DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
Anschrift: Sderot Hame'iri 2
Kirjat Mosche
IL - 91032 Jerusalem ISRAEL 
Tel. +972 2 6511906
Fax +972 2 6514820             http://www.machonmeir.org.il

Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT WAJECHI
Nr. 598
16. Tewet 5767

Sonntag, 10. Tewet - Fasttag!

Redaktion und Übersetzung der deutschen Ausgabe: R. Plaut
Telefax: (+972 2) 6519 780
e-mail: kimizion@012.net.il
separate Homepage: www.kimizion.org
-Archiv der "Betrachtungen"
-Kostenloser Antwortservice "Frag' den Rabbi" auf deutsch
-früher aktualisiert (update) als die Machon-Meir-Seite

AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was ist TOLERANZ wirklich?
Über die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das Gebot der Einwanderung nach Israel
Der Holocaust
DAS VOLK ISRAEL
Politik und Judentum
Die Tora und der Mensch
    oder "Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion "2000"- Israel und das Christentum
                          - Briefe der ehemaligen Oberrabbiner Israels
                          - Israelfreundliche Christen?
"Ich bin ein Palästinenser"
Die Sudeten von Palästina
König Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der Kampf um Israel
Wie man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn Erew Pessach auf Schabbat fällt

"Jerusalem Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim

AUF HEBRÄISCH:
"Schall und Ru'ach"
Kurze Vorträge von Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten Themen,
zum Zuhören online,
desgleichen auf Französich
 

Diese Woche in der Tora (Gen. 47,28 - 50,26):
Jakov segnet Josef und seine anderen Söhne vor seinem Tode in Ägypten; der Segen bezeichnet die Charaktereigenschaft eines jeden der 12 Stämme; großer Trauerzug und Begräbnis in der Machpela-Höhle; Josef prophezeit, daß G~tt die Kinder Israels ins Land der Vorväter zurückbringen wird und bittet, dann seine Gebeine zum Begräbnis dort mitzunehmen.
 
 
 
Am Schabbes-Tisch...

Vergab Josef seinen Brüdern?

Rav Asri'el Ari'el
Ortsrabbiner der Siedlung "Ateret"

In unserem Wochenabschnitt kommt der Versöhnungsprozeß von Josef und seinen Brüdern zu seinem Ende. Wir müssen allerdings fragen: Wurde diese Prozeß tatsächlich vollendet? Wir können diese Frage nicht ausreichend beantworten, und im Folgenden wollen wir es auf verschiedenen Wegen versuchen.

Die Versöhnung nach einer schweren Verletzung muß auf allen Ebenen der Persönlichkeit erfolgen: im Bewußtsein, in den Taten und in den vielen Bereichen der Gefühlswelt beider Seiten. Sie muß die Weite der Zeiten abdecken: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Über beide vorige Wochenabschnitte hinweg lassen sich die verschiedenen Bestandteile der Umkehr und der Versöhnung erkennen, wie sie sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Der Verdacht der Brüder gegen Josef in unserer Parscha läßt jedoch durchscheinen, daß noch etwas fehlte. Man sieht, daß die Brüder Josef nicht um Verzeihung baten. Folgend ein Zitat aus den Gesetzen der Körper- und Sachschädigungen (Maimonides, Mischne Tora): "...wer aber seinen Nächsten verletzt - obwohl er ihm die fünf Dinge [zur Entschädigung usw.] gab, entsühnt es ihn nicht; selbst wenn er alle Widder Newajots opferte [Anspielung auf Jeschajahu 60,7], entsühnt es ihn nicht und wird seine Sünde nicht vergeben, bis er den Verletzten darum bat und dieser ihm vergab" (5,9). 

Alle anderen Bestandteile der Umkehr spielen sich im Herzen des Sünders ab, der sich bemüht, den Makel an seiner Persönlichkeit zu beseitigen. Wenn aber von ihm verlangt wird, die Beziehungen zu seinem Nächsten zu reparieren, muß er zur Tat schreiten, die etwas zwischen ihnen verändert. Der Moment, wenn der Täter seinen Blick auf den Betroffenen richtet, die Tat und seine Schuld zugibt, darum bittet, daß jener ihm vergeben und sein Gewissen von der Missetat reinigen möge, die auf ihm lastet, und seinem Willen Ausdruck gibt, ein neues Blatt in den gegenseitigen Beziehungen zu beginnen, und der Betroffene antwortet: "Ich vergebe" - bedeutet einen unverzichtbaren Schritt. Er ähnelt sehr dem Sündenbekenntnis an Jom Kippur, wenn ein Jude in gebeugter Haltung steht, ans Herz klopft und zu G~tt spricht: "Wir aber und unsere Väter sündigten. Wir machten uns schuldig... Wegen der Sünde, die wir vor dir sündigten... verzeih uns, vergib uns, sühne uns". Auch hier ist die Umkehr nicht vollkommen ohne das Sündenbekenntnis. Umkehr ohne Sündenbekenntnis mag zwar zur Charakterbesserung des Sünders beitragen, doch nicht zu seinen Beziehungen zu G~tt.

