern sagt: "Werte Eltern, ich weiß, dass euch das Zusammenleben schwer fällt, doch springt für mich über euren Schatten und findet einen Weg der Umkehr. Erzählt mir nicht, warum ihr euch getrennt habt, dafür gibt es genug Gründe. Schaut vielmehr auf das Gemeinsame. Zwar hat die Einheit ihren Preis, doch kommt die Trennung teurer". Und noch ein Gleichnis, vom Schiff im Sturm, dessen Offiziere untereinander zerstritten sind. Sagte ihnen ein Passagier: Meine Herren, ich mische mich ein, obwohl ich von ihren Angelegenheiten nichts verstehe, doch als Passagier darf ich verlangen, dass sie das Schiff nicht zum Untergehen bringen!". Und da wir gerade von Schiffen reden, müssen wir hier auch den mutigen Schritt einer anderen nationalreligiösen Partei erwähnen, die sich mit dem Likud verbündete, was viele nicht verstanden. Einerseits ein kleines Schiffchen mit sieben eifrigen Matrosen, das sich mitten im Sturm befindet, doch seinen Untergang fürchtet. Da gibt es Kriegsdrohungen an vier Fronten, iranische Atombombe und eine gesellschaftliche Zeitbombe infolge der Wirtschaftskrise. Und andererseits ein großes Schiff, das gute Offiziere anwarb. Als Offizier des Schiffes, nicht als blinder Passagier, zur Verstärkung, damit das Schiff das ersehnte Ufer erreicht. Zurück zum Thema: Bei Wahlen gibt es Argumente zugunsten verschiedener Richtungen, und man kann niemandem befehlen, welche Partei er wählen soll. In der Einleitung zu seinem Talmudkommentar "Hamilchamot" schrieb Nachmanides, dass Talmudstudium keine Mathmatik sei, sondern komplizierter. Und erst recht sind Politik und Parteiangelegenheiten keine Dinge, die sich mit mathmatischer Logik angehen lassen. Eines ist sicher: Unser Lager
ist wunderbar, und dafür sollten wir uns vereinen, und nicht tue ein
jeder, was recht ist in seinen Augen. "Um meiner Brüder und meiner
Freunde willen, lass' mich Frieden aussprechen über dich" (Psalm 122,8).
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Rabbiner Schlomo Aviner zu aktuellen Themen auf hebräisch
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