DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
 
 
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Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PESSACH Schabbat Chol-Hamo'ed
Nr. 404
17. Nissan 5763

AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was ist TOLERANZ wirklich?
Über die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das Gebot der Einwanderung nach Israel
Der Holocaust
DAS VOLK ISRAEL
Politik und Judentum
Die Tora und der Mensch
    oder "Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion "2000"- Israel und das Christentum
                          - Briefe der Oberrabbiner Israels
                          - Israelfreundliche Christen?
"Ich bin ein Palästinenser"
Die Sudeten von Palästina
König Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der Kampf um Israel
Wie man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn Erew Pessach auf Schabbat fällt

"Jerusalem Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim

AUF HEBRÄISCH:
"Schall und Ru'ach"
Kurze Vorträge von Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten Themen,
zum Zuhören online,
desgleichen auf Französich
 
 
 
Am Schabbes-Tisch...

Die fragenden Söhne

Rav Jakov Halevi Filber
Rabbiner an der Jeschiwa
"Merkas HaRav", Jerusalem

Das Pessachfest hat mehrere Namen: Fest der Freiheit, Fest
der ungesäuerten Brote, Frühlingsfest; es ist aber auch das
Fest der Söhne. Die Familie im Allgemeinen und die Söhne im
Besonderen bilden den Mittelpunkt der Erlösung aus Ägypten.
Die Bedeutung der Söhne tritt nicht nur bei der Erlösung zutage,
als die Kinder Israels noch in Ägypten weilten, sondern auch
nach ihrem Eintritt ins Land Israel, so wie es Israel noch in
Ägypten prophezeit wurde: "Und es soll geschehen, wenn ihr in
das Land kommet... und es soll geschehen, wenn eure Söhne
zu euch sprechen..." (Ex. 12,25-26). Dazu passend erwähnt die
Tora an vier Stellen das Verhältnis der Eltern zu den Söhnen im
Zusammenhang mit dem Auszug aus Ägypten. Daraus lernten
die talmudischen Weisen, daß die Tora von vier verschiedenen
Söhnen spreche. Allerdings wird an den jeweiligen Stellen
nichts Genaues über den Charakter des jeweiligen Sohnes
ausgesagt - wie gelang den Weisen also die entsprechende
Feststellung?

In der Tora wird zuerst der "Bösewicht" erwähnt, und zwar
durch folgenden Vers: "Und es soll geschehen, wenn eure
Söhne zu euch sprechen: Was soll euch dieser Dienst?" (s.o.).
Die Mechilta (Midrasch zum Buche Exodus) vermerkt dazu:
"'Was soll euch dieser Dienst?' - das ist der böse Sohn, der
sich von der Gemeinde ausschloß". Und so verstand es auch
der Autor der Pessach-Hagada: "Euch und nicht ihm - und weil
er sich aus der Gemeinde ausschloß, leugnete er die
Hauptsache". (Rabbiner A.J.Kuk erklärte weiterführend: "Die
Selbstausschließung aus der Heiligkeit der israelitischen
Gemeinschaft ist es, die die Leugnung der Hauptsache
ausmacht, denn die Heiligkeit des Glaubens der Tora und des
Gebotes ist existenziell verbunden mit dem Festhalten an der
israelitischen Gemeinschaft"). Andere fragten: Aber auch der
"kluge Sohn" sagt "euch" [und nicht "uns"], und hat sich damit
eigentlich auch aus der Gemeinde ausgeschlossen!? Und
antworten im Namen von Rabbiner Elijahu ("Gaon") von Wilna:
Der Bösewicht erwähnt in seiner Frage nicht den himmlischen
Namen, so wie es der kluge Sohn tut: "...der Ewige, unser
G~tt, euch geboten hat". Andere wiederum erspüren die
Eigenschaft des Bösen aus der Art und Weise der
Fragestellung: bei den Versen der drei anderen Söhne heißt es
"wenn dich fragen wird..", und hier "zu euch sprechen"; der
Bösewicht stellt gar keine Frage, weil er überhaupt nicht an
einer Antwort interessiert ist, sondern nur seine eigene Meinung
anbringen will.

In der Tora kommt als nächster der Sohn, "der nicht zu fragen
weiß" dran, der sich in folgendem Vers offenbart: "Und tue kund
deinem Sohne an demselbigen Tage mit den Worten: Um
dessenwillen, was der Ewige mir getan, als ich aus Ägypten
zog" (Ex. 13,8), wie die Mechilta folgerte: "'tue kund deinem
Sohne' - obwohl er dich nicht fragte". Dieser Sohn fragt nicht,
weil er noch nicht einmal zu fragen weiß. Daraus ergibt sich:
"Der Vater lehre den Sohn gemäß dessen Aufnahmefähigkeit,
und wenn der Sohn dumm oder noch sehr klein ist, sage er ihm:
Mein Sohn, wir alle waren Sklaven in Ägypten, etwa wie jenes
Dienstmädchen oder jener Stallknecht, wie es heißt 'Einst waren
wir Sklaven dem Pharao in Ägypten'".

