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DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN
IN ISRAEL
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Anschrift: Sderot Hame'iri 2, Kirjat Mosche
IL - 91032 Jerusalem ISRAEL
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT WAJELECH
Nr. 533
5. Tischri 5766
Redaktion und Übersetzung der deutschen
Ausgabe: R. Plaut
Telefax: (+972 2) 6519 780
e-mail: kimizion@012.net.il
separate Homepage:
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-Archiv der
"Betrachtungen"
-Kostenloser Antwortservice "Frag'
den Rabbi" auf deutsch
-früher aktualisiert (update)
als die Machon-Meir-Seite
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der ehemaligen Oberrabbiner
Israels
- Israelfreundliche Christen?
"Ich
bin ein Palästinenser"
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online,
desgleichen auf Französich
Diese Woche in der Tora (Dt. 31,1-31,30):
Moschehs 120. Geburtstag, moralische Unterstützung
für
seinen Nachfolger, Jehoschua, Ausblick
auf die Zukunft,
Wohlstand wird zur Abwendung von G~tt
und Strafe führen.
Kinder,
Kinder...
Kinder und Buße
Rav Elischa Aviner
Rabbiner von Mizpe Nevo und Leiter des Kollels
der Jeschiwa Ma'ale Adumim |
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Müssen auch Kinder für
ihre Sünden bußfertige Umkehr tun?
Ein Kind wird für seine
Übertretungen nicht bestraft, weil es
nicht über genügend
Verstand verfügt. So heißt es ausdrücklich
bei den talmudischen Weisen
und gilt bei allen Rabbinern als
unumstrittene Regel. Allerdings
machten sich einige der
rabbinischen Größen
der letzten Generationen Gedanken über
die Konsequenzen dieser
Freistellung von Strafe: Ist ein Kind
wie ein Erwachsener (d.h.
nach der Bar-/Bat-Mitzwa) zur
Gebotserfüllung verpflichtet
und nur von der Strafe für die
Nichterfüllung befreit,
weil es nicht über genug Verstand verfügt,
oder ist einem Kind vielleicht
überhaupt nicht die Erfüllung der
Tora geboten, und darum
frei von jeder Pflicht? Kehren wir
darum zurück zur anfangs
gestellten Frage - müssen Kinder für
ihre Sünden bußfertige
Umkehr tun? Wenn die Kinder
überhaupt keiner Gebotspflicht
unterliegen, brauchen sie auch
keine Umkehr zu tun. Wenn
sie nur frei von Bestrafung sind, ist
die Umkehr durchaus angebracht.
Wollen wir die Fragestellung
noch erweitern: Erhält
ein Kind Lohn für seine guten Taten?
Die Eltern sind zur Erziehung
ihrer Söhne und Töchter zur
Einhaltung von Tora und
Geboten verpflichtet. Darum geht es
beim "Gebot der Erziehung"
der Eltern, nämlich ihre Kinder in
die Welt der Tora einzuführen
und ihnen in Vorbereitung auf
Bar- und Bat-Mitzwa gute
Angewohnheiten beizubringen. Diese
Dinge beziehen sich speziell
auf die Eltern, doch wollten wir ja
die Bedeutung der Gebotserfüllung
für das Kind selber etwas
erhellen, und welche Wirkung
seine Sünden haben.
Eine umfassende Betrachtung
dieses Themas finden wir in den
Responsen von Rabbiner Moscheh
Feinstein (einer der größten
Rabbiner der vorigen Generation,
lebte in USA). Er kam zu
differenzierten Ergebnissen.
Einerseits ist er der Ansicht, daß
ein religionsgesetzlich
Minderjähriger für seine Sünden nicht
bestraft wird, weil "die
Verbote nicht für ihn gelten". Darum
braucht ein Kind keine bußfertige
Umkehr zu tun. Allerdings
heißt es in den Ergänzungen
von Rabbiner Moscheh Isserles
zum Schulchan Aruch (O.C.
§343), "ein Kind, das seinen Vater
schlägt oder sonstige
Übertretungen in seiner Kindheit verübt
und dafür auch wenn
es erwachsen wird keine bußfertige
Umkehr zu tun braucht, sollte
trotzdem irgendetwas zur Umkehr
und Sühne aufsichnehmen".
