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DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN
IN ISRAEL
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT MIKEZ
Nr. 490
28. Kislev 5765
Redaktion und Übersetzung der deutschen
Ausgabe: R. Plaut
Telefax: (+972 2) 6519 780
e-mail: kimizion@012.net.il
separate Homepage:
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-Archiv der
"Betrachtungen"
-Kostenloser Antwortservice "Frag'
den Rabbi" auf deutsch
-früher aktualisiert (update)
als die Machon-Meir-Seite
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der ehemaligen Oberrabbiner
Israels
- Israelfreundliche Christen?
"Ich
bin ein Palästinenser"
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online,
desgleichen auf Französich
Diese Woche in der Tora (Gen. 41,1
- 44,17):
Pharaos Träume und Josefs Deutung:
7 fette und 7
Hungerjahre, Josef Vizekönig,
Anlage von Vorratsspeichern,
Neuordnung der ägyptischen Wirtschaft,
Josefs Brüder
kommen, Getreide zu kaufen, erkennen ihn
aber nicht.
Chanukka ssame'ach!
>>Midrasch
"Ma'asse Chanukka"<<
| Am
Schabbes-Tisch...
Vergeßliche
Wirtschaft?
Rav Iti'el Ari'el
Gemeinderabbiner in Bet Schemesch |
Die Geschichte des jüdischen Volkes ist voller Begebenheiten
wie die wunderbare Geschichte von Josef, dem königlichen
Ratgeber in Wirtschaftsfragen, der durch brilliante
Wirtschaftsführung das ägyptische Volk vor Hunger bewahrte
und so zu Ruhm gelangte. Solch jüdisches Finanzgenie zeigte
sich viele Male in Gesellschaften und Staaten, bot auch nicht
selten Anlaß zu Neid und Haß gegen das ganze jüdische
Volk.
Kaum jemand, den Josefs Weitblick, sein Fleiß, Ehrlichkeit und
Organisationstalent nicht beeindrucken. Diese Eigenschaften
zeichneten viele Juden aus, die an der Spitze von
wirtschaftlichen und staatlichen Institutionen standen, und den
göttlichen Namen, den sie im Munde führten, durch ihre
Verläßlichkeit und ihre Begabung heiligten. Allerdings sind
diese
Eigenschaften nicht unbedingt nur auf das jüdische Volk
beschränkt, doch das Erfolgsgeheimnis von Josef, und allen,
die seinem Wege folgten, liegt gerade in der
glaubensorientierten Betrachtungsweise des Wirtschaftslebens.
Die Torakommentatoren beschäftigten sich ausgiebig mit einem
bestimmten Detail in Pharaos Traum, welches von Pharao bei
seiner Schilderung vor Josef besonders hervorgehoben wurde
und bei der Deutung eine zentrale Rolle spielt. Die fetten Kühe
und die gesunden Ähren symbolisieren in Pharaos Traum die
sieben guten Jahre, und die mageren Kühe und die
ausgetrockneten Ähren die darauffolgenden sieben schlechten
Jahre; soweit die objektive Schilderung der Ereignisse. Doch
betont die Tora auch die subjektive Seite der schlechten Jahre
im Vergleich zu den guten Jahren und schildert zusätzlich, wie
im Traum die mageren Kühe die fetten verschlangen: "...da
merkte man nicht, daß sie in ihren Bauch gekommen waren"
(Gen. 41,21).
Einfach gesehen, bezieht sich diese Beschreibung weder auf
die Tatsachen noch auf den chronologischen Ablauf der
Ereignisse an sich, sondern auf das Bewußtsein, das Einen
begleitet, der die Jahre des Überflusses und des Hungers am
eigenen Leib verspürte. Was ihn betraf, war die Wirkung des
Hungers der schlechten Jahre so stark, daß sie ihn die
Erinnerung an die guten Jahre des Überflusses vollkommen
vergessen ließen, wie Josef gedeutet hatte: "..daß aller
Überfluß im Lande Ägypten vergessen sein wird... Und
nicht
wird verspürt werden der Überfluß im Lande Ägypten..."
