DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
 
 
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT EKEW
Nr. 472
20. Aw 5764
 

AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was ist TOLERANZ wirklich?
Über die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das Gebot der Einwanderung nach Israel
Der Holocaust
DAS VOLK ISRAEL
Politik und Judentum
Die Tora und der Mensch
    oder "Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion "2000"- Israel und das Christentum
                          - Briefe der ehemaligen Oberrabbiner Israels
                          - Israelfreundliche Christen?
"Ich bin ein Palästinenser"
Die Sudeten von Palästina
König Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der Kampf um Israel
Wie man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn Erew Pessach auf Schabbat fällt

"Jerusalem Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim

AUF HEBRÄISCH:
"Schall und Ru'ach"
Kurze Vorträge von Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten Themen,
zum Zuhören online,
desgleichen auf Französich
 

Diese Woche in der Tora (Dt. 7,12-11,25):
Die Segnungen des Gehorsams, Heranziehung der Geschichte
als Motivation zur Erfüllung der fundamentalen Pflicht, G~tt zu
lieben und seine Gesetze zu halten, persönliches Erleben der
Wunder zu Gunsten Israels sollen zu Liebe und Gehorsam
führen, Belohnung und Strafe im Judentum (Mittelteil des
Schma-Gebetes).
 
 
Am Schabbes-Tisch...

Furchtbar

Rav Se'ev Karov
Leiter der Jeschiwa in Karnej Schomron

"Und nun, Israel, was verlangt der Ewige dein G~tt von dir, als
daß du fürchtest den Ewigen deinen G~tt" (Dt. 10,12). Dazu
fragten die talmudischen Weisen: Und das ist so eine einfache
Sache?! - Und gaben ihre Antwort, und die Kommentatoren
kommentierten. Der Begriff "Furcht" kann auf zwei verschiedene
Weisen verstanden werden: Eine Bedeutung von "Furcht" ist
Angst. Ich fürchte mich, d.h. ich habe vor etwas oder vor
jemandem Angst. Das ist der Gedanke, den die Menschen
gewöhnlich mit dem Begriff "Furcht" verbinden. Die zweite
Bedeutung hat mit Ehre zu tun, "Ehrfurcht". Ich fürchte
jemanden, d.h. ich halte ihn in Ehren. Ich fühle oder verstehe,
daß er größer ist als ich, klüger und gerechter, und darum
beruht unsere Beziehung auf Ehrfurcht. Das hat nichts mit
Angst zu tun. Im Gegenteil, ich fühle Sicherheit und Freude
darüber, so einem in bestimmter Weise nahe zu sein, und ich
höre auf seine Weisungen und Ratschläge aufgrund eines
Verhältnisses von Ehrfurcht vor solcher Größe.

Einerseits gibt es kaum etwas Leichteres als eine Beziehung
von Ehrfurcht und das Fühlen einer Selbstverneinung vor einem
großen Menschen. Versteht es sich denn nicht von selbst, daß
ein Mensch seinen Eltern mit Ehrfurcht gegenübertritt? Wer
kann nicht jemandem, der ihn in die Welt gebracht hat und ihm
materielles und geistiges Leben schenkte, mit einem Gefühl von
Ehrfurcht und Selbstverneinung begegnen? Und wenn dies für
Beziehungen zwischen Sterblichen gilt, dann doch erst recht
zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer. "Wisse, vor
wem du stehst", und das richtige Verhältnis ergibt sich von ganz
alleine.

Wenn das alles so simpel ist, warum ist es dann so unklar?
Der Wochenabschnitt beschreibt den Vorgang, durch den
dieses einfache Gefühl erschüttert wird. "Daß nicht, wenn du
issest und satt wirst, und schöne Häuser baust und
bewohnest... dein Herz sich erhebe und du vergessest den
Ewigen deinen G~tt, der dich aus dem Lande Ägypten geführt
aus dem Hause der Knechte" (Dt. 8,12/14). "Du sollst nicht
sprechen in deinem Herzen, wenn der Ewige dein G~tt sie
ausstößt vor dir, also: Um mein Verdienst hat mich hergebracht
der Ewige, dieses Land einzunehmen" (Dt. 9,4). Wenn sich das
Herz des Menschen mit Stolz und Überheblichkeit füllt, fürchtet
er niemanden. Er hat vielleicht Angst vor einem physisch
stärkeren Menschen oder einer Sache, aber Ehrfurcht hat er vor
niemandem. Er sagt in seinem Herzen: "Keiner sonst außer mir"
(nach Dt. 4,35). So ein Mensch schreibt jeglichen Erfolg nur sich
selbst zu. Er siegt im Kriege, er läßt das Vieh wachsen und er
führte sich selbst aus Ägypten. So ein Mensch ist versucht zu
sagen, wie Pharao: "Mein ist der Fluß, und ich habe ihn mir
gemacht" (Jecheskel 29,3).

