DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT WAJERA
Nr. 484
15. Marcheschwan 5765

Redaktion und Übersetzung der deutschen Ausgabe: R. Plaut
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AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was ist TOLERANZ wirklich?
Über die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das Gebot der Einwanderung nach Israel
Der Holocaust
DAS VOLK ISRAEL
Politik und Judentum
Die Tora und der Mensch
    oder "Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion "2000"- Israel und das Christentum
                          - Briefe der ehemaligen Oberrabbiner Israels
                          - Israelfreundliche Christen?
"Ich bin ein Palästinenser"
Die Sudeten von Palästina
König Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der Kampf um Israel
Wie man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn Erew Pessach auf Schabbat fällt

"Jerusalem Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim

AUF HEBRÄISCH:
"Schall und Ru'ach"
Kurze Vorträge von Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten Themen,
zum Zuhören online,
desgleichen auf Französich

Diese Woche in der Tora (Gen. 18,1-22,24):
Besuch der 3 Engel bei Awraham, Ankündigung Saras Sohn, 
Verhandlung mit G~tt über Sdom, Engel bei Lot, Vernichtung 
von Sdom und Amora, Lot und seine Töchter, Awraham und 
Sara bei Awimelech, Geburt Jizchaks, Vertreibung Hagars und 
Jischma'els, Bündnis mit Awimelech, Opferung 
Jizchaks/Widder, göttliches Versprechen zahlreicher 
Nachkommenschaft und Segen für alle Völker der Erde.
 
 
Am Schabbes-Tisch...

Die Größe der Gastfreundschaft

Rav Iti'el Ari'el
Gemeinderabbiner in Bet Schemesch

Das Gebot der Aufnahme von Gästen steht im Mittelpunkt 
unseres Wochenabschnittes, der mit Awrahams 
außergewöhnlicher Gastfreundschaft beginnt. Awraham sucht 
nach Gästen in größter Wüstenhitze und trotz gerade erfolgter 
Beschneidung, von der er noch nicht genesen ist. Danach zeigt 
Lot Gastfreundschaft, ganz im Gegensatz zu der in Sodom 
herrschenden Sitte, und am Ende lesen wir von der etwas 
gezwungenen Gastfreundschaft des Königs der Philister, 
Awimelech. Es sollte betont werden, daß wir diesen Begriff 
heute nicht ganz korrekt gebrauchen, denn in erster Linie 
besteht dieses Gebot nicht in der Bewirtung und Unterbringung 
eines geladenen Gastes, sondern vor allem in der Sorge um die 
Bedürfnisse einer zufällig durchreisenden Person, die weder 
Freunde noch Bekannte am Ort hat. 

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob dieses Gebot nicht 
Privatsache des jüdischen Volkes blieb, sondern auch von 
anderen Völkern angenommen wurde, die es mit großem 
Einsatz erfüllen, wie z.B. die Beduinen. Im Wochenabschnitt 
selbst wird erwähnt, wie Awraham alle Mitglieder seines 
Haushaltes in der Ausführung dieses Gebotes unterweist und 
selber darauf achtet, daß Sarah Brot für die Gäste backt und 
Ischma'el das Fleisch zubereitet, "um ihn zur Gebotserfüllung zu 
erziehen" (Raschi zu Gen. 18,7). Überhaupt bezeugt G~tt in 
dieser Sache über ihn: "Denn ich hab' ihn ersehen, daß er es 
hinterlasse seinen Söhnen und seinem Hause nach ihm, daß 
sie wahren den Weg des Ewigen, zu tun Gebühr und Recht" 
(V.19). Kein anderer Hausgenosse entfernte sich soweit von 
Awrahams Geiste wie Lot, und dennoch war ihm die 
Gastfreundschaft so in Fleisch und Blut übergegangen, daß er 
sich dafür sogar in Lebensgefahr brachte. 

