DAS ZENTRUM FÜR
JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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"Betrachtungen"
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den Rabbi" auf deutsch
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als die Machon-Meir-Seite
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT CHAJE SARA
Nr. 435
27. Marcheschwan 5764
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der ehemaligen
Oberrabbiner Israels
- Israelfreundliche
Christen?
"Ich
bin ein Palästinenser"
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online,
desgleichen auf Französich
Diese Woche in der Tora (Gen. 23,1-25,18):
Saras Tod, Kauf der Höhle Machpela
bei Chewron ("Hebron"),
Awrahams Hausverwalter Elieser auf Brautschau
für Jizchak,
bringt Riwka, Awrahams neue Frau Ketura
und ihre
Nachkommen, Awrahams Tod, seine Beerdigung
in der Höhle
Machpela durch Jizchak und Jischma'el,
Jischma'els
Nachkommen und Tod.
Der
Stand der Dinge...
|
"An dem Tage, an dem unser Vater Awraham aus der Welt
schied, stellten sich alle Großen des Zeitalters in einer Reihe
auf und sprachen: Wehe der Welt, die ihren Führer verloren
hat; wehe dem Schiffe, das seinen Steuermann verloren hat"
(Baba batra 91a/b).
Unser Vorvater Awraham war der spirituelle Führer der Welt. Er
machte bekannt, lehrte und erzog die Menschen daraufhin, daß
die Welt nur einen Lenker hat, daß sie vom guten Willen
des
Schöpfers allein gelenkt wird. Gleichzeitig war er auch
politischer Führer. Er lehrte und veranschaulichte, daß
der
Mensch den Wegen G~ttes folge und für Recht und
Gerechtigkeit sorge, wie es heißt: "Denn ich habe ihn erkoren,
damit er seinen Kindern und seinem Hause nach ihm gebiete,
den Weg des Ewigen einzuhalten, Recht und Gerechtigkeit zu
üben" (Gen. 18,19). In dieser Hinsicht glich Awraham dem
Kapitän, der dafür sorgen muß, das Schiff in den Zielhafen
zu
bringen. Die Chittiter bezeichneten Awraham mit dem Titel
"Fürst G~ttes" (Gen. 23,6). Mit "Fürst" ist die politische
Lenkung
gemeint - gleichzeitig aber unter Anbindung an G~tt, d.h.
spirituelle Führung, so wie unser Lehrer Moscheh den Titel
"Mann G~ttes" (Dt. 33,1) erhielt, weil er ununterbrochen G~tt
anhing.
Nach dem Stand der Dinge braucht der Staat Israel im Lande
Israel eine Führungspersönlichkeit wie unseren Vorvater
Awraham, die ihre Lenkungsaufgabe sowohl auf politischem als
auch auf spirituellem Gebiete ausführt. Einerseits ein Mensch
großen Glaubens, durchsetzt von ethischen Prinzipien, den
Wegen G~ttes folgend, der Recht und Gerechtigkeit übt,
gleichzeitig sei er aber auch politischer Führer, der den Staat
in
den Hafen von Frieden und Sicherheit lenkt und den Stürmen
und Schwierigkeiten der Reise trotzt.
Rabbiner Moscheh ben Maimon ("Maimonides") beschrieb den
Maschiach (Gesalbter, "Messias") denn auch sowohl als
spirituellen als auch politischen Führer: "Und wenn ein König
aus dem davidischen Hause erstehen wird, der die Tora studiert
und die Gebote erfüllt wie sein Vorfahr David, gemäß
der
schriftlichen und der mündlichen Lehre, und ganz Israel dazu
bringen wird, in deren Wegen zu wandeln, und der
Abweichungen davon verhindern wird, und der die Kriege
G~ttes führen wird - dann wird er als der Maschiach
angesehen" (Gesetze von Königen ind Kriegen 11.Kap., Hal.4).
Schon in den Anfängen der jüdischen Nation verkörpert
unser
Vorvater Awraham, nach dem Motto "Taten der Väter sind
Vorzeichen für die Söhne", den zukünftigen Führer
des Volkes
Israel: ein "Fürst G~ttes". Nur so eine Leitfigur kann mit der
Hilfe
G~ttes das jüdische Volk zur vollkommenen Erlösung führen
und damit Licht und Segen der gesamten Menschheit spenden,
bald und in unseren Tagen, wie Maimonides in den 13
Glaubensprinzipien schrieb: "Ich bin vollkommen von der
Ankunft des Gesalbten überzeugt, und wenn er auch zögert,
trotzdem hoffe ich täglich auf ihn, daß er kommen wird".
In Erwartung der baldigen Errettung,
Rav Dov Begon
| Frage
und Antwort
Wie man dem Terror beikommt Rav Schlomo Aviner
|
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Frage: Wie kann man den Terror besiegen?
Antwort: 1. "Den Kampf wieder zurückführen zum Tore"
(Jeschajahu 28,6).