Die Bitte um Vergebung fällt schwer. Man muß sich dafür erniedrigen und eine gewisse Beschämung erdulden. Je mehr sich der Sünder über den Ernst seiner Tat im Klaren ist, desto leichter fällt ihm die Ausführung der anderen Bestandteile der Entschädigung, und umso schwerer die Bitte um Verzeihung. "Aber seine Brüder konnten ihm nicht antworten, denn sie waren vor ihm erschrocken" (Gen. 45,3) - Raschi dazu: "aus Scham".

Josef übt keinen weiteren Druck aus. Vielleicht wollte er von ihnen die Bitte um Vergebung fordern, doch "da konnte sich Josef nicht mehr überwinden" (V.1). Vielleicht verstand er auch, daß die sie bedrückende Last ihnen diese Bitte nicht ermöglichte. Darum eilt er sich, sie zu beruhigen. "Und nun grämt euch nicht und zürnet euch nicht, daß ihr mich hierher verkauft habt, denn zur Lebenserhaltung hat G~tt mich vor euch hergesandt" (V.5), "Nicht ihr also habt mich hierhergesandt, sondern G~tt" (V.8). Diese Beruhigung mag den Verzicht auf die Bitte um Verzeihung ausdrücken, oder aber eine gegenteilige Bestrebung: die Wucht der Beschämung zu vermindern, um ihnen die Bitte nach Vergebung zu ermöglichen. 

Wie dem auch sei, der Versöhnungsprozeß wurde nicht abgeschlossen. Falls Josef die Bitte um Vergebung erwartet hatte - sie erfolgte nicht. Und falls er im Sinn hatte, darauf zu verzichten, so war die Verletzung doch zu schwer, um sie aus den Herzen löschen zu können. So waren auch siebzehn Jahre später noch Spuren davon zu erkennen, bis nach Jakovs Tode. "Als nun die Brüder Josefs sahen, daß ihr Vater tot war, da sprachen sie: Wenn nun Josef uns befeindete! Vergelten wird er uns dann gewiß all das Böse, das wir ihm zugefügt" (Gen. 50,15). Das Wort "wenn" hat hier eine zweifache Bedeutung: Sowohl "vielleicht" als auch "wollte er doch". An der Oberfläche fürchten sie die rächende Vergeltung ihres Bruders, aber innen, im Herzen, wünschen sie sie herbei. Sie fühlen, daß ihre Sünde nie vergeben wurde. Sie würden es bevorzugen, von ihm geschlagen zu werden und so ihre Tat abzugelten; sie können aber nicht genug Kraft aufbringen, ihn direkt um Vergebung zu bitten. Sie würden schon gerne selber den Mund aufmachen, doch alles, was sie zu sagen haben, legen sie dem Boten in den Mund, der angeblich im Namen ihres Vaters Jakov spricht: "O vergib doch die Missetat deiner Brüder und Ihre Schuld! Denn Böses haben sie dir zugefügt. Und nun vergib doch die Missetat der Knechte des G~ttes deines Vaters" (50,17). Sie lassen sich nicht von der damit verbundenen Erniedrigung abschrecken: "Da gingen auch seine Brüder, und fielen vor ihm nieder, und sprachen: Siehe, wir wollen dir Sklaven sein" (V.18). Aber was sie auf dem Herzen haben, können sie nicht aussprechen, so stark ist das Gefühl der Scham. Es fand zwar ein Schuldbekenntnis statt, aber auf einem Umweg, und nicht vollkommen.

