DAS ZENTRUM FÜR
JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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Anschrift: Sderot Hame'iri 2, Kirjat Mosche
IL - 91032 Jerusalem ISRAEL Tel. +972 2 6511906 Fax +972 2 6514820 http://www.machonmeir.org.il |
Redaktion und Übersetzung der deutschen
Ausgabe: R. Plaut
Telefax: (+972 2) 6519 780
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-Archiv der
"Betrachtungen"
-Kostenloser Antwortservice "Frag'
den Rabbi" auf deutsch
-früher aktualisiert (update)
als die Machon-Meir-Seite
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PESSACH
Nr. 455
19. Nissan 5764
Schabbat Chol Hamo'ed
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der ehemaligen
Oberrabbiner Israels
- Israelfreundliche
Christen?
"Ich
bin ein Palästinenser"
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online,
desgleichen auf Französich
| Am
Jontef-Tisch...
Unser Mühsal
- die Kinder
Rav Elischa Aviner
|
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"Und er sah unser Elend und unser Mühsal
(Dt. 26,7): Das sind
die Kinder, wie gesagt ist: Jeden neugeborenen
Sohn sollt ihr in
den Fluß werfen und jede Tochter leben
lassen (Ex. 1,22)"
(Pessach-Hagada). Warum wird "unser Mühsal"
mit den
Kindern gleichgesetzt? Was hat das Eine mit dem
Anderen zu
tun?
Eine Deutung geht vom Vers "Ein Mensch wird zum
Mühsal
geboren" (Ijow 5,7) aus. Demnach beschreibt der
Begriff
"Mühsal" am treffendsten und genauesten
das
menschliche
Wesen, da der Mensch geboren wurde, um
sich zu mühen. Der
Mensch existiert durch Mühe, entwickelt
sich unter Einsatz der
Mühe, erreicht Vollkommenheit durch Mühe
und kann ohne
Mühe gar nicht am Leben bleiben. Darum ist
"Mühe" identisch
mit "Mensch", und darum "unser Mühsal -
das sind die Kinder".
Nach Raschi werden Kinder "Mühe" genannt,
weil sie das Werk
des Menschen sind, oder "weil sie aus seiner
Kraft und Stärke
resultieren", wie die talmudischen Weisen sagten:
"Warum soll
G~tt... das Werk deiner Hände verderben?
(Prediger 5,5) - Das
Werk der Hände des Menschen sind seine Söhne
und seine
Töchter" (Schabbat 32b). Der Mensch müht
sich, sie in die
Welt zu bringen.
Nach einer anderen Ansicht (RITbA) heißen
Kinder "Mühe",
"weil der Mensch sich so sehr abmüht, sie
großzuziehen und
sie Anstand und Tora zu lehren, und außerdem
müht er sich,
um ihnen Vermögen zu hinterlassen...". Erziehung
bedeutet
Mühe. Der Einsatz für die seelische
und geistige Entwicklung
der Kinder bedeutet Mühe. Die Sorge um ihr
Wohlergehen,
sowohl das spirituelle als auch das materielle,
um ihre
Gesundheit und ihren Lebensunterhalt bedeutet
Mühe.
Die genannten Deutungen stehen nicht im Widerspruch
zueinander, sondern ergänzen einander. Welch
Wunder: Alles
beginnt und endet mit Mühe: Geburt bedeutet
Mühe (2.
Deutung), Erziehung bedeutet Mühe (3. Deutung),
und das
alles, damit das Kind selbst ein "Mühender"
wird (1. Deutung).
Niemand sollte sich einbilden, der Erfolg in der
Erziehung
komme von alleine. Es gibt keine Erziehung ohne
Mühe. Wer
kennt nicht die unzähligen Geschichten über
den
aufopferungsvollen Einsatz von Müttern bei
der Erziehung ihrer
Söhne, damit einmal ein großer Toragelehrter
aus ihnen werde.
