DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
 
 
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT WA'ETCHANAN
Nr. 420
11. Aw 5763
 

AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was ist TOLERANZ wirklich?
Über die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das Gebot der Einwanderung nach Israel
Der Holocaust
DAS VOLK ISRAEL
Politik und Judentum
Die Tora und der Mensch
    oder "Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion "2000"- Israel und das Christentum
                          - Briefe der Oberrabbiner Israels
                          - Israelfreundliche Christen?
"Ich bin ein Palästinenser"
Die Sudeten von Palästina
König Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der Kampf um Israel
Wie man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn Erew Pessach auf Schabbat fällt

"Jerusalem Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim

AUF HEBRÄISCH:
"Schall und Ru'ach"
Kurze Vorträge von Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten Themen,
zum Zuhören online,
desgleichen auf Französich
 

Diese Woche in der Tora (Dt. 3,23-7,11):
Fortsetzung Moschehs Rückblicksrede, Bitte, doch einwandern
zu dürfen, und deren göttliche Ablehnung; Ermahnung, die Tora
nicht zu ändern; Warnung vor Götzendienst; Zufluchtstädte;
Wiederholung der 10 Gebote; das Schma-Gebet; Vermeiden
von Mischehen; nochmalige Aufforderung zur Vertreibung der
Ka'ananiter.
 
Am Schabbes-Tisch...

Rachels Trost

Rav Asri'el Ari'el
Ortsrabbiner der Siedlung "Ateret"

Den Fasttag des 9. Aw haben wir inzwischen hinter uns. Vor
unserem geistigen Auge sahen wir die an den Mauern des
Tempels hochlodernden Flammen, die Schreie der Bewohner
Jerusalems, das Stöhnen der ins Exil Geführten. Wir spürten
alle Qualen unserer Nation durch alle Generationen. Angesichts
dessen fragen wir uns: Durch welches Verdienst wird unsere
Erlösung kommen? Wodurch wird es uns vergönnt sein, die
Prophezeiungen der dieswöchigen Haftara zu erleben: "Tröstet,
tröstet mein Volk, spricht euer G~tt" (Jeschajahu 40,1)?

In der Einleitung des Midrasch raba (§24) über die Klagelieder
erzählt Rabbi Jochanan über die Vorväter der Nation, die für die
Herde ihrer Zöglinge Gnade erbaten: unsere Vorväter
Awraham, Jizchak und Jakov, sowie unser Lehrer Moscheh.
Doch all ihr Flehen nützte nichts wegen der Schwere der
Sünden des Volkes - bis unsere Stammutter Rachel erschien.
Durch ihre gewichtigen Argumente zerflossen alle Sünden ihrer
Nachkommen. So heißt es dort im Einzelnen:
"Da sprang Rachel vor den Heiligen, gelobt sei er, und sagte:
Herr der Welt! Es ist dir bekannt, mit welcher übergroßen Liebe
mich dein Knecht Jakov liebte und meinem Vater für mich
sieben Jahre diente, und als diese sieben Jahre um waren und
die Zeit der Heirat mit meinem Manne herannahte, fand mein
Vater den Rat, mich meinem Manne gegen meine Schwester zu
vertauschen. Diese Sache drückte mich sehr, denn dieser Rat
war mir bekannt geworden. Ich teilte es meinem Manne mit und
gab ihm ein Zeichen der Unterscheidung zwischen mir und
meiner Schwester, damit mein Vater mich nicht vertauschen
konnte. Danach aber tat es mir leid, und ich litt meine
Sehnsucht, und ich erbarmte mich meiner Schwester, daß sie
nicht beschämt werde, und am Abend vertauschte man meine
Schwester meinem Mann gegen mich, und ich gab meiner
Schwester das Zeichen, das ich meinem Manne gab, damit er
glaube, es sei Rachel...". Unsere Stammutter Rachel
beschränkte sich nicht auf die Beschreibung ihrer guten Taten,
sondern fügte weitere Argumente hinzu: "Wenn ich, die ich aus
Fleisch und Blut bin, nur Staub und Asche, nicht auf meine
Nebenfrau eifersüchtig war und sie nicht Schimpf und Schande
preisgab - warum warst du, lebendiger und großer König... auf
den Götzendienst eifersüchtig, an dem gar nichts dran ist, und
schicktest dein Volk ins Exil, wo es durchs Schwert starb und
seine Feinde mit ihm nach ihrem Willen verfuhren? Und so
erreichte Rachel ihr angestrebtes Ziel: Sofort erwuchs G~ttes
Gnade und er sprach: Für dich, Rachel, schicke ich die
Israeliten zurück an ihren Ort...".