Eine genauere Betrachtung führt allerdings zu einer 
Unterscheidung der Wesenszüge unseres Vorvaters Awraham 
von denen Ischma'els und Lots beim Umgang mit Gästen. Bei 
diesem Gebot kommt es nämlich auch auf die Beweggründe an, 
und nicht immer steht die Himmelsfurcht dahinter.

Zwar sind auch die Ischmaeliten für ihre großherzige 
Gastfreundschaft bekannt, doch scheint sie eher dem Gefühl 
der Ehre zu entspringen. Nach ihrem Weltbild gereicht es einem 
zur Ehre, einen Fremden als Gast in seinem Hause fürstlich zu 
bewirten und zu unterhalten, wobei die materiellen Bedürfnisse 
des Gastes naturgemäß im Vordergrund stehen und der 
Gastgeber seinen Wohlstand gebührlich demonstrieren kann. 
Gerade dieser "wilde Mensch" Ischma'el (Gen. 16,18), dem es 
ansonsten schwerfällt, geordnete und gleichberechtigte 
Beziehungen mit seinen Mitmenschen aufzubauen, fand sich so 
ein stilles Eckchen der Selbstverwirklichung, gegenüber seinen 
Gästen eine Beziehung der Abhängigkeit zu schaffen, die ihm 
dafür noch große Ehre erweisen. Auch in unserem eigenen 
Bekanntenkreise können wir solche Erscheinungen registrieren, 
wenn sich bei einer Familienfeier die Gastgeber im Lobe der 
Gäste sonnen und diese mit den erlesensten Dingen 
überschütten - und hinterher unter der finanziellen Last dieser 
Extravaganz zusammenbrechen. Man könnte meinen, es gebe 
keine bessere Erfüllung des Gebotes der Gastfreundschaft als 
diese, doch wenn das Streben nach Ehre dahintersteht, dann 
bringt es den Menschen aus der Welt und dieses wichtige 
Gebot aus seinem beabsichtigten Zusammenhang.

Auch bei Lot ist diese Eigenschaft mit einer gewissen 
Problematik behaftet, allerdings von anderer Seite. Wie der 
Kommentar Ha'emek Davar den Versen entnahm, bietet Lot 
seine Gastfreundschaft den Engeln nur wegen derer Wichtigkeit 
an und weil sie keine andere Übernachtungsmöglichkeit haben, 
denn sonst müßten sie die Nacht auf der Straße verbringen. 
Sein Gewissen befiehlt ihm, diesen bedeutenden Leuten eine 
Lösung anzubieten, denn ihr Stand läßt sie nicht wie einen 
einfachen Menschen auf den Straßen von Sodom übernachten. 
Allerdings beunruhigt ihn der Anblick von einfachen 
Obdachlosen in den Straßen keineswegs, die er nicht in sein 
Haus einlädt, denn er hat sich an den täglichen Anblick gewöhnt 
und hält diese Lage für eine passende Lösung ihres Problems. 
Seine Auffassung des Gebotes der Gastfreundschaft, eine 
angemessene Problemlösung zu finden, bringt ihn in die 
absurde Situation der Preisgabe seiner Töchter zugunsten der 
Unversehrtheit seiner Gäste, deren Schicksal ihn stärker 
beunruhigt als die Ehre seines eigenen Fleisch und Blutes. Es 
zeigt sich, daß dieser ästhetische Beweggrund für die 
Gastfreundschaft ganz und gar nicht in eine Welt von festen 
Grundwerten paßt.

Demgegenüber basiert Awrahams Einstellung zur 
Gastfreundschaft auf seinen besonderen Eigenschaften: "Gutes 
Auge, bescheidener Sinn und anspruchslose Seele" (Mischna 
"Sprüche der Väter" 5,22). Seine Fürsorge beruht auf dem 
wahrhaften Gefühl des Anteilnehmens, und er sieht in den 
Gästen echte Hausgenossen, wenn auch nur auf kurze Zeit. Die 
talmudischen Weisen betonten, daß sich seine Fürsorge nicht 
nur auf die materielle Seite beschränkte, vielmehr fühlte er auch 
eine Verantwortung für ihre spirituellen Bedürfnisse, ließ sie 
G~tt preisen und für das Essen danken, daß sie in seinem Haus 
verzehrten. 