Zuerst muß von der Defensive in die Offensive übergegangen
werden. Anstatt sich einzuigeln und jeden Quadratmeter des
Landes Israel mit Soldaten, Polizisten und Wachpersonal zu
belegen, ist der Feind vor seiner Haustür anzugreifen. Man
kann nicht überall Wachen aufstellen und Schutzmauern
errichten, denn die Mörderbestien finden immer eine Lücke.
Vielmehr sind alle Terrornester vollkommen auszuräuchern und
alle Waffen zu konfiszieren. "Den Kampf wieder zurückführen
zum Tore" - den Krieg von uns auf das Gebiet des Feindes
verlagern. Zu Beginn der Besiedlung des Landes konzentrierten
wir uns auf Bewachung, bis uns Orde Wingate lehrte, jener
Gerechte der Völker, "Nachteinheiten" und "Feuereinheiten"
aufzustellen, in das Gebiet der Mörderbanden einzudringen und
sie zur Rechenschaft zu ziehen. Das Motto lautete: Nicht
abwarten, bis die Mörder bei uns zuschlagen, sondern die
Initiative ergreifen und sie ausrotten.
2. "Zerschmettre die Lenden seiner Widersacher, und seine
Hasser, daß sie nimmer aufstehen" (Dt. 33,11).
Es reicht nicht, nur anzugreifen und die Terrornester zu
vernichten, denn neue wachsen nach. Man muß die Früchte
des Sieges bewahren, und zwar nach dem Beispiel König
Davids. Rabbiner Naftali Zwi Jehuda Berlin (Leiter der
berühmten Woloschiner Jeschiwa vor etwa 120 Jahren und
Verfasser des Torakommentars "Ha'emek Dawar") erklärte
zu
diesem Vers: Weil König Scha'ul mit der feindlichen
Bevölkerung Mitleid hatte, vergoß er im Endeffekt mehr Blut,
sowohl eigenes als auch feindliches, weit mehr als König David,
da er die Arbeit nicht zuende führte. König David hingegen
erfüllte überall, wo er hingelangte, die Weisung des Verses
"Zerschmettre die Lenden seiner Widersacher, und seine
Hasser, daß sie nimmer aufstehen" und setzte Statthalter ein,
um die geordnete Herrschaft zu wahren. Wenn man nur
einrückt und wieder abzieht, hat die Sache kein Ende. Einmal
eingerückt müssen wir vor Ort verbleiben sowie unsere
Anwesenheit und militärische Herrschaft im ganzen Gebiet
konstituieren - und werden uns ganz sicher nicht auf die Mörder
verlassen, dort die Verantwortung für die öffentliche Ordnung
zu
übernehmen. Auf der ganzen Welt trägt die Armee die
Verantwortung für die nationale Sicherheit und delegiert diese
Aufgabe nicht weiter. Hier und dort gibt es private
Sicherheitsfirmen, die nationale Sicherheit jedoch überläßt
man
nicht Privatleuten, und sicher nicht jenen, die auf eine lange
Mordtradition zurückblicken. Ferner zeigt die Erfahrung, wo
jüdische Siedlungen existieren, hält sich auch die Armee
auf
und beobachtet die Gegend, wodurch die Zahl der
Terroranschläge wundersam zurückgeht.
3. Israelische Hoheit und Auflösung der Selbstverwaltung
Die palästinensische Verwaltung hat keinerlei
Existenzberechtigung und muß aufgelöst werden. Sie nützt
überhaupt nichts und hetzt nur zu Mord auf. Lies nicht
Verwaltung, sondern Vergewaltung. Aber selbst wenn sie
nett
und lieb wäre, so gewährt doch kein normaler Staat seinen
Minderheiten Autonomie. In Frankreich gibt es zehn Millionen
Araber, aber niemand käme dort auf den Gedanken, ihnen
autonome Gebiete abzuteilen. So auch überall sonst auf der
Welt, einschließlich USA. Wenn die Minderheiten einen eigenen
Staat haben wollen, dann sollen sie in ihr Ursprungsland
zurückkehren. Wir haben nichts gegen Minderheiten, wir sind
keine Rassisten. Minderheiten, die hier im Lande bleiben wollen,
müssen allerdings die Staatsgesetze akzeptieren. Jehoschua
ben Nun schickte den Kana'anitern vor dem Eintritt ins Land
drei Sendschreiben: 1. Wer will, kann gehen, es wird ihm kein
Leid geschehen. - Daraufhin verließen die Girgaschiter das
Land. 2. Wer will, kann in Frieden verbleiben. - Was für ein
Frieden? Akzeptierung unserer Staatshoheit und Regierung, wie
es überall auf der Welt üblich ist. 3. Wer will, kann Krieg
führen
(Maimonides, Gesetze von Königen und Kriegen, 6.Kap., Hal.1-
5).