Dieser Midrasch ist höchst erstaunlich. Wie gelang es Rachel,
G~tt "zu überzeugen", sich seines Volkes zu erbarmen, was
ihren Vorrednern nicht gelingen wollte? Und was wollte sie mit
ihrer Behauptung sagen, G~tt habe zugunsten der Götzen
nachzugeben, so wie sie zugunsten ihrer Schwester
nachgegeben hatte? Dazu gibt es zwei Erklärungen, eine
tiefsinniger als die andere. Awraham, Jizchak, Jakov und
Moscheh kommen jeder und präsentieren ihre Verdienste, um
Gnade für das Volk Israel zu erwirken. Jeder bringt mit sich eine
Botschaft für alle Generationen, die, wenn sie von allen
akzeptiert würde, die Erlösung brächte. Awraham und Jizchak
betonen die Bedeutung der Bindung Jizchaks, Jakov und
Moscheh die Schwierigkeiten bei der Erziehung und Betreuung
des Nachwuchses. Keine dieser Botschaften hat trotz ihrer
zweifellosen Wichtigkeit die Kraft, die Tröstung herbeizuführen.
Das gelingt ausgerechnet Rachel, was damit zusammenhängt,
daß in ihr selber die Heilung für die schwerste aller Sünden zu
finden ist. Sie wußte 100%ig genau, daß sie mit ihrer
Heiratsanwartschaft auf Jakov im Recht war. So war es von
allen Seiten versprochen und abgemacht. Doch die Würde und
die Gefühle ihrer Schwester waren ihr mehr wert als ihre
eigenen Rechte, sogar mehr als ihre persönliche zukünftige
Bestimmung. Diese Einstellung bedeutete die Heilung der
furchtbarsten Sünde, die auf uns lastet - der grundlose Haß.
Der grundlose Haß ist diejenige Charaktereigenschaft, die den
Menschen davon überzeugt, nur er habe einen rechtmäßigen
Platz in G~ttes Welt; denn der Nächste hat nie recht, stört bloß
und kommt bei der Verwirklichung meiner Ziele oder die meiner
Interessengemeinschaft in die Quere. Rachel argumentiert
dagegen, daß auch der Nächste einen rechtmäßigen Platz in
der Welt hat, trotz aller Problematik, die dem äußerlichen
Anschein nach mit ihm verbunden ist.

Einen tieferen Einblick gewährt der MaHaRaL (der "hohe Rabbi
Löw") aus Prag (Nezach Israel Kap.34) in Rachels Debatte mit
G~tt. Sie stützt sich auf Prinzipien. In unserer Welt der Lügen,
der Welt der Gegensätze und der Widersprüche, gibt es Platz
für Alle. In der Zukunft wird G~tt einer sein und sein Name
einzig. Es wird eine Zeit kommen, wenn wir verkünden können:
"Höre Israel! Der Ewige, unser G~tt, (der jetzt unser ist, wird in
der Zukunft) der G~tt, der einzig Eine (sein für die ganze Welt)";
doch der Weg dorthin ist lang, voller Hindernisse, Widersprüche
und Gegensätze. In diesem Rahmen erfüllen auch die Götzen
eine Aufgabe. Das vermindert in keiner Weise ihre negative
Bewertung, ebensowenig wie ihre Definition als etwas höchst
Schädliches und Übles. Doch auch die Auseinandersetzung mit
solchen Dingen gehört zur allumfassenden göttlichen
Oberlenkung, wie es heißt: "Und G~tt sah alles, was er
gemacht, und siehe, es war sehr gut" (Gen. 1,31), und wie die
talmudischen Weisen sagten: "Verachte keinen Menschen und
verweise nichts aus dem Bereiche der Beachtung, denn jeder
Mensch hat seine Stunde und jedes Ding seine Stätte" (Mischna
"Sprüche der Väter" 4,3). Sogar der Götzendienst, nachdem wir
dagegen gekämpft und daran gescheitert waren, daran
gesündigt und ihn schließlich besiegt haben, wird als Träger
einer Aufgabe auf dem Wege der Heilung der Welt erkennbar
werden. Aus diesem Blickwinkel, die dem Nächsten trotz der mit
ihm verbundenen Problematik einen Stellenwert einräumt, und
nach dem vollständigen Leeren des Bechers der Qualen und
Leiden, erfolgt das göttliche Verzeihen für Volk und Land.
"Redet zum Herzen Jeruschalajim's und rufet ihm zu, daß erfüllt
ist seine Dienstzeit, daß seiner Schuld genug getan, denn es
hat empfangen aus der Hand des Ewigen doppelt für all seine
Sünden" (Jeschajahu 40,2).
 
 
Frage und Antwort

Gemeinsam!