In seiner Werteordnung "ist die Gastfreundschaft bedeutender 
als der Empfang der Göttlichkeit" (Schabbat 127a), weil der 
menschliche Kontakt mit einem sich zufällig einfindenden Gast 
als eine Art Offenbarung göttlicher Präsenz gilt (MaHaRaL, Gur 
Arje), und als treue Schüler haben wir diese Eigenschaft zu 
übernehmen, nämlich des "guten Auges" und der Teilnahme am 
Schicksal der vom Schicksal Benachteiligten, die auf unseren 
Tisch angewiesen sind.
 
 
 
HaRav Aviner

Zieh hin, nimm es ein!

Rav Schlomo Aviner
Oberrabbiner von Bet El und Rosch Jeschiwa von "Ateret Kohanim" in der Jerusalemer Altstadt

"Zieh hin, nimm es ein" (Dt. 1,21) - viele Kommentare gibt es zur 
Tora, Raschi, Nachmanides, usw., alle rein und heilig. Der 
Kommentar von Moscheh selber aber könnte wohl als der 
Kommentar gelten, weil er direkt von G~tt stammt. Dieser 
Kommentar befindet sich am Anfang des 5. Buches des 
Pentateuchs, dort steht nämlich: "Diesseits des Jordans im 
Lande Moaw begann Moscheh die Erläuterung dieser Lehre 
also:" (Dt. 1,5). Wir neigen unser Ohr zum Empfang der 
Erläuterung der Tora aus Moschehs Munde, und Folgendes 
vernehmen wir: "Der Ewige unser G~tt hat zu uns geredet am 
Chorew also: Lang genug habt ihr stille gelegen an diesem 
Berge" (V.6). Sicher ein sehr wichtiger Berg, denn dort erhielten 
wir die Tora, aber dennoch nicht unsere endgültige 
Bestimmung. Sondern: "Wendet euch und brechet auf, daß ihr 
zum Gebirge des Emori kommt, und zu all seinen Anwohnern in 
der Ebene, im Gebirge und in der Niederung, und im Südlande, 
und an der Meeresküste, in das Land des Kenaani, und zum 
Lewanon; bis zum großen Strome, dem Strome Prat" (V.7). 

Nun heißt es aufgepaßt!, es reicht nämlich nicht die einfache 
Anwesenheit im heiligen Lande unter der Herrschaft der 
jeweiligen Bewohner, seien es Emoriter oder Kana'aniter, 
Türken oder Briten, sondern: "Kommet und nehmet das Land 
ein" (V.8). Ihr müßt dort für eure nationalstaatliche Hoheit 
sorgen. "Zieh hin, nimm es ein... sei nicht furchtsam und nicht 
bang" (V.21). Ihr habt dieses Land vom Joch der Fremden zu 
befreien, die es okkupieren, denn dieses Land gehört ja nicht 
ihnen, sondern Diebesgut ist es in ihren Händen. Sie wohnten 
da nicht seit uralten Zeiten, sondern machten sich dort eines 
Tages breit. "..und der Ka'aniter war damals im Lande" (Gen. 
12,6) - "er war damit beschäftigt, das Land Israel den 
Nachkommen Schems zu entreißen; denn dieses war zum 
Anteil von Schem gefallen, als Noach seinen Söhnen die Erde 
verteilte; so heißt es (14,18) Malki Zedek, der König von 
Schalem (Jerusalem); darum sprach der Ewige zu Awram, 
deinen Nachkommen werde ich dieses Land geben; ich werde 
es einst deinen Kindern, die zu den Nachkommen Schems 
gehören, wieder zurückgeben" (Raschi). Nur daß sich die 
Räuber inzwischen an unser Land gewöhnt hatten, eine üble 
Gewohnheit - aber was soll nun aus ihnen werden? Jehoschua 
ben Nun, der Schüler unseres Lehrers Moscheh, bot ihnen drei 
Möglichkeiten: "Drei Sendschreiben schickte Jehoschua vor 
dem Eintritt ins Land: 1. Wer weglaufen will, laufe fort. 2. Wer 
Frieden schließen will, kann Frieden schließen. 3. Wer Krieg 
führen will, tue dies" (Maimonides, Gesetze von Königen und 
Kriegen, 6.Kap., Hal.1-5, nach Talmud jeruschalmi, Schwi'it 
6,1).

