DAS ZENTRUM FÜR
JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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Anschrift: Sderot Hame'iri 2, Kirjat Mosche
IL - 91032 Jerusalem ISRAEL Tel. +972 2 6511906 Fax +972 2 6514820 http://www.machonmeir.org.il |
Redaktion und Übersetzung der deutschen
Ausgabe: R. Plaut
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"Betrachtungen"
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den Rabbi" auf deutsch
-früher aktualisiert (update)
als die Machon-Meir-Seite
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT DEWARIM
(CHASON)
Nr. 470
6.Aw 5764
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der ehemaligen
Oberrabbiner Israels
- Israelfreundliche
Christen?
"Ich
bin ein Palästinenser"
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online,
desgleichen auf Französich
Diese Woche in der Tora (Dt. 1,1-3,22):
Im 40. Jahr, am 1. des 11. Monats, spricht
Moscheh zu den
Kindern Israels, bevor sie den Jordan
überqueren: Rückblick auf
die Reise, Einsetzen von Richtern, Aussenden
der
Kundschafter+Sünde dazu, welche Länder
in Ruhe gelassen
und welche erobert werden.
9.Aw Dienstag (27. Juli) - Fasttag zum
Gedenken an die
Tempelzerstörung "Tischa Be'Aw"
| Am
Schabbes-Tisch...
Mit dem Blick nach vorne Rav Se'ev Karov
|
Das Volk Israel steht am östlichen Ufer des Jordans am Tor
zum Lande Israel. Endlich, nach 40 Jahren Wüstenwanderung
und der Sklaverei in Ägypten, stehen der Eintritt ins eigene
Land und Unabhängigkeit unmittelbar bevor.
Bei dieser Gelegenheit hält unser Lehrer Moscheh seine
Abschiedsrede. Wir hätten von ihm Worte der Ermunterung und
Bestärkung erwartet, gewürzt mit einigen "heißen Tips"
für ein
erfolgreiches Leben im Land des Heiligen. Anscheinend hat
Moscheh jedoch das Gegenteil im Sinn. Er erzeugt eine
Stimmung wie für Tischa Be'Aw. Eine ganze Parscha lang
ermahnt er das Volk und erinnert an die Rückschläge und die
begangenen Fehler. Er redet überhaupt nicht von den positiven
Dingen, wie die Übergabe der Tora und der Bereitschaft des
Volkes, G~tt durch das unwirtliche Gelände der Wüste zu
folgen. Sondern: "..aber ihr hörtet nicht und waret widerspenstig
gegen den Befehl des Ewigen und freveltet.." (Dt. 1,43).
Die talmudische Weisen sagten: "Wer über Jerusalem trauert,
dem ist es beschieden, auch ihre Freude zu sehen" (Ta'anit
30b). Rabbiner A.J.Kuk erklärte dazu, daß die Trauer über
[die
Zerstörung] Jerusalems den Menschen auf die Stufe anhebt, die
ihn zur Freude über ihren Aufbau befähigt. Das Gefühl
eines
Mangels und der Trauer über den Tempel bietet einen
Anhaltspunkt über das gegenwärtige Verhältnis des Trauernden
zum Tempel. Nur wer fühlt, daß das Fehlen des Tempels sein
derzeitiges Leben beschwerlich macht und der
Vervollkommnung seiner Persönlichkeit im Wege steht, gilt
wirklich als Trauernder über die Zerstörung des Tempels und
wird alles zu seinem Wiederaufbau unternehmen, für eine
bessere Zukunft.
Wenn jemand mit der Gegenwart zufrieden ist, warum sollte er
trauern und das lang vergangene Verschwinden einer Sache
bedauern? Vielleicht war es sogar gut, daß eine Sache, deren
Zeit um war, aus der Welt verschwand? Wer nicht den Schmerz
der zertretenen Ehre Israels fühlt, wer kein Leid spürt wegen
der
Zerstörung des Tempels, könnte, auch wenn er wollte, nicht
die
Freude bei dessen Wiederaufbau nachvollziehen.
Mancher trauert über einen Verlust und steckt mit allen seinen
Gedanken in der Vergangenheit, so wie jemand an die Sünden
der Vergangenheit erinnert, und alle seine Gedanken drehen
sich um die Vergangenheit. Es gibt aber auch Trauernde, deren
Blick auf die Zukunft gerichtet ist. Trauernde, die sich auf
Grundwerte berufen und alles, was man aus der Vergangenheit
lernen kann, um für eine bessere Zukunft zu wirken.