Einerseits ist es doch normal und leicht zu verstehen, daß es
über mir intelligentere Leute gibt, Leute mit mehr Erfahrung, und
ich sie zu respektieren und zu fürchten habe. Sicher gibt es
über mir einen Schöpfer, unter dessen Scheffel ich mein Licht
stellen möchte. Andererseits ist es doch so leicht für einen
erfolgreichen Menschen zu denken, er könne die Spielregeln
bestimmen, alles hänge von seinen Taten ab, und er stehe
hinter niemandem zurück.

Darin besteht der große Vorzug unseres Vorvaters Awraham,
über den es heißt: "Denn nun weiß ich, daß du g~ttesfürchtig
bist" (Gen. 22,12). Awraham unterhält ganz besonders enge
Beziehungen zum Schöpfer der Welt: "Awraham - mein Freund"
(Jeschajahu 41,8). Awraham "debattiert" mit seinem Schöpfer
und äußert scharfe Worte: "Fern sei es von dir; der Richter der
ganzen Erde sollte nicht Gerechtigkeit üben?" (Gen. 18,25). So
ein Mensch kann leicht die Ehrfurcht vor seinem Schöpfer
verlieren und die Einsicht, daß er sich vor dem gerechten und
allmächtigen Schöpfer geringschätzen muß. Bei der
Versuchung der "Bindung Jizchaks" offenbart sich, daß
Awraham die Größe des Schöpfers und seinen eigenen Platz
kennt.

Heutzutage, da die kulturelle Atmosphäre den Einzelnen in den
Mittelpunkt der Existenz rückt und zu Hochnäsigkeit verleitet,
kann man Ehrfurcht mit der Lupe suchen. Das menschliche
Verständnis von einer abgestuften Welt, und einem Wesen
über dem Menschen ist schon fast nicht mehr vorhanden. Der
Sohn ist sicher, daß er weiser und gerechter ist als seine Eltern
und Lehrer, und der Mensch ist überzeugt, daß die Welt, wenn
er der Schöpfer wäre, anders und besser aussähe. Es fehlt uns
eine wichtige Dimension im Leben - die Dimension der
Ehrfurcht. Es fehlt die Eigenschaft der Demut, die dem
Menschen den wahren Blick auf die Welt ermöglicht und auf
seinen Platz darin. Es gibt keinen, der alles besser weiß, und
nicht "die ganze Gemeinde sind lauter Heilige" (Korach, Num.
16,3).

Liebe ist außerordentlich wichtig, und die Ehrfurcht steht ihr
nicht entgegen, sondern ergänzt die zwischenmenschlichen
Beziehungen und die Beziehung des Menschen zu seinem
Schöpfer.

Wenn wir die Demut in unser Leben zurückbringen, wird uns die
G~ttesfurcht leichtfallen, eine Ehrfurcht, die unserem Wohle
dient. "Und nun, Israel, was verlangt der Ewige dein G~tt von
dir, als daß du fürchtest den Ewigen deinen G~tt, daß du auf
allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst,.. auf daß es dir
wohlergehe" (Dt. 10,12-13).
 
 
 
HaRav Aviner

Vorurteile und Irrglauben

Rav Schlomo Aviner
Oberrabbiner von Bet El und Rosch Jeschiwa von "Ateret Kohanim" in der Jerusalemer Altstadt

Unsere Generation ist eine Generation des Wissens, der
Vernunft und der Wissenschaft. Trotzdem finden sich zu allen
Themen immer noch Reste von Vorurteilen und Irrglauben, eine
Erscheinung des "Rückzugs der Einsicht", die sich unter
anderem auch in der Diskussion um das Katif-Gebiet und
überhaupt unsere Anwesenheit im Lande Israel zeigt. Vorurteile
im Bereich des Privatlebens können großen Schaden anrichten,
auf der Ebene der Allgemeinheit aber zu nationalen
Katastrophen führen.

