DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT PINCHAS
Nr. 522
16. Tammus 5765

Redaktion und Übersetzung der deutschen Ausgabe: R. Plaut
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AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was ist TOLERANZ wirklich?
Über die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das Gebot der Einwanderung nach Israel
Der Holocaust
DAS VOLK ISRAEL
Politik und Judentum
Die Tora und der Mensch
    oder "Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion "2000"- Israel und das Christentum
                          - Briefe der ehemaligen Oberrabbiner Israels
                          - Israelfreundliche Christen?
"Ich bin ein Palästinenser"
Die Sudeten von Palästina
König Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der Kampf um Israel
Wie man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn Erew Pessach auf Schabbat fällt

"Jerusalem Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim

AUF HEBRÄISCH:
"Schall und Ru'ach"
Kurze Vorträge von Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten Themen,
zum Zuhören online,
desgleichen auf Französich
 

Diese Woche in der Tora (Num. 25,10-30,1):
G~ttes Friedensbund mit Pinchas, dem Priester; Musterung der 
Kinder Israels vor Jericho; Auslosung der Anteile am Lande 
Israel; auch Töchter erben Land; Jehoschua zum Nachfolger 
Moschehs erwählt; Opfergesetze für Wochentage, Schabbat, 
Neumond und Feiertage.

Sonntag, 17. Tammus - Fasttag
Beginn der "Drei Wochen"
 
 
Am Schabbes-Tisch...

Konstruktiver Kampf und destruktiver Kampf

Rav Asri'el Ari'el
Ortsrabbiner der Siedlung "Ateret"

Ein Kampf zwischen Brüdern ist eine furchtbare Angelegenheit 
mit manchmal katastrophalen Folgen. Man rufe sich bloß die 
Ereignisse gegen Ende der zweiten Tempelperiode in 
Erinnerung, als der Bruderkrieg schließlich zur Zerstörung des 
Tempels und zum Niedergang von Volk und Land führte. 
Allerdings kann man daraus kein generelles Verbot des 
politischen Kampfes ableiten, als ob es besser wäre, die Welt 
unter den Stiefeln des Bösen und des Unrechts, der 
Verkommenheit und des G~ttvergessens zu belassen. Darum 
ist es nötig, zwischen konstruktivem und destruktivem Kampf 
unterscheiden zu können, zwischen nützlichen und nötigen 
Aktivitäten und schädigenden, überflüssigen Aktivitäten. 

Eines der umfangreichsten und facettenreichsten Beispiele - 
was es umso problematischer macht – bietet der Kampf des 
Pinchas. Auf den ersten Blick trägt seine Handlungsweise 
destruktiven Charakter. Sein Einsatz hielt sich nicht an das 
reguläre Kriminalstrafrecht und auch nicht an die 
Rechtsordnung, vielmehr nahm er das Gesetz in die eigenen 
Hände. Er ließ kein vorsichtiges Abwägen erkennen, sondern 
machte den Eindruck eines impulsiven Fanatikers. Er handelte 
mit extremer Gewalt, bis hin zur Tötung. Auch die Bereitschaft, 
sein eigenes Leben für diese Tat zu riskieren, sieht auf den 
ersten Blick nach Verantwortungslosigkeit aus; hätte Simri 
Pinchas bei dieser Gelegenheit getötet, wäre er vor Gericht 
freigesprochen worden, denn Pinchas wäre als "Verfolger" 
[rodef] gewertet worden. Entsprechend beurteilten die 
Menschen seiner Generation diese Tat negativ und schrieben 
sie etwaigen von seinem Großvater mütterlicherseits (Jitro) 
ererbten schlechten Eigenschaften zu: "Seht nur diesen Puti-
Sohn, dessen Großvater mütterlicherseits Kälber für die Götzen 
mästete, nun hat er einen Stammesfürsten in Israel getötet!" 
(Sanhedrin 82b). 

Im Lichte dieser Dinge sind wir zu verstehen aufgefordert, 
warum G~tt Pinchas rechtfertigte und ihm seinen Bund gab, den 
Bund des Friedens.

