DAS ZENTRUM FÜR
JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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Anschrift: Sderot Hame'iri 2, Kirjat Mosche
IL - 91032 Jerusalem ISRAEL Tel. +972 2 6511906 Fax +972 2 6514820 http://www.machonmeir.org.il |
Redaktion und Übersetzung der deutschen
Ausgabe: R. Plaut
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-Archiv der
"Betrachtungen"
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den Rabbi" auf deutsch
-früher aktualisiert (update)
als die Machon-Meir-Seite
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT BEHA'ALOTECHA
(außerhalb
Israels NASSO)
Nr. 412
14. Sivan 5763
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der Oberrabbiner
Israels
- Israelfreundliche
Christen?
"Ich
bin ein Palästinenser"
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online,
desgleichen auf Französich
Diese Woche in der Tora (Num. 8,1-12,16):
Dienstweihung der Leviten; 1.Pessach in
der Wüste und
Ersatztermin für Verhinderte; Reise
und Lagern nach der
Wolken-/Feuersäule; die silbernen
Alarmtrompeten;
Zugordnung des Lagers; Trennung von Jitro;
Klage über
einseitige Diät; Wachtelschwemme
und Strafung; Einsetzung
von 70 Weisen zur Unterstützung Moschehs;
2 neue Propheten
im Lager; üble Nachrede von Mirjam
und Aharon über Moscheh,
Aussatzstrafung Miriams.
TAL
CHERMON zum Wochenabschnitt
HaRav Schlomo Aviner
Ahron und Miriam in Schwierigkeiten
Es kommt zu einer Krise spiritueller Natur: "Miriam und Ahron
redeten über Moscheh... Hat denn nur mit Moscheh allein der
Ewige geredet? hat er nicht auch mit uns geredet? Das hörte
der Ewige" (Num. 12,1-2).
Wir werden hier Zeugen eines Vergleiches zwischen der
Prophetie Moschehs und der der übrigen Propheten; deren
funtamentaler Unterschied wird an genau dieser Stelle erläutert:
"Wenn unter euch ein Prophet des Ewigen ist, so offenbare ich
mich ihm... Nicht also mein Diener Moscheh... Von Mund zu
Mund rede ich mit ihm, in Erscheinungen ohne Rätsel" (ebda, 6-
8). Bei Moscheh gibt es Sehen, bei den übrigen Propheten
Gesichte. In der Sprache unserer Weisen: "Alle Propheten
schauten durch ein nicht hell leuchtendes Schauglas, Moscheh
aber schaute durch ein hell leuchtendes Schauglas" (Jewamot
49b). Moscheh sieht ganz klar, die anderen nicht so sehr. Bei
ihm heißt es: "..denn kein Mensch kann mich sehen und leben"
(Ex. 33,20), und bei Jeschajahu: "Da sah ich den Herrn auf
hohem und erhabenem Throne sitzen" (6,1). Wie, Moscheh
sieht nicht und Jeschajahu ja?! Vielmehr sieht Moscheh so klar,
sagen unsere Weisen, daß er erkennt, daß er wirklich
nichts
sieht. Jeschajahu sieht nicht so klar, und so glaubt er, daß
er
etwas erkennt.
Worin unterscheidet sich die absolut klare von der nicht ganz so
klaren Prophetie? Die Prophetie Moschehs dient der
Gesetzgebung, was auf die übrigen Propheten nicht zutrifft. Im
Gegenteil: jeder Prophet, der aufgrund seiner Prophetie neue
Gesetze verkündet, ist zum Tode durch Strangulierung zu
verurteilen, denn ganz sicher sagt er hier nicht die Wahrheit.
Die Propheten vermögen ausschließlich über allgemeine
Ideale
von Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit zu sprechen, nicht aber das
Leben anhand gesetzlicher Details zu lenken. Moschehs
Prophetie ist so sehr klar bis daß er sieht, wie sich die
erhabenen, allgemeinen Ideale ausbreiten, herniedersinken,
zusammenfließen und sich in praktischem Gesetze und in jeder
individuellen Tat herauskristallisieren. Er kann sehen, wie in
jedem Gebot Millionen erhabener Ideale zusammengedrängt
sind wie in einem Atom, das ebenfalls durch enorme Kräfte in
seiner materiellen Form zusammengehalten wird. Darum zählt
die Prophetie Moschehs zu den von Maimonides aufgeführten
Glaubensgrundsätzen. Und Miriam, die diesen Unterschied
verwischen wollte - wurde vom Aussatz befallen.
| Am
Schabbes-Tisch...