Ein Teil der Geschichten konzentriert sich auf
den materiellen
Einsatz der Mütter, die sich jeden Groschen
für einen
Kinderlehrer vom Munde absparen, oder um ein
Stück Brot oder
Süßigkeiten zu kaufen, oder einen
Kuchen zu backen, um den
Sohn zum Lernen zu ermuntern. Andere Geschichten
drehen
sich um die geistigen und seelischen Bemühungen
bei der
Kindererziehung - unendliche Geduld, freundliche
Miene,
Umarmung und Liebe, Zuhören, Ermunterung
und
Unterstützung, Aufmerksamkeit. Die Mühe
gehört allerdings
nicht nur in das Aufgabenfeld der Mutter, sondern
auch des
Vaters. In der Vergangenheit, bevor die Schule
an der
Erziehung von Söhnen und Töchtern beteiligt
war, ruhte die
Hauptlast der Erziehung und des Unterrichtens
auf dem Vater.
Er bemühte sich auf vielfältige Weise,
seinen Kindern etwas
beizubringen. Die Zeiten haben sich geändert,
nicht aber die
Natur des Menschen: auch in unseren Tagen gibt
es keine
Erziehung ohne Mühe. Alle erzieherischen
Hilfsmittel, die die
moderne Gesellschaft den Eltern bietet, sollen
jene nicht von
ihrer Mühe befreien, sondern ihnen zur Seite
stehen.
Manche beklagen sich, daß die erzieherischen
Mühen einen
Fluch bedeuten. Damit ist der Fluch gemeint,
mit dem Chava
("Eva") nach ihrer Sünde belegt wurde: "Mehren
und mehren
will ich die Schmerzen deiner Schwangerschaft,
mit Schmerzen
wirst du Kinder gebären" (Gen. 3,16), und
im Raschikommentar
dazu heißt es: "Das ist der Schmerz bei
der Erziehung der
Kinder". Weiterführend erklären Sforno
(und NeZIW): "mit
Schmerzen wirst du Kinder gebären -
mit Schmerzen wirst du
sie großziehen... denn das Wort 'gebären'
bezieht sich auf das
Großziehen". Demnach sind die Leiden und
Schmerzen der
Kindererziehung ein Fluch, sie sind nicht für
die Sache
notwendig und man könnte sehr gut ohne sie
auskommen. Die
erzieherische Mühe jedoch ist ein Segen,
wie der MaHaRaL
("hohe Rabbi Löw" aus Prag) schrieb: "Alle
diese Dinge [die im
Fluch erwähnt wurden] sind gut, nur daß
G~tt das Gute durch
Leid und Traurigkeit gibt". Die in die Kindererziehung
investierte
Mühe gehört zu den Grundlagen der Schöpfung
und kam vor
Sünde und Fluch. Nur Leid und Schmerz sind
die Folge der
Sünde. Die um Gesundheit, Wohlergehen und
Sicherheit ihrer
Kinder besorgten Eltern befürchten unvorhergesehenes
Versagen der Kinder beim Lernen, moralisches
Absinken und
negative Einflüsse von außen - alle
diese Sorgen resultieren
aus dem Fluch. Die erzieherischen Bemühungen
jedoch sind ein
Segen.
Den Eltern sollte es um ihre Mühe, den Schmerz
und das Leid
bei der Erziehung ihrer Söhne und Töchter
nicht leidtun. Mühe
und Aufwand der Kindererziehung tragen zur Vertiefung
der
Beziehung zwischen Eltern und Kindern bei. Rabbiner
Jakov
Moscheh Charlap schrieb zur obigen Hagadastelle,
daß die
Ägypter genau dies verhindern wollten. Sie
befahlen den Eltern,
ihre Söhne in den Nil zu werfen, um "ein
Gefühl der
Grausamkeit zwischen Vater und Sohn zu erzeugen
und ihre
Beziehung aufzulösen... allerdings gelang
es den Ägyptern
nicht, so eine Spaltung bei den Juden zu vollziehen,
und von da
stammt das Gebot beim Pessachopfer 'holet euch
Schafe für
eure Familien' (Ex. 12,21)..., und als
sie aus Ägypten auszogen
'nach ihren Geschlechtern und Stammhäusern'
(Num. 1,18),
offenbarte sich die enge Beziehung von Vätern
und Söhnen.
