DAS ZENTRUM FÜR
JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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den Rabbi" auf deutsch
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als die Machon-Meir-Seite
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT KORACH
Nr. 465
30. Sivan 5764
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der ehemaligen
Oberrabbiner Israels
- Israelfreundliche
Christen?
"Ich
bin ein Palästinenser"
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online,
desgleichen auf Französich
Diese Woche in der Tora (Num. 16,1-18,32):
Putschversuch Korachs und seiner Anhänger
gegen Moscheh
und Aharon; harter Kern versinkt im Erdboden,
andere werden
von himmlischem Feuer verzehrt; deren
Räucherpfannen
dienen als Altarüberzug zum Mahnmal;
anschließender Unmut
im Volk wird mit Seuche bestraft; Aharon
heilt; göttliches
Wunder mit Aharons Stab bestätigt
Führung durch Moscheh
und Aharon; Bestimmung der Priester und
der Leviten zum
Tempeldienst und die ihnen zustehenden
Abgaben.
| Am
Schabbes-Tisch...
Moscheh und Schmu'el Rav Asri'el Ari'el
|
Es ist ganz und gar nicht verwunderlich, daß für die Haftara
zum
Wochenabschnitt "Korach" das Buch seines Verwandten, des
Propheten Schmu'el, ausgewählt wurde. Allerdings war Korach
der große Anführer gegen die israelitische Königshoheit
und
gegen die Führung des Volkes durch unseren Lehrer Moscheh,
wohingegen Schmu'el das israelitische Königtum unter der
Leitung durch König Scha'ul gründete.
Eine auffallende Übereinstimmung besteht zwischen Parscha
und Haftara in der Aussage des Propheten - Moscheh bzw.
Schmu'el - zu sich selbst, nämlich niemals jemandes Esel
genommen oder jemandem Schaden zugefügt zu haben. Wir
müssen aber auch auf die Unterschiede achten. Das Volk
wendet sich gegen Moscheh, und Moscheh wendet sich an
G~tt, Rückenstärkung und Legitimation zu erbitten: "Nicht
einen
Esel Eines unter ihnen habe ich weggenommen und Keinem
von ihnen ein Leid getan" (Num. 16,15). Auch Schmu'el sieht
sich mit einer Lage konfrontiert, in der das Volk nichts mehr von
seiner persönlichen Führung und der durch seine Söhne
wissen
will. Er wendet sich allerdings gerade an dieses Volk und bittet
es selbst um Entlastung: "Wessen Ochsen habe ich
genommen, oder wessen Esel habe ich genommen, oder wem
habe ich vorenthalten? Wen habe ich gedrückt..." (Schm.I,
11,3).
Der große Unterschied, an wen sich der Prophet wendet, hat
mit dem jeweiligen Zusammenhang zu tun. Korach und seine
Rotte wollen nicht nur Moscheh stürzen. Ihnen geht die ganze
Herrschaftsform gegen den Strich. Der Ausruf: "..denn die
ganze Gemeinde sind lauter Heilige... und warum erhebt ihr
euch über die Versammlung des Ewigen?" (Num. 16,3) wendet
sich nicht nur gegen Moscheh, sondern gegen die ganze
Herrschaftshierarchie an sich. Mit "Braucht ein Haus voller
Torarollen etwa eine Mesusa?! Braucht ein ganz aus Purpur
gefertigter Talit etwa purpurfarbene Schaufäden?!" (Midrasch)
geht die Provokation weiter. Ihr Ideal ist der am Ende des
Richterbuches beschriebene Zustand: "In jener Zeit war kein
König in Israel: ein jeglicher tat, was in seinen Augen recht
war"
(Richter 21, 25), und selbst wenn sich ein Anführer oder Richter
über das Volk aufschwingen sollte, wäre es doch "ein Zeitalter,
das seine Richter richtet" (Baba batra 15b). Korachs politische
Weltanschauung bedeutet nichts anderes als Anarchie. Es gibt
keine hierarchischen Strukturen. Es gibt keine Autorität. Alle
sind gleich. Sollte jemand in diesem Zustand "ohne Recht, ohne
Richter" versuchen, Leitlinien für die Erziehung zu
irgendwelchen Werten zu geben, würde er von Datan und
Awiram gesagt bekommen: "Wer hat dich zum Meister und
Richter über uns gesetzt?" (Ex. 2,14). Wie kann man in so
einem Fall die Annahme göttlicher Autorität erwarten?!
Die
Auseinandersetzung mit diesem Problem führt Moscheh also
zum Ausgangspunkt zurück. Er wendet sich an G~tt, dem
Ursprung aller Autorität auf der Welt, und bittet ihn um
Unterstützung und Legitimation.
