DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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den Rabbi"
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als die Machon-Meir-Seite
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
SUKKOT
Nr. 324
19. Tischri 5762
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der Oberrabbiner
Israels
- Israelfreundliche
Christen?
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online;
desgleichen auf Französich
Der
Stand der Dinge...
|
Unsere heilige Tora beginnt mit dem Wort "Bereschit" ("Am
Anfang..") und endet mit dem Wort "Israel". "Am Anfang
schuf
G~tt den Himmel und die Erde" (Gen. 1,1) - "Und nach aller
starken Macht und nach allem Großen und Furchtbaren, das
Moscheh ausgeführt vor den Augen des ganzen Israel" (Dt.
34,12). Der Anfangsbuchstabe von "Bereschit" und der
Schlußbuchstabe von "Israel", erster bzw. letzter
Buchstabe der
Tora, ergeben zusammen "Lammed"+"Bet", gelesen "Lev",
Herz, denn Israel ist das Herz der Welt und Herz der Völker, wie
Rabbiner Jehuda Halevi (jüdischer Gelehrter und Dichter, geb.
in Spanien ca. 4843 / 1083), in seinem Buche "Kusari" schrieb:
"Israel verhält sich zu den anderen Völkern wie das Herz
zu den
übrigen Gliedern" (II,36), und im Raschikommentar zum ersten
Toravers heißt es: "Bereschit bara - be reschit, 'für
das Erste
schuf er', um der Tora willen, die das Erste Seines Weges
genannt wird, und um Israels willen, das das Erste Seines
Ertrages genannt wird".
Die Bestimmung des Volkes Israel besteht darin, die Ehre
G~ttes in der Welt zu vergrößern und zu mehren; die Ehre
G~ttes wächst durch die Ehre Israels, und diese wiederum
wächst durch die Wiedererstehung des jüdischen Volkes im
Lande Israel und durch seine Siege über die Feinde, die ihm
dort entgegentreten: "Er zwingt Völker unter uns, und Nationen
unter unsere Füße", und dann "schlaget all ihr Völker
in die
Hände, jauchzet G~tt mit der Stimme des Jubels. Denn der
Ewige ist erhaben, furchtbar, ein König, groß über
die ganze
Erde" (Psalm 47, 2-4), und der Prophet Jecheskel verkündete:
"Und ich erweise mich groß und heilig, und tue mich kund vor
den Augen vieler Völker, und sie erkennen, daß ich der Ewige
bin" (38,23).
Nach dem Stand der Dinge ergibt sich, je weiter wir auf dem
Wege der Erlösung und der Wiedererstehung vorankommen,
desto offenbarer wird die Zentralität des Volkes Israel in der
Welt. Besonders in diesen Tagen, in denen die Welt brodelt:
"Warum lärmen die Völker, und sinnen die Nationen Eitles?
...wider den Ewigen und wider seinen Gesalbten" (Psalm 2,1-2).
Und "der Ewige stört den Ratschluß der Völker, vereitelt
die
Gedanken der Nationen" (Psalm 33,10), "viele Gedanken sind
im Herzen des Menschen, aber der Ratschluß des Ewigen, der
hat Bestand" (Sprüche 19,21). "Denn erkoren hat der Ewige
Zion, begehrt zum Wohnsitze sich" (Psalm 132,13), und "Jakov
hat sich G~tt erkoren, Israel zu seinem Heiligtume" (Psalm
135,4), "denn nicht aufgeben wird der Ewige sein Volk, und sein
Erbe verläßt er nicht" (Psalm 94,14).
Mit Segenswünschen zu Sukkot, und in Erwartung der
vollständigen Erlösung,
Rav Dov Begon
| Frage
und Antwort
Terror gegen Terror? Rav Schlomo Aviner
|
![]() |
Frage: Kürzlich wurde von einer gegen Araber operierenden
jüdischen Untergrundgruppe berichtet. Vielleicht bleibt uns
wirklich nichts anderes übrig angesichts der Tatsache, daß
die
israelische Armee nicht genug zur Unterbindung des Terrors tut.
Auge um Auge, Zahn um Zahn, Stein um Stein, Schuß um
Schuß!
