DAS ZENTRUM FÜR
JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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Anschrift: Sderot Hame'iri 2, Kirjat Mosche
IL - 91032 Jerusalem ISRAEL Tel. +972 2 6511906 Fax +972 2 6514820 http://www.machonmeir.org.il |
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Ausgabe: R. Plaut
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-Archiv der
"Betrachtungen"
-Kostenloser Antwortservice "Frag'
den Rabbi" auf deutsch
-früher aktualisiert (update)
als die Machon-Meir-Seite
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
SCHABBAT CHOL HAMO'ED
SUKKOT
Nr. 480
17. Tischri 5765
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der ehemaligen Oberrabbiner
Israels
- Israelfreundliche Christen?
"Ich
bin ein Palästinenser"
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online,
desgleichen auf Französich
| Am
Jontef-Tisch...
Vollendete Tatsachen? Rav Se'ev Karov
|
Sukkot ist das Fest des Glaubens. Die Sukka (Laubhütte) heißt
in der aramäischen Bibelübersetzung "Schatten des Glaubens".
Viele Menschen glauben an einen Schöpfer. Aus den ab und zu
veröffentlichten Meinungsumfragen, die meist vor Jom Kippur
erscheinen, geht hervor, daß etwa neunzig Prozent an den
Schöpfer der Welt glauben.
Die Frage lautet allerdings, welche Bedeutung dieser Glauben
für die Menschen hat und wie er deren tägliches Leben
beeinflußt. Das Wunder des Lebens und die innigliche
Verbindung des Menschen mit dem Schöpfer lassen den
Menschen glauben, daß die Welt nicht durch Zufall entstand.
Dieser Schluß führt aber nicht zu einer weitergehenden Klärung
des Ausmaßes göttlicher Vorsehung über uns in jedem
Moment.
Der Mensch möchte sein Leben von jeder Abhängigkeit und
verpflichtenden Bindung befreit sehen. Natürlich erwartet er in
Zeiten der Not die Hilfe G~ttes. Im täglichen Leben, und
besonders, wenn ihm alles zu gelingen scheint, ist dem
Menschen allerdings die Vorstellung angenehmer, alles hänge
nur von ihm alleine ab. Wie es in der Schrift heißt: "Daß
nicht,
wenn du issest und satt wirst, und schöne Häuser bauest und
bewohnest... dein Herz sich erhebe und du vergessest den
Ewigen deinen G~tt" (Dt. 8,12/14).
Das Laubhüttenfest will uns zu einer Intensität des Glaubens
erziehen, die jeden Moment unseres Lebens durchdringt. Zwei
Gebote dieses Festes zielen auf diese Erziehung ab. Das Gebot
der Sukka klärt über die Quelle der Existenz und der
Lebenskraft des Menschen auf. Man sagt ihm: "Verlasse deine
feste Wohnung und ziehe in eine zeitweilige Wohnung". Die
feste Wohnung gibt dem Menschen ein Gefühl von Schutz und
Sicherheit, als ob sein Leben in unabänderlichen Bahnen
verlaufe. Wer eine feste Wohnung hat, fühlt sich als "Herr im
Hause", er entscheidet, wer hereinkommt und wer hinausgeht,
und er führt die Aufsicht über alle Dinge. Der Umzug in eine
zeitweilige Wohnung macht ihm die Grenzen seiner Macht
bewußt und seine Abhängigkeit vom Schöpfer der Welt.
Gerade
als Hauseigentümer sollte sich der Mensch daran erinnern, daß
Zeitweiligkeit und Beständigkeit vom Schöpfer bestimmt werden
und nicht vom Menschen. Das eigene Haus ist seine kleine
Welt und kann ihn zu der Einbildung verführen, er sei der Herr
der Welt. Darum erinnert man ihn daran, wer Israel aus Ägypten
führte und das jüdische Volk als unabänderliche Erscheinung
wollte, eine ewige Erscheinung, und dieser Jemand tut dies
auch in der Wüste, an einem zeitweiligen Aufenthaltsort.
Auch das Gebot vom Lulaw (+Etrog+Myrte+Bachweide) lehrt
den Menschen, auf wen er sich verlassen kann und wer seinem
Leben Beständigkeit verleiht. Die Erntezeit ist eine Periode des
"wenn du issest und satt wirst", was einen zum Gefühl des
"meine Kraft und die Stärke meiner Hand hat mir all dies
Vermögen geschafft" (Dt. 8,17) verführen kann, dann "vergißt
du den Ewigen deinen G~tt" (s.o.), und man hält diesen Zustand
für normal und dauerhaft. Darum nehmen wir diese vier
verschiedenen Gewächse in die Hand und geben zu, daß alles
von G~tt stammt.