Unser Lehrer Moscheh denkt an die Zukunft des Volkes Israel,
denkt an den kurz bevorstehenden Eintritt ins Land und redet
über die Vergangenheit. Er redet über vergangenes Versagen
und versucht, das jüdische Volk zu einer Verinnerlichung der
Schwere seines Fehlverhaltens zu bringen. Und warum? Um
das Bewußtsein über den positiven Weg und über die
Notwendigkeit zu vertiefen, sich um der Zukunft willen von
zwielichtigen Wegen fernzuhalten.
Wenn das Volk Israel versteht, warum es von den diversen
Problemen heimgesucht wurde, wenn es den Grund für 40
Jahre Wüstenwanderung verinnerlicht, dann besteht eine
Chance, daß die Zukunft rosiger ausfällt.
Unser Lehrer Moscheh sagt dem Volk Israel: Wenn ihr die
Zukunft erleben wollt, wenn ihr lange Jahre im Lande Israel
leben wollt, müßt ihr den Missetaten der Vergangenheit den
Rücken kehren und euch gleichzeitig den Wegen der Heiligkeit
und der Reinheit nähern.
Wir müssen verstehen, "daß alle individuellen Makel nur einem
Mangel der Erleuchtung des allgemeinen Lebens entstammen.
Gerade die Zerstörung des Tempels ist die Ursache für die
Verfinsterung unseres Lebens, und die Seelen leiden Qualen
und Finsternis", alles makelhafte Verhalten entstammt einer
"niederen" und materialistischen Denkweise der Menschen.
Eine allgemeinere Betrachtungsweise erleuchtet das Leben mit
vollkommenerem Licht. Die Tempelzerstörung steht für dieses
Absinken und den Niedergang des Lebens auf ein
beschränkteres und trüberes Niveau. Wer diesen Sachverhalt
durchschaut, trauert sicherlich über die Zerstörung des Tempels
und wird dessen Wiederaufbau anstreben. "Darum ist die
israelitische Seele gezwungen, ihre Heilung bei ihrer Wurzel zu
suchen... und alles wird an seinen Platz zurückkehren, und der
Tempel schnell in unseren Tagen erbaut werden" (Rabbiner
A.J.Kuk, Olat Ra'aja).
| HaRav
Aviner
Die große Menschenkette Rav Schlomo Aviner
|
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Höre Israel! Ihr rüstet euch heute zum Kriege. Zum Krieg um
das Katif-Gebiet. Zum Krieg um unser Land. Zum Krieg um die
Seele des Volkes. Kein Krieg gegen Brüder, sondern ein Krieg
für Brüder, für das Zusammenbringen von Brüdern.
Darum
werden wir alle mitmachen bei der großen israelischen
Menschenkette am 7. Aw 5764.
Vielleicht haben unsere Regierungsmitglieder ein wenig
vergessen, daß sie nicht Schicksal spielen sollen, sondern das
Volk repräsentieren; schließlich ist die Regierung für
das Volk
da, und nicht das Volk für die Regierung. Um das zu
verdeutlichen, werden wir alle mitmachen bei der großen
israelischen Menschenkette am 7. Aw 5764.
Oder vielleicht hat sie vergessen, daß wir nicht erst gestern
geboren, sondern ein uraltes Volk sind, das in sein Land
zurückkehrt von Tifßach bis Gasa (Könige I, 5,4). Zweitausend
Jahre lang haben wir uns nach unserem Land gesehnt, und jetzt
kehren wir zu ihm zurück, durch G~ttes Gnade über uns, und
genau das werden wir offen aussprechen bei der großen
israelischen Menschenkette am 7. Aw 5764.
Vielleicht hat die Regierung vergessen, daß dieses Land nicht
ihr Privatbesitz ist, sondern mit unserem Blut und unserem
Schweiß befreit und aufgebaut wurde, und daß dieses Land
nicht irgendeine Immobilie ist, sondern stark wie Eisen, unser
Seelenblut. Darum werden wir alle mitmachen bei der großen
israelischen Menschenkette am 7. Aw 5764.
Vielleicht weiß unsere Regierung nicht, daß nicht sie
Geschichte macht, sondern das Volk , und wenn sie Geschichte
gelernt hätte, wüßte sie, daß eine Regierung,
die das Volk
ignoriert, den Ast absägt, auf dem sie sitzt. Wegen dieser
einfachen Wahrheit fielen schon zahlreiche Diktaturen, denn sie
gehört zu den Grundregeln der Weltgeschichte. Und darum
erwähnen wir noch einmal, daß das Volk mehr bedeutet als
die
Regierung - und mehr als die Massenmedien - mit allem
Nachdruck, mit lauter Stimme, wie G~tt durch seine Propheten,
bei der großen israelischen Menschenkette am 7. Aw 5764.