Josef tröstet sie. Er erkennt ihre Sünde an: "Und habt ihr auch Böses wider mich gesonnen" (V.20), doch gibt ihnen keine Schuld an den Leiden, die ihn in der Folge heimsuchten; "G~tt hat es zum Guten ersonnen". Nach der einfachen Bedeutung seiner Worte hat er ihnen also verziehen. Sie können daraus entnehmen, daß ihr Gewissen rein wird; schrieb er doch alle seine Leiden G~tt zu. Doch werden die Dinge nicht eindeutig ausgesprochen und verbleiben nebelhaft. Diese Vernebelung schafft Raum für die Deutung Rabenu Bechajes: "Und siehe, seine Brüder baten ihn um Vergebung, und die Schrift erklärt nicht, daß er ihnen vergab... und obwohl die Schrift erwähnte: so tröstete er sie und redete zu ihrem Herzen, woraus sich die Versöhnung mit Josef erkennen läßt, sehen wir doch nicht, daß die Schrift Josefs Vergebung ausdrücklich erwähnte... demnach starben sie als Strafe ohne die Vergebung Josefs, und ihre Sünde kann ohne seine Vergebung nicht gesühnt werden. Darum war es nötig, daß die Strafe verborgen und versiegelt bewahrt wurde, bis sie nach langer Zeit bei den 'Zehn von der Regierung Getöteten' [siehe Mussaf-Gebet von Jom Kippur] zur Anwendung kam...".
 
 
Frage und Antwort

Über den Löffel barbiert

Rav Schlomo Aviner
Oberrabbiner von Bet El und Rosch Jeschiwa von "Ateret Kohanim" in der Jerusalemer Altstadt

Frage: In letzter Zeit sucht ein gewisser Jemand, der behauptet, über paranormale Kräfte zu verfügen und Verborgenes zu sehen, Gedanken zu lesen, Gegenstände aus der Ferne zu bewegen und dergleichen parapsychologische Aktivitäten mehr, einen "Erben", und viele hoffnungsvolle Kandidaten führen im Fernsehen ihre "Wundertaten" vor. Das sieht alles sehr überzeugend aus. Geht es da mit rechten Dingen zu? Um was für Kräfte handelt es sich dabei?

Antwort: Unser großer Lehrmeister, Rabbiner Moscheh ben Maimon ("Maimonides") zählte drei glaubwürdige Quellen für das Wissen des Menschen auf, und die übrigen sind Humbug. 1. Der Verstand - gemeint sind klare theoretische Beweise, 2. wissenschaftlicher Versuch - Dinge, die wir mit den Sinnen wahrnehmen können und keine Möglichkeit falscher Vorstellung besteht, 3. Prophetie - prophetische Offenbarung oder heilige Inspiration [Definition des Propheten siehe Mischne Tora, Grundlagen der Tora, 7.-10.Kap.].

Betrachten wir nun unseren Fall unter diesen Aspekten. 1. Natürlich gibt es in der Tora keinerlei Quellen für all diese Dinge. 2. Was den Verstand betrifft, so widersprechen diese Dinge den Naturwissenschaften, die gründlich fundiert sind. Zum Beispiel behaupten die Parapsychologen, daß die telepathischen Gehirnwellen mit gleicher Kraft sowohl in einer Entfernung von einem Meter als auch von tausend Kilometern wirken - was dem quadratischen Energie-Abstandsgesetz widerspricht, wonach elektromagnetische Kräfte oder Energien mit dem Quadrat der Entfernung abnehmen, oder wenn sie auf eine Bleiwand oder einen faradayschen Käfig stoßen. 3. Bleibt der wissenschaftliche Versuch - und wollen wir gleich vorwegnehmen, daß alle möglichen Geschichten, so glaubwürdig sie auch klingen mögen, als wissenschaftlicher Beweis wertlos sind. Sie können höchstens als Ausgangspunkt wissenschaftlicher Nachprüfung dienen, aber nicht mehr. Die Wissenschaft kennt keine Vorurteile, sie weist nichts im voraus von der Hand, akzeptiert allerdings auch nichts ohne handfeste Beweise. Vor allem aber zeigt sie methodische Skepsis, wenn etwas den bekannten Naturgesetzen widerspricht. In den meisten Fällen neigen die Parapsychologen nicht gerade dazu, mit den Forschern zusammenzuarbeiten. Und je gründlicher und kontrollierter die Forschungen über parapsychologische Themen angestellt werden, desto magerer fällt die Ernte brauchbarer Ergebnisse aus.

Auf jeden Fall haben einmalige, anekdotale Ereignisse keinerlei wissenschaftliche Beweiskraft, denn die Wiederholbarkeit bedeutet einen der wichtigsten methodischen Eckpfeiler wissenschaftlicher Forschung, d.h. ein Versuch muß auch in anderen Labors nachvollziehbar sein.

Die Parapsychologie ist keine neue Behauptung, sondern besteht schon tausende von Jahren. Seit etwa hundert Jahren wird sie intensiv mit wissenschaftlichen Mitteln geprüft, auch von ihr wohlgesonnenen Wissenschaftlern - und noch immer gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis.