Heutzutage hören wir häufig von "unwiderruflichen" Vorgängen.
Als wir uns im Zuge der Abkommen aus den Städten Ramalla,
Gasa, Kalkilia usw. zurückzogen, meinten viele, wir würden
nie
mehr dorthin zurückkehren. Nur wenige Jahre später befindet
sich unsere Armee wieder vor Ort und unternimmt die
notwendigen Schritte. Auch heute glauben manche, die
"Abtrennung" vom Gasastreifen sei ein unwiderruflicher Prozeß.
Es gibt aber einen "Hausherrn" der Welt. 2000 Jahre lang waren
wir nicht im Lande Israel, in Jerusalem, in Haifa, in Bet El usw.,
und sind zurückgekehrt. Auch die geplante "Abtrennung", falls
sie verwirklicht werden sollte, ist umkehrbar. Der einzige
unwiderrufliche Prozeß ist der göttliche Wille. Wenn
der Herr
der Welt auf "zweitausend Jahre des messianischen Zeitalters"
(Sanhedrin 97a) entschied, dann wird es so sein, ob uns die
Sache wahrscheinlich vorkommt oder nicht. Wenn der Herr der
Welt entschied, daß das jüdische Volk in sein Land zurückkehrt,
dann ist das ein unwiderruflicher Vorgang, der nicht von den
Launen irgendeines Ministerpräsidenten abhängt.
In gewisser Hinsicht könnte man sagen, das Laubhüttenfest
gehört zu den heute besonders relevanten Feiertagen. Wir
leben in einer Zeit des Überflusses, in der zahllose Autos den
Asphalt des Landes bedecken, in der jedes Dorf über ein
Einkaufszentrum verfügt, obwohl die wirtschaftliche Lage als
nicht besonders rosig eingestuft wird. In einer Zeit, in der
Zeitungsjournalisten diktieren, welche Vorgänge widerruflich
oder unwiderruflich seien, ist es uns geboten, in eine temporäre
Wohnung umzuziehen und daran zu denken, was wirklich
widerruflich und unwiderruflich ist und wer über diese Dinge
entscheidet.
Der Schöpfer der Welt machte das Volk Israel zum Volk der
Ewigkeit, und darum führten und führen alle Versuche zu nichts,
es aus der Welt zu schaffen. Der Herr der Welt brachte uns
zum dritten Male in unser Land in einer Erlösung, nach der es
kein weiteres Exil gibt - und das ist ein unwiderruflicher
Vorgang.
| HaRav
Aviner
Nur für das Land Israel Rav Schlomo Aviner
|
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Wie schön, daß es gerade uns vergönnt war, nach Zion
zurückzukehren - und um unser eigenes Land streiten zu
können. Natürlich streitet nicht jeder Einzelne um sein privates
Eigenheim, denn das kann er sich ja ohne weiteres an einem
anderen Ort besorgen, sondern um das Land Israel streiten wir,
oder vielmehr, genauer gesagt, um die große Mitzwa der
Besiedlung des Landes durch das jüdische Volk, beinahe die
einzige Mitzwa des Volkes in Zion, das so häufig Krisen
durchmacht und sich trotzdem immer noch zurückhält, die Tora
in ihrer Gänze zu erfüllen. Ein Gebot allerdings erfüllt
das ganze
Volk in Zion, nämlich genau diese Besiedlung des Landes
Israel. Schon über 120 Jahre opfert sich für dieses Gebot
das
ganze Haus Israel auf - durch Alija, Bearbeitung des Bodens
und Dienst in der Armee, und ständig müssen wir darum
kämpfen, daß uns diese Mitzwa nicht weggenommen wird. Sie
ist nicht einfach eine Mitzwa wie viele andere, sondern wiegt
die ganze Tora auf, denn dieses Gebot des Landes Israel
bedeutet auch die langsame Rückkehr des Volkes Israel zu
seiner Tora, die Liebe zu den Geschöpfen wie auch die
Erziehung. Und wie bei der ersten Rückkehr nach Zion Amalek
kam, "der dich traf auf dem Wege" (Dt. 25,18) - "er hat dich
abgekühlt" (Raschi), so gibt es auch in unseren Tagen Leute,
die unsere Begeisterung für dieses Gebot abkühlen wollen.
