DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT WAJIGASCH
Nr. 491
6. Tewet 5765

Redaktion und Übersetzung der deutschen Ausgabe: R. Plaut
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AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was ist TOLERANZ wirklich?
Über die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das Gebot der Einwanderung nach Israel
Der Holocaust
DAS VOLK ISRAEL
Politik und Judentum
Die Tora und der Mensch
    oder "Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion "2000"- Israel und das Christentum
                          - Briefe der ehemaligen Oberrabbiner Israels
                          - Israelfreundliche Christen?
"Ich bin ein Palästinenser"
Die Sudeten von Palästina
König Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der Kampf um Israel
Wie man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn Erew Pessach auf Schabbat fällt

"Jerusalem Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim

AUF HEBRÄISCH:
"Schall und Ru'ach"
Kurze Vorträge von Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten Themen,
zum Zuhören online,
desgleichen auf Französich

Diese Woche in der Tora (Gen. 44,18 - 47,27):
Konfrontation Jehuda-Josef; Josef gibt sich seinen Brüdern zu 
erkennen; beauftragt sie, Jakov und die ganze Familie nach 
Ägypten zu holen und dort zu siedeln; göttliches Versprechen 
an Jakov, ihn dort zu einem großen Volk zu machen; 
Wiedersehen mit Josef; Begegnung mit Pharao; Ansiedlung im 
Lande Goschen; Josefs Bodenreform; führt allgemeine 
Einkommensteuer von 20% ein.

Mittwoch, 10. Tewet - Fasttag!
 
 
Am Schabbes-Tisch...

Kampf zwischen Brüdern

Rav Asri'el Ari'el
Ortsrabbiner der Siedlung "Ateret"

Ein schwerer Kampf wird zu Beginn unseres 
Wochenabschnittes geschildert: Ein Kampf zwischen Brüdern, 
die einander näherkommen, die einander schlagen wollen, die 
aufeinandertreffen. Schon der Midrasch macht auf den häufigen 
Gebrauch der verschiedenen Formen von Wajigasch ("da trat... 
vor") aufmerksam: Es kann sowohl ein "Antreten zum Kampfe" 
bedeuten (Kirwa - Kraw), aber auch "Annäherung zur 
Versöhnung" (Kirwat Achim), und auch ein "Vortreten zum 
Gebet" (Korban, Kirwat Elokim).

Der Midrasch beschreibt ebenfalls Jehudas Gefühle, wie er auf 
Josef zuging. "Denn siehe, die Könige hatten sich versammelt" 
(Psalm 48,5). "Denn siehe, die Könige" - das sind Jehuda und 
Josef. "..hatten sich versammelt" (awru jachdaw) - der eine 
füllte sich mit Zorn (ewra) auf den anderen, und der eine füllte 
sich mit Zorn auf den anderen...

Jehuda war voller Zorn und Wut auf Josef, der die Brüder mit 
List und Tücke schnappen und ihn zu seinem Sklaven machen 
wollte. - Was dachten die anderen Brüder zu jener Stunde? 
Auch darauf weiß der Midrasch die Antwort: "Sie drängen sich 
aneinander (Ijow 41,8) - das sind Jehuda und Josef, und kein 
Hauch kommt dazwischen (ebda.) - das sind die Stämme. Sie 
sagten: Wenn Könige streiten, was geht uns das an?"