Es gibt Unterhaltungskünstler, die sich mit diesen Dingen unter Verwendung bekannter Tricks beschäftigen und mit diesen Gaukeleien ihr Brot verdienen. Auch dazu hat das Religionsgesetz etwas zu bemerken (siehe Chochmat Adam §89,6; Responsen Jechawe Da'at 3.Teil, §68), doch wird die Sache besonders problematisch, wenn die Zuschauer wirklich glauben, übernatürliche Kräfte am Werke zu sehen und ihre Kritikfähigkeit verlieren. Für jemanden ohne wissenschaftliche Vorbildung erscheint Telepathie nicht merkwürdiger als eine Radioübertragung, im Gegenteil, sie ist viel einfacher, denn sie benötigt keine komplizierten Geräte.

Leider haben wir es hier mit der weitverbreiteten Erscheinung des "Rückzugs von der Einsicht" zu tun, die zu einer volkstümlichen Wiederbelebung übernatürlicher Zauberei führte. Der Verband amerikanischer Zauberkünstler stellte sich der Herausforderung und nahm auf sich, jede Ausführung nachzumachen, die jemand übernatürlichen Kräften zuschrieb. Bis heute haben sie es noch immer geschafft, sei es beim Gedankenlesen, Vorhersagen der Zukunft und Löffelverbiegen, unter Anwendung natürlicher Hilfsmittel psychologischer und technologischer Vorspiegelung, Geschicklichkeit und optischer Täuschung.

Bekanntlich können die Zauberer eindrucksvolle Leistungen vorweisen: Hervorziehen eines Kaninchens aus dem Zylinderhut, Zersägen eines Menschen und seine Zusammenfügung, Erraten der Nummer eines Personalausweises und Hervorziehen desselben aus dem Kragen des Sitznachbarn, Schwebenlassen von Gegenständen, ohne sie zu berühren, Verschwindenlassen eines Elefanten vor den Augen des Publikums und sogar des Eiffelturms. 

Der amerikanische Zauber- und Befreiungskünstler James Randi setzte im Jahre 1964 einen Preis von $1000 aus für denjenigen, der unter wissenschaftlicher Beobachtung die Existenz von paranormalen, übernatürlichen Kräften nachweise. In der Zwischenzeit wurde der Preis auf eine Million Dollar erhöht, aber es hat ihn noch immer keiner gewonnen. Sobald einem Interessenten nämlich bekannt wird, daß er sich wissenschaftlicher Kontrolle stellen muß, weigern sich die meisten, solchen Bedingungen zuzustimmen. Selbst diejenigen, die zustimmten, etwa tausend, fielen bereits durch die Vorprüfung. 

Im Jahre 1976 wurde CSICOP gegründet, eine Vereinigung zur wissenschaftlichen Untersuchung von angeblichen paranormalen Erscheinungen, die sich aus Wissenschaftlern, Akademikern, professionellen Zauberkünstlern und auch dem Science-Fiction Autor Isaac Asimov zusammensetzt. Sie deckte viele Betrügereien auf, wie z.B. Gelähmte, die plötzlich genesend von ihrem Rollstuhl aufsprangen und in Wirklichkeit niemals gelähmt waren, oder der Wunderheiler, der alle Geheimnisse seiner Patienten entdeckte - mithilfe eines Computers und eines Helfers, der sich das Vertrauen dieser Patienten erschlich und so hinter den Kulissen die nötigen Informationen besorgte. 

Jener für seine Vorspiegelungen weltberühmte Israeli wurde von Wissenschaftlern unter die Lupe genommen, die er denn auch nicht hinters Licht führen konnte, die seine Täuschungsmanöver offenbarten und auf Videofilm festhielten. Daraufhin verklagte er CSICOP wegen Verleumdung, verlor den Prozeß und wurde zur Zahlung einer hohen Strafe verurteilt. Dann verklagte er seine Anwälte wegen angeblicher Fehler bei seiner Prozeßführung, und verlor wiederum. Man muß sich schon sehr wundern, wie jemand, der sich des Wissens um die Zukunft und verborgener Dinge rühmt, das Verlieren seiner Prozesse nicht vorhersah...