Das ist eine ernste Angelegenheit, wenn die Regierung, die die
Nation einen soll, sich nicht bewußt ist, daß sie das Volk
spaltet,
mit einem Messer zerschneidet und auf einen Bürgerkrieg
hintreibt, und um einen Riß im Volk zu vermeiden, um ihn von
allen Seiten mit unseren Körpern einzugrenzen, werden wir alle
gemeinsam teilnehmen, jeder Einzelne von allen Teilen des
Volkes, Religiöse und Nichtreligiöse, Charedim und
Zionisten,
Aschkenasim, Sefaradim, Jemeniten und Äthiopier,
Reiche und
Arme, jung und alt, Männer und Frauen, Mädchen und Jungen
aus allen Ecken des Landes, vom Golan und aus Kirjat
Schmona, aus Zfat und Tiberias, Jescha und Chadera, Afula
und Nazaret, Naharija und Akko, Haifa und Umgebung, Natanja
und Herzlija, Ra'anana und Kfar Saba, Tel Aviv und Petach
Tikva, Bnej Brak und Givatajim, Ramat Gan und Rischon
Lezion, Cholon und Bat Jam, Rechowot und Ramle, Lod und
Be'er Scheva, Aschdod und Aschkalon, Ofakim und Netivot,
Sderot und Kirjat Gat, Jerocham und Dimona, Eilat und Mizpe
Ramon, Arad, Jerusalem und Katif-Gebiet, an der
Menschenkette am 7. Aw 5764.
Vielleicht hat es etwas damit zu tun, daß unsere Regierung
noch nicht mitbekommen hat, daß der Zug zur nationalen
Erlösung bereits in Gang gekommen ist und seit 120 Jahren mit
Volldampf voraus über die Schienen rollt und eine Station nach
der anderen hinter sich läßt. Keine kleinliche Machenschaft
kann ihn zum Halten bringen, keine Intrigen, keine
Betrügereien, keine Hinterlist, keine Machenschaften und keine
Kuhhändel. Die Eisenbahn fährt über Berge und durch
Täler,
über Einwanderung und Landbesiedlung, in der Nation und in
der Armee und bekommt weiteren Schwung durch Volk und
Land.
Das alles werden wir am 7. Aw 5764 sagen kommen, am Tag,
den G~tt schuf, damit das Volk sein Wort spreche, Worte der
Wahrheit und der Gerechtigkeit, des Glaubens und der
Hoffnung - die siegen wird. Dann werden wir alle ein Herz und
eine Seele, in einer großen Kette von hunderttausend
Menschen auf einer Strecke von 100 Kilometern, wie aus einem
Munde, vom Ende des Landes im Katif-Gebiet bis hinein ins
Herz der Nation, bis zur Westmauer gegenüber dem Heiligtum
(um 18.30 Uhr) das Lied der Hoffnung singen, das Lied des
Glaubens, wenn wir alle dabei sind bei der großen israelischen
Menschenkette am 7. Menachem-Aw 5764.
Weitere Kommentare
von Rabbiner Schlomo Aviner zu aktuellen
Themen auf hebräisch
im Internet (audio/online):
www.a7.org
- auch englischsprachige
Sendungen und Nachrichten aus Israel:
www.israelnn.com
- auf russisch:
www.sedmoykanal.com
NEU!!
Machon Meir bietet ein neues Programm
- für spanisch- und
portugiesischsprachige
Teilnehmer!
Beginn: Rosch Chodesch Elul 5764 (17.
August 04).
Das Programm ist geeignet für Teilnehmer,
die ihr jüdisches Wissen
verbessern und in der besonderen Atmosphäre
von Machon Meir
Tora lernen wollen, die Liebe zum Volk
Israel, zur Tora und
zum Lande Israel. Gleichzeitig kann der
unter Aufsicht des
israelischen Erziehungsministeriums stehende
Hebräisch-Kurs
besucht werden, ebenso wie die im Machon
stattfindenden
Schiurim und Studiengruppen der Abteilung
für Israelis.
Für männliche Teilnehmer ab
18 Jahren.
Weitere Auskünfte erteilt der Leiter
des Programms,
Rabbiner Rafael Spangental, Tel. +972-8-9285216,
+972-2-
6516855, Handy +972-52-4501467 email:
azrielsc@hotmail.com
oder Schmu'el Kornblit, Tel. +972-2-6718655,
Handy +972-50-7978338, email: shmuel@masuah.org
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Jüdische Studien in Hebräisch und Englisch in jeder Schwierigkeitsstufe,
Anfängerkurse auch auf Russisch und
auf Französisch
Tanach, Mischna, Gemara, Themen der jüdischen Weltanschauung
-gelockerte Atmosphäre
-religiöser Zionismus
-Emuna nach den Lehren Rav Kuks
-Anerkannte Hebräisch-Kurse (nachmittags)
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