(Gen.
41,30-31).
Dieses Vergessen paßt zu der vollkommenen Ratlosigkeit der
Ägypter, die nicht wußten, wie sie die Jahre des Erfolges
und
der Fülle als Grundlage für weniger gute Zeiten nutzbar machen
konnten. Zwar versuchten die Ägypter rein technisch, Josefs
Methode des Baus von Getreidespeichern zu kopieren, doch
hielten sich ihre selbst angelegten Vorräte nicht so lange wie
die
von Josef angesammelten (Raschi zu Gen. 41,55), weil ihnen
ganz einfach der Segen fehlte. Die grundsätzliche Einstellung
eines Bösewichtes bringt ihn zwangsläufig in eine Lage, in
der
ihm sein Reichtum “nicht bekannt” ist, und ebenso, wie ihm die
göttliche Quelle seines Segens nicht bekannt ist, kennt er auch
nicht die empfohlene Art und Weise der Bewahrung seines
Vermögens, auch wenn er es spart (siehe Sfat Emet).
Der MaHaRaL (“hohe Rabbi Löw”) aus Prag wies auf die
hinterhältige Eigenschaft von materiellem Reichtum hin, wenn
man ihn nicht spirituellen Zielen widmet, sondern ausschließlich
materiellen. So erklärten die talmudischen Weisen anhand von
Doppelbedeutungen: "Nechassim" (Vermögenswerte, auch:
Verdecktes) - dem Einen verdeckt und dem Anderen offenbar,
"Susim" (alte Münzeinheit, auch Bewegung) - die sich von
dem
Einen zum Anderen bewegen, "Mamon" (Geldvermögen, auch
zählen) - was zählst du es (d.h. es ist doch unbedeutend)",
was
uns lehren soll, daß der Mensch keine absolute Herrschaft über
die materielle Seite seines Vermögen hat, außer, wenn er
es für
seine geistigen Bemühungen gebraucht.
Rabbiner Awraham Jizchak Kuk (erster Oberrabbiner Israels)
verdeutlichte diese Gedanken anhand der Gesetze von den
Schabbat- und Chanukkalichtern. Das Streben nach
materiellem Reichtum als Selbstzweck ähnelt dem Rizinusbaum
des Propheten Jona, “der in einer Nacht wuchs und in einer
Nacht verschwand”, weil sich die betreffende Person damit nur
als Äußerlichkeit beschäftigt und es nicht ausreichend
in seiner
Persönlichkeit und seinen spirituellen Bestrebungen verwurzelt
ist. Das (Rizinus-)Öl solchen Erfolges ist als Brennstoff für
die
Lichter ungeeignet, weil es nicht gleichmäßig im Docht aufsteigt;
das Feuer der Seele dieses Menschen haftet nicht gut am
Docht materiellen Strebens. Das für die Lichter erlaubte Öl
hingegen, das leicht im Docht aufsteigt, symbolisiert nur jenen
materiellen Erfolg, der eng mit den spirituellen Bestrebungen
des Menschen verbunden ist und als Mittel zum Zweck ihrer
Verwirklichung dient.
Diese Einstellung kennzeichnet die Gerechten, "denen ihr
Besitz lieber ist als ihr Körper" (Chulin 91a), weil sie ihm seinen
wahren Wert zuzumessen wissen. Zu ihnen paßt der Name, der
Josef von Pharao verliehen wurde, "Zafenat Pa'aneach",
jemand, der den wahren Inhalt, in dem sich der göttliche Segen
verbirgt, offenlegen kann. Sie vermögen diesen Segen zu
bewahren, weil sie dessen Ursprung und dessen Bestimmung
nie aus den Augen verlieren.
In einer Generation, in der das Geld-Mittel zum Selbst-Zweck
wurde, und die materialistische Einstellung, die in der Welt
vorherrscht, versucht, "sie zum Vergessen Deiner Lehre zu
bringen" (Al hanissim-Gebet) und den Götzen von Geld und
Gold zum Herrscher zu machen, werden wir wissen, an den
Ursprung des göttlichen Segens und die ihm würdige
Bestimmung zu denken.