Auch Schmu'el sieht wie sein Ur-Urgroßvater Korach das
Königtum als mit Problemen behaftet; allerdings aus einem ganz
anderen Blickwinkel. Für ihn besteht der Nachteil des
Königtums nicht darin, daß es Autorität und Hierarchie
schafft,
sondern in seiner Beseitigung der über ihm stehenden
Autorität, nämlich der göttlichen. Auf jeden
König lauert die
Gefahr des Abwerfens des himmlischen Jochs. In so einem Fall
droht die Verwandlung des Königtums in Tyrannei, die
wiederum eine Trennwand zwischen dem Volk und seinem
himmlischen Vater schafft: "Denn mir sollen die Kinder Israel
Knechte sein, nicht aber Knechte von Knechten" (Kidduschin
22b/Lev. 25,55). Gerade wenn menschliche Autorität fehlt, wird
von jedem die Zivilcourage verlangt, persönliche Verantwortung
zu übernehmen im Maß der Akzeptierung göttlicher Autorität.
Darum führt der Weg der Auseinandersetzung Schmu'el direkt
zum Volke.
Auch im weiteren Verlauf des Wochenabschnitts folgt unser
Lehrer Moscheh dem gleichen Pfade, eine Hierarchie auf der
menschlichen Ebene zu schaffen, um darauf die göttliche
Autorität zu bauen. Wieder und wieder betont er die besondere
Bedeutung des Priestertums gegenüber dem Volke als
Bindeglied zu G~tt, unter ausdrücklicher Drohung der
Todesgefahr, die ein unkontrolliertes Vorpreschen zum Heiligen
unter Umgehung des Priestertums in sich birgt. "Jeglicher, der
der Wohnung des Ewigen nahekommt, stirbt" (Num. 17,28),
"..und der Gemeine, welcher nahekommt, werde getötet" (18,7).
Schmu'el hingegen warnt wieder und wieder vor den Gefahren
menschlicher Hierarchie, unter der Drohung "Wenn ihr aber
böse handelt, dann werdet ihr wie auch euer König weggerafft"
(Schm.I, 12,25). Das verängstigte Volk wendet sich an ihn mit
der Bitte: "Bete für deine Knechte..., daß wir nicht sterben,
denn
wir haben zu all unseren Sünden noch das Böse hinzugetan,
uns einen König zu fordern" (ebda.,19).
Letztendlich führen beide Wege zu unterschiedlichen Aspekten
im Dienst an G~tt. Moscheh bringt es zur Öffnung des
Erdbodens; ein zerstörerisches, tödliches Wunder, in dessen
Folge "alle von Israel, die in ihrer Nähe waren, bei ihrem
Geschrei flohen" (Num. 16,34). Schmu'el hingegen führt zur
Öffnung der Schleusen des Himmels, ein furchtbares und
bedrohliches Wunder, das allerdings Aspekte des Lebens und
der Blüte enthält; darum fällt die Reaktion auch weit
milder aus:
"Und es fürchtete sich das ganze Volk sehr vor dem Ewigen
und vor Schmu'el" (Schm.I, 12,18). Es läßt sich erkennen,
wie
Moscheh die Annahme der göttlichen Autorität unter Furcht
vor
Strafe in den Mittelpunkt rückt, wohingegen Schmu'el die
Annahme der göttlichen Autorität durch innere Erkenntnis
himmlischer Würde, ja sogar Liebe erreichen will. Dazu passen
seine beruhigenden Worte: "Fürchtet euch nicht... denn nicht
lassen wird der Ewige sein Volk, um seines großen Namens
willen" (V.20-21), im Gegensatz zu Moscheh, dessen Worte in
unserem Wochenabschnitt keine Anzeichen von Beruhigung
tragen. Wenn dem so ist, haben wir hier ein weiteres Beispiel
für den Unterschied im Dienst an G~tt zwischen dem Ausland
bzw. der Wüste und zwischen dem Lande Israel vor uns; ein
Unterschied, der im nächsten Wochenabschnitt in der
Angelegenheit um das Hader-Wasser noch deutlicher
hervortreten wird.
| HaRav
Aviner
Nein! Rav Schlomo Aviner
|
![]() |
Einer Regierung, die zugunsten eines fremden Volkes Teile des
Landes Israel aufgibt, sage ich: Nein!
Einer Regierung, die nach tausendjähriger Diaspora Juden aus
ihren Wohnorten im Lande Israel vertreibt, sage ich: Nein!
Einer Regierung, die nicht gegen Mädchenhandel kämpft, aber
jetzt Grund und Boden des Landes Israel verschachert, und
überhaupt der Herrschaft im Lande überdrüssig ist -
von der
distanziere ich mich und sage: Nein!
Einem verdienstvollen Regierungschef, in den nunmehr ein
böser Geist fuhr, der ihn beherrscht, sage ich: Nein!
Wer die Nation mit einem Messer in Stücke reißt, wer die
Armee mit einem Messer in Stücke reißt, wer das Land mit
einem Messer in Stücke reißt, dem sage ich: Nein!
Jenen, die dieser Regierung wegen ihrer Subventionen
anhängen und damit den Geist des Volkes schwächen, und die
vergessen, daß wir nicht durch Subventionen, sondern durch
den Geist erbaut werden, sage ich: Nein!