Darum erfolgt die Erzählung vom Auszug aus
Ägypten
hauptsächlich durch den Vater an den Sohn,
damit sich dadurch
die Söhne den Vätern nähern und
deren Einfluß annehmen...".
Offener Brief
von Rav Begon
|
Schalom uvracha,
Machon Meir beleuchtet, wie der Name andeutet,
den Weg zum
Judentum in Liebe und Glauben. Viele Tausende
kamen und
kommen in den Genuß dieses Lichtes und
nähern sich unserem
himmlischen Vater im Sinne der Liebe zu den Geschöpfen
und
der Liebe zum Lande Israel. Sie heiligen den
göttlichen Namen
vor aller Welt durch ihr persönliches Verhalten
und als integraler
Bestandteil von Staat und Gesellschaft.
Trotz der enormen finanziellen Belastung verschließt
Machon
Meir nicht die Tür vor den Rückkehrern
zum Judentum, und wir
unternehmen jede mögliche Anstrengung, die
vielen
Aufnahmewünsche zu befriedigen, die uns
aus allen
Bevölkerungsschichten erreichen, darunter
Neueinwanderer,
Konvertiten und "Wandervögel", die von den
Enden des Globus
zurückkehren, um endlich zu sich selbst
und zum richtigen Weg
zu finden.
Parallel zu Machon Meir für Männer
unterhalten wir Machon
Ora für Frauen mit einem Programm
der Stärkung von Glauben
und israelischer Identität.
Dieses große und bedeutende Unterfangen
braucht natürlich
viel Hilfe und Unterstützung zur Fortführung
und
Weiterentwicklung seiner lichtspendenden Wirkung
auf das
dürstende Volk Israel, das so sehr Licht
von Liebe und Glauben
benötigt.
Darum wenden wir uns an Sie, liebe Freunde, in
diesen
Pessach-Tagen, des Festes der Freiheit und der
Erlösung, mit
der Bitte um großzügige Spende zu
Gunsten von Machon Meir -
werden Sie damit zum Beteiligten an der Ausführung
des
Gebotes von der Näherung der Fernen an unseren
himmlischen
Vater, und dieses Verdienst wird Ihnen und Ihren
Familien in der
Zukunft zur Seite stehen und himmlischen Segen
und alles
Gute bewirken.
Mit den besten Wünschen für ein koscheres
und freudiges
Pessachfest,
Ihr Dov Begon
*Spendenkonto MACHON MEIR -
siehe unten*
| HaRav
Aviner
Anhaltergesetze Rav Schlomo Aviner
|
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1. Höre auf deine Eltern, wenn sie dich bitten, nicht per Anhalter
zu fahren. Hier ist nicht der Ort zu behandeln, in welchen
Angelegenheiten Sohn und Tochter auf ihre Eltern hören
müssen und wann nicht. Allerdings bestimmten die Weisen, in
nebensächlichen Dingen sollte man den Eltern nachgeben,
auch wenn man nicht dazu verpflichtet ist, denn auch die Eltern
tun unendlich mehr für ihre Kinder, als das, wozu sie nach dem
Gesetz verpflichtet sind. Wenn dir deine Eltern Geld für Bus
oder Bahn geben, und du per Anhalter fährst und das Geld für
andere Dinge ausgibst, ist das wirklich nicht in Ordnung.
2. Wofür gibt es schließlich öffentliche Verkehrsmittel?!
Fahre
nicht per Anhalter, wenn es auf dieser Strecke öffentliche
Verkehrsmittel gibt. Sei kein Schmarotzer. "..wer Geschenke
haßt, wird leben" (Sprüche 15,27), "..laß uns nicht
angewiesen
sein... auf die Gabe von Fleisch und Blut..." (Tischgebet). Es ist
keine besondere Ehre, ein Schnorrer zu sein.
3. Drängele dich nicht vor. Denk daran: Wer zuerst kommt,
mahlt zuerst. Auch wenn ein Kind vor dir dran ist, respektiere
seinen Platz in der Schlange, auch ein Kind ist ein Mensch. Im
Gegenteil, in bestimmten Fällen verzichte du zu Gunsten
anderer, z.B. eines Toragelehrten oder einer Frau. Übrigens, die
Frau kommt vor dem Toragelehrten.