Die talmudischen Weisen betonen, daß Pinchas rechtmäßig 
handelte. "Er sah das Ereignis und erinnerte sich der Halacha 
[Tora-Gesetz]" (Sanhed. 82a), zwar "ist die Halacha so, doch 
lehre man es nicht [öffentlich]" (Bejza 28b). Es gibt gewöhnliche 
Halachot und Notstands-Halachot. Ein Teil der Halachot bewegt 
sich im Rahmen von Gesetzen und Rechtsordnung, und ein 
anderer Teil bewegt sich parallel zu diesem Rahmen. Auch die 
Halacha neben Gesetzesrahmen und Rechtsordnung gilt als 
Halacha (!), obwohl sie nicht mit gleicher Legitimität gesehen 
wird - "doch lehre man es nicht"! Ein Treten des Gesetzes mit 
Füßen, oder eine "Übertretung um des himmlischen Willens 
wegen", die sich gänzlich außerhalb der bekannten 
halachischen Maßstäbe bewegen, werden demgegenüber 
niemals zur Halacha!

Auch die in der westlichen Welt vorherrschende politische 
liberal-demokratische Denkweise kennt in ihrer normativen 
Form ein Vorgehen neben dem Rahmen des Gesetzes. 
Gemeint ist der gewaltlose politische Kampf, genauer gesagt: 
der konstruktive Kampf. Wenn eine Gruppierung sicher ist, daß 
die Regierung das Gesetz nach eigener Laune mißbraucht, um 
ihre Grundrechte einzuschränken und die ihr heiligen Prinzipien 
zu zerstören, sind viele politische Denker der Auffassung, daß 
hier eine Pflicht zur Opposition besteht - wenn auch ohne jede 
Gewaltanwendung - auch wenn dabei das Gesetz nicht 
eingehalten wird. Das bedeutet nicht anarchistisches Verhalten, 
das die Legitimität des Gesetzes und des Gesetzgebers an sich 
bestreitet, vielmehr werden diese akzeptiert und man ist darum 
auch bereit, den Preis für die Mißachtung des Gesetzes, die 
Quelle des empfundenen Unrechtes, zu zahlen. Die Gegner des 
Gesetzes wollen nicht die bestehende Gesellschaftsordnung 
auflösen und über Bord werfen, sondern sie verbessern und 
stärken. Sie wollen noch nicht einmal "zerstören, um 
aufzubauen" (siehe Rabbiner A.J.Kuk, Ejn Aja). Sie wollen 
weder Anarchie noch Chaos, noch nicht einmal zeitweilig, 
sondern nur die verbesserungsbedürftige Gesellschaftsordnung 
reparieren, indem sie nach einer höheren Werteordnung 
operiert. Genau darum legt so eine Gruppierung eine 
Denkweise an, die Prinzipien und Regeln enthält, auch 
definierte Grundannahmen und ein geordnetes Vorgehen.

Der "konstruktive Kampf" bedeutet nicht nur eine 
Vorgehensweise, die sich selbst klare und strikte moralische 
Schranken auferlegt. Es handelt sich dabei vielmehr um eine 
prinzipielle Methode des Kampfes, der den Aufbau der 
Gesellschaft zum Ziel hat, nicht deren Zerstörung. Diese 
Einstellung beflügelte Pinchas. Ein ums andere Mal nennt die 
Schrift Pinchas' Abstammung gerade seitens des Großvaters 
väterlicherseits: Pinchas ben Elasar ben Aharon Hakohen - 
jener Aharon, der "Frieden liebt und Frieden verfolgt, die 
Geschöpfe liebt und sie der Tora näherbringt" (Mischna 
"Sprüche der Väter", 1.Kap.). 

Wer im Grunde dem Volk und der Gesellschaft wohlwollend 
gegenübersteht, wird zwangsläufig in verantwortlicher Weise 
handeln und nicht blind seinen Impulsen folgen. Der Zorn 
beruht auf einer Sicht der Gegenwart, und das 
Verantwortungsbewußtsein auf einem Ausblick auf die 
Zukunft. Der Zorn zeichnet die Wirklichkeit rabenschwarz, 
wohingegen das Verantwortungsbewußtsein eine vielschichtige 
Realität erkennen und dementsprechend handeln kann. Der 
Zorn wird durch die Umstände ausgelöst, und das 
Verantwortungsbewußtsein will auf diese einwirken. Zorn 
bedeutet Verlust der Beherrschung, Verantwortungsbewußtsein 
zeugt von vollkommener Selbstbeherrschung. Der Zorn sprengt 
die Fesseln von Halacha und Moral, wohingegen das 
Verantwortungsbewußtsein innerhalb eines deutlichen 
halachischen und moralischen Rahmens wirkt. Das alles kommt 
in einer absoluten Verneinung physischer und sprachlicher 
Gewaltanwendung zum Ausdruck. Dieser halachische Rahmen 
erlaubte nicht die Anwendung so radikaler Mittel, außer im Falle 
von Pinchas - "wer eine Aramäerin beschläft" (Sanhed. ebda.) - 
nirgendwo sonst! (Nebenbei bemerkt, die Tat des Matitjahu wird 
nicht in talmudischen Quellen erwähnt und kann deshalb nicht 
als halachischer Präzedenzfall dienen). 

