DAS ZENTRUM FÜR
JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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IL - 91032 Jerusalem ISRAEL Tel. +972 2 6511906 Fax +972 2 6514820 http://www.machonmeir.org.il |
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Ausgabe: R. Plaut
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-Archiv der
"Betrachtungen"
-Kostenloser Antwortservice "Frag'
den Rabbi" auf deutsch
-früher aktualisiert (update)
als die Machon-Meir-Seite
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT SCHEMINI
Nr. 350
24. Nissan 5762
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der Oberrabbiner
Israels
- Israelfreundliche
Christen?
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online;
NEU: Jetzt auch Video!
desgleichen auf Französich
(audio)
Diese Woche in der Tora (Lev. 9,1-11,47):
Aharon bringt Sühnopfer für
seine Beteiligung am "Goldenen
Kalb"; Stiftszelt-Einweihungsopfer und
göttliche Erscheinung vor
dem versammelten Volk; zwei der Söhne
Aharons werden für
falsches Räucherwerk von himmlischen
Feuer getötet;
Speisegesetze, erlaubte und verbotene
Tiere.
Der
Stand der Dinge...
|
Bezüglich der Nichtjuden im Lande Israel beantwortete Rabbiner
Zwi Jehuda HaKohen Kuk sel. die Frage, wie sich unser
Verhältnis zu den Arabern zu gestalten habe, mit folgenden
klaren und entschiedenen Worten: "Man
muß wissen, daß wir
den Arabern keinerlei Regierung
schuldig sind. Als
Privatpersonen können
sie hier im Rahmen der Minderheiten
verbleiben. Wenn sie uns
keine Schwierigkeiten verursachen
und sich nicht gegen die
Herrschaft unserer Regierung
auflehnen, sondern unsere
Regierungsherrschaft über dieses
Land akzeptieren - werden
wir ihnen nichts antun. Es ist
möglich und auch nötig,
zu erklären, zu überzeugen und zu
handeln, um den Haß
zwischen Juden und Arabern zu
vermindern... Zuallererst
muß aber klar sein, daß dieses Land
uns gehört 'wie
die Dauer des Himmels über der Erde' (Dt.
11,21), und darüber
wird nicht verhandelt!
Die ganze Erde gehört
G~tt, und dieses Land wurde dem Volk
Israel gegeben. Kein Mensch
hat das Recht, auf irgendeinen
Teil dieses Landes zu verzichten.
...
Wir befinden uns hier in
Ausübung unseres Erbrechtes von
unseren Vorvätern,
auf der Grundlage der Tora und der
Weltgeschichte, und niemand
kann an dieser Tatsache etwas
ändern. Für uns
gilt das Beispiel des Menschen, der sein Haus
für eine gewisse Zeit
verließ, worauf Andere eindrangen. Genau
das ist uns passiert. Manche
behaupten, es gäbe hier arabische
Ländereien. Eine faustdicke
Lüge! Es gibt hier überhaupt keine
arabischen Ländereien.
Der Himmel hilft uns, indem
die Araber keinen Frieden wollen:
'Und der Ewige verhärtete
das Herz Pharaos' (Ex. 9,12 u.a.).
Alles Gerede über 'Frieden
gegen Gebiete' ist nichts als
Augenwischerei. Den Arabern,
die wirklich Frieden wollen,
können wir 'Frieden
gegen Frieden' anbieten, aber keinen
Verzicht auf den heiligen
Erbbesitz unserer Vorväter. Am Ende
werden auch die Araber anerkennen,
daß dieses Land Israel
gehört, und sich damit
abfinden" (aus Sichot Harav Zwi Jehuda
Nr.19).