Und wenn etwa jemand auf den Gedanken kommt, eine
Ortschaft im Katif-Gebiet anzurühren, dann werde ich dort mit
noch zehntausenden anderen erscheinen, um deutlich "Nein!"
zu sagen.
Was für ein herrliches Wort: Nein!
Was für ein wunderbares Wort, direkt aus den Zehn Geboten!
Welch ein gewaltiges Wort, dessen Kraft in seiner Seltenheit
besteht!
Ihr habt uns mit Füßen getreten, ihr habt uns beleidigt,
ihr habt
uns belogen, ihr habt mit uns eure Scherze getrieben, und wir
haben dazu geschwiegen und die Dinge in Geduld und Liebe
ertragen; doch jetzt, da ihr an den Grundfesten des Staates
Israel rüttelt, sagen wir euch: Nein!
Wir teilen euch mit: "Viele Gedanken sind im Herzen des
Menschen, aber der Ratschluß des Ewigen, der hat Bestand"
(Sprüche 19,21), und "Hilfe und Rettung wird den Juden
erstehen von anderem Orte her, und du und dein Vaterhaus
werdet umkommen" (Esther 4,14), denn ihr seid nicht
gekommen zum Beistande des Volkes unter den Helden (nach
Richter 5,23). Wer seine Hand gegen das Messer im Herzen
des Landes und des Volkes erhebt, erhält den Segen des
Landes und des Volkes. Doch ihr, die ihr eure Hände zur
Stutzung unseres Erbbesitzes erhoben habt, werdet nicht an
der Freude des Volkes teilhaftig werden, weil ihr nicht den Mut
und die Macht finden konntet, "Nein!" zu sagen.
Und noch etwas wollen wir euch sagen: Was uns betrifft, hat
sich gar nichts geändert. Weder die Wahrheit noch das Land,
auch nicht die "Wahrheit, die aus der Erde sproßt" (Psalm
85,12). Es wird nur schwerer sein. Wir wußten schon immer,
und zwar vom größten der Geistesgrößen, Rabbi
Schimon bar
Jochai, daß "das Israelland... nur durch Züchtigungen erworben"
wird (Brachot 5a). Wir litten die Leiden der "Steinigung":
Erniedrigung und Armut. Wir litten die Leiden der "Verbrennung"
- des Geistes der Seele. Jetzt leiden wir die Leiden des
"Erstickens": kurzsichtiges Taktieren, politische, geistlose
Kuhhändel und Abwürgen langfristiger Vision (Rabbiner
A.J.Kuk, Orot HaTchija §14). Gegen diesen Strick um den
Hals,
der sowohl das Atmen als auch das Sprechen verhindert, sagen
wir: Nein!
Niemals werden wir die Worte von Rabbiner Jizchak aus Worke
vergessen: "Woran erkennt ein Jude, ob der Weg, den er geht,
gut oder schlecht ist? Wenn er die jüdische Nächstenliebe
mehrt, ist er gut und grade, und wenn nicht, nicht". Darum
werden wir für das Land Israel auf der Grundlage von jüdischer
Nächstenliebe kämpfen, und jedem, der sich von den Menschen
und ihren Leiden abkoppelt, "Nein!" sagen.
Wir können allerdings auch, und noch viel besser, "Ja!" sagen:
Jenen, die Liebe und Brüderlichkeit, Frieden und Freundschaft
in unserer Nation mehren!
Jenen, die für verstärkte Einwanderung nach Israel wirken,
für
die Besiedlung des Landes und die Stärkung der Armee, Blühen
der Wirtschaft und die Würde unseres Staates, sagen wir: Ja!
Jenen, die für die Neutralisierung des Oslo-Abkommens und
seiner tödlichen Konsequenzen wirken, die schon über tausend
Opfer forderten, und der Beseitigung der eingebildeten Ängste
vor dem Terror sagen wir: Ja!
Jenen, die das bisherige Konzept des Straßenverkehrs ändern
und uns damit die jährlichen 600 Todesopfer und 20.000
Schwerverletzen sparen, sagen wir: Ja! Jenen, die gegen das
Rauchen kämpfen, um damit jährlich zehntausende Todesfälle,
darunter 1600 Passivraucher, zu verhindern, sagen wir: Ja!
Jenen, die sich für gesunde Ernährung und Körperertüchtigung
einsetzen, um die jährlichen zehntausende Todesfälle durch
Krankheiten einzusparen, sagen wir: Ja!
Jenen, die Arme und Leidende unterstützen, sagen wir: Ja!
Jenen, die gegen Ignoranz und für bessere Bildung unserer
Kinder in Schule und Jugendbewegungen kämpfen, sagen wir:
Ja!
Jenen, die sich für eine spirituelle Erhebung des jüdischen
Staates und seiner Regierung einsetzen: Ja!
Jenen, die sich für größere Würdigung der Tora
und ihrer
Unabhängigkeit einsetzen: Ja!
Jenen, die sich für mehr Licht und Freude, Liebe und Glauben
einsetzen: Ja!
G~ttseidank gibt es so viele gute Dinge zu tun!
Weitere Kommentare
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