Der "Bund des Friedens" mit Pinchas beweist, daß er einen 
konstruktiven Kampf führte. Er verließ nicht den Rahmen der 
Halacha und handelte zielgerichtet und punktuell; nicht geleitet 
von Zorn und Haß, sondern mit Verantwortungsbewußtsein und 
aus Liebe für das ganze Volk; nicht aus Freude am 
Schlachtgetümmel, sondern mit dem Ziel von Frieden und 
Vollkommenheit.

Auch sollten wir nicht vergessen, daß jenseits jener historischen 
"außerordentlichen Weisung" zum Kampfe ein "Dauerauftrag" 
zur Aktion "Von Angesicht zu Angesicht" besteht, den die 
talmudischen Weisen an Pinchas selbst richteten: "Jene 72.000, 
die auf dem Hügel Benjamins getötet wurden, - warum wurden 
sie getötet? Die großen Gerichtshöfe, die Moscheh hinterließ, 
unter ihnen Jehoschua und Pinchas ben Elasar, hätten sich 
eiserne Bänder an ihren Hüften befestigen und ihre Kleider über 
die Kniegelenke anheben müssen, um dann einen Rundgang 
durch alle Städte Israels zu machen, einen Tag nach Lachisch, 
einen Tag nach Eglon, einen Tag nach Chevron, einen Tag 
nach Bet El, einen Tag nach Jerusalem, und dort lehrten sie die 
gesetzliche Lebensweise in ein, zwei, drei, vier, fünf Jahren, bis 
sich ganz Israel in ihrem Lande niedergelassen hätten; [so 
wäre] erhöht und geheiligt der Name G~ttes in der ganzen Welt, 
die er von einem bis zum anderen Ende schuf. Sie taten nicht 
so, sondern als die Israeliten in ihr Land eintraten, lief jeder 
Einzelne zu seinem Weinberg und zu seinem Ölbaum und 
sagte: Frieden meiner Seele, um nicht die Mühe zu mehren..." 
(Jalkut Schimoni, Schoftim).
Möge unsere Liebe siegen.
 
 
HaRav Aviner

Frieden, Gerechtigkeit und Psychiatrie

Rav Schlomo Aviner
Oberrabbiner von Bet El und Rosch Jeschiwa von "Ateret Kohanim" in der Jerusalemer Altstadt

Der große französische Psychiater Henri Baruk (Baruch), der 
die berühmteste Nervenklinik in Frankreich leitete, entwickelte 
eine komplette Behandlungsmethode auf der Grundlage des 
Prinzips der Gerechtigkeit. Von der Psychologie und der 
Psychiatrie ging er über zur Soziologie und analysierte die 
"Lehre vom Frieden", das Erbe unserer Väter, unseres Lehrers 
Moscheh und unserer Propheten und bewies, wie eine Serie 
von Mißverständnissen zu ernsten Konsequenzen führte, wie er 
vor der "Bnei-Brith"-Loge im Jahre 5729/1969 dozierte. Dort 
erklärte er Folgendes: 

**Die Staatsphilosophie der Völker der Welt unterscheidet sich 
in ihrer Zielsetzung vom Verständnis der Gerechtigkeit des 
jüdischen Volkes. Die Politik der Völker richtet sich nach dem 
augenblicklichen Interesse, wobei es ohne weiteres zu scharfen 
Wenden auf ein neues, vergängliches Interesse kommen kann. 
So lassen sie einen Freund zugunsten eines stärkeren im Stich, 
oder wer am meisten bietet. Diese Vergötterung von Macht und 
dem Erfolg des Augenblicks kommt demjenigen entgegen, der 
am bedrohlichsten wirkt und verlangt vom Opfer, sich selbst zu 
opfern, um die Drohungen zum Schweigen zu bringen. Auf 
diese Weise führt die Vergötterung der Macht am Ende zu 
Ängstlichkeit und Unterwerfung. 