Wir werden nicht auf unser Land verzichten oder Teile davon
wegen irgendwelcher Drohungen abgeben. Wo gibt es so
etwas, daß ein Staat einer seiner Minderheiten Autonomie
gewährt, und besonders bei uns, wo wir mit diesem furchtbaren
Irrtum eine so bittere Erfahrung machen mußten?! So verhält
es
sich bei jedem Volk auf der Welt. Wir sind höchstens mehr als
jedes Volk auf der Welt, aber sicher nicht weniger. Wir sind das
"Volk G~ttes", aber das bedeutet, daß wir auch "Volk" sind, und
ein normales Volk richtet seinen Minderheiten keine Autonomie
ein. So etwas gab es in der ganzen Weltgeschichte noch nicht.
In der Tora heißt es: "Ihr sollt das Land ausräumen" (Num.
33,53) - dazu erklärte Nachmanides: "daß wir es nicht in
der
Hand eines anderen Volkes belassen" (Ergänzung zum Buch
der Gebote des Maimonides, Gebot Nr. 4). "Und beschrieb es...
ganz mit seinen Grenzen... damit sie davon kein Gebiet
ausließen" (ebda.). Kein Platz in unserem Lande sei unter
fremder Herrschaft. Das ganze Gebiet sei unter unserer
Staatshoheit. So wie jede Sekunde des Schabbat-Tages
Schabbat ist, und genau wie jeder Jude des Volkes Israel Jude
ist, so gehört jeder Quadratzentimeter unseres Landes zum
Staate Israel. "Ihr sollt es ausräumen" bedeutet Souveränität,
und nicht palästinensische Verwaltung. Ihre Gründung
entsprang einem Fehler, und heute versteht jeder, daß sie
aufgelöst werden muß, nachdem wir auf die harte Tour unsere
Lektion lernten. Wäre es uns vergönnt gewesen, hätten
wir das
vorher aus der Tora und durch gesunden Menschenverstand
gelernt, heute bleibt uns immerhin der klarste Beweis von allen:
die Erfahrung am eigenen Leibe. Wir können nicht abstreiten,
was wir mit eigenen Augen sehen. Maimonides erwähnte drei
Quellen menschlicher Erkenntnis: göttliche Offenbarung,
Verstand und Erfahrung ("Igrot HaRaMbaM", Ausgabe Rav
Schilat S.479). Wer nicht auf die Stimme G~ttes hörte "Ihr sollt
das Land ausräumen", wer nicht auf die Stimme seines
Verstandes hörte, daß kein Volk einer Minderheit in seinem
Lande Autonomie gibt - auch eine Stadtverwaltung ist keine
autonome Einheit, sondern nur verlängerter Arm der Regierung
- der wird am Ende auf die Stimme der Erfahrung hören, auf die
Stimme des Blutes seiner Brüder, die zu ihm aus dem Erdboden
schreit, von den bluttriefenden Händen jener Autonomie.
Wieviele Menschen wollt ihr noch sterben lassen, chalila, bis
ihr
versteht, daß es der größte Unsinn der Weltgeschichte
war?!
4. Transfer in ein palästinensisches Land
Manche fragen, was wir denn mit Millionen Arabern in unserem
Lande anfangen wollen. Sollen sie hier auf ewig als armselige
Minderheit in Flüchtlinslagern verweilen? Man muß ihnen
Raum
schaffen, es sind ja nicht alle Mörder. Zuerst einmal gibt es
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Länder der Arabischen Liga, an die sie sich wenden können.
In
Wirklichkeit aber wurde bereits ein großer Teil des Landes
Israel für einen Palästinenserstaat abgetrennt, nämlich
Jordanien, das zum Lande Israel gehört, sowohl nach der Tora
als auch nach den Grenzen des britischen Mandatgebietes. Die
Briten übten Verrat an uns und raubten dieses Gebiet. Nach der
heutigen Sachlage existiert dort ein Palästinenserstaat, die
Mehrheit der Bewohner sind Palästinenser, die von einer nicht-
palästinensischen Minderheit beherrscht werden. Die Flagge
Jordaniens gleicht der Flagge "Palästinas", unter Hinzufügung
einer Krone, der haschemitischen. Wir haben dieses Gebiet
nicht abgeschrieben, wir fordern das uns Gestohlene in Gänze
zurück!, aber nicht, weil man uns einmal ein bestimmtes Gebiet
raubte, darf man uns noch mehr wegnehmen. Es reicht! Wir
sind festen Glaubens, dorthin zurückzukehren, aber in der
Zwischenzeit - sollen alle Flüchtlingslager dorthin verlegt
werden. Das ist eine gute und anständige, moralische und
logische Lösung. Einzelne Araber, die hierbleiben möchten,
unterschreiben einen Treueeid zum Staat Israel, so wie jeder
Bürger in jedem Land der Welt, denn ohne das hat er dort
nichts zu suchen. Wir können Mördern, Saboteuren und
Störenfrieden keine Unterkunft gewähren. Sie müssen
Steuern
zahlen und Zivildienst leisten. Das ist die Bedeutung von
"ausräumen" nach Raschi, nämlich "ihre Bewohner"; und auch
nach Nachmanides, der für das Gesetz maßgeblich ist, dürfen
hier keine Minderheiten verbleiben, außer, sie akzeptieren die
Staatshoheit. Dann werden wir endlich Frieden haben.
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