"Mögen deine Hasser fliehen..." Rav Jakov Halevi Filber
|
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Alle paar Jahre ersteht uns ein neuer "Retter", der uns die frohe
Botschaft schnellen Friedens überbringt und dann das ganze
Land in unverantwortlicher Weise in ein politisches Glücksspiel
stürzt, dessen Ergebnis das ewige Volk auf Grausamste mit der
ewigen Feindschaft konfrontiert. Seit Nimrod unseren Vorvater
Awraham in den Feuerofen warf, nahmen die Versuche der
Völker der Welt zu unserer Vernichtung kein Ende. Noch
während der Periode der Vorväter finden wir, wie Jischma'el
mit
Jizchak "spielt" (Gen. 21,9), entsprechend der Deutung der
talmudischen Weisen: Sie gingen hinaus aufs Feld, Jischma'el
nahm seinen Bogen und schoß Pfeile auf Jizchak ab (Bereschit
raba 53,11). Im Midrasch Tanchuma fügten sie hinzu: "Das
Auge des Ewigen ist auf denen, die ihn fürchten (Psalm
33,18) -
das ist Jizchak, zu retten vom Tode ihr Leben (ebda.19) - weil
Jischma'el ihn töten wollte". Dieses Schicksal wiederholte sich
bei Jakov, wie es heißt: "Und Eßaw sprach in seinem Herzen:
Es werden herankommen die Tage der Trauer um meinen
Vater, dann will ich erschlagen Jakov meinen Bruder" (Gen.
27,41). Jakov fand sich nicht mit diesem Schicksal ab, er
streckte seine Hand zum Frieden aus und bereitete gleichzeitig
Geschenke vor, aber auch sich und sein Gefolge zum Kampf,
und betete zu G~tt, in der Hoffnung, sich mit seinem Bruder
auszusöhnen. Und sieheda, welch Wunder, als sich endlich
Jakov und sein Bruder Eßaw begegnen und dieser ihm ein
freundliches Gesicht zeigt und vorschlägt: "Laß uns aufbrechen
und weiterziehen, und ich will neben dir her ziehen" (Gen.
33,12), gerade, als sich die Meinungsverschiedenheiten
aufzulösen scheinen, weigerte sich Jakov und distanzierte sich
von Eßaw: "Ziehe doch mein Herr vor seinem Knechte her, und
ich werde folgen nach meiner Gemächlichkeit, nach dem
Schritte des Zuchtviehs, das vor mir" (ebda.14). Was ließ Jakov
plötzlich seine Ansicht so radikal ändern? Bis zu seiner
Begegnung mit dem Schutzengel von Eßaw (Gen. 32,25ff.) war
Jakov davon überzeugt, daß es sich beim Zwist mit Eßaw
um
einen Streit wie alle anderen in der Welt handelte, der sich
durch vertrauensbildende Maßnahmen (Geschenke) lösen läßt,
oder durch Krieg. Nach jener Begegnung aber wurde Jakov
klar, daß dieser Streit aus tiefsten Wurzeln genährt wird,
und
solange nicht Eßaws Haß und Jischma'els Haß gegen
Israel mit
Stumpf und Stiel ausgerottet wird, nützen alle schönen
Abkommen nichts, die in einer Stunde der Schwäche des
Hassers erzielt wurden. Darum versprach Jakov Eßaw, er
werde sich mit ihm treffen, "bis daß ich komme zu meinem
Herrn nach Se'ir" (Gen. 33,14). Über dieses Versprechen
Jakovs wunderten sich die Weisen im Midrasch: "Wir
durchsuchten die gesamte Schrift und fanden nicht, daß Jakov
im Leben zu Eßaw zum Berge Se'ir gegangen war - kann es
denn sein, daß Jakov es nicht ernstgemeint hatte?! Wann hatte
er vielmehr vor, nach Se'ir zu gehen? In der fernen Zukunft, wie
geschrieben steht: Und es ziehen herauf die Sieger auf den
Berg Zion, zu richten den Berg Eßaw" (Ovadia 1,21; Bereschit
raba 78,14).
Unser Lehrer Moscheh war es, der die tiefen Wurzeln des
Hasses der Völker gegen Israel offenlegte. Als er von G~tt
erbat, Israel gegen seine Feinde zu unterstützen, identifiziert
er
sie nicht als "Feinde Israels", sondern "Hasser G~ttes", wie es
heißt: "Moscheh sprach: Stehe auf, G~tt, daß zerstieben
deine
Feinde und fliehen deine Hasser vor deinem Angesichte" (Num.
10,35; Gebet bei der Toraaushebung). Im Raschikommentar
heißt es dazu: "deine Hasser - das sind die Hasser Israels;
denn
jeder, der Israel haßt, haßt Ihn, der da sprach, und die
Welt
entstand; so heißt es (Psalm 83,3) deine Hasser erheben das
Haupt, und wer sind diese? Gegen dein Volk ersinnen sie
Pläne" (83,4).