Rav Schlomo Aviner
Oberrabbiner von Bet El und Rosch Jeschiwa von "Ateret Kohanim" in der Jerusalemer Altstadt

Frage: Warum sind wir so zerspalten? Warum sehen wir nicht,
daß wir so mit eigenen Händen unser Leben und unsere Tora
zerstören?

Antwort: Das ist unser wunder Punkt. Bekanntlich erklärten die
talmudischen Weisen, daß sich alle guten Prophezeiungen
Bileams zum Bösen verkehrten (wie er es ursprünglich auch
geplant hatte), außer einer: "Wie schön sind deine Zelte Jakov,
deine Wohnungen Israel!" (Num. 24,5; Morgengebet), jene sind
die Synagogen und die Lehrhäuser. G~ttseidank gibt es davon
reichlich. Warum hatte nur dieser Segen Bestand? Als Rabbi
Schimon Sofer im Jahre 5621 (1861) den Rabbinerposten von
Krakau übernahm, fand er dort über hundert Synagogen und
Lehrhäuser vor; jede Strömung hatte ihre eigenen. Alle die
verschiedenen Chassidim, und auch die Gegner des
Chassidismus, die Mitnagdim, hatten je nach Grund für ihre
Gegnerschaft verschiedene Gemeinden. Demnach entpuppte
sich auch dieser "Segen" Bileams als Fluch: Zerstreuung in eine
Unzahl von Gemeinden, wo einer nicht mit dem anderen beten
kann, nicht mit ihm reden kann und nicht mit ihm
zusammenarbeiten kann. In Einigkeit könnten wir alle unsere
Feinde mit einer Handbewegung verscheuchen. Wären alle
g~ttesfürchtigen Juden geeint - welchen gewaltigen Einfluß
hätten sie dann.

Leider aber tobt der Teufel der Teilung zwischen uns. Natürlich
nicht wie zur Zeit des ersten Tempels, als es zu Bürgerkriegen
zwischen den beiden jüdischen Staaten kam, bei denen mehr
als eine halbe Million Juden ihr Leben verloren. Man sollte auch
einmal nachfragen, warum während des Bürgerkrieges
zwischen den Anhängern von König Scha'ul und den Anhängern
von David die Philister verdächtig stillhielten und nicht die
Gelegenheit innerer Zwistigkeiten ausnutzten, um ihre Feinde
zu schlagen. Die Antwort: Ihre schmutzige "Arbeit" wurde von
anderen erledigt. Wozu sollten sie sich im Kampf gegen uns
anstrengen, wenn unsere eigenen Leute aufeinander
schießen...

Einmal kam Rabbi Josef Bär aus Brisk in eine Stadt, um dort
einen Streit zu schlichten. Die Hälfte der Stadt wollte einen
bestimmten Rabbiner, die andere Hälfte einen anderen. Dazu
erzählte er folgendes Gleichnis: "Wer wird uns Fleisch zu essen
geben?" (Num. 11,4) beschwerte sich das Volk in der Wüste.
Und Moscheh klagte zu G~tt: "Woher habe ich Fleisch, diesem
ganzen Volke zu geben?" (11,13), bin ich denn ein Metzger?!
Darauf antwortete G~tt: "Versammle mir siebzig Männer aus
den Ältesten Israels" (11,16). - Doch wie sollte damit das
Problem gelöst sein? Sind etwa all diese Männer
Metzgermeister? Natürlich nicht, erklärte der Rabbiner von
Brisk, ich sehe nur, wie bei Euch schon ein Streit um zwei
Rabbiner die Gemüter erhitzt; wenn das Volk also siebzig
Rabbiner wählen mußte, würden soviele Streitereien entstehen,
daß keiner mehr ans Essen dächte und das Fleisch gar nicht
nötig wäre!

Natürlich ist die Meinungsvielfalt eine gute Sache. Aber nicht
Parteienkämpfe und Bannflüche. Getrennte Meinungen sind ok,
nicht aber getrennte Herzen. Die Amoräer (Talmudgelehrte aus
der Periode von vor 1400-1800 Jahren) Abaje und Raba
vertraten den ganzen Talmud hindurch gegensätzliche
Meinungen - studierten aber gemeinsam als Lernpaar
(Chevruta). Hillel und Schammai waren Freunde. Zwar gab es
zwischen ihren Lehrhäusern gewaltige Differenzen in
religionsgesetzlichen Dingen, dennoch verborgten sie
untereinander Haushaltsgeräte und heirateten untereinander
(Jewamot 14b).