Das bedeutet, Grundvoraussetzung für Verhandlungen um das 
Land: Es gibt keine Verhandlungen um das Land! Denn dieses 
Land gehört uns. Dieses Land gab uns G~tt, gab es unseren 
Vorvätern Awraham, Jizchak und Jakov, und nicht Ali, Achmed 
oder Mustafa. 

Wenn das klar ist, besteht auch die Möglichkeit von 
Friedensverhandlungen, sogar mit jenen Leuten, die sich an die 
Anwesenheit in diesem nicht ihnen gehörendem Lande gewöhnt 
haben. Und wie sehen die Friedensbedingungen aus? Sie 
müssen sich der Staatshoheit Israels unterwerfen (Maimonides, 
ebda. Hal.1). D.h., wenn sie ein Land für sich selber suchen - 
nicht hier! Wenn sie einen Zweivölkerstaat wollen - nicht hier! 
Sie haben hier in der Gegend zwanzig eigene Nationalstaaten - 
das reicht! Diese Staaten erstrecken sich über 14 Millionen 
Quadratkilometer - 500mal die Fläche Israels. Unter anderem 
besitzen sie einen größeren Staat als unseren, nämlich 
Jordanien, das nach der Tora, moralisch und historisch uns 
gehört, und sogar nach der Balfour-Erklärung, der Grundlage für 
die San-Remo Entscheidung, die zum Mandat des 
Völkerbundes für die Briten führte. Gleich nach dem Erhalt des 
Mandates, den Juden eine nationale Heimstatt in Palästina 
einzurichten, hatten die Briten nichts Besseres zu tun als 75% 
des Gebietes für ihre eigenen Zwecke ohne internationale 
Erlaubnis abzutrennen. Die Bevölkerung von Jordanien, 
flächenmäßig dreimal so groß wie der Staat Israel, besteht zu 
90% aus Palästinensern, und seine Flagge trägt die Farben 
Palästinas, unter Hinzufügung der haschemitischen Krone. 

Dieser Landraub schmerzt uns sehr, und wir haben uns nicht 
damit abgefunden. Darum werden wir erst recht nicht einem 
weiteren Landraub zustimmen! Was für eine krumme Tour: Erst 
rauben, dann morden, und dann wieder rauben!

Darum sagen wir zu den fremden Gästen, die in unserer Mitte 
weilen: Wenn ihr in unserem Lande ruhig leben wollt, die 
Gesetze hütet, Steuern zahlt, Zivildienst leistet und euch ganz 
allgemein verhaltet, wie es sich für Gäste gehört - dann dürft ihr 
euch hier aufhalten mit einem Status ähnlich dem des Ger 
Toschaw (religionsgesetzliche Bezeichnung für einen 
Nichtjuden, der die Bedingungen zum Wohnen in Israel erfüllt). 
Obwohl der Status Ger Toschaw heute nicht anwendbar ist, gibt 
es einen ähnlichen Status, der den Aufenthalt im Lande erlaubt 
(Maimonides, Gesetze vom Götzendienst 10,6, RaAwaD, 
Kessef Mischne).