H A L A C H A
Chanukka-Lichter
Der richtige Zündzeitpunkt:
Hierbei gibt es drei Bräuche - 1) sofort bei Sonnenuntergang;
2)
bei Sternenaufgang - und Abendgebet gleich anschließend; 3)
Abendgebet kurz vor Sternenaufgang, und gleich anschließend
Lichterzünden
Mindest-Brenndauer der Lichter:
Nach Sternenaufgang noch mindestens 30 Minuten.
Vorgezogenes Lichterzünden (nur im Notfall): ab ca. 1 Stunde
vor Sonnenuntergang ("Plag Mincha")
Verspätetes Lichterzünden: Wer nur zu einem späteren
als den
oben genannten Zeiten die Lichter anzünden kann, hat dazu
während der ganzen Nacht die Möglichkeit - unter der
Bedingung, daß wenigstens ein Teil der Wohngenossen dabei
anwesend ist, zur Bekanntmachung des Chanukka-Wunders.
Falls schon alle schlafen und er niemanden aufwecken möchte,
kann er trotzdem die Lichter anzünden, aber darf dann nicht die
Segenssprüche sagen. Wenn der Hausherr voraussichtlich die
ganze Nacht abwesend ist, sollte seine Frau für ihn die Lichter
anzünden und die Segenssprüche sagen.
Gäste: Wer bei seinem Gastgeber übernachtet, sollte
dort seine
Lichter anzünden; wer noch in der selben Nacht in sein Haus
zurückkehrt, zündet dort vor dem Verlassen oder bei seiner
Rückkehr.
Die Erlkönigin
nach einer Idee von Rav Schlomo Aviner
Oberrabbiner von Bet El und Rosch Jeschiwa
von "Ateret Kohanim" in der Jerusalemer Altstadt
Wer rast so spät durch Nacht und Wind?
Es ist die Mutter mit ihrem Kind
Fest hat sie ihr Auto in der Gewalt
auf nasser Straße, der Wind pfeift kalt.
"Mein Kind, was birgst du so bang dein Gesicht?"
"Ja, siehst du im Rückspiegel den Wagen nicht,
der uns verfolgt, schon fast uns erreicht!"
"Sei stille, das ist der Nebel, der durch die Wälder streicht".
"Ja siehst du nicht, Arik Scharon sitzt drinnen
er will uns greifen und schleppen von hinnen"
"Ach, Kind, hör doch auf mit deiner Geschicht'
er ist doch ein Jude und tut sowas nicht!"
"Ach Mutter, ach Mutter, jetzt seh ich ihn vor mir,
er ist fest entschlossen uns zu vertreiben von hier!
Ewiger, Ewiger, errett' uns vor diesem Diktator",
"Mein Kind, es ist nur der Mond der kommt zwischen den
Wolken hervor".
"Ima, hörst du die Explosionen, man beschießt unser Haus,
Herr der Welt, hilf uns, er will uns werfen hinaus"
"Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
der Hall der Granatwerfer säuselt im Wind".
"Ima, hörst du die Schüsse der Mörderbanden,
und vor uns ist's dunkel wo unser Dorf hat gestanden
Scharon hat es ausradiert vom Angesicht der Welt"
und sie schmiegt sich an die Mutter, die das Lenkrad festhält.
"Ima, fahr nach Hause, so schnell es nur geht,
wir wollen sehen, ob noch etwas von unserem Hause steht
und retten, was noch zu retten ist"
"Es ist doch bloß dunkel draußen, wie ängstlich du
bist!".
Die Reise geht weiter durch Wind und Nacht
die Mutter im Arme das Kind drückt sacht,
"Hier bleiben wir auf ewige Zeiten leben,
Wie G~tt uns hat sein Versprechen gegeben!"
Den Blick auf die Fahrbahn, fährt die Mutter geschwind
zur Seite sitzt ihr das zitternde Kind
Sie erreichen Gusch Katif im Morgenrot
Das Haus unversehrt - und Yasser tot.
Weitere Kommentare
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