DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT JITRO
Nr. 552
20. Schwat 5766

Redaktion und Übersetzung der deutschen Ausgabe: R. Plaut
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AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was ist TOLERANZ wirklich?
Über die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das Gebot der Einwanderung nach Israel
Der Holocaust
DAS VOLK ISRAEL
Politik und Judentum
Die Tora und der Mensch
    oder "Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion "2000"- Israel und das Christentum
                          - Briefe der ehemaligen Oberrabbiner Israels
                          - Israelfreundliche Christen?
"Ich bin ein Palästinenser"
Die Sudeten von Palästina
König Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der Kampf um Israel
Wie man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn Erew Pessach auf Schabbat fällt

"Jerusalem Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim

AUF HEBRÄISCH:
"Schall und Ru'ach"
Kurze Vorträge von Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten Themen,
zum Zuhören online,
desgleichen auf Französich
 

Diese Woche in der Tora (Ex. 18,1 - 20,23):
Jitro, Moschehs Schwiegervater, kommt zum Volk Israel in die 
Wüste; gibt Moscheh Rat, Richtervollmachten zu delegieren; 
Bund mit dem Ewigen, ein heiliges Volk zu sein und seine 
Worte zu befolgen; die 10 Gebote am Berge Sinai; das ganze 
Volk Augenzeugen.
 
 
 
Am Schabbes-Tisch...

Jitros Rat

Rav Iti'el Ari'el
Gemeinderabbiner in Bet Schemesch

Jitro wurde mit der Benennung eines ganzen 
Wochenabschnittes nach ihm gewürdigt, der sich vor allem mit 
Regelungen der Gerichtsbarkeit beschäftigt, nach dem Prinzip 
"Sittlichkeit ging der Tora voran".

Viele Kommentatoren schon setzten sich mit dem 
unterschwelligen Streit zwischen Moscheh und Jitro im Hinblick 
auf dessen Ratschlag auseinander, der auf Moschehs 
Widerstand stieß. Moscheh ließ sich nur schwer von der 
Notwendigkeit eines erweiterten Rahmens der Rechtswesens 
überzeugen und zog es stattdessen vor, das Volk weiterhin im 
Alleingang zu richten. Das ging soweit, bis daß seine Antwort 
auf Jitros Frage des "Warum" bei uns den Eindruck gekünstelter 
Naivität entstehen läßt; auf die Frage, warum er als alleiniger 
Ansprechpartner in allen Rechtssachen des Volkes fungiert und 
nicht die auf ihm ruhende enorme Arbeitslast berücksichtigt, 
antwortete Moscheh: "Das Volk kommt zu mir, um G~tt zu 
befragen" (Ex. 18,15). Hatte Moscheh etwa nicht die Absicht 
hinter Jitros Frage verstanden, "Du wirst dich ganz aufreiben, 
du sowohl als dies Volk, das bei dir ist" (V.18)? 

Wenn wir die Worte Jitros etwas genauer unter die Lupe 
nehmen, können wir seine Aussagen in einem Wort 
zusammenfassen: vejachalta - "so wirst du bestehen können" 
(V.23), von hier, daß sich jeder Mensch über die Grenzen seiner 
Fähigkeiten bewußt sein sollte. Er behauptete ganz richtig, daß 
sich sogar ein Mensch wie Moscheh, der "Mann G~ttes", über 
seine Beschränkungen im Klaren sein und akzeptieren muß, 
Andere bei der Leitung des Volkes und der Rechtsprechung zu 
beteiligen.

Diese Forderung wird vom Kommentar "Meschech Chochma
zur Stelle besonders scharf artikuliert. Nach seiner Erklärung 
stützte sich Jitro gerade auf die religionsgesetzlichen Aspekte 
bei seiner Kritik an Moschehs alleiniger Richterrolle. Nach der 
Halacha hat nämlich ein Einzelrichter keine ausreichende 
Urteilsbefugnis, außer, wenn beide Streitparteien ihn 
ausdrücklich als solchen akzeptieren, und darum brauchen sie 
während der Verhandlung nicht vor ihm zu stehen. Dazu fragte 
Jitro: "Warum sitzest du allein, und das ganze Volk steht um 
dich herum?" (V.14), warum erlaubst du ihnen nicht, vor dir zu 
sitzen, wie es bei einem Einzelrichter üblich ist? Und nur, weil 
Moschehs Wissen so umfangreich wie das eines ordentlichen 
Gremiums von drei Richtern war und außerdem die göttliche 
Präsenz auf ihm ruhte, konnte er seine entsprechende 
Anordnung rechtfertigen.