In der Synagoge eines abgelegenen Ortes, dessen jüdische
Bewohner zu den Chassidim gehörten, pflegte auch ein
Mitnaged zu beten, was häufig zu Reibereien führte. Nun nahte
der Tag heran, an dem er "Jahrzeit" hatte, und er wollte
natürlich vorbeten. Man wollte es ihm aber nur unter der
Bedingung gestatten, daß er das Kaddischgebet nach dem
Brauch der Chassidim vortrage, das [entgegen dem
aschkenasischen Ritus] den Zusatz "möge [G~tt] die Erlösung
sprießen lassen und den Maschiach näherbringen" enthält. Er
aber weigerte sich: "Niemals! Nur über meine Leiche!". "Dann
werden Sie eben nicht vorbeten". - "Ihr seid aber verpflichtet,
mich zu lassen". Am Ende des erbitterten Streites gelang es
den Verantwortlichen, ihn zu bezwingen, gesenkten Hauptes
schritt er ans Vorbeterpult, sprach das Kaddisch mit "möge
[G~tt] die Erlösung sprießen lassen und den Maschiach
näherbringen", und alle Chassidim jubilierten ob dieses großen
Sieges, den das jüdische Volk damit errungen hatte. Danach
jedoch wandte er sich an die Versammelten und sagte: "Ich
habe euch reingelegt. Ich habe zwar gesagt, 'möge [G~tt] die
Erlösung sprießen lassen und den Maschiach näherbringen',
aber gedacht habe ich dabei: möge er nicht die Erlösung
sprießen lassen und nicht den Maschiach näherbringen, nicht
zu euern Lebzeiten und nicht in euern Tagen und nicht im
Leben ganz Israels!"...

Rabbiner Awraham Jizchak Kuk (erster Oberrabbiner Israels)
folgte dem aschkenasischem Ritus, sehnte sich aber nach dem
chassidischen Ritus, bei dem in der Keduscha die Königskrone
G~ttes erwähnt wird, "ei, Keter, Keter!" (Sidur Olat ra'aja II
S.490).

Die "Keter-Keduscha" vergleicht uns mit den Engeln, wobei es
weiter heißt: "Gemeinsam alle zusammen [sagen wir] dir die
dreifache Keduscha". Gemeinsam! Gemeinsam alle zusammen,
das ganze Haus Israel! Gemeinsam mit den Engeln! Die Engel
nämlich dienen G~tt gemeinsam, stören einander nicht dabei,
im Gegenteil: "Und alle nehmen auf sich das Joch der
himmlischen Herrschaft, einer vom andern, und erteilen sich
Erlaubnis, ihren Schöpfer zu heiligen" (Morgengebet). Jeder
Engel unterscheidet sich vom andern, jeder hat seine
spezifische Aufgabe, trotzdem herrschen zwischen ihnen weder
Neid noch Konkurrenzkampf. Im Gegenteil, sie respektieren und
helfen einander. Rabbiner Moscheh Chajim Luzatto schrieb:
"Das ist der Frieden und die Seelenruhe der Dienstengel, die
alle freudig ihre Aufgabe erfüllen, jeder an seinem Platze, und
keiner verspürt den geringsten Neid auf seinen Nächsten, denn
alle wissen um die Wahrheit bescheid" (Messilat Jescharim,
"Der Weg der Frommen" 11. Kap.).

Es gibt einen Engel des Feuers, Gabriel, und einen Engel des
Wassers, Michael, gegensätzliche Engel, trotzdem weiß jeder,
daß der andere eine wichtige Aufgabe erfüllt. So müssen auch
wir handeln. Das ist natürlich nicht einfach, wir sind keine Engel,
doch wollen wir uns so weit wie möglich bemühen.

"Dereinst wird der Heilige, gepriesen sei er, im Garten Eden
einen Reigentanz für die Frommen veranstalten; er aber wird in
der Mitte sitzen, und ein jeder auf ihn mit dem Finger zeigen,
denn es heißt: 'An jenem Tage wird man sprechen: Da ist unser
G~tt, von dem wir gehofft, daß er uns helfe'" (Ta'anit 31a;
Jeschajahu 25,9). Jeder hat seine eigene Betrachtungsweise
von G~tt. Viele Attribute, Offenbarungen und Eigenschaften gibt
es vom König aller Könige. Die Frommen befinden sich im
Kreise, darum sieht jeder aus einem anderen Blickwinkel. Macht
nichts, sagten unsere Weisen, denn sie halten einander bei den
Händen und tanzen im gleichen Rhythmus.

Das ist die Arbeit des "Gemeinsam", die dem Willen G~ttes in
dieser Welt entspricht. "Die Toragelehrten mehren den Frieden
in der Welt" (Brachot 64a), das bedeutet nicht, daß sie alle einer
Meinung sind, sondern jeder versteht, daß der Nächste andere
Dinge enthält als er selber, und er will sich auch gar nicht mit
der Aufgabe des Nächsten beschäftigen. Nur durch alle
gemeinsam wird der Schöpfer gepriesen.
 
 

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