Die Verbindung zwischen dem Haß der Völker gegen Israel,
der
ihrem blinden Haß gegen die Anerkennung, die sie dem G~tte
Israels zollen, entspringt, finden wir beim Krieg gegen die
Midianiter, als G~tt zu Moscheh sprach: "Übe Rache für die
Kinder Israel an den Midianitern" (Num. 31,2). Moscheh änderte
den Wortlaut dieses Gebotes und sagte: "Rüstet von euch
Männer zum Heere und sie sollen ziehen über Midian, Rache
des Ewigen zu üben an Midian" (31,3). Dazu finden wir den
Kommentar wiederum im Midrasch: "G~tt sagte: die Rache der
Kinder Israels, und Moscheh sagte: die Rache G~ttes an den
Midianitern, das kommt wegen des Gerichtes, das ich an euch
[wegen der Sünde mit den Midianiterinnen] üben mußte,
und
euch dadurch Schaden entstand. Da sagte Moscheh: Herr der
Welten, wären wir Unbeschnittene, Götzendiener oder
Gebotsleugner, würde man uns nicht hassen. Man verfolgt uns
nur wegen der Tora und der Gebote, die du uns gegeben hast.
Darum ist die Rache dein, die Rache G~ttes an den Midianitern"
(Bemidbar raba 22,2).
Wir befinden uns nunmehr seit über hundert Jahren im Streit mit
den arabischen Völkern. Mehr noch leiden wir schon viele
hundert Jahre unter den Anschlägen der christlichen Völker
Europas bis hin zu Schoa und Völkermord. Seit Anbeginn der
zionistischen Bewegung wird der Versuch gemacht, vor dem
wirklichen Grund des grenzenlosen Antisemitismus
davonzulaufen, als handele es sich dabei um eine reguläre
Feindseligkeit, für die es eine menschenmögliche Lösung
gäbe,
und so versuchen wir schon über hundert Jahre,
Lösungsmöglichkeiten zu finden in der Hoffnung, diese
Feindseligkeit möge damit ein Ende haben. Doch die bittere
Realität schlägt uns ins Gesicht wie jemandem, der einen
Brand
mit Benzin löschen will. So geschieht es nun wieder mit dem
"Fahrplan", in den wir wiederum mit der Blindheit des
verantwortungslosen Glücksspielers verwickelt werden.
Vielleicht erfüllen sich an uns die Worte der talmudischen
Weisen: "Wenn der Ewige über die Israeliten zürnt, setzt
er
über sie einen unbegabten Hirten, der in Gruben fällt, und
die
Herde hinterdrein" (Baba kama 52a gem. Raschikommentar).
| HaRav
Aviner
Fahrplan zur Hölle Rav Schlomo Aviner
|
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Das Land Israel wurde uns vom Herrn der Welt in
seiner ganzen
Länge und Breite bis in alle Ewigkeit gegeben.
Es ist verboten, auch nur einen Teil an ein fremdes
Volk
abzugeben, und jede Aktivität in diese Richtung
gilt als null und
nichtig und hat weder halachische noch
gesetzliche Wirkung.
Unsere Regierung wurde gewählt, den historischen
Auftrag vom
Aufbau des Staates in seinem Lande zu erfüllen,
und sie hat
keinerlei Mandat, ihn zu zerstören. Jeder
in diese Richtung
zielende Prozeß verpflichtet die Nation
zu nichts.
Anstatt das Volk vor seinen Feinden zu schützen,
bedeutet die
Einrichtung eines Staates für geschworene
Mörder eine Gefahr
für uns und die folgenden Generationen unserer
Kinder, senkt,
g~ttbehüte, die Schwelle des Blutvergießens
und ähnelt einer
Kriegserklärung der Regierung an ihr eigenes
Volk.
Für die Hirngespinste und Phantastereien,
wie sie in den Oslo-
Abkommen ihren Niederschlag fanden, von wegen
unsere
Feinde von innen und von außen seien Boten
des Friedens,
zahlten wir mit über tausend Todesopfern
und tausenden
Witwen und Waisen, und wer übernimmt dafür
die
Verantwortung - und macht auch noch auf diesem
blutgetränktem Wege weiter?!
Die Regierung unterschätzt das Volk in Zion,
behauptet, es
habe nicht genug Rückgrat, mißachtet
und erniedrigt es, wo
sich in den letzten zwei Jahren genau das Gegenteil
erwiesen
hat; das Volk hat seinen Mut und seine Stärke
bewiesen, sein
Heldentum und seine Opferbereitschaft.
Der "Fahrplan" ins Jenseits bedeutet eine Umkehr
der Logik von
Ursache und Wirkung im Hinblick auf Terror und
politische
Verzichte. Nach jener Logik müssen auf Terror
politische
Verzichte folgen, wohingegen die Wahrheit genau
andersherum
aussieht: politische Verzichte führen zu
mehr Terror.
Dieser neue Plan ist eine himmelschreiende Untat,
die in der
Weltgeschichte nicht ihresgleichen kennt, außer
den
Gebietsabtretungen der Tschechoslowakei an Hitler
jimach
schemo, die nicht zu Frieden, sondern
zum zweiten Weltkrieg
und zu einem großen Brand in unserem Volke
führten.
"Viele Gedanken sind im Herzen des Menschen, aber
der
Ratschluß des Ewigen, der hat Bestand"
(Sprüche 19,21).
Unser großes Volk wird sich wie ein Mann
mit geeintem Herzen
gegen den Fahrplan zur Hölle erheben, und
weiter sein Land
und seinen Staat aufbauen und in ihm erbaut werden.
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