Antwort: Ersteinmal laßt uns hoffen, daß in Wirklichkeit
Juden
damit nichts zu tun haben. Es hat schon häufig dergleichen
Verdächtigungen gegeben, und am Ende handelte es sich um
eine interne Abrechnung der Araber untereinander. Wenn aber
wirklich Juden dafür verantwortlich sind, so ist das ganz
furchtbar. Glaubten wir doch seit dem Fehlschlag des "jüdischen
Untergrundes", von diesem Schwachsinn geheilt zu sein. Dies
jedoch ist viel schlimmer als jener Untergrund, dessen
Mitglieder nicht einfach so auf Araber schossen, sondern
einzelne Personen zum Ziel nahmen, die als hartnäckige Feinde
unseres Volkes bekannt und für viele Terroranschläge
verantwortlich waren. Wenn man aber wahllos auf Araber
schießt, verhält man sich damit genau so wie sie! Der
Unterschied zwischen uns und den Terroristen besteht
bekanntlich darin, daß unsere Armee das Ziel trifft, wohingegen
jene das Ziel haben, zu treffen. Man muß die Terroristen treffen
und ihre Hintermänner, die Selbstmordattentäter und die
Bombenbauer. Damit kann sich jeder anständige Mensch auf
der Welt einverstanden erklären. Aber einfach so auf Araber zu
schießen ist in höchstem Maße unmoralisch und gemeiner
Mord.
Manche erklären dagegen, im Kriege gelten andere Spielregeln.
Doch wer hat sie zum Handeln autorisiert?! Ist das hier vielleicht
ihr Privatstaat? Wer hat sie zum Oberhaupt gemacht? Sie sind
nicht alleine auf der Welt! Sie geben einen Feuerbefehl, ohne
vorher irgendjemanden zu fragen, ob er überhaupt zustimme.
Das ist doch eine große Verkommenheit.
Und woher wissen diese Leute eigentlich, daß sie nicht auf
Juden schießen? Einige Soldaten operieren als Araber
verkleidet auf feindlichem Gebiet. Es wäre nicht das erste Mal,
daß es dabei zu tragischen Verwechslungen käme, doch aus
jüdischem Mitgefühl wurden solche Fälle nie hochgespielt.
Wenn verkleidete Soldaten unterwegs sind, werden vorher alle
möglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, damit unsere
eigenen Leute sie in Ruhe arbeiten lassen. Doch jetzt müssen
sie sich vor solchen "Untergrundlern" in acht nehmen, die
eigenhändig den Staat retten wollen, und am Ende schießen
unsere eigenen Leute aufeinander. Jene schießen auf die
Soldaten, und die Soldaten schießen zurück, weil sie glauben,
sie haben es mit als Israelis verkleideten Arabern zu tun.
Darüberhinaus sind nicht alle Araber Mörder. Es gibt auch
anständige Araber. Darauf antworten Manche: "Nur ein toter
Araber ist ein guter Araber". Solche Sprüche deuten auf das
geistige Niveau von Erstklässlern und sind überhaupt nicht
witzig. So diskutiert man Fragen von Leben und Tod?!
Und nun zum Schaden, den man auf internationaler Ebene
anrichtet, wenn man sich so wie die arabischen Mörder verhält.
Je abstoßender die Terroristen, desto weniger internationale
Anerkennung wird ihnen zuteil. Ohne amerikanische und
europäische Unterstützung ist die palästinensische
Autonomieverwaltung ein Nichts, ohne jede Hoffnung. Diese
Unterstützung wird laufend dürftiger, weil sie sich wie der
Abschaum der Menschheit verhalten. Und jetzt kommen diese
Leute daher, die uns in ein ähnliches Licht rücken. Sage
nicht,
"was kümmern uns die Gojim" - man kann sich nicht vor der
Wirklichkeit drücken; die Verhältnisse, sie sind nicht so.
Einmal
sprach sich ein Schüler mit großer Begeisterung gegen die
Rücksichtnahme auf die Meinung der Nichtjuden aus, woraufhin
ihn unser großer Lehrer Rabbiner Zwi Jehuda Kuk zur Seite
nahm und ihn fragte: "Wirklich!? Man braucht gar keine
Rücksicht auf sie zu nehmen!?". Nach dem jetzigen Stand der
Dinge schießen sich die palästinensischen Mörder ein
Eigentor.
Und wenn jetzt jemand auf eine vorbeifahrende arabische
Familie schießt, so verursacht er uns damit großen Schaden.