Der dritte Sohn in der Tora ist der "Einfältige" (im Jerusalemer
Talmud "Dummkopf" genannt), der in folgendem Vers erscheint:
"Und es soll geschehen, wenn dich dein Sohn künftig fragt und
spricht: Was ist das? so sprich zu ihm.." (Ex. 13,14). Dieser
Sohn versteht durchaus zu fragen, dringt aber nicht in die
Materie ein, sondern fragt nur ganz allgemein: Was ist das?
Und zu "Und es soll geschehen, wenn dich dein Sohn künftig
fragt" steht in der Mechilta: "Kann denn mit 'wenn dich dein
Sohn fragt' gemeint sein, nur wenn er fragt, wenn aber nicht,
sagst du es ihm nicht - so lernen wir aus 'tue kund deinem
Sohne', obwohl er dich nicht fragte". Und wo es heißt: "so sprich
zu ihm", erklärten die Weisen: "Damit du dich nicht genierst, ihm
zu sagen, vielmehr bei Dingen, die du dich schämst zu sagen,
komme ihm zuvor und sage sie". Die Eltern sollen nicht warten,
bis die Kinder aus lauter Verwirrung zu fragen beginnen,
sondern müssen vorab erklären und lehren, damit der Glauben
der Kinder auf Erkenntnis gebaut wird.

Der vierte Sohn ist der "kluge Sohn", den wir in diesem Vers
anfinden: "Wenn dich dein Sohn künftig fragt und spricht: Was
(ist es mit) den Zeugnissen und Satzungen und den
Vorschriften.." (Dt. 6,20). Seine Klugheit entnehmen wir der
detaillierten Fragestellung und genauen Unterscheidung der
Kategorien.

Bekanntlich entspricht die Anordnung der Söhne in der
Pessach-Hagada nicht der Reihenfolge in der Tora. In der
Hagada kommt zuerst der kluge Sohn, dann der Bösewicht, der
Einfältige und "der nicht zu fragen weiß", wohingegen die Tora
mit dem Bösewicht beginnt, dann folgen "der nicht zu fragen
weiß", der Einfältige und der Kluge. Die Reihenfolge der
Hagada erklärt der Awudraham-Kommentar mit abnehmender
Klugheit; der Bösewicht ist auch klug, aber die Bosheit seines
Herzens bringt ihn vom rechten Wege ab, danach der Einfältige,
der nicht wirklich klug ist, aber intelligent genug, Fragwürdiges
zu erkennen, und zum Schluß "der nicht zu fragen weiß", tabula
rasa. Jetzt müssen wir nur noch die Reihenfolge der Tora
deuten. Mir scheint, die Tora geht vom Entfernten zum Nahen:
der Bösewicht hat sich durch die Bosheit seines Herzens
entfernt. Auch "der nicht zu fragen weiß" ist fern, allerdings
ohne eigenes Verschulden. Der Einfältige ist zwar näher, aber
noch nicht vollkommen, und der Kluge ist am nächsten.
Vielleicht will die Tora mit dieser Anordnung den Eltern
andeuten, daß sie sich bei der Sorge um ihre Kinder zuerst um
die entferntesten unter ihnen kümmern sollten.
 
 
Frage und Antwort

Wir sind doch Brüder!

Rav Schlomo Aviner
Oberrabbiner von Bet El und Rosch Jeschiwa von "Ateret Kohanim" in der Jerusalemer Altstadt

Frage: Soll das heutzutage etwa schon die Erlösung sein?! Wir
stecken doch tief in der Tinte. Das Land ertrinkt in Unzucht, die
meisten Bürger entweihen den Schabbat, halten keine
Familienreinheit und essen trefe. Es besteht eine krasse
Trennung und Entfremdung zwischen Reichen und Armen,
Aschkenasim und Sefaradim, Religiösen und Nichtreligiösen,
Rechten und Linken. Der grundlose Haß nimmt immer mehr zu.
Und sowas nennt sich Erlösung!