Jehuda war mit Haut und Haar, mit Herz und Hirn mit der 
Rettung Benjamins beschäftigt, und ihm schien bei den übrigen 
Brüdern eine gewisse Apathie in dieser Angelegenheit zu 
herrschen, als ob das Schicksal Benjamins seine Privatsache 
wäre und nicht die ganze Familie anginge. Vielleicht aber kam 
so die Hoffnungslosigkeit in ihren Herzen zum Vorschein. Trotz 
all dieser Probleme, der inneren wie der äußeren, ließ sich 
Jehuda nicht von seinem Wege abbringen. Auch dazu hat der 
Midrasch etwas zu sagen:
"Ein tiefes Gewässer ist die Gesinnung im Herzen des 
Menschen; doch der Mann von Scharfsinn schöpft sie herauf" 
(Sprüche 20,5). Wie z.B. ein tiefer Brunnen, voll und kühl, sein 
Wasser kühl und rein, und kein Geschöpf konnte daraus 
trinken. Kam einer und verband Schnur mit Schnur, Faden mit 
Faden, Strick mit Strick, schöpfte und trank. Da begannen alle 
daraus zu schöpfen und zu trinken. So ließ sich Jehuda nicht 
davon abbringen, Josef zu antworten, bis er zu seinem Herzen 
vorgedrungen war". 

Jehuda wird hier mit jemandem verglichen, der Wasser aus 
einem tiefen Brunnen schöpfen will, aber keine Schnur für den 
Schöpfeimer hat. Jeder andere hätte aufgegeben und auf das 
Wasser verzichtet. Nicht so Jehuda. Wenn es keine Schnur 
gibt, dann macht man eben eine. Wenn kein Weg zum 
steinernen Herzen Josefs bekannt ist, muß man eine Bresche 
schlagen, wo bisher noch niemand gegangen war. Die 
Vorgehensweise setzt sich aus vielen kleinen Schritten 
zusammen: "Schnur mit Schnur, Faden mit Faden, Strick mit 
Strick", Stück um Stück, "bis er zu seinem Herzen 
vorgedrungen war" und seine ganze Einstellung geändert hatte.

Zwar ist es ganz natürlich, sich über ein furchtbares Unrecht 
aufzuregen, wütend zu werden und mit der Faust auf den Tisch 
zu schlagen. Doch hier wird eine andere Methode gebraucht. 
Manchmal funktioniert eher: "Milde Antwort wendet ab den 
Grimm" (Sprüche 15,1). Darum ergriff Jehuda verschiedene 
Maßnahmen, die es Josef ermöglichten, seine Argumente zu 
akzeptieren. Sehen wir uns dazu die Ratschläge des "Or 
Hachajim" an, einen nach dem anderen:
1. Begegnung "unter vier Augen", damit, falls Jehuda gegen 
Josef obsiegen sollte, dadurch keine öffentliche Beschämung 
für Josef erfolge, was eine Begnadigung Benjamins unmöglich 
machte.
2. "Jehuda war klug genug, sich Josefs Herz in Barmherzigkeit 
geneigt zu machen und ihm seine Ansicht und seinen Willen in 
Liebe und Freundschaft anzunähern, damit Josef seine Ansicht 
ihm gegenüber annähert und seine Argumente und 
Besänftigung akzeptiere".
3. "Er näherte sich zum Besten Josefs... wie es heißt: da trat 
Jehuda zu ihm vor - will sagen, eine Behauptung zum Vorteil 
des Königs aufzustellen...".
So wird ein "Bruderkrieg" geführt. Jehuda trat an zum Kampfe, 
mit einem Gebet im Herzen; auf dem "Schlachtfeld" zeigte sich 
allerdings, daß er sich zur Versöhnung näherte... - eine 
Annäherung, der Josef nicht widerstehen konnte. 

Wollen wir mit einer chassidischen Geschichte endigen, die der 
Vielschichtigkeit dieser "Annäherung" oder dieses "Antretens" 
von Jehuda gegenüber Josef bildlichen Ausdruck verleiht:
In Osteuropa war es ein Brauch unter den Provinzfürsten, unter 
irgendeinem konstruierten Vorwand einen Juden zu verhaften, 
ihn in ein Bärenfell zu stecken und ihn in einer Arena gegen 
einen echten, hungrigen Bären antreten zu lassen. Das traurige 
Resultat dieses "Zweikampfes" stand natürlich von vornherein 
fest. Dieses furchtbare Los traf einmal einen Juden, der sich 
schon auf das Schlimmste gefaßt machte... Da kam der große 
Moment. Ganz in Bärenfell gekleidet, mit einer Bärenmaske vor 
dem Gesicht, wird der Jude in den Kampf geschickt und sieht 
sich dem die Zähne bleckenden Ungeheuer gegenüber. Die 
beiden kommen sich näher, und wie das Monstrum auf 
Reichweite heran ist, ruft der Jude, das Ende vor den Augen: 
"Schma Jisrael!!" Doch wie groß seine Überraschung, als auch 
der andere Bär fast gleichzeitig ein "Schma Jisrael" erschallen 
läßt...
Wir kämpfen mit Liebe, und die wird siegen!!!
 