Darum müssen wir uns und das Volk in Zion wieder dafür
erwärmen, wie der "Sefat Emet" (Torakommentar) zu Parschat
Schelach schreibt, das Land Israel werde "mit Begeisterung und
Mühe erworben". Hier ist nicht die Rede von einer leichten
Mitzwa, sondern einer sehr schweren, doch mit genügender
Begeisterung erfüllt man sie mit Freude. Nur ohne Begeisterung
fällt sie schwer. So wie bei der Ehe, da gibt es ein Verbot, sich
eine Frau anzutrauen, bevor man sie gesehen hat (Kiduschin
41a). Wenn die Eheleute einander nicht liebhaben, fällt das
Zusammenleben schwer. Man kann niemanden zur Ehe
zwingen, ebenso kann man niemanden zur Liebe des Landes
Israel zwingen - aber wohl ihn dazu verführen: "Du hast mich
beredet, Ewiger, und ich ließ mich bereden" (Jirmijahu 20,7).
Rabbiner Awraham Jizchak Kuk (erster Oberrabbiner Israels)
schrieb dazu: "Manche fragen, weswegen unserer Generation
die Erlösung vergönnt ist, und die Antwort ist einfach, weil
sie
sich mit der größten aller Mitzwot beschäftigte, der
Mitzwa, die
die ganze Tora aufwiegt, d.h., weil sie sich mit der Erlösung
Israels beschäftigte. Und nicht nur beschäftigte, sondern
beschäftigt und ohne Unterlaß mit seiner Erlösung beschäftigen
wird, und diese göttliche Kraft erhöht sie und macht sie
erhaben
in der Errettung" (Acht Sammlungen, VII §201).
Natürlich besteht die Tora nicht nur aus einer einzigen Mitzwa,
manchmal aber entsteht eine Situation, in der alles von einer
Mitzwa abhängt. Es gibt z.B. einen Vers: "Darum wird die Hölle
ihren Rachen aufsperren und ihren Mund ganz gesetzwidrig
auftun" (Jeschajahu 5,14) - warum versinkt man in der Hölle?
Wegen der Gesetzwidrigkeit, der Gebotslosigkeit. "Resch
Lakisch sagte: Auch wenn jemand nur ein Gesetz
vernachlässigt hat" (Sanhedrin 111a). Wer nur eine einzige
Mitzwa nicht ernst nimmt, fährt zur Hölle. "Rabbi Jochanan
sprach: Es ist ihrem Herrn nicht gefällig, daß du dies von
ihnen
sagst" (ebda.), G~tt hat es nicht gerne, wenn man so spricht.
Auf diese Weise würde kein Jude, bis auf wenige Ausnahmen,
in die kommende Welt gelangen, denn wer hat nicht ein
einziges Mal eine Sünde begangen?! Stattdessen sagte Rabbi
Jochanan: "..vielmehr, auch wenn jemand nur ein Gesetz
gelernt hat" (ebda.). Wenn er nur eine einzige Mitzwa erfüllt,
hat
er einen Anteil an der kommenden Welt.
Beide talmudischen Aussprüche übersteigen unser
Auffassungsvermögen. Bezüglich Resch Lakisch erwähnten
wir
bereits, daß so fast niemand in die kommende Welt gelangte.
Aber auch die Worte Rabbi Jochanans, daß nur eine einzige
Mitzwa ausreichte für einen Anteil an der kommenden Welt,
öffnen die Schleusen für eine generelle Sittenlockerung.
Beide
gegensätzlichen Ansichten sind schwer zu verdauen.
Darum, erklärte Rabbiner Josef Albo (religiöser Denker aus
der
Periode der Rischonim), haben wir es hier mit einer
grundsätzlichen Frage zu tun, ob diese göttliche Tora nämlich
Vollkommenheit nur in ihrer Gänze oder aber auch durch einen
ihrer Teile verleiht (Sefer HaIkarim, III,29). Muß man
Alles
erfüllen, oder reicht ein Teil? Er stellt eine kritische Frage
zur
Ansicht Rabbi Jochanans: Wenn G~tt eine Mitzwa reicht,
warum gibt es in der Tora so viele?! Wenn ein Kranker mit einer
einzigen Arznei geheilt werden kann, warum sollte man eine
ganze Apotheke in ihn hineinstopfen? "Unnötig übt er viele
Handlungen aus, was er mit einer einzigen Tat erreichen kann!".
Auch zu Resch Lakisch stellt er eine kritische Frage: "Ja, da ist
kein Mensch gerecht auf Erden, der das Gute tue und nimmer
fehle!" (Prediger 7,20), also geht ganz Israel zum Teufel?
Andererseits stellen die talmudischen Weisen fest: "Ganz Israel
hat einen Anteil an der kommenden Welt" (Sanhedrin 90a,
Mischna) - nu?