Wenn wir uns die Quelle dazu
ansehen (Trumat Hadeschen
§62), finden wir als Begründung:
"Bei genauem Studium der
entsprechenden Talmudstellen
sehen wir, daß es
ein schlechtes Zeichen für das Kind ist, wenn
durch seine Hand Stolpersteine
entstehen, darum ist es gut,
wenn es eine Sühne
aufsichnimmt". Demnach beging ein Kind,
das "Stolpersteine" verursachte,
keine Sünde, die der Umkehr
und Sühne bedarf, sondern
zeigt ein "schlechtes Zeichen". Was
ist ein "schlechtes Zeichen"?
Vielleicht ist damit eine negative
Neigung gemeint, auf die
das unangebrachte Verhalten des
Kindes hindeutet, der man
rechtzeitig durch das richtige
erzieherische Verhalten
beikommen sollte.
Andererseits hält Rabbiner
Feinstein auch Kinder für
"Empfänger der Tora",
und darum erhält ein Kind Lohn für die
Erfüllung von Geboten.
Er war sich nur nicht sicher, ob ein Kind
Lohn erhält "wie jemand,
der gebotspflichtig ist und Gebote
erfüllt", oder "wie
jemand, der nicht gebotspflichtig ist und
Gebote erfüllt"! (Anscheinend
war Rabbiner Feinstein der
Ansicht, daß ein Kind
im Prinzip zur Erfüllung der Tora
verpflichtet, von der praktischen
Ausübung aber befreit ist, und
darum bekomme ein Kind evtl.
Lohn "wie jemand, der
gebotspflichtig ist und
Gebote erfüllt").
Das Kind verfügt über
einen ganz einzigartigen Status: Es wird
für seine Sünden
nicht bestraft und braucht noch nichteinmal
bußfertige Umkehr
zu leisten, erhält aber trotzdem Lohn für die
Ausübung von Geboten.
Ist das die allgemeingültige
Lehrmeinung? Manche große
Rabbiner maßen den
Sünden von Kindern eine bestimmte
Bedeutung zu. Zum Beispiel
schrieb der "Noda bejehuda"
(Rabbiner Jecheskel Landau,
vor ca. 250 Jahren), daß ein Kind
Lohn für die Gebotserfüllung
erhält, und demgegenüber
"Sünden das Gute von
ihm fernhalten und es ihm mindern".
Weiter schrieb er: "Das
gilt allerdings nur für ein Kind, das
schon etwas Verstand zeigt
und Gebotserfüllung und -
übertretung bei ihm
schon eine gewisse Bedeutung haben, aber
bei einem Kleinkind von
ein, zwei oder drei Jahren gibt es
überhaupt keine Verbindung
zu irgendwelcher Strafe".
Wie wir bereits erwähnten,
gibt es einen Unterschied zwischen
der persönlichen Gebotspflicht
des Kindes und der
Erziehungspflicht der Eltern.
Obwohl viele Rabbiner das Kind
von der Pflicht zur Umkehr
für seine Sünden befreien, besteht
für die Eltern das
Gebot, es zu bußfertiger Umkehr und
Bekenntnis der Sünden
zu erziehen. Darum geht es beim Gebot
der Erziehung - dem Kind
schon jetzt ein Gespür für das richtige
Verhalten im späteren
Leben anzugewöhnen. So wie die Eltern
dazu verpflichtet sind,
ihre Sprößlinge zum Gebet zu erziehen,
ist es ihnen geboten, sie
zum Sündenbekenntnis an Jom Kippur
und zu Gedanken an bußfertige
Umkehr wegen ihrer Missetaten
zu erziehen. "Übe den
Knaben gemäß seinem Wandel, auch
wenn er alt wird, weicht
er nicht davon" (Sprüche 22,6). So
heißt es im Buch "Kaf
Hachajim" (Erklärungen zum Schulchan
Aruch): "Man erziehe die
Kinder zum Sündenbekenntnis, damit
sie sich daran gewöhnen".
| HaRav
Aviner
Jetzt geht es
ums Ganze
Rav Schlomo Aviner
Oberrabbiner von Bet El und Rosch Jeschiwa
von "Ateret Kohanim" in der Jerusalemer Altstadt |
 |
Eine gute Nachricht: Bekanntlich
ereilte uns die Zerstörung [des
2. Tempels] wegen grundlosen
Hasses, und der Wiederaufbau
erfolgt durch bedingunslose
Liebe. Weil uns nun die unendliche
Gnade G~ttes zum Wiederaufbau
unseres Landes
zurückkehren ließ,
gibt es keinen besseren Beweis für die
Erneuerung der bedingunslose
Liebe. Natürlich gibt es noch viel
zu verbessern, aber jüdische
Nächstenliebe gibt es in ganz
großem Maße,
das läßt sich nicht leugnen. Zum Beweis sollen
die Geschehnisse um die
furchtbare Zerstörung des Katif-
Gebietes und dem nördlichen
Schomron dienen. Dort gab es
wirklich bedingunslose Nächstenliebe!