 
 
HaRav Aviner

Gesunde Ernährung (1. Teil)

Rav Schlomo Aviner
Oberrabbiner von Bet El und Rosch Jeschiwa von "Ateret Kohanim" in der Jerusalemer Altstadt

Man muß auf seine Gesundheit achten. Ist doch klar. Für 
unseren großen Lehrer, Rabbiner Moscheh ben Maimon 
("Maimonides"), gehört dies sogar zum Dienst an G~tt: "Daß 
der Körper gesund und unversehrt sei, gehört zu den Wegen 
G~ttes, ist es doch unmöglich, etwas zu verstehen oder zu 
wissen, wenn man krank ist, [darum] soll sich der Mensch von 
Verhaltensweisen fernhalten, die dem Körper schaden" 
(Sittenlehren, 4.Kap., Hal.1).

Weil es sich um gute Eigenschaften handelt, führte Maimonides 
diese Regeln in den "Sittenlehren" auf, d.h. den Gesetzen von 
den guten Eigenschaften. Gesundheit hängt natürlich nicht nur 
vom Menschen ab, er muß sich allerdings von allem fernhalten, 
was die Gesundheit ruiniert. 

Die religionsgesetzliche Definition für den Schutz der 
Gesundheit lautet demnach "Wege G~ttes" (s.o.), gute 
Eigenschaft, die selbst ein Gebot der Tora darstellt: "...die guten 
und geraden Wege, wie es heißt: und wandelst in seinen 
Wegen" (1.Kap., Hal.5, nach Dt. 28,9). Ebenso schrieb der Tur 
(Vorläufer des Schulchan Aruch): "Ein Gebot, sich in guten 
Eigenschaften und guten Weisen zu führen und seine 
Gesundheit zu schützen, um gesund und stark zu sein zum 
Dienst am erhabenen Schöpfer" (O.C. §155). 

Zum Gebote des und wandelst in seinen Wegen gehören 
demnach Präventivmedizin und Hygiene. Wir sind natürlich 
keine Ärzte, und in medizinischen Fragen wenden wir uns an 
die Ärzte. Mit Krankheitsvorsorge allerdings müssen wir uns alle 
beschäftigen. 

Warum gehört dieses Thema nicht zum Gebote "Hütet sehr 
eure Seelen" (Dt. 4,15)? Maimonides erwähnt dieses Gebot im 
Zusammenhang mit den "Gesetzen vom Mörder und dem Hüten 
der Seele", d.h. das Hüten vor unmittelbarer Todesgefahr, auch 
wenn diese nicht sehr wahrscheinlich ist, wie z.B. das 
Überqueren einer baufälligen Brücke. Bei unserem Thema 
hingegen ist von einem sich langsam ansammelnden 
Körperschaden die Rede. Nicht wie bei einem Verbot, bei dem 
jede Übertretung als separate Sünde gilt, da hier jede 
Teilaktivität erlaubt ist, nur daß sich viele kleine Schädigungen 
zu einer kritischen Masse ansammeln, die das Leben verkürzt 
und die Lebensqualität beeinträchtigt - und dadurch den 
Menschen vom Dienst an G~tt abhält. Darum ist es eine "gute 
Eigenschaft" und der "richtige Weg" im Leben, auf die 
Gesundheit zu achten. Entsprechend sind die Kinder schon vom 
zartesten Alter an zu gesunder Ernährung anzuhalten.