Dazu gibt er folgende Antwort: Manche Dinge gehören in den
Rahmen der Verbesserung und nicht zum Notwendigen. Wenn
man ein Gebot erfüllt, hat man einen Anteil an der kommenden
Welt. Noch ein Gebot - um so besser. Noch ein Gebot - noch
besser. "So wie die paarweisen Sinnesorgane", mit einem Auge
kann man sehen, mit zweien - besser. Mit einer Hand kann man
viele Dinge tun - mit zwei Händen noch viel mehr. Zum Beweis
führt Rabbiner Josef Albo Maimonides' Mischnakommentar an:
"Der Heilige, gelobt sei er, wollte Israel beglücken, darum
mehrte er ihnen Lehre und Gebote" (Mischna am Ende des
Traktates Makkot) - im Gegenteil, wer ist dem gewachsen, wer
kann alle diese Gebote erfüllen?! Antwortet Maimonides: Wenn
jemand eine Mitzwa sorgfältig und in allen ihren Aspekten erfüllt
und dabei keine eigennützigen Hintergedanken hegt, sondern in
Liebe um ihrer selbst willen... wird er des Lebens der
zukünftigen Welt anteilig... und bei so vielen Geboten ist es
unmöglich, daß der Mensch nicht während seines ganzen
Lebens wenigstens eine Mitzwa vollständig wie vorgeschrieben
erfüllt.
Darum, so Rabbi Josef Albo, bedeutet eine Vielzahl von
Geboten keine Last, sondern bietet dem Menschen im
Gegenteil eine Menge Gelegenheiten, sich einen Anteil an der
kommenden Welt zu sichern. Natürlich erhält man für
eine
einzige Mitzwa nur einen kleinen Anteil, und je mehr Gebote
man erfüllt, um so größer der Anteil. Aber wie dem
auch sei,
eine einzige Mitzwa kann den Menschen vor dem Höllengrund
retten (Sefer HaIkarim, ebda.).
Diese eine erfolgreiche Mitzwa bedeutet keinen Freibrief, nun
nach Herzenslust zu sündigen und andere Gebote zu
mißachten. Allerdings, schrieb Rabbiner Kuk, mit dieser einen
Mitzwa hat er den Fuß in der Tür, "...und damit ist das
im Vers
'ihren Mund ganz gesetzwidrig auftun' [siehe oben] enthaltene
Konzept gerechtfertigt, wer nicht einmal ein einziges Gebot
erfüllt hat, wer aber ein einziges Gebot vollständig erfüllte,
so
kann es sein, daß diese Gebotserfüllung sein ganzes Herz
erfaßte, seine gesamte geistige Welt und den Kampfgeist seiner
Seele. Und was die anderen Gesetze betrifft, die von ihm
verlassen und vergessen, sie können seiner Seele keinen
tödlichen Schaden zufügen, die somit ein Gefäß
des Segens für
Israel und die Welt sein kann" (Acht Sammlungen, VIII §78).
Eine Bedingung gibt es also, nämlich dieses eine Gebot in allen
seinen Aspekten zu erfüllen, und dazu gehört die ungetrübte
Absicht, einschließlich der Absicht, das Gebot um seiner selbst
willen zu erfüllen. G~ttseidank erfüllt das Volk Israel schon
120
Jahre lang das Gebot vom Lande Israel um seiner selbst willen,
wandert ein um seiner selbst willen, erbaut das Land um seiner
selbst willen und kämpft seine Kriege um seiner selbst willen.
Sicher gab es auch Jene, die wegen Pogromen in Rußland
einwanderten, allerdings wandten sich 97,5% der russischen
Auswanderer nach Westen Richtung Amerika, und nur 2,5%
waren von einem etwas höheren Ideal als der eigenen
Lebensrettung beflügelt und wanderten nach dem Lande Israel
ein um seiner selbst willen. Auch der Aufbau des Landes
erfolgte um seiner selbst willen, ebenso die Armee. Natürlich
sind wir keine Erzengel, und etwas Eigeninteresse spielt immer
mit, doch entscheidend war das Ideal.
Alle Werke des jüdischen Volkes in seinem Lande bis heute
basieren auf diesem Ideal, und wir erkennen, daß es eine
Zukunft auch nur auf der Grundlage dieses Ideals geben kann.
Nicht irgendwelche Kalkulationen werden dieses Volk mit
diesem Land verschweißen, sondern nur das große Ideal vom
Lande Israel, das große Gebot in Erfüllung des himmlischen
Willens. Weder "Wirtschaft" noch "Sicherheit", sondern die
Erfüllung des himmlischen Willens, weder "Gleichgewicht der
Kräfte" noch "Druck von außen" - nur der himmlische Wille.
Jawohl!
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