1. Vorurteil: Der Gasastreifen gehört nicht zum Lande Israel.
Zu unserer Ehrenrettung muß ich sagen, daß dieses Vorurteil
fast nicht mehr existiert, denn jedes Kind lernt schon in der
Volksschule, daß der "Strom Ägyptens" (Gen. 15,18) Israels
Westgrenze bildet, d.h. der östliche Ausläufer des Nils, oder
wenigstens, nach manchen Lehrmeinungen, der Wadi von El-
Arisch. Nach nur kurzem Geschichtsstudium kann sich
jedermann überzeugen, daß bereits die Chaschmonäer dort
anwesend waren, ebenso die talmudischen Weisen; Rabbiner
Ovadia Bertinoro (bedeutender Mischnakommentator) und
Rabbiner Meschullam Woltera beschrieben die dortigen
jüdischen Gemeinden, Rabbiner Israel Nadschara, Verfasser
des bekannten Schabbatliedes "Ja ribon olam", war Rabbiner
von Gasa-Stadt. Erst bei den Unruhen im Jahre 5689 (1929)
wurden die Juden von dort vertrieben. Nun sind wir g~ttseidank
zurückgekehrt, und es leben dort 7.500 Männer, Frauen und
Kinder, mögen sie sich mit G~ttes Hilfe mehren zu
Zehntausenden und Hunderttausenden.

2. Vorurteil: Wir werden Finanzhilfe von den Amerikanern
erhalten [für die Aufgabe des Katif-Gebietes].
Das ist wirklich ein Musterbeispiel für kindischen Irrglauben, der
ein ganzes Land ins Unglück stürzen kann. Auch einem
einzelnen Menschen kann es sehr schaden, Wahrheit, Moral,
Gerechtigkeit und Ideale für Geld zu verkaufen. Doch wenn ein
ganzer Staat das tut, führt es zu furchtbarer Zerstörung.
Natürlich haben die Amerikaner kein Geld versprochen, und
selbst wenn, ist es noch nicht sicher, daß sie ihr Versprechen
auch halten werden. Und wenn doch, so wäre das eine große
Schande für uns. Seit wann wurden wir zu Bettlern und
Schnorrern?! Für einen Einzelnen ist das Schnorrerdasein
schon eine große Schande, aber für ein reiches Land, nur um
noch 5% extra für den Staatshaushalt zu ergattern?! Übrigens
verteilen die Amerikaner kein Geld ohne Gegenleistung,
sondern investieren, um Gewinne zu erzielen. Aber diese
nationale Schnorrerei ist doch eine Affenschande! Und
Landesverrat an Teilen unseres Landes und unschuldigen
Juden - das ist schon reiner Wahnsinn. Staatsführung gestützt
auf solchen Irrglauben - der reine Wahnsinn!

3. Vorurteil: Terrorgefährdete Gebiete müssen verlassen
werden.
Mit anderen Worten: "Keine Juden - keine Anschläge"
[Anspielung auf den vom Obersten Gerichtshof verbotenen
Sticker "Keine Araber - keine Anschläge"]. So eine wahnsinnige
Idee gab es in der Weltgeschichte nur ein einziges Mal: bei den
Nazis - "judenrein".

