DAS ZENTRUM FÜR
JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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Anschrift: Sderot Hame'iri 2, Kirjat Mosche
IL - 91032 Jerusalem ISRAEL Tel. +972 2 6511906 Fax +972 2 6514820 http://www.machonmeir.org.il |
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Ausgabe: R. Plaut
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"Betrachtungen"
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den Rabbi" auf deutsch
-früher aktualisiert (update)
als die Machon-Meir-Seite
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT KI-TEZE
Nr. 424
9. Elul 5763
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der ehemaligen
Oberrabbiner Israels
- Israelfreundliche
Christen?
"Ich
bin ein Palästinenser"
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online,
desgleichen auf Französich
Diese Woche in der Tora (Dt. 21,10-25,19):
Die Kriegsbraut, geliebte u. gehaßte
Frau, ungehorsamer Sohn,
Fundsachen, Dachgeländer, div. Eherecht,
Verhältnis zu
Nachbarvölkern, Entlohnung, Zinsen,
Pfand, Schwagerehe,
Ehefrau greift in Streit ein, korrekte
Gewichte, gedenke Amalek.
| Am
Schabbes-Tisch...
Gewand und Gerät Rav Asri'el Ari'el
|
"Es soll nicht Gerät des Mannes auf einer Frau sein, und es soll
nicht ein Mann Gewand der Frau anlegen; denn ein Greuel des
Ewigen deines G~ttes ist, wer irgend solches tut" (Dt. 22,5) - so
heißt es in unserem Wochenabschnitt. Bevor wir uns mit den
Einzelheiten des Verbotes befassen, wollen wir uns die
Ausdrucksweise des Verses etwas eingehender betrachten.
Zwei Verbote enthält dieser Vers, die sich in ihren Begriffen
unterscheiden: Erstens das Verbot, "Gerät des Mannes" auf
eine Frau zu tun, und zweitens das Verbot des Mannes,
Frauengewand anzuziehen. Warum dieser sprachliche
Unterschied? Sollten doch die Verbote gleichlauten, so wie "ein
Mann nicht das Gewand einer Frau anlegen" darf, sollte z.B.
ebenso "eine Frau keine Männerhosen tragen" dürfen! Weiter
fällt auf, daß diese ganze Angelegenheit nicht weniger als
"ein
Greuel des Ewigen" genannt wird - warum steht ein Verbot wie
das Anlegen von Frauengewändern in seiner Formulierung in
nichts den schwersten Verboten bestimmter sexueller
Beziehungen nach?
Wir können leicht nachvollziehen, wie diese Fragen vor den
Augen des berühmten Torakommentators Raschi standen. Zwei
Deutungen nannte er dazu. Die erste und bekannteste: "es sei
nicht Gerät eines Mannes auf einer Frau - daß sie
einem Mann
gleiche, um unter die Männer zu gehen; denn das geschieht
nur, um Ehebruch zu treiben". Und gleichfalls: "und ein Mann
bekleide sich nicht mit dem Gewand einer Frau - um zu gehen
und sich unter die Frauen zu setzen". Das Verbot des
Frauengewandes bedeutet demnach nichts anderes als ein
Mittel zur Vermeidung gemischter Gesellschaft. Die
unterschiedliche Kleidung der Geschlechter macht die
Vermischung zu etwas Unnatürlichem, wohingegen die
Ähnlichkeit der Kleidung zur Beseitigung der Trennwände
ermuntert. Letztendlich kommt es dadurch zu schwerwiegenden
Folgen im Bereiche des sittlichen Verhaltens.
So erklärt sich dann auch das Ende des Verses: "denn ein
Greuel des Ewigen deines G~ttes ist, wer irgend solches tut".
Die Tora will damit nicht sagen, daß schon das Anlegen von
Frauenkleidung an sich ein Greuel sei, sondern, wie Raschi
erklärte: "die Tora hat nur ein solches Kleid verboten, das zum
Greuel führt". Demnach bezeichnet "wer irgend solches tut"
nicht diejenigen, die ihre Kleider austauschen, sondern jene, die
Sexualverbote übertreten, und die Tora sah hier die Evolution
individueller und öffentlicher Haltung voraus, wenn die
äußerlichen Kennzeichen zwischen Männern und Frauen
verschwimmen und die gesellschaftlichen Trennwände fallen -
bis hin zum bitteren Ende.
Im Raschikommentar findet sich allerdings eine weitere
Deutung: "andere Erklärung: er mache nicht das Haar der Blöße
und das Haar der Achselhöhle ausfallen". Hier geht es nicht um
ein Verwischen der Grenzen von Männlichkeit und Weiblichkeit
in der äußeren Erscheinung, sondern im privaten Ausdruck,
sich
selbst gegenüber. Der Ewige schuf diesen Mann, und der will
auf einmal eine "frauliche" Identität annehmen, bzw. umgekehrt.