4. Stehe auf dem Bürgersteig und nicht auf der Fahrbahn - das
ist gefährlich.
5. Vor allem stehe nicht mitten auf der Straße, um den Fahrer
zum Anhalten zu nötigen. Von seiner Warte aus handelt es sich
um Barmherzigkeit, darum überlasse ihm die Entscheidung.
Auch wenn du jemanden persönlich "mit Nachdruck" ansprichst,
etwa an einer Ampel oder Tankstelle, benimm dich demütig,
dränge dich nicht auf.
6. Steige nicht in jedes beliebige Auto ein. Manche Terroristen
verkleiden sich als religiöse Juden mit Käppchen. Mädchen
müssen doppelt vorsichtig sein; manch religiöser Jude mit
Käppchen auf dem Kopf ist in Wirklichkeit ein Widerling. Wenn
in einem Auto z.B. Vater, Mutter und Kinder sitzen, kann man
davon ausgehen, daß alles ok ist.
7. Prinzipiell darf ein männlicher Anhalter bei einer Frau
mitfahren (und umgekehrt), wenn kein Jichud-Verbot besteht,
sollte aber hinten sitzen. Er darf neben einer Frau sitzen, wenn
aber hinten schon zwei Frauen sitzen, soll er sich nicht
dazuquetschen.
8. Wenn schon mal ein Fahrzeug anhält, stürze dich nicht gleich
darauf wie ein Indianer auf dem Kriegspfad, sondern mit
ausgesuchter Höflichkeit. Wünsche dem Fahrer einen guten
Tag und bedanke dich.
9. Plane deine Fahrt gründlich vorher und halte den Fahrer nicht
mit Hin- und Herüberlegen auf.
10. Wenn du mit Gepäck reist, frage den Fahrer, ob du es lieber
in den Kofferraum legen sollst oder auf deinem Schoß halten.
11. Schließe die Tür sanft.
12. Sitzt du erstmal im Auto, fühle dich ganz wie zu Hause - im
Hause des Fahrers. Du bist der Gast, und benimm dich
entsprechend. Die Weisen sagten: "Alles, was dir der Hausherr
sagt, tue - außer: Geh!" D.h., darauf muß man von alleine
kommen, bevor man dazu aufgefordert wird. Auch ein Anhalter
muß auf verschiedene Dinge selber kommen.
13. Während der Fahrt unterhalte dich nicht mit einem Freund,
auch nicht leise, vielleicht stört das den Fahrer. Vielleicht
braucht er zum Fahren oder für seine Nerven absolute Stille.
14. Gleiches gilt erst recht für Gespräche am Handy.
15. Verzehre keine krümelnde Kekse, tropfende Früchte oder
Knabberzeug.
16. Öffne/schließe kein Fenster ohne Erlaubnis des Fahrers.
Bitte um Erlaubnis, aber so, daß der Fahrer ohne
Gewissensbisse ablehnen kann.
17. Rauche nicht, und bitte auch nicht um Erlaubnis dazu.
18. Wenn der Fahrer raucht, erdreiste dich nicht, ihn zum
Aufhören aufzufordern. Das ist seine Sache.
19. Wenn der Fahrer einen gefährlichen Fahrstil pflegt, steige
aus. Mache ihn aber nicht darauf aufmerksam, sondern
überlege dir eine Ausrede für die Verkürzung der Reise.
20. Bitte den Fahrer nicht, deinetwegen einen Umweg zu
machen.
21. Denk daran: Ungebührliches Verhalten deinerseits kann den
Fahrer davon abhalten, wiederum Anhalter mitzunehmen. Das
nennt man im Gesetz "Verschließen der Tür".
22. Nach dem Aussteigen mach die Tür sanft zu, sage Auf
Wiedersehen und Danke. Vergiß nicht zu lächeln.
Anmerkung: Frage nicht, wo diese Regeln im Schulchan Aruch
stehen. Die Anständigkeit ging der Tora voran.
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