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DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN
IN ISRAEL
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT WAJERA
Nr. 484
15. Marcheschwan 5765
Redaktion und Übersetzung der deutschen
Ausgabe: R. Plaut
Telefax: (+972 2) 6519 780
e-mail: kimizion@012.net.il
separate Homepage:
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-Archiv der
"Betrachtungen"
-Kostenloser Antwortservice "Frag'
den Rabbi" auf deutsch
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als die Machon-Meir-Seite
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der ehemaligen Oberrabbiner
Israels
- Israelfreundliche Christen?
"Ich
bin ein Palästinenser"
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online,
desgleichen auf Französich
Diese Woche in der Tora (Gen. 18,1-22,24):
Besuch der 3 Engel bei Awraham, Ankündigung
Saras Sohn,
Verhandlung mit G~tt über Sdom, Engel
bei Lot, Vernichtung
von Sdom und Amora, Lot und seine Töchter,
Awraham und
Sara bei Awimelech, Geburt Jizchaks, Vertreibung
Hagars und
Jischma'els, Bündnis mit Awimelech,
Opferung
Jizchaks/Widder, göttliches Versprechen
zahlreicher
Nachkommenschaft und Segen für alle
Völker der Erde.
| Am
Schabbes-Tisch...
Die Größe
der Gastfreundschaft
Rav Iti'el Ari'el
Gemeinderabbiner in Bet Schemesch |
Das Gebot der Aufnahme von Gästen steht im Mittelpunkt
unseres Wochenabschnittes, der mit Awrahams
außergewöhnlicher Gastfreundschaft beginnt. Awraham sucht
nach Gästen in größter Wüstenhitze und trotz gerade
erfolgter
Beschneidung, von der er noch nicht genesen ist. Danach zeigt
Lot Gastfreundschaft, ganz im Gegensatz zu der in Sodom
herrschenden Sitte, und am Ende lesen wir von der etwas
gezwungenen Gastfreundschaft des Königs der Philister,
Awimelech. Es sollte betont werden, daß wir diesen Begriff
heute nicht ganz korrekt gebrauchen, denn in erster Linie
besteht dieses Gebot nicht in der Bewirtung und Unterbringung
eines geladenen Gastes, sondern vor allem in der Sorge um die
Bedürfnisse einer zufällig durchreisenden Person, die weder
Freunde noch Bekannte am Ort hat.
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob dieses Gebot nicht
Privatsache des jüdischen Volkes blieb, sondern auch von
anderen Völkern angenommen wurde, die es mit großem
Einsatz erfüllen, wie z.B. die Beduinen. Im Wochenabschnitt
selbst wird erwähnt, wie Awraham alle Mitglieder seines
Haushaltes in der Ausführung dieses Gebotes unterweist und
selber darauf achtet, daß Sarah Brot für die Gäste
backt und
Ischma'el das Fleisch zubereitet, "um ihn zur Gebotserfüllung
zu
erziehen" (Raschi zu Gen. 18,7). Überhaupt bezeugt G~tt in
dieser Sache über ihn: "Denn ich hab' ihn ersehen, daß er
es
hinterlasse seinen Söhnen und seinem Hause nach ihm, daß
sie wahren den Weg des Ewigen, zu tun Gebühr und Recht"
(V.19). Kein anderer Hausgenosse entfernte sich soweit von
Awrahams Geiste wie Lot, und dennoch war ihm die
Gastfreundschaft so in Fleisch und Blut übergegangen, daß
er
sich dafür sogar in Lebensgefahr brachte.
Eine genauere Betrachtung führt allerdings zu einer
Unterscheidung der Wesenszüge unseres Vorvaters Awraham
von denen Ischma'els und Lots beim Umgang mit Gästen. Bei
diesem Gebot kommt es nämlich auch auf die Beweggründe an,
und nicht immer steht die Himmelsfurcht dahinter.
Zwar sind auch die Ischmaeliten für ihre großherzige
Gastfreundschaft bekannt, doch scheint sie eher dem Gefühl
der Ehre zu entspringen. Nach ihrem Weltbild gereicht es einem
zur Ehre, einen Fremden als Gast in seinem Hause fürstlich zu
bewirten und zu unterhalten, wobei die materiellen Bedürfnisse
des Gastes naturgemäß im Vordergrund stehen und der
Gastgeber seinen Wohlstand gebührlich demonstrieren kann.
