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DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN
IN ISRAEL
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Anschrift: Sderot Hame'iri 2, Kirjat Mosche
IL - 91032 Jerusalem ISRAEL
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT WAJECHI
Nr. 492
13. Tewet 5765
Redaktion und Übersetzung der deutschen
Ausgabe: R. Plaut
Telefax: (+972 2) 6519 780
e-mail: kimizion@012.net.il
separate Homepage:
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-Archiv der
"Betrachtungen"
-Kostenloser Antwortservice "Frag'
den Rabbi" auf deutsch
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AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der ehemaligen Oberrabbiner
Israels
- Israelfreundliche Christen?
"Ich
bin ein Palästinenser"
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online,
desgleichen auf Französich
Diese
Woche in der Tora (Gen. 47,28 - 50,26):
Jakov
segnet Josef und seine anderen Söhne vor seinem Tode
in
Ägypten; der Segen bezeichnet die Charaktereigenschaft
eines
jeden der 12 Stämme; großer Trauerzug und Begräbnis in
der
Machpela-Höhle; Josef prophezeit, daß G~tt die Kinder
Israels
ins Land der Vorväter zurückbringen wird und bittet,
dann
seine Gebeine zum Begräbnis dort mitzunehmen.
| Am
Schabbes-Tisch...
Heilige Selbstbeherrschung
Rav Iti'el Ari'el
Gemeinderabbiner in Bet Schemesch |
Rabbiner Moscheh ben Nachman ("Nachmanides"; zu Gen.
45,27) machte auf einen spannenden Punkt im Umgang Josefs
mit seinem Vater aufmerksam, der die Momente seines
Abschieds von Jakov in einem anderen Licht erscheinen läßt:
"Es scheint mir, nach der einfachen Wortbedeutung, daß der
Verkauf Josefs durch seine Brüder Jakov sein ganzes Leben
lang nicht bekannt gemacht wurde, vielmehr glaubte er, Josef
irrte im Felde, und als man ihn fand, nahm man ihn und
verkaufte ihn nach Ägypten. Denn seine Brüder wollten ihm
ihre
Sünde nicht mitteilen, weil sie um ihre Seelen bangten, [ihr
Vater] möge zürnen und sie verfluchen, und Josef, in seiner
guten Moral, wollte es ihm nicht sagen...".
Diese kurze Deutung verbirgt mehr als sie offenbart von den
psychischen Kräften Josefs des Gerechten. Man kann sich
kaum vorstellen, wie sehr sich Jakov und Josef nach einer
gründlichen Aussprache unter vier Augen über die Dinge
gesehnt haben mußten, die sie während der langen Jahre der
Trennung voneinander beschäftigt hatten, wie z.B. die genauen
Umstände Josefs mysteriösen Verschwindens. Man darf wohl
annehmen, die Schwermut Jakovs und der in seinem Herzen
nagende Zweifel verbargen während all dieser Jahre eine
enorme Neugier, nämlich seinen Sohn einmal zu fragen, was
genau an jenem Tage passierte, an dem er seine Brüder treffen
sollte. Auch Josef, könnte man meinen, machte sich so seine
Gedanken, ob nicht sein Vater doch irgendwie an seinem
Verkauf beteiligt gewesen war.
Diese seelische Stärke, die Nachmanides kurz mit "guter Moral"
bezeichnete, zeigte sich auf ihrem Höhepunkt bei Jakovs Tod
und danach. Gerade zu einem Zeitpunkt, bei dem viele
Menschen das Bedürfnis verspüren, offene Rechnungen zu
begleichen und keine Fragezeichen und Mißverständnisse zu
hinterlassen, gerade dann machte sich Josef bei seinem Vater
rar und bediente sich zur Kommunikation zwischen ihnen der
Vermittlung von Boten. Wie jemand, der genau weiß, welchen
enormen Schaden die Eröffnung der Wahrheit der ganzen
Familie zufügen kann, beherrschte er mit gewaltiger
Willensstärke sein Verlangen nach Aussprache und des
Erzählens, und entließ seinen Vater aus dieser Welt, ohne
die
Mauer des Schweigens zwischen ihnen durchbrochen zu haben.
Es scheint, daß Josefs Selbstbeherrschung in allem, was mit
dem Hüten der Zunge zu tun hat, die ihn auch auf anderen
Gebieten auszeichnete, auf denen er schwere und ausgedehnte
Versuchungen zu bestehen hatte, den Schlüssel birgt zu seinen
Führungsqualitäten, die so ausführlich bei den Segnungen
Jakovs an seine Söhne zur Sprache kommen. Dieser Segen
prüft in der Reihenfolge der Stämme die zur Menschenführung
würdigen Eigenschaften wie auch jene, die dazu ungeeignet
sind. Während physische Eigenschaften und Zorn die älteren
Söhne von ihren Führungsrollen entfernten, sorgten Jehudas
Mut und Dans Listigkeit (u.ä. ...) für die Errichtung
angemessener Staatsführung in Israel.