Maimonides erwähnt in seinen Schriften viele Heilverfahren, die 
zur Medizin des Mittelalters gehören, doch die Prinzipien, die er 
für die Gesundheitsvorsorge festlegte, sind bis auf den 
heutigen Tag aktuell: Gesunde Nahrung, kein übermäßiges 
Essen, regelmäßiger Stuhlgang, und auch Leibesübungen: "Die 
Mehrzahl der Krankheiten, die den Menschen überkommen, 
stammen entweder von den ungesunden Nahrungsmitteln, oder 
weil er seinen Bauch füllt und übermäßig ißt, selbst von den 
gesunden Nahrungsmitteln" (Sittenlehren, 4.Kap., Hal.15). 
Natürlich werden wir uns jetzt nicht an die Arztkunst des 
Mittelalters halten, und wenn es schon bezüglich der Weisen 
heißt, "gehe zu dem Weisen der in deinen Tagen", dann gilt das 
erst recht für die Medizin. Diese Lehren gehören jedoch mit zum 
Studium der Tora, denn Maimonides führte sie in seinem 
großen Gesetzeswerk auf.

Der Talmud erzählt, wie einst Rav Huna seinen Sohn fragte, 
warum er nicht an den scharfsinnigen Vorträgen von Rav 
Chisda teilnehme. Dieser antwortete: "Was habe ich denn 
davon, er redet über weltliche Dinge!" Weiter berichtete er, daß 
die Vorträge von medizinischen Themen handelten. Da sagte 
ihm sein Vater: "Er befaßt sich mit dem Leben der Geschöpfe, 
und du nennst das 'weltliche Dinge'! Jetzt geh' erst recht zu 
ihm!" (Schabbat 82a). Natürlich wußte auch der Sohn, daß die 
Gesundheit des Körpers ein wichtiges Thema ist, doch hielt er 
es nicht für Tora. Dazu sagte ihm sein Vater: Es ist ein 
Hauptbestandteil der Tora.

*  *  *

Drei Grundregeln bestimmte Maimonides für die gesunde 
Ernährung: Iß nicht viel, iß gesunde Nahrung, achte auf 
regelmäßige Verdauung.

"Iß nicht viel": Maimonides schrieb: "Übermäßiges Essen ist 
tödliches Gift für jeden Menschen und der Hauptgrund für alle 
Krankheiten" (1,15). Auch am Schabbat! Zwar ist es ein Gebot, 
den Schabbat durch zusätzliche Speisen zu erfreuen (Raschi), 
man muß dabei aber nicht übertreiben. Auch Rabenu Jehuda 
HaChassid schrieb im "Sefer Chassidim", daß es nicht auf 
Quantität ankomme, sondern auf Qualität. 

Fettleibigkeit ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern 
eine Katastrophe für die Gesundheit. Sie setzt den Menschen 
vielen Krankheiten aus, z.B. des Herzens und der Blutgefäße. 
Zurückhaltung ist zudem eine gute Eigenschaft, im Gegensatz 
zu Gier und Freßlust.

Manche sagen: Ich bin nicht gierig, sondern hungrig, und wenn 
ich hungrig bin, dann esse ich. Dazu gibt es einige gute 
Ratschläge:
1. Iß langsam und kaue viel. Kaue dein Essen solange, bis es 
sich verflüssigt. Manche sagen, jeden Bissen 50 mal. So fühlt 
man sich schnell satt und ißt weniger. Außerdem hat es den 
Vorteil, daß dadurch schon ein Teil der Verdauung im Mund 
erfolgt mithilfe des Speichels, darum iß kein frisches Brot, das 
schnell einen teigigen Kloß formt und sich schwer lange kauen 
läßt. Wenn man gut kaut, schluckt man auch keine großen 
Stücke herunter, die dann die Verdauung erschweren. Langes 
Kauen gibt jeder Speise durch die Vermengung mit Speichel 
einen guten Geschmack. Um auf das Sättigungsgefühl 
zurückzukommen: Es kann sein, daß der Mensch bereits genug 
gegessen hat, sich aber dennoch nicht satt fühlt, denn von dem 
Zeitpunkt, wenn das Essen den Magen füllt, bis das Gehirn 
Sättigungssignale aussendet, vergehen etwa 20 Minuten. 
Darum macht schnelles Essen dick. Bei manchen Leuten 
braucht dieses Signal noch länger, darum tendieren sie eher zu 
Fettleibigkeit. Langsames Essen löst dieses Problem.