Trotz dieser Auffassung verstand Moscheh sehr wohl Jitros 
Vorschläge, wollte aber eine gewisse Zurückhaltung vor Jitros 
Grundannahme zur Schau stellen, um erst danach über deren 
praktische Verwirklichung zu debattieren. Seiner Ansicht nach 
waren die Vorschläge von dem Makel fehlenden Verständnisses 
des religiösen Wertes behaftet, der das Wirken des Richters bei 
der "G~ttesbefragung" begleitet, und so klangen die Worte "du 
kannst sie nicht allein ausführen" (V.18) in seinen Ohren zu 
sehr wie "du willst nicht..".

Rabbiner A.J.Kuk führte diese Betrachtung auf eine weitere 
Ebene. Der Wert der Rechtsprechung nach den Gesetzen der 
Tora unterscheidet sich ganz wesentlich von der säkularen 
Auffassung von diesem Begriff. Bei oberflächlicher Betrachtung 
der Streitparteien, die von finanziellen Interessen getrieben 
werden und den Gerichtssaal in voller Befriedigung ihres 
Verlangens verlassen möchten, könnte man dem Irrtum 
verfallen, den Richter als jemanden zu sehen, der über die 
funktionale Formel einer guten Lösung des Problems verfügt. 
Und damit hat es sich. In Wirklichkeit aber bedeutet das 
Erscheinen der Streitparteien vor einem Toragericht dem 
tieferen Wesen nach ein Verlangen, das Wort G~ttes zu 
vernehmen, denn das ist genau das Besondere an der Tora, 
daß sie nämlich selbst die kleinsten Einzelheiten des Lebens 
durchdringt und uns im Lichte G~ttes den Weg weist ("Israel 
veTchijato" §3). 

In diesem Zusammenhang fügte Rabbiner Kuk hinzu, daß die 
talmudischen Weisen in der jüdischen Rechtsprechung einen 
Wert an sich sahen, den es auf Leben und Tod zu bewahren 
gilt. Das geht z.B. aus der Geschichte von Rabbi Jehuda ben 
Baba hervor, der seine Schüler auf der Höhe der römischen 
Religionsverfolgung zu Richtern ernannte, was die Römer 
ausdrücklich verboten hatten, um jüdische Rechtsprechung zu 
unterbinden, und für diese Tat war er bereit, sein Leben 
einzusetzen (Sanhedrin 14a).

Übertragen wir diesen Gedanken auf unser Thema, so können 
wir annehmen, daß Moscheh diese Opferbereitschaft für 
öffentliches Toralehren in Jitros Worten fehlte. Selbst die 
genialste Idee zur Verbesserung dieser oder jener jüdischen 
Institution, die ihrer Natur nach die Entwicklung bestimmter 
Fähigkeiten des Schülers oder des Lehrers betrifft, kann nicht 
die Hauptsache ersetzen, nämlich die Opferbereitschaft für ein 
Leben im Sinne der Tora. Am Ende jeder organisatorischen 
Struktur steht der Mensch, der im Namen der Tora von 
Angesicht zu Angesicht mit den seiner Dienste in verschiedenen 
religiösen Angelegenheiten Bedürftigen konfrontiert wird, und 
diese Aufgabe bedeutet gleichzeitig seinen Prüfstein: das Maß 
seiner Verantwortlichkeit gegenüber der Tora, die er 
repräsentiert. Hat er das tiefere Bewußtsein über seine 
Verantwortung, die Tora richtig zu verstehen, über die 
Entscheidung der Halacha und ihre Umsetzung in die Praxis, 
die korrekte Übernahme der Lehren seiner Rabbiner, oder hält 
er seine Arbeit auf den diversen religiösen Gebieten für einen 
"Job" wie jeden anderen? Er muß sich immer vergegenwärtigen, 
daß sein Gegenüber bereits Opferbereitschaft aufgebracht hat, 
indem er sich dem Urteil der Halacha von vornherein unterwirft, 
obwohl es ihm großen Verlust verursachen kann, und mit einer 
dementsprechenden Bereitschaft antreten. 

Diese Lehre von der ungeheuren Verantwortung, die auf jedem 
mit der "G~ttesbefragung" Beschäftigten lastet, bietet den 
Schlüssel für die Übergabe der Tora, und darum bildet dieser 
Abschnitt die Einleitung zur Übergabe der Tora am Sinai.
 