In seinem Segen für Josef stellte Jakov die charakteristischen
Eigenschaften für eine Führung nach außen der besonderen
Charakterfestigkeit Josefs gegenüber, der wußte, seine Kraft
im
schweren Streit mit seinen Brüdern nicht einzusetzen. In seinem
Segen wird er als jemand geschildert, der den Bogen in vollem
Bewußtsein seiner tödlichen Wirkung in den Händen hält,
doch
sein Mut offenbart sich in voller Größe gerade in seiner
Fähigkeit, ihn festzuhalten und nicht zu benutzen.
In diesem Sinne erklärte Rabbiner Naftali Z.J. Berlin aus
Woloschin (HaNeZIW) die an Josef gerichteten Worte der
Brüder nach der Beerdigung ihres Vaters: "Dein Vater gebot vor
seinem Tod zu sagen..." (Gen. 50,16), wobei sie ihm
keineswegs neue Informationen über Jakovs letzten Willen
mitteilen wollten, wich er doch in dessen letzter Stunde nicht
von der Seite. Vielmehr handelte es sich eher um ihren
Eindruck von den Segensworten ihres Vaters, der ihn sicher
darum gebeten hätte, diese edle Geisteshaltung zu stärken
und
Verantwortung für die Einheit der Nation zu zeigen.
Möge unsere Staatsführung sich in diesem Sinne und nicht
genau umgekehrt verhalten, sondern heilige Selbstdisziplin in
der Innenpolitik zeigen, und den Mut der Stärke in ihren nach
außen gerichteten Maßnahmen zur Geltung bringen.
| HaRav
Aviner
Gesunde Ernährung
(2. Teil)
Rav Schlomo Aviner
Oberrabbiner von Bet El und Rosch Jeschiwa
von "Ateret Kohanim" in der Jerusalemer Altstadt |
 |
Die zweite "goldene Regel" des Maimonides betrifft gesunde
Nahrungsmittel. Wer nur einmal etwas Ungesundes zu sich
genommen hat, übertrat deswegen noch kein Toragebot, es ist
aber ein Toragebot, sich die gute Eigenschaft zuzulegen,
gesunde Nahrung zu essen. Über Alkohol brauchen wir gar
nicht erst zu reden. Darum wollen wir zuerst die drei großen
Schädlinge erwähnen: Tierisches Fett, Zucker und Salz. Meide
darum industriell vorgefertigte Mahlzeiten, die von alledem
zuviel enthalten, dazu noch Farb-, Geruchs- und
Geschmacksstoffe sowie Konservierungsmittel, bei einem
Mangel an Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen.
Meide tierische Fette. Tierisches Fett, auch gesättigtes Fett
genannt, verursacht einen Überschuß an Cholesterin,
Herzkrankheit und Probleme mit den Blutgefäßen,
Kurzatmigkeit und Herzinfarkt, die tödlichsten Krankheiten in
unserem Lande und in den übrigen hochentwickelten Ländern.
Es befindet sich vor allem in Rindfleisch, fettem Fisch, Eiern,
Butter, Vollfettkäse, Hartkäse, saurer und regulärer
Sahne, und
auch in einigen Pflanzenfetten, wie Kokus- und Palmöl.
Zugesetzt wird es bei der Herstellung von Wurst, Würstchen,
Hamburger, Kuchen, Keksen, Eiskrem, Snacks, Chips,
Margarine, Majonäse und Schokolade. Frittierte Nahrung ist
schlimmer als nur das Öl allein. Halte dich darum lieber an
Pflanzenfette, Olivenöl, Avokado, Nüsse, Mandeln,
Sonnenblumenkerne, Sesam, Tchina, Soja, leichte Margarine,
fettarme Milch, mageren Fisch, Geflügelfleisch ohne die Haut;
Pflanzenproteine wie in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten,
Nüssen. Natürlich alles im rechten Maße.