Vielleicht gibt es ein paar Leute, die Angst haben, im
Grenzgebiet zu wohnen. Auch das muß nicht sein. Einmal fragte
ein Jude den berühmten Rabbiner "Chason Isch": "Ich wohne an
der Grenze, vielleicht sollte ich lieber ins Landesinnere
umziehen?" - Antwort: "Wenn alle Grenzbewohner ins
Landesinnere ziehen, dann wird ja dort die Grenze verlaufen!".
Wenn nun allerdings ein Einzelner weiche Knie bekommt,
werden wir ihn nicht gleich steinigen, sondern nach Hause
zurückkehren lassen. Und in welchem Fall? Bei einem
"Erlaubnis-Krieg". An einem "Gebots-Krieg" allerdings [z.B. zur
Landesverteidigung] müssen Alle teilnehmen, auch die
Furchtsamen, denn in diesem Fall sage sich ein jeder: Ein Held
bin ich! Eine ganze Öffentlichkeit aber kann keine weiche Knie
bekommen. Im "Erlaubnis-Krieg" werden wir einen einzelnen
Angsthasen vom Dienst befreien, auch ohne ihn dabei zu
beschämen, aber eine unerträgliche Schande ist es, wenn ein
ganzes Land wegen einiger Terroranschläge den Rückzug
antritt! Das ist mehr als Angst, das ist schon Überängstlichkeit,
wie sie Rabbiner Moscheh Chajim Luzatto im Buch "Der Weg
der Frommen" (Messilat Jescharim, Ende des 9.Kap.)
beschreibt: Selbstverängstigung durch eingebildete Gefahren.
Rückzug aus Furcht vor einigen Terroristen, eine
unbeschreibliche Verrücktheit, die von einer Sklavenmentalität
der Unterwerfung zeugt. In Wahrheit handelt es sich dabei um
einen uralten Irrglauben: die Sünde der Kundschafter, die
einfach nur Angst hatten, ohne wirklichen Grund. Wegen dieser
Sünde "war Israel in der Wüste wie Geächtete" (Raschi zu Lev.
1,1, Dt. 2,14), im Laufe der "achtunddreißig Jahre, bis dahin war
das ganze Geschlecht der Kriegsmänner" (Dt. 2,14). Mit
anderen Worten: Seid ihr Soldaten oder Angsthasen?! Ebenso
bei Jehoschua: "All das Volk, das aus Ägypten kam, die
Männlichen, all die Kriegsmänner, waren gestorben in der
Wüste" (5,4), weil sie sich nicht wie Kriegsmänner verhielten,
sondern wie Tattergreise. G~ttseidank hatten wir uns zum Krieg
von unserem Lehrer Moscheh gegen Sichon und Og wieder
aufgerappelt. G~ttseidank hatte er keine Angst, auch
Jehoschua hatte keine Angst, auch die Richter hatten keine
Angst, auch die Könige hatten keine Angst, auch Nechemja, die
Bauleute der Mauer und die Dränger hatten keine Angst, die
Chaschmonäer hatten keine Angst, die Kämpfer im
Unabhängigkeitskrieg und allen anderen Kriegen Israels hatten
keine Angst, und das Volk in Zion, wo auch immer, hat keine
Angst. Möge es G~ttes Wille sein, daß unsere Politiker vom
Volke lernen und Mut fassen. Angst kann niemals Frieden und
Sicherheit bringen. Im Gegenteil, sie führt zu größerem
Blutvergießen. Mut und Stärke, Opferbereitschaft und
Hartnäckigkeit sind es, die zu Frieden und Sicherheit führen.

Vielleicht sollte man an dieser Stelle die Worte des deutschen
Generals Rommel vor El-Alamein erwähnen, der verkündete,
noch vier Tage, und er werde mit seiner Armee im Lande Israel
einziehen und alle Juden umbringen. Der arabische Mufti sagte:
Diese Arbeit werden wir für euch erledigen. Doch der englische
General Montgomery befahl seinen Soldaten: Ihr werdet gegen
die Deutschen vorgehen und sie zurückdrängen, bis ihr fallt;
und so geschah es auch, und das Land Israel war gerettet. Das
war die englische Armee, und noch nicht einmal in England!
Und Sie wollen behaupten, wir müßten wegen ein paar
Terroristen aus Teilen unseres eigenen Landes weglaufen, und
schämen sich nicht?!

4. Vorurteil: Es gibt kein Vakuum, man muß immer etwas
unternehmen.
Sicher, aber etwas Positives! Wenn man aber stattdessen
einem verrückten Irrglauben verfällt, ist es besser, abzuwarten
und nichts zu tun. Wie beim Grundprinzip der Medizin: Vor allem
keinen Schaden anrichten! Wenn Sie kein Arzt sind, mischen
Sie sich lieber nicht ein. Wenn Sie nicht wissen, wie das
Problem des Terrorismus zu lösen ist, lassen Sie die Finger
davon, und wir werden damit zu leben lernen, wie jedes andere
Volk auf der Welt. Das ist der Unterschied zwischen einem
kleinen Kind, das nicht mit unlösbaren Problemen leben kann
und sich deshalb zu verantwortungslosen Taten hinreißen läßt,
und einem Heranwachsenden, der weiß, daß es für manche
Probleme keine Lösung gibt und sich selber beibringen kann,
nicht für alles sofortige Befriedigung zu suchen, und sich in
Geduld faßt. Wenn Sie nicht wissen, wie man das
Terrorproblem löst, dann lassen Sie davon ab und
konzentrieren sich auf ein anderes Problem, z.B.: Aufbau des
Landes, Alija (Einwanderung), Stärkung von Armee und
Wirtschaft, Stützung der schwachen Bevölkerungsschichten.