 
HaRav Aviner

In dritter Ehe

Rav Schlomo Aviner
Oberrabbiner von Bet El und Rosch Jeschiwa von "Ateret Kohanim" in der Jerusalemer Altstadt

Mein Name ist Dr. Jonas, und von Beruf bin ich Eheberater - 
wobei ich an eigenem Leibe gemachte Erfahrungen anbringen 
kann, habe ich doch vor einiger Zeit zum dritten Mal geheiratet. 
Sicher werden Sie sagen: Und so ein Mensch will uns etwas 
über die Ehe beibringen?! Ich bin Ihnen also eine Erklärung 
schuldig. Als ich seinerzeit meine Berta heiratete, war sie jung 
und hübsch, und ich überglücklich. Im Laufe der Jahre jedoch 
welkte ihre Schönheit ein wenig, und nach zwanzig Jahren Ehe 
stellte ich fest, daß ich nicht mehr mit jener Frau von damals 
verheiratet war - und geriet in eine Krise. Aber dann faßte ich 
neuen Mut und lernte, meine liebe Berta mit anderen Augen zu 
sehen. So heiratete ich sie zum zweiten Mal und war wieder 
überglücklich. Ich habe ganz absichtlich eine 40jährige Frau 
geheiratet, nicht weil sich nichts Besseres fand, sondern weil ich 
sie von Neuem entdeckte, mit neuen Eigenschaften, die sie mit 
20 noch nicht hatte. Man konnte mit ihr interessante Gespräche 
führen und viel von ihr lernen: Einfühlungsvermögen, 
Ernsthaftigkeit, die Einstellung zu aufwachsenden Kindern, 
weniger Schüchternheit und größere Selbstbehauptung. Sie 
verstand mich besser, und ich fand an mir Dinge, die sie 
besonders mochte. Es war ihr Verdienst, daß ich mich selbst 
besser leiden konnte. Dinge, die ich bei meiner Frau sah, sah 
ich bei mir selber. Ich verstand sie - und mich - besser.

Mit 20 waren mir Äußerlichkeiten wichtig, nun aber sah ich mehr 
das innere Wesen - Ausgeglichenheit, Weisheit, mütterliche 
Weiblichkeit und Verständnis für den Nächsten. Sie lehrte mich 
Geduld. Was für eine wunderbare Frau!

Als aber weitere zwanzig Jahre vergangen waren, fand ich mich 
mit einer etwas ältlichen Frau und fühlte eine gewisse 
Enttäuschung. So arbeitete ich wiederum an mir, und heiratete 
meine Frau wiederum. Wieder entdeckte ich sie von Neuem. Ich 
bin neu und sehe einen neuen Menschen. Die Falten in ihrem 
Gesicht stören mich nicht. Das sind die Spuren intensiver Arbeit 
und tiefer Weisheit. Auch ihre weißen Haare stören mich nicht, 
sie strömen viel Sanftheit aus. Endlich verstand ich, warum 
Sara mit hundert Jahren so schön war wie mit sieben. Ich 
arbeitete an mir und entdeckte meine Frau aufs Neue. 

Jetzt verstehen Sie mich: weil ich dreimal diegleiche Frau 
heiratete, darf ich meine bescheidene Meinung äußern. Sicher 
wollen Sie wissen, wie ich das geschafft habe. Ganz einfach - 
und gleichzeitig sehr schwer. Bei unseren ersten Begegnungen 
vor der Hochzeit fragte mich Berta: "Bist du bereit, 
Verantwortung zu übernehmen?" Ich verstand sie nicht. "Es 
beunruhigt mich, daß du meine Frage nicht verstehst", sagte 
sie, "viele meiner Freundinnen heirateten Männer, die keine 
Verantwortung für das Haus übernehmen, für die Ehe oder für 
die Kinder, sondern sich wie Gäste fühlen". - "Ich werde 
Verantwortung übernehmen, Berta, das verspreche ich". Berta 
ließ aber nicht locker. "Und was gedenkst du dafür zu tun?", 
fragte sie. Ich überlegte eine Weile und antwortete: "Ich werde 
mich dafür einsetzen. Ich werde viel dafür einsetzen!". Bertas 
Augen blitzten auf. "Okay! Let's go!" Unter der Chuppa, 
nachdem ich ihr den Hochzeitsring aufgesteckt hatte, flüsterte 
ich ihr ins Ohr: "Das ist mein erster Einsatz...". Da mußte sie 
lachen. Seitdem investiere ich jeden Tag. Auch sie leistet ihren 
Beitrag. Wir beide investieren, und das hört niemals auf. Einmal 
hörte ich Rabbiner Weiss in einer Predigt sagen, "die 
Partnerwahl ist so schwer wie die Teilung des Schilfmeeres" 
(Sota 2a). Ein andermal hörte ich ihn sagen, daß sich das Meer 
nicht von einem Ufer zum anderen teilte, sondern nur Stück um 
Stück, je nach dem Vorankommen der Israeliten. Da fragte ich 
ihn, ob es in der Ehe auch so sei, und er antwortete: Sicher, 
sicher.