Gerade dieser "wilde Mensch" Ischma'el (Gen. 16,18), dem es
ansonsten schwerfällt, geordnete und gleichberechtigte
Beziehungen mit seinen Mitmenschen aufzubauen, fand sich so
ein stilles Eckchen der Selbstverwirklichung, gegenüber seinen
Gästen eine Beziehung der Abhängigkeit zu schaffen, die ihm
dafür noch große Ehre erweisen. Auch in unserem eigenen
Bekanntenkreise können wir solche Erscheinungen registrieren,
wenn sich bei einer Familienfeier die Gastgeber im Lobe der
Gäste sonnen und diese mit den erlesensten Dingen
überschütten - und hinterher unter der finanziellen Last
dieser
Extravaganz zusammenbrechen. Man könnte meinen, es gebe
keine bessere Erfüllung des Gebotes der Gastfreundschaft als
diese, doch wenn das Streben nach Ehre dahintersteht, dann
bringt es den Menschen aus der Welt und dieses wichtige
Gebot aus seinem beabsichtigten Zusammenhang.
Auch bei Lot ist diese Eigenschaft mit einer gewissen
Problematik behaftet, allerdings von anderer Seite. Wie der
Kommentar Ha'emek Davar den Versen entnahm, bietet Lot
seine Gastfreundschaft den Engeln nur wegen derer Wichtigkeit
an und weil sie keine andere Übernachtungsmöglichkeit haben,
denn sonst müßten sie die Nacht auf der Straße verbringen.
Sein Gewissen befiehlt ihm, diesen bedeutenden Leuten eine
Lösung anzubieten, denn ihr Stand läßt sie nicht wie
einen
einfachen Menschen auf den Straßen von Sodom übernachten.
Allerdings beunruhigt ihn der Anblick von einfachen
Obdachlosen in den Straßen keineswegs, die er nicht in sein
Haus einlädt, denn er hat sich an den täglichen Anblick gewöhnt
und hält diese Lage für eine passende Lösung ihres Problems.
Seine Auffassung des Gebotes der Gastfreundschaft, eine
angemessene Problemlösung zu finden, bringt ihn in die
absurde Situation der Preisgabe seiner Töchter zugunsten der
Unversehrtheit seiner Gäste, deren Schicksal ihn stärker
beunruhigt als die Ehre seines eigenen Fleisch und Blutes. Es
zeigt sich, daß dieser ästhetische Beweggrund für die
Gastfreundschaft ganz und gar nicht in eine Welt von festen
Grundwerten paßt.
Demgegenüber basiert Awrahams Einstellung zur
Gastfreundschaft auf seinen besonderen Eigenschaften: "Gutes
Auge, bescheidener Sinn und anspruchslose Seele" (Mischna
"Sprüche der Väter" 5,22). Seine Fürsorge beruht auf
dem
wahrhaften Gefühl des Anteilnehmens, und er sieht in den
Gästen echte Hausgenossen, wenn auch nur auf kurze Zeit. Die
talmudischen Weisen betonten, daß sich seine Fürsorge nicht
nur auf die materielle Seite beschränkte, vielmehr fühlte
er auch
eine Verantwortung für ihre spirituellen Bedürfnisse, ließ
sie
G~tt preisen und für das Essen danken, daß sie in seinem
Haus
verzehrten.
In seiner Werteordnung "ist die Gastfreundschaft bedeutender
als der Empfang der Göttlichkeit" (Schabbat 127a), weil der
menschliche Kontakt mit einem sich zufällig einfindenden Gast
als eine Art Offenbarung göttlicher Präsenz gilt (MaHaRaL,
Gur
Arje), und als treue Schüler haben wir diese Eigenschaft
zu
übernehmen, nämlich des "guten Auges" und der Teilnahme am
Schicksal der vom Schicksal Benachteiligten, die auf unseren
Tisch angewiesen sind.
| HaRav
Aviner
Zieh hin, nimm
es ein!
Rav Schlomo Aviner
Oberrabbiner von Bet El und Rosch Jeschiwa
von "Ateret Kohanim" in der Jerusalemer Altstadt |
 |
"Zieh hin, nimm es ein" (Dt. 1,21) - viele Kommentare gibt es zur
Tora, Raschi, Nachmanides, usw., alle rein und heilig. Der
Kommentar von Moscheh selber aber könnte wohl als der
Kommentar gelten, weil er direkt von G~tt stammt. Dieser
Kommentar befindet sich am Anfang des 5. Buches des
Pentateuchs, dort steht nämlich: "Diesseits des Jordans im
Lande Moaw begann Moscheh die Erläuterung dieser Lehre
also:" (Dt. 1,5). Wir neigen unser Ohr zum Empfang der
Erläuterung der Tora aus Moschehs Munde, und Folgendes
vernehmen wir: "Der Ewige unser G~tt hat zu uns geredet am
Chorew also: Lang genug habt ihr stille gelegen an diesem
Berge" (V.6). Sicher ein sehr wichtiger Berg, denn dort erhielten
wir die Tora, aber dennoch nicht unsere endgültige
Bestimmung. Sondern: "Wendet euch und brechet auf, daß
ihr
zum Gebirge des Emori kommt, und zu all seinen Anwohnern in
der Ebene, im Gebirge und in der Niederung, und im Südlande,
und an der Meeresküste, in das Land des Kenaani, und zum
Lewanon; bis zum großen Strome, dem Strome Prat" (V.7).