Wer hat ihn dazu beauftragt? Bei sich zuhause halte es jeder,
wie es ihm beliebt. Doch auf öffentlichem Gebiete bist du nicht
alleine, und wir geben dir keine Erlaubnis, Dinge zu zerstören,
die wir mit viel Mühe aufgebaut haben.
Auch die Einleitung "Die Armee tut nicht ihre Arbeit" ist eine
einzige Verleumdung. Zahal, Polizei, Grenzschutz,
Geheimdienst und Soldaten vor Ort sind Tag und Nacht unter
Lebensgefahr im Einsatz, um die Mörder und ihre Helfershelfer
zu verhaften. Die Terroristen verfügen nicht über unbegrenzte
Mittel. Wir werden sie alle erwischen, tot oder lebendig.
Natürlich gibt es für jeden Bandenchef Ersatz, aber schon
nicht
mehr von gleicher "Qualität". Der Nachfolger ist weniger
effektiv, und bis er gelernt hat, mit Sprengstoff umzugehen, hat
er sich schon längst selber hochgejagt. Welche Schande, Zahal
gegenüber Undankbarkeit zu zeigen! Natürlich ist die Armee
noch nicht mit ihrer Arbeit fertig, aber Tag für Tag kommt sie
ihrem Ziel näher, bis sie alle gefaßt hat. In der Zwischenzeit
übt
sie eine abschreckende Wirkung aus. Jeder Terrorist weiß, daß
er nicht in Ruhe schlafen kann, er zittert davor, mitten in der
Nacht im Pyjama aus dem Bett geholt und vor Gericht gestellt
zu werden. Zahal arbeitet schwer, und du störst sie dabei.
Du schießt, läufst weg nach Hause - und andere müssen
es
ausbaden. Nach deinem Anschlag kommen die Mörder und
schießen auf uns, die Siedler. Vielen Dank! Vielleicht sagst
du,
auch ohnehin schießen sie? Das stimmt wohl, doch nun
schießen sie noch mehr. Macht es denn keinen Unterschied, ob
noch ein paar Juden mehr getötet werden?! Erzähle das mal
den Witwen und Waisen!
Es stimmt wohl, auch wenn Zahal einen Einsatz durchführt
und
einen Killer liquidiert, kommen sie, sich an uns zu rächen. Es
gibt aber keine andere Wahl. So führt man Krieg. Nur - Zahal
kämpft in unserem Auftrag. Wir wissen es, und wir sind damit
einverstanden. Wir sind daran interessiert, und wir brauchen
uns nicht zu verstecken. Aber dich hat niemand geschickt.
Wir haben dich nicht um Anschläge auf Araber gebeten. Wir
haben dich noch nicht einmal gebeten, ihr Eigentum zu
schädigen, denn am nächsten Tag kommen sie und schädigen
uns. Nicht dein Eigentum, sondern unseres. Heute tötest du ihre
Schafe, morgen töten sie unsere. Du sagst, sie töten unsere
Schafe sowieso? Das stimmt, doch sind uns unsere Schafe lieb
und teuer, und wir wollen nicht, daß noch mehr getötet werden.
Wir haben dich nicht zum Schafshenker ernannt. Wer gibt dir
das Recht dazu?!
Obendrein ist so ein Verhalten einfach unmoralisch, gemeiner
Mord ohne jede religiöse Rechtfertigung. Bei Krieg zwischen
zwei Völkern sieht das anders aus. Man schießt und weiß
nicht
immer, wo man hintrifft, d.h., im Krieg zwischen zwei Staaten.
Doch das entspricht nicht der heutigen Lage. Wer so etwas
behauptet, hat damit Jehuda und Schomron ("Judäa",
"Samaria") den Palästinensern zugesprochen. Das wäre die
größte Katastrophe. Nein, alles gehört zum Lande Israel,
alles
gehört zum Staate Israel. Darum stehen wir zu unseren
Sicherheitskräften, wie es sich in unserem Staate gehört.
In
jedem Staat gibt es Randalierer, Unruhen und Stadtviertel, die
kein Polizist alleine betritt.
Laß dir das ein Leitbild sein: du bist nicht der einsame Reiter
in
der weiten Wüste von Texas oder Arizona. Du bist nicht alleine.
Wir sind hier, und du störst uns. Du störst Zahal.
Entscheide
nicht für uns.
Der Mensch muß ein wenig überlegen und sollte sich nicht
einbilden,
er könne Alle retten. Mit G~ttes Hilfe wird alles gut werden.
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