Es gibt allerdings Leute
die behaupten, gerade wegen der
bedingunslosen Liebe konnte
die Zerstörung ihren Lauf
nehmen. Wer allerdings die
Lage objektiv analysiert, verneint
diese Möglichkeit und
kommt zu dem Schluß: Selbst der größte
Haß hätte die
Zerstörung nicht aufhalten können - doch dann
wäre noch etwas zerstört
worden. Der böse Trieb, der zu
grundlosem Haß aufhetzt,
gibt nämlich niemals Ruhe. Weil es
ihm diesmal nicht gelang,
die Nation in grundlosen Haß zu
stürzen, versucht er
sein Glück in unserem Lager drinnen, wozu
er sich der bekannten Methode
der "Suche nach den
Schuldigen" bedient, und
selbstverständlich hüllt er sich dazu in
das Mäntelchen der
Rechtschaffenheit: Wir müssen doch für's
nächste Mal wissen,
wem wir dieses Unglück zu verdanken
haben, damit wir nicht nocheinmal
diegleichen Fehler machen.
Darum ruft er mit großer
Scheinheiligkeit zur Selbstkritik auf.
Allerdings verschweigt er
dabei die Hauptsache, nämlich übt
man Selbstkritik bei sich
selbst, nicht bei anderen. Darum
sprechen wir das Sündenbekenntnis
in der 1. Person (Mz.) "wir
haben uns schuldig gemacht...",
und nicht in der 2. Person: "Ihr
habt euch schuldig gemacht"
und nicht in der 3. Person: "Sie
haben sich schuldig gemacht".
Von der jenseitigen Sphäre
[des Bösen] erhält er Unterstützung:
In jeder Splittergruppe
wird ein "Komitee zur Aufdeckung von
Fehlern bei Anderen" gegründet.
Die Sekte der
Dienstverweigerer behauptet:
Ihr seid schuld, weil ihr nicht
verweigert habt. Die Sekte
"Von Angesicht zu Angesicht"
behauptet: Ihr habt die
Erhabenheit des Geistes zerstört, denn
nur diese hätte den
Erfolg gebracht. Die Sekte der Gläubigen
behauptet: Wenn ihr an das
Gute glaubt, wird es eintreffen, und
weil ihr nicht an das "es
wird nicht geschehen" glaubtet, so ist
es halt geschehen. Die Sekte
der Straßenkämpfer behauptet:
Wenn alle bei den Straßensperrungen
mitgemacht hätten, wäre
der Staat vor uns in die
Knie gegangen. Stimmt nicht, erwidert
die Sekte der Staatstreuen,
weil ihr gegen das Gesetz
verstoßen habt, ging
alles in die Brüche. Und so gibt es noch
viele andere Sekten und
Untersekten. Ah, beinahe vergaß ich
einen der beliebtesten "Buhmänner":
den Bezirksrat von
Jehuda/Schomron/Asa, ein
bequemer und beliebter
Sündenbock.
Dazu paßt die Geschichte
vom französischen Marschall Foch,
der seine Armee im ersten
Weltkrieg zum Sieg führte. Fragte
ihn ein zynischer Journalist:
Was antworten Sie Jenen, die
Ihnen einen Anteil am Sieg
absprechen? Darauf erwiderte er:
Eines ist sicher - eine
Niederlage hätte man mir ohne großes
Für und Wider in die
Schuhe geschoben.
Wenn uns das Ausmachen eines
Schuldigen das Katif-Gebiet
und den nördlichen
Schomron wiederbrächte und weitere solche
Unglücke verhinderte,
würde auch ich mich ganz skrupellos an
diese Arbeit machen, doch
sieht die Wirklichkeit genau
umgekehrt aus. Wenn wir
uns spalten, werden wir verlieren,
einigen - siegen.
Einst zog Hannibal, der Herrscher
von Karthago, auf Rom und
rieb die römische Armee
vollkommen auf. Doch machte er dabei
einen schicksalsschweren
Fehler - er drang nicht bis zur
Hauptstadt vor. Dort herrschte
furchtbare Verwirrung, als die
Niederlage der eigenen Armee
bekannt wurde. Die Frauen
wimmerten und weinten: Hannibal
vor den Toren! Wäre der
karthagische Heerführer
während dieser Krisenstimmung zum
Angriff übergegangen,
hätte er die Stadt im Sturm genommen.