Warum eigentlich lassen die angeblich mit paranormalen Kräften Gesegneten keine Toten wiederauferstehen, oder sagen die Börsenentwicklung richtig voraus, oder die Lottozahlen der nächsten Ziehung, oder schaffen echte Banknoten aus dem Nichts - dann bräuchten sie nämlich gar nicht in diesem Beruf aufzutreten.
Nehmen wir einmal das Löffelverbiegen; ein leichtes Betrugsmanöver. Der Löffel wird schon vorher verbogen, aber durch bestimmtes Halten und eine kreisförmige Bewegung sieht es so aus, als ob er sich langsam verbiegt. Zweite Methode: Der Löffel wird zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten, wobei der Stiel von der Handfläche verdeckt wird. Durch Bewegung der Finger sieht es so aus, als ob er sich biegt. Wer nahe dran sitzt, kann diesen Trick leicht durchschauen. 
[Video dazu: www.skepticreport.com/psychicpowers/urispoon.htm]

Nun verbiegt aber unser Talent durch seine Kräfte auch die Löffel von Fernsehzuschauern, die nach dem Auftritt zu Hunderten im Studio anrufen und ganz aufgeregt berichten, sie hätten in ihren Schubladen verbogene Löffel gefunden. Sicher, bei Millionen von Fernsehzuschauern gibt es immer ein paar hundert mit verbogenem Eßbesteck in der Schublade.

So verhält es sich auch mit der "Reparatur" von Uhren durch das Fernsehgerät. Der Uhrenbesitzer wird gebeten, sie ein paarmal anzuheben, zu senken, und von links nach rechts und umgekehrt zu bewegen. Wenn es sich um eine mechanische Uhr handelt, löst sich manchmal ein verborgenes Staubkorn, das den Gang behinderte. Wenn es eine Batterieuhr ist - auch aus einer leeren Batterie läßt sich manchmal noch etwas Saft locken. Von den Millionen Zuschauern rufen dann einige hundert an und berichten von ihren sensationellen Erfolgen, was großen Eindruck macht. All diejenigen aber, die mit der Wiederbelebung ihrer Uhren keinen Erfolg hatten (etwa 99%), machen dafür ihre ungenügende Konzentration verantwortlich. 

Ich will die geneigten Leser hier nicht mit der detaillierten Schilderung falscher Telepathie und Telekinese usw. langweilen, nur eines möchte ich noch sagen: Bewahren Sie sich Ihre Kritikfähigkeit!
 
 

Weitere Kommentare von Rabbiner Schlomo Aviner zu aktuellen Themen auf hebräisch im Internet (audio/online):
www.kimizion.org/shiur
- englischsprachige Sendungen und Nachrichten
(Audio +TV) aus Israel:
www.israelnn.com
- auf russisch:
www.sedmoykanal.com
 

Radio "Reschet Moreschet" - 
Hören Sie Rabbiner Aviners Fragestunde live
vom Internet und stellen Ihre Frage per Telefon: 
(+972 2) 5302685,  jede Woche Do. 22.30-24.00
israelische Zeit (=GMT+2; nur hebräisch!) 
http://media.iba.org.il

Desgleichen Radio "Kol-Chai", Di. 23.00-24.00, 
Tel. (+972) 50 800 93 93
http://kolchai.moreshet.co.il/web/index.asp

NEU: Auch auf englisch! "Questions & Answers"
with Rabbi Shlomo Aviner
Live Online www.talklinecommunications.com
(oder: www.shoutcast.com, "Search for:" talkline, Tune in!)
Jeden Mittwoch Morgen von 6.30-7.00 (MEZ=GMT+1)
Telefon: USA (+1 212) 7691925
 

MACHON MEIR
Jüdische Studien in Hebräisch und Englisch in jeder Schwierigkeitsstufe,
Anfängerkurse auch auf Russisch -Französisch - Spanisch/Portugiesisch
Tanach, Mischna, Gemara, Themen der jüdischen Weltanschauung
-gelockerte Atmosphäre
-religiöser Zionismus
-Emuna nach den Lehren Rav Kuks
-Anerkannte Hebräisch-Kurse (nachmittags)
-ULPAN GIUR
Bitte richten Sie Ihre Anfragen an obige Anschrift von Machon Meir

SPENDEN
Überweisungen an:
MACHON MEIR, Konto bei Postal Bank, Jerusalem, Konto Nr. 4-16179-3
oder per Scheck direkt an
MACHON MEIR
P.O.B. 34107
JERUSALEM 91340
ISRAEL
oder via Kreditkarte nach telefonischer Absprache mit dem
Büro von Machon Meir (+972 2 6511906)

Lichterzünden/Schabbatausgang in:
Jerusalem: 16.13/17.29
Tel Aviv: 16.31/17.31
Haifa: 16.21/17.28