Diese Deutung entspricht allerdings nicht dem Religionsgesetz.
Zwar sind die genannten Aktivitäten verboten, aber nicht
aufgrund des Verses, sondern durch rabbanitische
Entscheidung. Raschi möchte uns vielmehr die in der einfachen
Bedeutung dieses Verses verborgene ethische Botschaft
vermitteln. "Es soll nicht ein Mann Gewand der Frau anlegen"
-
das ist die Verwischung der äußeren Erscheinung, die am
Ende
zu "einem Greuel des Ewigen" führen kann. Der Ausdruck
Gerät ("es soll nicht Gerät des Mannes auf einer Frau
sein") hat
allerdings eine viel weiträumigere Bedeutung, nicht in seiner
religionsgesetzlichen Konsequenz von seiten der Tora, sondern
durch die in ihm angedeuteten Grundwerte. Das Nachäffen
männlicher Verhaltensweisen durch Frauen, und umgekehrt,
wurde zwar von der Tora nicht verboten und auch nicht "ein
Greuel des Ewigen" genannt; dennoch erkennen wir hier einen
Hinweis auf Prinzipien, die zum rabbanitischen Verbot führten.
Diese auf Grundwerte deutende Botschaft finden wir bereits in
der aramäischen Onkelos-Übersetzung/Deutung der Tora:
"Es
sei nicht die Waffe eines Mannes auf einer Frau, und ein Mann
mache sich nicht wie eine Frau zurecht". Auf eine weitere
Ebene führt uns die (ebenfalls aramäische) Übersetzung
Jonatan ben Usi'els. "Gerät des Mannes" bedeutet bei ihm nicht
"Waffe", sondern die besonderen Gebote (Mitzwot) für Männer:
"Es sei nicht ein Kleidungsstück mit Schaufäden (Zizit)
und
Tefillin, die Zubehör des Mannes sind, auf einer Frau,
und es
schneide nicht ein Mann das Haar der Achselhöhle, der Blöße
und des Gesichtes wie eine Frau".
Mit dem Verbote des "Gewandes" will G~tt uns zur
Respektierung seiner Auswahl bei der Schaffung von Mann und
Frau anhalten. Der Mann wurde dazu bestimmt, Mann zu sein,
und die Frau - Frau. Eine Verwischung der spezifischen
Identitäten der Geschlechter entspricht nicht dem Willen G~ttes.
So wie die Gesellschaft nicht ohne weiteres einen Mann
akzeptiert, der sich "fraulich" gibt, akzeptiert die Tora nicht ohne
weiteres eine Frau, die "männlich" sein möchte.
In der heutigen Gesellschaft wird die Männlichkeit höher
bewertet und Fraulichkeit weniger respektiert. Die besonderen
Eigenschaften der Männlichkeit lassen sich mit vier Worten
nennen: Geld, Ehre, Macht, Eroberung. Alle sind wichtig und
nötig für den Aufbau einer Gesellschaft, aber von moralische
Seite allesamt problematisch, außer wenn sie gezügelt und
auf
noble Ziele ausgerichtet sind. Die weiblichen Eigenschaften
lassen sich in den drei Kennzeichen des jüdischen Volkes
zusammenfassen: Mildtätige Werke, Schamhaftigkeit und
Barmherzigkeit. Eine Gesellschaft, die die Männlichkeit
vergöttert und auf die Fraulichkeit herabschaut, ist eine
verkommene Gesellschaft, himmelweit entfernt von den
Kennzeichen des jüdischen Volkes als dem Volk G~ttes. Aber
auch eine Gesellschaft, die die Männlichkeit verachtet und von
allen "frauliches" Verhalten verlangt, ist eine unmoralische
Gesellschaft. Wenn alle nur mildtätig, schamhaft und
barmherzig sein sollen - wer wird dann gegen das Unrecht und
das Böse, gegen Gewalt und Verbrechen kämpfen? Darum
weist die Tora beide Geschlechter an, ihre besondere Identität
zu wahren und zu entwickeln, um ihre spezifischen Aufgaben im
Gesamtrahmen zu erfüllen.
In diesem Sinne läßt sich vielleicht der folgende Ausspruch
der
talmudischen Weisen verstehen: "Die Welt kann weder ohne
Männer noch ohne Frauen bestehen. Wohl dem, dessen Söhne
männlich sind [so wie sie geschaffen wurden], wehe dem,
dessen Söhne weiblich [zu sein versuchen]" (Pessachim 65a).