Meide Zucker. "Man esse nicht die für den Körper schlechten
Dinge, auch wenn sie dem Gaumen süß sind" (Sittenlehren,
3.Kap., Hal.2). Der Körper ist nicht frei für solche enormen
Mengen. Seine Systeme versagen, und der überschüssige
Zucker wird als Fett gespeichert. Außerdem verursacht er
Zahnfäule. Dieser Feind verhält sich wie ein Terrorist, der
überall auftauchen kann: Kuchen, Kekse, Waffeln, Eiskrem,
Snacks, Süßigkeiten, Schokolade, Brotaufstrich, Limonaden
(jedes Glas enthält ca. 5 Löffel Zucker). Übrigens sind
auch
Diät-Limonaden mit künstlichem Süßstoff nicht
gerade gesund.
Trinke Wasser, und im Laufe der Zeit wirst du merken, wie gut
es schmeckt. In der Zwischenzeit verdünne die Limonaden mit
Wasser, stufenweise immer mehr. Hüte dich auch vor braunem
Zucker, er ist fast so schädlich wie der weiße. Auch Honig.
Süßes Obst ist sicher gut - aber in Maßen.
Meide Salz. Es verursacht Bluthochdruck, Hirnschlag,
Krankheiten der Blutgefäße und der Nieren. Auch dieses Gift
findet sich besonders in industriell gefertigten Nahrungsmitteln:
Knäckebrot, Nudeln, Suppenpulver, Konserven, Wurstwaren,
Sojasoße, haltbar gemachte Säfte, Oliven und eingelegte
Gemüse, Salzgebäck, Knabberkram, Sardinen, Ketschup,
Räucherfisch und -fleisch, Salzkäse, Salzhering usw. Um die
Verbraucher zu täuschen, wird auf manchen Produkten nicht
Salz aufgeführt, sondern Natrium. Nur zur Information: 1 Gramm
"Natrium" entspricht 2,5 Gramm Salz. Kurz gesagt, Salz findet
sich fast überall, und dann wird noch Koch- und Tafelsalz
hinzugefügt. Kaufe deshalb, soweit wie möglich, salzarme
Nahrung, und streue nicht noch Salz auf die Wunden.
Iß Ballaststoffe. Unser großer Lehrer Maimonides schrieb,
"geschmeidige Eingeweide" leisten einen der Hauptbeiträge zur
Gesundheit des Menschen (4,14), d.h. eine regelmäßige
Verdauung. Iß darum Ballaststoffe, die den unverdaulichen Teil
der Nahrung bilden und durch ihr zusätzliches Volumen die
Verdauung fördern. Sie finden sich vor allem in Gemüse, Obst
und Schalen. Meide weißes Mehl, es enthält keine Mineralien,
keine Vitamine, keine Ballaststoffe, darum belastet es die
Verdauung und sättigt weniger. Iß lieber Vollkornbrot,
Vollkornreis sowie andere ungeschälte Getreidesorten.
Iß Obst. Es enthält Ballaststoffe, die die Verdauung fördern.
Aber Vorsicht - denk an den Zucker!
Iß viel Gemüse, vor allem rohes, und Salate, frisch oder
leicht
gedünstet, wenigstens zweimal am Tag. Sie enthalten viel
Ballaststoffe und Vitamine, aber wenig Kalorien.
Trink Wasser. Trink viel, mehrere Liter am Tag. Wassermangel
führt zu vielen Krankheiten, zuviel Wasser hat noch niemandem
geschadet. Trink auch, wenn du keinen Durst verspürst.
Wasser fördert die Verdauung. Halte dich aber von folgenden
Getränken fern: Alkohol, Kaffee, Tee, Cola und dergleichen.
Ausgewogene Ernährung: Alle diese Ratschläge sollen nur
einen ersten Anstoß geben, darum vertiefe dein Wissen, kaufe
dir ein Buch über richtige Ernährung und lerne es gründlich.
Erfinde keine Diäten, sondern berate dich mit Fachleuten. Laß
dich regelmäßig untersuchen, denn man braucht ausgewogene
Nahrung, die alle sechs Hauptbestandteile enthält: Alle
Vitamine, alle Mineralien, Ballaststoffe, Kohlehydrate, Fette und
Proteine. Nicht zu viel und nicht zu wenig.
Manche mögen sagen, 'Ihretwegen sollen wir ein Klosterleben
führen'... Stimmt nicht! Hier ist nicht von radikaler Umstellung
die Rede, sondern von langsamem Abgewöhnen der
schädlichen Nahrungsmittel, vor allem tierischer Fette, Zucker
und Salz. Gewöhne dich langsam an mehr Obst und Gemüse.
Gewöhne deine Kinder von Anfang an an richtige Ernährung.
Langsam aber sicher werden wir anfangen, den wunderbaren
Geschmack der einfachen Nahrungsmittel zu spüren, die G~tt in
seiner Welt schuf.
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