Antwort: So viel üble Nachrede auf einmal! Kaum zu glauben!
Warum dieses Konzentrieren auf die nicht-so-guten Dinge?! Es
gibt doch im Lande Israel so viele anständige Menschen,
sittliche Menschen, ihren Ehepartnern treue Menschen.
Wieviele Ledige, die sich von allem Übel fernhalten - gar nicht
so leicht angesichts der allgegenwärtigen, primitiven
Verführungen westlicher Lebensweise. So viele Leute halten
Schabbat trotz der Schwierigkeiten, und nicht unbedingt Leute
mit einem Käppchen auf dem Kopf! Und so viele Leute, die
aufopfernd die Gesetze der Familienreinheit halten! So viele
Leute, die nur koscher essen, und nicht nur die Allerfrömmsten!
Gar nicht zu reden von den vielen Menschen, die die Armen
unterstützen, häufig auf anonyme Weise! Es gibt doch so viele
Nächstenhilfe-Organisationen, freiwillige Helfer und Spender
aus vollem Herzen! Welche Summen stellt der Staat Israel
Menschen in der Not, Bedürftigen, Hilflosen, dem
Erziehungswesen, den sozial schwachen Schichten zur
Verfügung... Die Kosten der Wohlfahrt übersteigen sogar das
Vermögen des Staates. So viele befreundete Aschkenasim und
Sefaradim, echte Bruderliebe, sie heiraten untereinander,
Freunde und Bekannte, machen keine Unterschiede. So viele
aus tiefster Seele befreundete Religiöse und Nichtreligiöse,
kommen einander entgegen, viele Nichtreligiöse geben sich alle
Mühe, damit es für die Religiösen koscher ist, damit sie sich
wohl fühlen, viele Religiöse besuchen Nichtreligiöse und suchen
sich vorher gesetzliche Lösungsmöglichkeiten. So viel
Zusammenarbeit von Rechten und Linken, wieviele Soldaten,
die sich einer für den anderen aufopfern, ohne auch nur an die
politische Einstellung überhaupt zu denken.

Warum, warum nur all diese üble Nachrede?! Warum nur das
Schlechte sehen?! Das Schlechte kann doch so leicht
ausbrechen, und wieviel Anstrengung ist für das Gute nötig! Die
Liebe zwischen den Geschöpfen ist keine so simple
Angelegenheit. Der Mensch ist doch am liebsten eigenständig,
er selbst, läßt sich nicht gerne Vorschriften machen, möchte
seine Freiheit; das Zusammenleben mit Anderen fällt ihm
schwer, denn da muß er manchmal große Zugeständnisse
machen. Zwischen den Menschen gibt es
Meinungsverschiedenheiten, unterschiedliches Wollen und
unterschiedliche Gefühle. Jeder Mensch ist eine Welt für sich,
doch in seinem Innersten besteht ein immenses Streben nach
Einigkeit. Er möchte, daß alles Eins werde, und für dieses Eine
opfert er viel und strengt sich an. Dabei ist er kein Höriger der
Nützlichkeit, was er denn an der Einigkeit verdiene. Im
Gegenteil, er tut es aus reinem Idealismus, wirklich! Weil er den
höchsten Wert der Einigkeit versteht.

Warum sollen wir diese Seite nicht sehen?! Im Staate Israel
bemühen sich so viele Leute um Einigkeit mit dem Nächsten,
Einigkeit zwischen Eheleuten, zwischen Eltern und Kindern. Das
ist nicht leicht.

Die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen unserer
Nation sind keine leicht zu lösende Erscheinung. Jede
Strömung sieht in der anderen eine Bedrohung, eine
Beschränkung und Begrenzung ihres Lebenswerkes, ein Klotz
am Bein - und trotzdem bemühen sich alle um größere Einigkeit.

Warum dieser böse Blick auf den Nächsten? Manche beklagen
lauthals die gesellschaftliche Spaltung - und gerade ihr Gerede
ist es, das die Spaltung verursacht. Es stimmt nicht, daß es
grundlosen Haß in der Nation gibt. Eine dicke Lüge! Wer einmal
wirklichen grundlosen Haß kennenlernen will, der lese die
Bücher von Josef ben Matitjahu, oder die Geschichte des
Bürgerkrieges in den USA, dem 700.000 Menschen zum Opfer
fielen. Bei uns gibt es heutzutage keinen grundlosen Haß, fast
keinen.

Wir wollen nicht behaupten, die Stufe der Vollkommenheit
bereits erreicht zu haben. Natürlich müssen wir reumütige
Umkehr tun, auch wegen der ganzen Schlechtmacherei. Üble
Nachrede bestärkt das Böse, Gerede von Spaltung bestärkt die
Spaltung, und Gerede vom Guten bestärkt das Gute, die
Einigkeit. Man darf nichts Schlechtes reden vom Volke Israel.