Doch wem es vergönnt ist, daß seine Töchter
weiblich sind -
selig er und selig seine Familie...
| Frage
und Antwort
Ein Hoch auf den Mechinisten Rav Schlomo Aviner
|
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Frage: Diese Neuschöpfung, die sogenannte Mechina Kdam-
Zwa'it ("ch" wie in "hoch"; Seminar zur religiösen Vorbereitung
auf den Armeedienst, Dauer 1-1½ Jahre) ist wohl eine der
fürchterlichsten Erfindungen, die wir kennen. Da laufen
langhaarige, oder zur Abwechslung auch kahlrasierte Typen
herum, die den ganzen Tag nicht aus den Federn kommen,
nicht rechtzeitig zum Morgengebet aufstehen, und was sie
schon groß lernen... ein Kindergarten von Wasserpfeife
rauchenden Faulenzern. Das Ergebnis dieser verstunkenen
Erziehung läßt nicht lange auf sich warten, wenn während
des
anschließenden Armeedienstes ein Großteil das Käppchen
fortwirft. Das ist doch alles nur ein Erholungsheim für national-
religiöse Dünnbrettbohrer, die mit großen Worten von
"Heiligung
des Materiellen" und "heiliger Armee" um sich werfen. Auch
einige der dort unterrichtenden Rabbiner machen nicht gerade
den Eindruck von tiefschürfender Gelehrsamkeit.
Antwort: So viel üble Nachrede auf so kleinem Raum! Üble
Nachrede über viele Tausende großartiger Jugendlicher!
Urteilen Sie nicht über Ihren Nächsten, bis Sie nicht an
seine
Stelle gekommen sind. Sie wissen ja gar nicht, welche inneren
Kämpfe so ein Mechinist durchmacht, bis er sich
zusammenreißt, auf den Hosenboden setzt und eine Stunde
Tora lernt. Wenn ihn sein inneres Streben zum Torastudium
und zur Gebotserfüllung zöge, würde er an einer Hesder-
Jeschiwa (4-5jährige Kombination von Armeedienst und
Torastudium) lernen, und wenn ihn eine übergroße Sehnsucht
zur Tora beseelte, würde er viele Jahre in einer hohen Jeschiwa
verbringen. Dieses Streben geht ihm jedoch vollkommen ab. So
ist er eben. So ist das im Volke Israel. Mehr haben wir nicht zu
bieten. Alles fällt ihm schwer. Es wird aus ihm kein zweiter
Rabbi Akiba werden. Sagte einmal Reb Sussje: 'Meine Pflicht ist
es, Sussje zu sein'. In Anbetracht der Möglichkeiten und der
Umstände sind die Mechinisten reines Gold.
Lassen Sie es sich gesagt sein: der Mechinist gibt sich Mühe.
Vielleicht geben Sie sich weniger Mühe, also verurteilen Sie ihn
nicht. Rabbiner Schne'ur Salman aus Liadi, der Gründer des
Chabad-Chassidismus, schrieb im "Sefer HaTanja" (30. Kap.):
"Weiter nehme man sich zu Herzen, den Spruch der
talmudischen Weisen zu erfüllen: 'Sei demütig jedem Menschen
gegenüber' (Mischna "Sprüche der Väter" 4,10) - wirklich
und
ehrlich vor jedem Menschen, selbst vor dem Einfachsten der
Einfachen". - Natürlich muß diese Anleitung etwas näher
definiert werden, wie genau sich ein frommer Toragelehrter
gegenüber einem hohlsinnigen Ignoranten demütig fühlen
soll.
"Nämlich entsprechend eines anderen Talmudwortes: 'Beurteile
deinen Nächsten nicht, bis du an seine Stelle gekommen'
(Mischna "Sprüche der Väter" 2,4), denn seine Stelle verursacht
ihm zu sündigen: er verdient seinen Lebensunterhalt den
ganzen Tag am Markt und sitzt dort herum, seine Augen sind
fortwährend allen möglichen Reizen ausgesetzt, das Auge sieht
und das Herz begehrt und sein Trieb brennt wie ein Feuerofen...
was nicht Jemandem passiert, der nicht viel Zeit auf dem
Markte verbringt und die meiste Zeit in seinem Hause sitzt".
Jener Mensch befindet sich in objektiv schwierigen Umständen
und schweren Versuchungen.
Außerdem "selbst wer den ganzen Tag auf dem Markt
herumgeht: es kann sein, daß ihn das nicht besonders reizt
wegen seiner Natur, denn der Trieb ist nicht bei allen Menschen
gleich". Das bedeutet, beurteilen Sie ihn nicht, bis sie an seiner
geistigen und seelischen Stelle waren mit der Macht seines
Triebes. Natürlich soll dies keinesfalls irgendwelche
Triebsünden legitimieren, denn der Mensch unterliegt den
Geboten und hat die Mittel, in hartnäckigem Kampf gegen die
Triebe zu siegen. Aber verurteilen Sie ihn nicht, denn vielleicht
investieren Sie weniger seelische Kräfte im Dienst an G~tt als
dieser Mensch.