Noch eine Bedingung gibt es: Das Verbot des Götzendienstes. 
Schon unser Vorvater Awraham war ein großer Kämpfer gegen 
den Götzendienst, und wir können dieses Greuel nicht dulden in 
unserem Lande. Zwar verlangen einige der früheren 
halachischen Autoritäten die Einhaltung aller sieben 
noachidischen Gebote, wir halten es jedoch mit jenen, zu denen 
auch unsere Lehrer Rabbiner Awraham Jizchak und Zwi Jehuda 
Kuk zählen, die nur die Absage an den Götzendienst zur 
Bedingung machen (Mischpat Kohen). Darum haben die 
diversen christlichen Sekten, und schon gar nicht Missionare, 
die Anhänger der "Religion der Liebe", in deren Namen 
Millionen unserer Brüder unter unsäglichen Qualen ermordet 
wurden, einen Platz bei uns. 

Das ist das Prinzip: Wenn ihr keine Götzen anbetet und die 
Gesetze unseres Staates akzeptiert, könnt ihr bei uns als Gäste 
wohnen, und wir werden euch menschlich behandeln, weit 
besser, als euch irgendwo anders auf der Welt widerfahren 
würde.

Wenn ihr aber vorhabt, uns in unserem Lande zu stören, mit 
Terror und Mord, dann werden wir euch nicht nachgeben! Dann 
werden wir euch bis aufs Letzte bekämpfen, um die Seele 
unseres Volkes und unseres Landes zu erhalten. Sind wir doch 
seit ehedem vorgewarnt: "Wenn ihr aber nicht die Bewohner 
des Landes vor euch austreiben werdet, so werden die, die ihr 
verschonet von ihnen, zu Dornen in euren Augen, und zu 
Stacheln in euren Seiten, und sie werden euch befeinden in 
dem Lande, in welchem ihr wohnet" (Num. 33,55).

In diesem Falle bleibt euch nichts anderes übrig, als euch in 
eines eurer zwanzig Länder zu begeben, besonders in das uns 
gestohlene Nachbarland. Eines müßt ihr euch nämlich 
einfürallemal klarmachen: Dieses Land gehört uns, dieser Staat 
gehört uns, denn es ist der Judenstaat, wie Herzl sich 
ausdrückte, der Fahnenträger unserer nationalen 
Wiedererstehung; das ist ein jüdischer Staat, der Staat des 
jüdischen Volkes, der Staat Israel! Das ist ein wichtiger Punkt, 
mit wissenschaftlicher, philosophischer, über jede Frage 
erhabenen Perspektive: dieses Land heißt "Staat Israel", denn 
es ist der Staat des Volkes Israel.

Übrigens Raschi, der große Torakommentator, vertrat die 
Lehrmeinung, daß es in unserem Lande überhaupt keinen 
Raum für Nichtjuden gebe (zu Num. 33,53), und nur ein Ger 
Zedek, ein hundertprozentiger Konvertit, hier seinen Platz 
finden kann. Doch unsere großen Lehrmeister Rabbiner Kuk 
senior und junior entschieden gemäß Nachmanides (siehe 
Kommentar zum Buch der Gebote des Maimonides, Zusatz 
Nr.4), daß auch ein Nichtjude unter bestimmten Bedingungen 
als Gast im Lande wohnen dürfe. - Und wenn nicht, wenn ihr 
uns das Leben schwermachen wollt, so hebt euch hinweg, oder 
wenn ihr hier euren eigenen Staat aufmachen wollt, dann hebt 
euch hinweg. Wir werden euch auch nicht eure Besitztümer 
wegnehmen, so wie ihr es mit vielen Juden tatet, die aus euren 
Ländern einwanderten. 

Zwei Worte sagen alles: Staat Israel.
 

Weitere Kommentare von Rabbiner Schlomo Aviner zu aktuellen Themen auf hebräisch im Internet (audio/online):
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