Jene Juden, die nicht alle Gebote der Tora befolgen, tun dies
schließlich nicht aus Verstocktheit. Vielmehr steckt ihr Glauben
in der Krise. Verfügen doch diese Menschen über ein gutes
Herz voller Freigebigkeit zugunsten des Nächsten. Wenn
jemand sein Leben in der Armee riskiert - wie kann man sich
erfrechen, über ihn herzuziehen?! Natürlich rechtfertigen wir
damit auch nicht die kleinste Sünde, all dies muß in Ordnung
gebracht werden. Doch muß man sich vergegenwärtigen, daß
all diese Mißstände von einer Glaubenskrise herrühren. Wenn
die Tora mehr in einer Ausrichtung auf den Glauben, Heldenmut
und Freude gelernt würde, voller Licht und Leben, würde das
alles nicht passieren. Die scharfe Kritik an dieser Generation,
als Fragen verkleidet, die blutenden Herzen entspringen, hat
keinerlei heilende Wirkung. Diese kommt, wie unser großer
Lehrer Rabbiner Zwi Jehuda Kuk sagte, durch Liebe und
Glauben. Vor allem durch mehr Liebe und Glauben.

Doch gerade das beklagt der Fragesteller, das Fehlen der
Liebe. Das ist nicht wahr! Es gibt sehr viel Liebe, die es zu
mehren, zu loben und zu erheben gilt, die auszuweiten und ihr
hinzuzufügen ist. Es gibt auch sehr viel Glauben in der Nation,
unterschiedliche Arten des Glaubens, trotz allem. Manch einer,
die von außen wie ein großer Leugner aussieht, trägt einen
starken Glauben in seinem Innern, nur einen verworrenen. Der
Abfall vom Glauben bereitet eine höhere Stufe des Glaubens
vor. Wäre es uns vergönnt, erfolgte der Übergang von kleinem
zu großem Glauben ununterbrochen. Leider gibt es stattdessen
in der Mitte eine Lücke, die zur Schabbatentweihung und den
anderen Mißständen führt. Diese schreckliche
Übergangsperiode kann sich lange hinziehen.

Zur Heilung des Bruches der Nation muß man die Gründe der
Krise verstehen. Manchmal fehlt es an Vergeistigung. Man kann
auf keinen Fall behaupten, dies sei eine nichtswürdige
Generation. Rabbiner A.J.Kuk schrieb in seinem Aufsatz
"Hador" ("Diese Generation"), dies sei eine erhabene
Generation, eine ausgezeichnete Generation. Sehen wir denn
nicht die Opferbereitschaft in der Armee, in der
Siedlungsbewegung, in der Erziehung?! Natürlich schmerzen
die Mißstände, manche furchtbaren Ausmaßes. Man muß die
Sache aber von zwei Seiten betrachten. 1. Die Proportionen von
Schlechtem gegenüber dem Guten, 2. Verstehen der Gründe
für die schlechten Dinge unter der Grundannahme, daß die
Generation selbst nicht schlecht ist, sondern verwirrt und
unschlüssig, ähnlich der Generation, für die Maimonides sein
Werk "Führer der Unschlüssigen" verfaßte. Diese Generation
verlangt nach Größe und Verstehen. Diese Generation findet
sich nicht mit Dingen ab, die ihr unverständlich erscheinen, als
dunkles, nebulöses Gefühl.

Man darf nichts Schlechtes reden vom Volke Israel. Als der
Prophet Jeschajhu sagte: "..unter einem Volke unreiner Lippen
verweile ich" (6,5), wurde er von G~tt bestraft. Maimonides hob
die Tatsache hervor, daß das Volk wirklich nicht in Ordnung
war, trotzdem war es verboten, schlecht darüber zu reden
(Igeret Kidusch Haschem). Auch der Prophet Elijahu wurde für
Kritik am Volke Israel ermahnt. Sogar unser Lehrer Moscheh,
als er sagte: "Sie werden mir nicht glauben" (Ex. 4,1), zog
göttlichen Unmut auf sich: "Jene sind Gläubige, Kinder von
Gläubigen!" (Schabbat 97a). Als Gideon allerdings gut über
Israel sprach, sagte G~tt zu ihm: "Gehe mit dieser deiner Kraft
und rette Israel" (Richter 6,14; Raschikommentar).

Mit dieser Kraft des Hervorhebens von Verdienst retten wir
Israel. Dabei geht es nicht um Oberflächlichkeit, Lüge oder
Beschönigung, sondern um den tieferen Hintergrund der
mangelhaften äußeren Erscheinung. Es existiert ein innerer,
durch und durch guter Kern. Die Generation des messianischen
Zeitalters ähnelt dem Esel, nach außen hin schlecht und nach
innen gut (Sohar; der Esel besitzt beide äußere Zeichen der
Unreinheit - weder gespaltene Hufe noch Wiederkäuer,
dennoch muß sein Erstgeborener ausgelöst werden, ein
Zeichen der Heiligkeit). Natürlich legitimiert das innere Gute
nicht das äußere Schlechte, doch denk daran: diese Generation
ist innen gut. Auch dabei gibt es Ausnahmen, aber fast alle sind
von innen gut. Die meisten Spannungen zwischen den
Menschen rühren von Unverständnis und Verwirrung.
Das höchste Heilmittel: mehr jüdische Nächstenliebe.
 

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