"Darum muß jeder Mensch je nach seiner Stelle und seinem
Rang im Dienst an G~tt abwägen und sich selbst prüfen, ob
er
G~tt wirklich im Werte nach wie in einem enormen Kriege dient
und in einer solchen Versuchung das Gute tut, wie zum Beispiel
im konzentrierten Gebete mit aller Kraft bis aufs Letzte seine
Seele vor G~tt auszuschütten". Es kann sein, daß Sie sich
bei
Ihrem Dienst an G~tt weit weniger anstrengen, also wagen Sie
nicht, ihn zu verurteilen und zu verunglimpfen.
Sicher beendet ein großer Teil der Schüler seine Studien
als
g~ttesfürchtige und gesetzestreue Juden, doch wenn einer
hinterher sein Käppchen fortwirft, hat dies nichts mit der
Mechina zu tun. Als er anfing, hatte er schon kein Käppchen
auf. Vielleicht hatte er eines auf dem Kopf, aber nicht im
Kopf.
Und trotzdem unternahm er einen letzten Versuch in seiner
Suche nach dem großen Glauben.
Und dann die Rabbiner, die sich in manchmal aussichtslosem
Kampf aufopfern, und noch häufig Undankbarkeit ernten.
Sowohl während als auch nach dem Armeedienst stärken sie
ihren Schülern den Rücken. Wo finden sich heute noch solche
Erzieher? Sie sind wahrlich gerechte Toragelehrte. Auch wenn
einige einen manchmal unkonventionellen Eindruck machen, so
kommt das daher, daß auch die Schüler nicht gerade
konventionell sind. Sagte einmal Rabbi Naftali aus Rupschitz,
der sich als Erzieher auch ab und zu eine humorvolle
Bemerkung erlaubte: "Warum 'zeigte G~tt dem ersten
Menschen jedes Zeitalter und seine Gelehrten, jedes Zeitalter
und seine Weisen' (Sanhedrin 38b)? Die Weisen sind schon
wichtig, warum aber das Zeitalter? Als Adam nämlich bei mir
ankam, fiel er beinahe in Ohnmacht und sagte: Das soll ein
Rabbiner sein?! Als er aber das Zeitalter betrachtete, verstand
er, daß meine Wenigkeit zu dieser Generation paßt".
Wollen wir uns nun mit der Minderheit befassen, die das
Käppchen fortwirft - doch die guten Dinge, die sie hörte,
drangen schon in die Herzen und Gehirne ein und wirken dort
segensreich weiter, so daß sich Jene auf ihrem weiteren
Lebensweg einen Respekt für religiöse Dinge bewahren.
Es war einmal ein Mechina-Schüler, der das ganze Jahr lang
zu
keiner Unterrichtsstunde und keinem Gebet erschien. Als die
Geduld seines Lehrers und des Mechina-Leiters am Ende war,
fragten sie ihn höflich, wie er sich denn so in der Mechina
fühle.
Er antwortete: "Großartig! Ich habe noch nie solche Fortschritte
gemacht. Vor meiner Ankunft war ich ein ziemlich gewalttätiger
Jugendlicher, der ab und zu seinen Bruder und seine
Schwestern und auch mal seine Eltern prügelte. Seit ich hier
bin, habe ich mir mildere Manieren angewöhnt und helfe sogar
manchmal beim Geschirrspülen. Dafür bin ich euch dankbar,
ihr
habt mich wirklich gerettet".
Sie müssen wissen, daß ein Mechinist seinen Kurs mit
großer
Himmelsfurcht beendet, von einer alt-neuen Sorte: eine
Himmelsfurcht der Opferbereitschaft für die Armee, für das
jüdische Volk und das Land Israel. Sicher ist er noch kein in
allen Religionsgesetzen bewanderter Soldat, doch ist er
opferbereit, und das ist nicht zu vernachlässigen.
Als zu Beginn der Menschheit Kain seinen Bruder Hewel
("Abel") töten wollte, wußte er nicht das Loch zu finden,
aus
dem die Seele entweicht. Darum schlug er Hewel an vielen
Stellen, bis er starb. Dasgleiche gilt auch für die umgekehrte
Richtung. Wir kennen nicht den Eingang, wo man dem
Menschen Himmelsfurcht einflößen kann, und darum versuchen
wir es mit der ganzen Persönlichkeit. Beim Mechinisten
ist das
Eingangstor die Armee, über die er Himmelsfurcht erwirbt.
Über die Armee und den Krieg spricht er: Höre Israel! Er ist
eine
wunderbare Neuschöpfung im jüdischen Volke, der den Israel-
Preis verdient.
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