Glaubt ja nicht, daß es in unserer Ehe immer ruhig zuging. Fast 
jeden Tag stritten wir wegen irgendwelcher Kleinigkeiten, weil 
wir beide über Temperament verfügen und jeder auf seinem 
Standpunkt beharrt. Wir ließen uns jedoch nicht abschrecken, 
sprachen miteinander jeden Tag und gingen nicht eher zu Bett, 
bis wir alle strittigen Punkte bereinigt hatten. Das hat lange 
gedauert, doch wir waren dazu von vornherein bereit. Rabbi 
Weiss lehrte uns: "Frei sei der Mann für sein Haus [=seine Frau] 
das ganze erste Jahr (Dt. 24,5). Das erste Jahr - viel 
zusammensein". "Und dann?", fragte ich ihn. "Wenn ihr das im 
ersten Jahr richtig hinbekommt, könnt ihr später die Dosis 
stufenweise herabsetzen. Aber im ersten Jahr müßt ihr euch 
freihalten, auch seelisch". Ich habe schon mitbekommen, daß 
die Ehe nicht nur zum Vergnügen da ist, sondern man muß 
auch etwas dafür tun. Wenn mir etwas wichtig ist, dann leiste 
ich etwas dafür. Mein Psychologie-Studium war mir wichtig, also 
habe ich hart dafür gearbeitet. Auch mein Torastudium war mir 
wichtig, also habe ich hart dafür gearbeitet. Heute ist mir das 
Land Israel besonders wichtig, also setze ich meine Kraft dafür 
ein. Meine Berta ist mir immer wichtig, also arbeite ich hart an 
unserer Beziehung. 

Ich muß allerdings zugestehen, daß wir trotz allen Einsatzes 
unter der Last der Streitereien zusammenbrachen, und ich kam 
zu dem Schluß, nicht "die Taube auf dem Dach" zu suchen, 
sondern mich auf das Wesentliche zu beschränken. "Hör zu, 
Berta, ich habe vier Dinge auf dem Herzen: Wenn du mir dabei 
entgegenkommst, werde ich dir bei Dingen entgegenkommen, 
die dir wichtig sind. Besonders eine Sache, ich nehme Probleme 
ernster als sie wirklich sind, bitte hab Geduld mit mir, und ich 
werde dich auf Händen tragen..". Auch sie präsentierte mir eine 
Liste von Erwartungen. Natürlich gab es bei den gegenseitigen 
Erwartungen einige Deckungsgleichheiten, wo ein Kompromiß 
leicht zu erzielen war. 

Sicher wundern Sie sich, warum ich als Psychologe so lange 
brauchte, den Dingen auf den Grund zu gehen. Das ist aber 
genau der springende Punkt. Das Verstehen fällt mir nämlich 
leicht, denn ich habe eine schnelle Auffassungsgabe. Mich 
ändern aber geht gar nicht schnell. Verstehen allein reicht nicht, 
man muß sich auch ändern. Ich kann aber meinen Charakter 
nicht von einem Tag auf den anderen ändern. Das braucht 
seine Zeit. Ich lernte, richtig nachzugeben und richtig zu fordern. 
Ich lernte Zuhören und Reden. Ich lernte um Verzeihung bitten 
und Verzeihung gewähren. Ich erwarb Flexibilität, und ich lernte, 
meiner Frau zu helfen, flexibler zu sein. So profitierte ich 
doppelt: Glückliche Ehe und Besserung der 
Charaktereigenschaften. Vielleicht hat G~tt uns gerade 
deswegen die Ehe geboten - damit wir gezwungen sind, unsere 
Charaktereigenschaften zu bessern, anderenfalls geht die Ehe 
nämlich in die Binsen, und am Ende stehen Scheidung oder 
wenigstens emotionale Trennung (auch kein großes Ideal). 

Ich gebe zu, die romantische Liebe der Flitterwochen ließ häufig 
nach, doch gelang es uns immer wieder, sie aufs Neue zu 
erwecken. Darum ist es eine schlechte Eigenschaft, von seiner 
Frau enttäuscht zu sein, weil sie älter wird. Überhaupt bedeuten 
gute Eigenschaften eine Vorbedingung für die Ehe. Natürlich 
kann man keine Vollkommenheit verlangen, sondern man 
beginnt erst einmal den gemeinsamen Weg, und unterwegs 
biegt man die Dinge hin, wie in der Armee, und einer hilft dem 
anderen, seine Eigenschaften zu verbessern. Es gibt allerdings 
ein gewisses Minimum. Soldaten können nicht ohne Waffe in 
den Kampf ziehen, ohne Schuhe, ohne Stahlhelm, ohne 
Schießen gelernt zu haben, in der Hoffnung, unterwegs wird 
sich schon alles finden. Man darf aber auch nicht in die andere 
Richtung übertreiben. 

Ja, ich bin stolz auf mich, ich konnte viele Aspekte meines 
Charakters ändern, und so war es mir vergönnt, ein drittes Mal 
zu heiraten. Eigentlich habe ich jeden Tag Mühe, Energie und 
Anstrengung eingesetzt, jeden Tag habe ich neu geheiratet. 
Jeden Tag begann die Ehe von Neuem. Masal tov!
 

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