Nun heißt es aufgepaßt!, es reicht nämlich nicht die
einfache
Anwesenheit im heiligen Lande unter der Herrschaft der
jeweiligen Bewohner, seien es Emoriter oder Kana'aniter,
Türken oder Briten, sondern: "Kommet und nehmet das Land
ein" (V.8). Ihr müßt dort für eure nationalstaatliche
Hoheit
sorgen. "Zieh hin, nimm es ein... sei nicht furchtsam und nicht
bang" (V.21). Ihr habt dieses Land vom Joch der Fremden zu
befreien, die es okkupieren, denn dieses Land gehört ja nicht
ihnen, sondern Diebesgut ist es in ihren Händen. Sie wohnten
da nicht seit uralten Zeiten, sondern machten sich dort eines
Tages breit. "..und der Ka'aniter war damals im Lande" (Gen.
12,6) - "er war damit beschäftigt, das Land Israel den
Nachkommen Schems zu entreißen; denn dieses war zum
Anteil von Schem gefallen, als Noach seinen Söhnen die Erde
verteilte; so heißt es (14,18) Malki Zedek, der König
von
Schalem (Jerusalem); darum sprach der Ewige zu Awram,
deinen Nachkommen werde ich dieses Land geben; ich werde
es einst deinen Kindern, die zu den Nachkommen Schems
gehören, wieder zurückgeben" (Raschi). Nur daß sich
die
Räuber inzwischen an unser Land gewöhnt hatten, eine üble
Gewohnheit - aber was soll nun aus ihnen werden? Jehoschua
ben Nun, der Schüler unseres Lehrers Moscheh, bot ihnen drei
Möglichkeiten: "Drei Sendschreiben schickte Jehoschua vor
dem Eintritt ins Land: 1. Wer weglaufen will, laufe fort. 2. Wer
Frieden schließen will, kann Frieden schließen. 3. Wer
Krieg
führen will, tue dies" (Maimonides, Gesetze von Königen und
Kriegen, 6.Kap., Hal.1-5, nach Talmud jeruschalmi, Schwi'it
6,1).
Das bedeutet, Grundvoraussetzung für Verhandlungen um das
Land: Es gibt keine Verhandlungen um das Land! Denn dieses
Land gehört uns. Dieses Land gab uns G~tt, gab es unseren
Vorvätern Awraham, Jizchak und Jakov, und nicht Ali, Achmed
oder Mustafa.
Wenn das klar ist, besteht auch die Möglichkeit von
Friedensverhandlungen, sogar mit jenen Leuten, die sich an die
Anwesenheit in diesem nicht ihnen gehörendem Lande gewöhnt
haben. Und wie sehen die Friedensbedingungen aus? Sie
müssen sich der Staatshoheit Israels unterwerfen (Maimonides,
ebda. Hal.1). D.h., wenn sie ein Land für sich selber suchen -
nicht hier! Wenn sie einen Zweivölkerstaat wollen - nicht hier!
Sie haben hier in der Gegend zwanzig eigene Nationalstaaten -
das reicht! Diese Staaten erstrecken sich über 14 Millionen
Quadratkilometer - 500mal die Fläche Israels. Unter anderem
besitzen sie einen größeren Staat als unseren, nämlich
Jordanien, das nach der Tora, moralisch und historisch uns
gehört, und sogar nach der Balfour-Erklärung, der Grundlage
für
die San-Remo Entscheidung, die zum Mandat des
Völkerbundes für die Briten führte. Gleich nach dem
Erhalt des
Mandates, den Juden eine nationale Heimstatt in Palästina
einzurichten, hatten die Briten nichts Besseres zu tun als 75%
des Gebietes für ihre eigenen Zwecke ohne internationale
Erlaubnis abzutrennen. Die Bevölkerung von Jordanien,
flächenmäßig dreimal so groß wie der Staat Israel,
besteht zu
90% aus Palästinensern, und seine Flagge trägt die Farben
Palästinas, unter Hinzufügung der haschemitischen Krone.