Aus diesem Grunde widersetzt sich die heute vorherrschende 
Staatsphilosophie dem Recht von Völkern auf ihr Land und 
erkennt nur das Recht des Eroberers an. Sie verneint das Recht 
des Volkes Israel an seinem historischen Land, an dem Lande, 
in dem sich die jüdische Nationalgeschichte abspielte, das 
Land, in dem jeder Ort mit biblischen Geschehnissen verknüpft 
ist. Dieses Volk wurde von den Römern aus seinem Lande 
vertrieben, blieb ihm allerdings verbunden und kämpfte um sein 
Recht gegen die Söhne Ischma'els (=Araber) und Eßaws 
(=westliche Kultur). Im Verlauf seiner ganzen dramatischen 
Geschichte fiel sein Ruf nach Wahrheit und Gerechtigkeit auf 
taube Ohren, und es sieht sich bis auf den heutigen Tag mit 
scheinheiligen und irreführenden Deklarationen über den 
Frieden konfrontiert.

Das Christentum behauptet, im Gegenzug für die Annahme 
seines Glaubens werden dem Menschen alle Sünden von 
vornherein vergeben, da die göttliche Gnade alle gleichermaßen 
umfasse, den Gerechten wie den Bösewicht, das Opfer wie den 
Angreifer. Das führt zur Bevorzugung des Angreifers und zur 
Forderung gegenüber dem Opfer, sich weiterhin zu opfern, und 
jenes Opfern von Unschuldigen ermutigt wiederum den 
Angreifer. Auf diese Weise läßt sich auf diesem Erdball keine 
Welt der Gerechtigkeit aufbauen, die vielmehr ins Jenseits 
verlagert wird. Das ist die Vertreibung der göttlichen Präsenz in 
die Höhe und die Trennung der himmlischen Sphäre von der 
irdischen. Es gibt keine Pflicht und keine Verantwortlichkeit.

Der Islam wiederum, der den Menschen durch unbedingten und 
blinden Gehorsam unterdrückt, treibt ihn zu Klagen und 
Rebellion. Man gewöhnt sich an ein Leben ohne eigene 
Verpflichtung und ohne Geben, der Mensch fordert mehr und 
mehr und trägt zur Auflösung der Gesellschaft bei.

Die Psychoanalyse beschritt einen anderen Weg. Der Trieb 
wurde zum Gott und der Mensch zum Tier. Jede Behinderung 
eines normalen oder auch unnormalen Triebes wird als 
seelische Störung erachtet, was einen äußerst schwachen und 
zügellosen Menschen produziert. So eine Menschheit ist zu 
keiner Anstrengung mehr fähig, gekennzeichnet durch 
Egoismus und Egozentrik, voller Forderungen, hilflos, immer 
unzufrieden - was ebenfalls zu gesellschaftlicher Auflösung 
führt. 

Darum blieb das Menschengeschlecht gleichgültig gegenüber 
der Vernichtung von Juden und den ungeheuren Greueltaten an 
einem unschuldigen Volk, das so viel zum Wohl der Menschheit 
beigetragen hat. Als aber die Staaten des Westens in der Folge 
von Hitler den totalen Völkermord an Israel versuchten, konnte 
eben dieses Menschengeschlecht nicht ertragen, in den Kriegen 
der Tapferkeit dieses verfolgten Volkes vernichtend geschlagen 
zu werden.

Eine durch Jahrtausende von christlicher Ideologie und einem 
ungerechten und scheinheiligen Pazifismus ("die Linke") 
indoktrinierte Menschheit besteht hartnäckig auf der Rettung der 
Mörder und darauf, ihnen die Möglichkeiten zur Fortführung 
ihrer Verbrechen zu geben, unter Schwächung der Opfer, die 
sich zu verteidigen suchen. Das Volk Israel ist das einzige, das 
immer die Gerechtigkeit verteidigt. Nach zweitausend Jahren 
Exil und unsäglichen Leiden stand es zu neuem Leben auf und 
hält unter seiner Hoheit in einer Weise Gebiete, die allen 
Völkern als leuchtendes Beispiel dienen kann, wie man 
Minderheiten und überhaupt den Menschen an sich respektiert. 
Es reicht, einmal die befreiten Gebiete zu besuchen, wie ich es 
selber viele Male getan habe, um sich von der Haltlosigkeit der 
verlogenen und ungerechten Anschuldigungen gegen das fast 
in den Gaskammern vernichtete Volk zu überzeugen, das zu 
einem Vorbild der ganzen Menschheit wurde...** 

Soweit die (sehr komprimierte) Zusammenfassung seiner 
Worte; werden wir selber Wahrheit und Gerechtigkeit erkennen 
und uns nicht durch Gehirnwäsche von Außenstehenden 
durcheinanderbringen lassen, "deren Mund links [eigentlich 
"Falschheit"] redet und deren Rechte eine Lügenrechte" (Psalm 
144,8+11). Wir werden wissen, den Mörder zu bestrafen und 
das Opfer zu beschützen.
 

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