2. Mach eine Pause nach Beginn der Mahlzeit. Iß eine 
bestimmte Menge, mach 20 Minuten Pause, bis das genannte 
Signal eintrifft, dann drängt der Hunger nicht mehr so, und man 
kann ohne Gier weiteressen.

3. Rede nicht während des Essens (auch nicht am Telefon). 
"Man rede nicht während der Mahlzeit, vielleicht legt sich die 
Luftröhre vor die Speiseröhre" (Ta'anit 5b). Wer redet, kaut 
außerdem das Essen nicht gut durch, sondern schluckt ganze 
Stücke hastig herunter und ißt deshalb viel. Lesen ist möglich, 
wenn es nicht die Konzentration aufs Essen stört.

4. Nimm dir Zeit für die Mahlzeit. Schling nicht eben mal einen 
Imbiß hinunter. Aus dem gleichen Grund vermeide Essen im 
Stehen. Wer schnell ißt, schluckt auch viel Luft, die dann bei 
der Verdauung stört. Die gleiche Wirkung haben 
kohlensäurehaltige Getränke. Wenn du keine Zeit zum Essen 
hast, mach dir im voraus etwas zurecht, z.B. Pizza aus 
Vollkornmehl mit wenig Käse, fettarmer Joghurt, frisches 
Gemüse und Obst.

5. Iß zu bestimmten Zeiten, regelmäßige Mahlzeiten, und iß 
nicht den ganzen Tag hier ein bißchen, dort ein bißchen (oder 
Bißchen). "Anfangs glichen die Israeliten den Hühnern, die 
[dauernd] im Misthaufen wühlen, da kam Moscheh und setzte 
ihnen eine Speisezeit fest" (Joma 75b). Laß keine Mahlzeit aus, 
um das Versäumte dann bei einem großen Fressen wieder 
aufzuholen, der Körper kann keine große Menge aufeinmal 
vertragen, er braucht eine regelmäßige Versorgung.

6. Iß keine Naschereien zwischen den Mahlzeiten. Wenn du 
trotzdem hungrig bist, iß ein Stück rohes Gemüse oder frisches 
Obst, aber keine Flips, Snacks oder Kekse. 

7. Iß nicht kurz vor dem Schlafengehen. Laß den Eingeweiden 
ihre Ruhe. Iß lieber ein gutes Frühstück, von unseren Weisen 
"Morgenbrot" genannt (Baba mezia 107b) - "Morgens wie ein 
König, mittags wie ein Bauer, abends wie ein Bettelmann". 

8. Beginne die Mahlzeit mit kalorienarmer Nahrung, wie frischen 
Gemüsesalat, so daß das Hungergefühl vergeht und dir das 
langsame Essen leichterfällt.

9. Hüte dich vor "Wunderdiäten". Wenn du zu dick bist, nimm 
bitte ab. Aber nicht mit einer Wunderdiät, die nichts taugt oder 
die so radikal ist, daß man daran zerbricht und wieder in den 
alten Trott verfällt. Achte vielmehr auf eine Minderung der 
Kalorienzufuhr und nimm stufenweise ab, unter Anleitung und 
regelmäßiger Überwachung eines Diät-Arztes/Ärztin, für den/die 
die Krankenkasse zahlt.
 
 
 

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www.a7.org
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