Dieser Landraub schmerzt uns sehr, und wir haben uns nicht
damit abgefunden. Darum werden wir erst recht nicht einem
weiteren Landraub zustimmen! Was für eine krumme Tour: Erst
rauben, dann morden, und dann wieder rauben!
Darum sagen wir zu den fremden Gästen, die in unserer Mitte
weilen: Wenn ihr in unserem Lande ruhig leben wollt, die
Gesetze hütet, Steuern zahlt, Zivildienst leistet und euch ganz
allgemein verhaltet, wie es sich für Gäste gehört -
dann dürft ihr
euch hier aufhalten mit einem Status ähnlich dem des Ger
Toschaw (religionsgesetzliche Bezeichnung für einen
Nichtjuden, der die Bedingungen zum Wohnen in Israel erfüllt).
Obwohl der Status Ger Toschaw heute nicht anwendbar ist, gibt
es einen ähnlichen Status, der den Aufenthalt im Lande erlaubt
(Maimonides, Gesetze vom Götzendienst 10,6, RaAwaD,
Kessef Mischne).
Noch eine Bedingung gibt es: Das Verbot des Götzendienstes.
Schon unser Vorvater Awraham war ein großer Kämpfer gegen
den Götzendienst, und wir können dieses Greuel nicht dulden
in
unserem Lande. Zwar verlangen einige der früheren
halachischen Autoritäten die Einhaltung aller sieben
noachidischen Gebote, wir halten es jedoch mit jenen, zu denen
auch unsere Lehrer Rabbiner Awraham Jizchak und Zwi Jehuda
Kuk zählen, die nur die Absage an den Götzendienst zur
Bedingung machen (Mischpat Kohen). Darum haben die
diversen christlichen Sekten, und schon gar nicht Missionare,
die Anhänger der "Religion der Liebe", in deren Namen
Millionen unserer Brüder unter unsäglichen Qualen ermordet
wurden, einen Platz bei uns.
Das ist das Prinzip: Wenn ihr keine Götzen anbetet und die
Gesetze unseres Staates akzeptiert, könnt ihr bei uns als Gäste
wohnen, und wir werden euch menschlich behandeln, weit
besser, als euch irgendwo anders auf der Welt widerfahren
würde.
Wenn ihr aber vorhabt, uns in unserem Lande zu stören, mit
Terror und Mord, dann werden wir euch nicht nachgeben! Dann
werden wir euch bis aufs Letzte bekämpfen, um die Seele
unseres Volkes und unseres Landes zu erhalten. Sind wir doch
seit ehedem vorgewarnt: "Wenn ihr aber nicht die Bewohner
des Landes vor euch austreiben werdet, so werden die, die ihr
verschonet von ihnen, zu Dornen in euren Augen, und zu
Stacheln in euren Seiten, und sie werden euch befeinden in
dem Lande, in welchem ihr wohnet" (Num. 33,55).
In diesem Falle bleibt euch nichts anderes übrig, als euch in
eines eurer zwanzig Länder zu begeben, besonders in das uns
gestohlene Nachbarland. Eines müßt ihr euch nämlich
einfürallemal klarmachen: Dieses Land gehört uns, dieser
Staat
gehört uns, denn es ist der Judenstaat, wie Herzl sich
ausdrückte, der Fahnenträger unserer nationalen
Wiedererstehung; das ist ein jüdischer Staat, der Staat des
jüdischen Volkes, der Staat Israel! Das ist ein wichtiger Punkt,
mit wissenschaftlicher, philosophischer, über jede Frage
erhabenen Perspektive: dieses Land heißt "Staat Israel", denn
es ist der Staat des Volkes Israel.
Übrigens Raschi, der große Torakommentator, vertrat die
Lehrmeinung, daß es in unserem Lande überhaupt keinen
Raum für Nichtjuden gebe (zu Num. 33,53), und nur ein Ger
Zedek, ein hundertprozentiger Konvertit, hier seinen Platz
finden kann. Doch unsere großen Lehrmeister Rabbiner Kuk
senior und junior entschieden gemäß Nachmanides (siehe
Kommentar zum Buch der Gebote des Maimonides, Zusatz
Nr.4), daß auch ein Nichtjude unter bestimmten Bedingungen
als Gast im Lande wohnen dürfe. - Und wenn nicht, wenn ihr
uns das Leben schwermachen wollt, so hebt euch hinweg, oder
wenn ihr hier euren eigenen Staat aufmachen wollt, dann hebt
euch hinweg. Wir werden euch auch nicht eure Besitztümer
wegnehmen, so wie ihr es mit vielen Juden tatet, die aus euren
Ländern einwanderten.
Zwei Worte sagen alles: Staat Israel.
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