Er zögerte jedoch einige
Tage. In der Zwischenzeit kam der
römische Senat wieder
zu Sinnen und verbat öffentliche
Versammlungen und demoralisierendes
Geschrei. So bewahrte
er die Einigkeit des Volkes.
Daraufhin stellte er neue Truppen
auf, Sträflinge wurden
aus dem Gefängnis befreit und
eingezogen, tausende Sklaven
befreit und in die Armee
eingegliedert, sogar 17-jährige
Jünglinge. Der plebejische
Konsul, der die römische
Armee befehligt hatte und nicht wenig
Verantwortung an der Niederlage
trug, wurde vom Senat mit
großen Ehrungen empfangen
und für seine Standhaftigkeit
ausgezeichnet, die Heimat
nicht im Stich zu lassen. Daraus
können auch wir unsere
Lehre ziehen!
Eigentlich weiß ich
gar nicht, warum ich dafür soweit in die
Ferne schweifen muß.
Wir finden doch ein ausgezeichnetes
Beispiel vor der eigenen
Haustür! Bei den Lubawitscher
Chassidim (Chabad) gibt
es deutliche
Meinungsverschiedenheiten,
ob der letzte Rabbi nun der
Maschiach war oder nicht,
ob er noch lebt oder nicht. Ein Streit,
möchte man meinen,
der die Grundfesten erschüttert. Und
trotzdem herrscht bei ihnen
Eintracht und Brüderlichkeit,
Frieden und Freundschaft.
Daraus können auch wir unsere
Lehre ziehen!
Nach dem Jomkippurkrieg sagte
die damalige Regierungschefin
Golda Meir: "Wir alle sind
schuldig". Ich bevorzuge die Lesart:
Keiner ist schuldig. Oder
genauer gesagt: Der Regierungschef
und seine Kumpane sind schuldig.
Über ihn sagen wir: Es gibt
kein Vergessen und kein
Verzeihen! Außer natürlich, wenn er
bußfertige Umkehr
tut, um Verzeihung bittet und die furchtbare
Zerstörung rückgängig
macht - dann werden wir uns vielleicht
erweichen lassen, ihm zu
verzeihen (siehe Joma 22b/23a). Wir
werden auch nicht vergessen,
daß sich unser Regierungschef
auf einen Teil des Volkes
stützte, ob groß oder klein ist dabei
nicht so wichtig, der fernab
stand und sich leider sehr
gleichgültig verhielt.
Auf jeden Fall bedeutet Streiterei
im eigenen Lager ein Unding,
im Gegenteil, man sollte
die Worte der talmudischen Weisen im
Midrasch beherzigen: "Die
Generation von [König] Achaw waren
Götzendiener, und sie
zogen aus in den Krieg und siegten. Und
warum? Weil es unter ihnen
keine üble Nachrede gab. In der
Generation von Scha'ul aber
[als man G~tt und nicht Götzen
diente] übten sich
alle in übler Nachrede... und darum fielen sie
im Kriege" (Dewarim raba
5,10). "Groß ist der Frieden; selbst
wenn die Israeliten Götzen
dienen, aber zwischen ihnen Frieden
herrscht, spricht G~tt:
Dann habe ich sozusagen keine Macht
über sie" (Bereschit
raba 38,6).
Ist denn der Götzendienst
nicht eine der schlimmsten Sünden?!
Götzendienst bedeutet
Trennung, Haß und Streit. Wenn nun die
Götzendiener in Frieden
miteinander leben, dann ist das ein
Zeichen, daß sie gar
nicht wirkliche Götzendiener sind, sondern
nur dem äußeren
Anschein nach. Andererseits bedeutet
Glauben an G~tt Einigkeit
und Frieden, und wenn es Leute gibt,
die Streit suchen und Haß
und üble Nachrede verbreiten, so ist
das ein Zeichen, daß
sie in Wirklichkeit nicht glauben. Schon
Rabbiner A.J.Kuk schrieb
dazu, daß der Götzendienst der
ersten Tempelperiode zur
Zeit des zweiten Tempels als
grundloser Haß zum
Vorschein kam (Orot Israel 6,4).
Wir lernten immer nur, daß
mehr Liebe vonnöten ist. So steht es
in den Büchern, und
so lehren es die Rabbiner im Unterricht.
Jetzt aber heißt es
Farbe bekennen. Jetzt ist die Stunde der
Prüfung gekommen, ob
es unter uns und überhaupt im
allgemeinen wirklich Liebe
gibt. Wir werden diese Prüfung
sicher bestehen.
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