5. Vorurteil: Gib ihnen eine Chance!
So verlieren tagtäglich Menschen ihr ganzes Vermögen bei
Glücksspielen und im Kasino, und wir finden es einfach
unverständlich, warum kein Gesetz dies verbietet. Um das Land
Israel veranstaltet man aber kein Würfelspiel! Es ist nicht Ihr
Privateigentum! Es gehört dem ganzen Volk Israel in allen
seinen Generationen! Und bevor jemand mit Glücksspielen um
das Land und mit dem Leben der Leute anfängt, muß er die
Frage beantworten: Und wenn es nicht funktioniert? Diesen Film
kennen wir nämlich schon von den Oslo-Abkommen. Wir fragen
die Osloiden: Sind wir jetzt besser dran oder nicht?

6. Vorurteil: Wir müssen aus dem Morast herauskommen.
Im Gegenteil - eine der Glanzleistungen der zionistischen
Pioniere war nicht das Fliehen vor den Sümpfen, sondern das
Trockenlegen der Sümpfe. Viele Sümpfe wurden trockengelegt
und das Land in einen Garten G~ttes verwandelt: ein
wunderbares, reiches Land mit einer starken Armee, ein Land
voller Tora, Einsammlung der Verstreuten von allen Winkeln der
Erde zu einem eigenen Staat, aus vereinzelten Juden wurde ein
lebensfähiges Staatswesen, wir machen Fortschritte. Erhebe
deinen Blick und sieh die enorme Entwicklung der letzten 120
Jahre, und besonders seit Staatsgründung.

Vielleicht sind Sie müde, aber das Volk ist nicht müde, das Volk
ist nicht ausgelaugt und nicht eingerostet. Es ist voller Mut und
Tatendrang, Freude und Hoffnung, glücklich, in seinem Land zu
leben, es mag die kleinlichen politischen Intrigen ganz und gar
nicht, es liebt die klare Luft, hohen Geist, es blickt auf erhabene
Ziele, es mag keine Irrglauben und Vorurteile, sondern den
großen Glauben, es glaubt an unsere Wiedererstehung, unsere
Wiederbelebung und unser Weiterleben, unser Weitermachen
und unsere Weiterentwicklung.
 

Weitere Kommentare von Rabbiner Schlomo Aviner zu aktuellen
Themen auf hebräisch im Internet (audio/online):
www.a7.org
- auch englischsprachige Sendungen und Nachrichten (audio +TV) aus Israel:
www.israelnn.com
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NEU!!
Machon Meir bietet ein neues Programm - für spanisch- und
portugiesischsprachige Teilnehmer!
Beginn: Rosch Chodesch Elul 5764 (17. August 04).
Das Programm ist geeignet für Teilnehmer, die ihr jüdisches Wissen
verbessern und in der besonderen Atmosphäre von Machon Meir
Tora lernen wollen, die Liebe zum Volk Israel, zur Tora und
zum Lande Israel. Gleichzeitig kann der unter Aufsicht des
israelischen Erziehungsministeriums stehende Hebräisch-Kurs
besucht werden, ebenso wie die im Machon stattfindenden
Schiurim und Studiengruppen der Abteilung für Israelis.
Für männliche Teilnehmer ab 18 Jahren.

Weitere Auskünfte erteilt der Leiter des Programms,
Rabbiner Rafael Spangental, Tel. +972-8-9285216, +972-2-
6516855, Handy +972-52-4501467 email: azrielsc@hotmail.com
oder Schmu'el Kornblit, Tel. +972-2-6718655,
Handy +972-50-7978338, email: shmuel@masuah.org
 

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