Nach dem Stand der Dinge begingen die Regierungen Israels
seit Staatsgründung bis heute einen bitteren Fehler in ihrer
Zustimmung zu Gebietsabtretungen für Frieden: Nicht nur, daß
sie ihr Ziel nicht erreichten, im Gegenteil - sie schwächten
dadurch noch das moralische und gerechte Fundament, auf
dem der Staat Israel beruht. Das Land Israel gehört einzig und
allein dem jüdischen Volk - aufgrund des Bundes, des
Schwures und des Versprechens des Schöpfers und Lenkers
der Welt. Jene, die hier unter Betrug und Räuberei eindrangen,
nutzten und nützen die lügenhafte Behauptung, als gäbe
es hier
arabische Ländereien, und die Juden seien imperialistische
Eroberer. Diese Behauptung soll den Status Israels bei den
Nationen der Welt unterminieren, und diese giftige
Lügenpropaganda schwächt den Staat von innen. Leider stehen
einige Teile der Öffentlichkeit, die sich von ihren jüdischen
Wurzeln entfernt haben, unter dem Einfluß dieser Propaganda,
was ihr Verständnis von der Beziehung zwischen dem Volk
Israel und seinem Land schwächt und sie verunsichert.
Darum müssen wir mit lauter und klarer Stimme verkünden, daß
das Land Israel einzig und allein dem Volke Israel in alle
Ewigkeit zusteht, und unsere heutige und die künftigen
Generationen entsprechend erziehen - dann werden wir unsere
Feinde besiegen und überwinden, und "in seiner Größe
und in
seiner Heiligkeit wird Sein großer Name in der Welt erkannt
werden" (Kaddisch).
| Frage
und Antwort
Fauler Zauber Rav Schlomo Aviner
|
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Frage: Ist es erlaubt, Harry-Potter-Bücher zu lesen und
-Filme
anzusehen? Es kommt dort doch allerlei Zauberei und
Götzendienst vor? Andererseits wissen doch Alle ganz genau,
daß zwischen diesen Geschichten und der Wirklichkeit keinerlei
Verbindung besteht!
Antwort: Diese Geschichten sind alle Unsinn und dummes
Zeug. Doch verboten sind sie nicht. Götzendienst kommt
darin
auch gar nicht vor, wohl aber Zauberei. Zauberei ist nach der
Tora verboten. Es ist auch verboten, Bücher zu lesen, die den
Menschen zum Ausführen von Verboten verleiten (Schulchan
Aruch O.C. 307,16). Es ist verboten, Bücher zu lesen, die
Triebe erwecken, welchen Trieb auch immer. Ganz sicher
erwecken diese Bücher beim Leser jedoch nicht die Lust zum
Zaubern, weil in unserer heutigen Gesellschaft niemand etwas
von Zauberei versteht, und man kann sie auch nirgendwo
erlernen. Der Mischnakommentar "Tiferet Israel" erwähnt
im
Namen von Rabbiner Jakov Chagis, daß seit Verbreitung des
Lichtes der Tora in der Welt die allgemeine spirituelle
Verunreinigung abgenommen hat, aus der die Zauberei ihre
Kraft schöpft, und ihr damit der Nährboden entzogen wurde
(Mischna Sanhedrin 7,7). Daher besteht keine Gefahr, daß
durch das Lesen dieser Geschichten irgendjemand der Zauberei
verfiele. Nicht aus Mangel an Willen, sondern aus Mangel an
Möglichkeit.
Allerdings übt solche Lektüre einen negativen Einfluß
aus, weil
ihr Inhalt Unsinn ist, und auch Unsinn und dummes Zeug sind
verboten. "..und dem Tand nachgingen und betört wurden"
(Könige II, 17,15). Das Lesen von Büchern über Unsinn
erzeugt
eine Lust zur Beschäftigung mit Unsinn. Wie geht das vor sich?
Solche Bücher erzeugen beim Leser, bewußt oder unbewußt,
eine Art Weltanschauung, wonach man sich nicht mit den
Problemen des Lebens auseinanderzusetzen braucht, da man
sie durch allerlei Tricks bewältigen kann. Das setzt schon den
Kindern den Floh ins Ohr von Manipulationen und
"Abkürzungen" und lehrt sie, daß man sich nicht unbedingt
anstrengen und abmühen muß, Probleme ernsthaft anzugehen.
Vielmehr könne man sie in Sekundenschnelle durch einen
Hokuspokus lösen.
Im Leben gibt es bekanntlich viele Probleme - im Leben des
Einzelnen, der Familie und der Nation. Anstatt mit Mut und
festem Willen den Schwierigkeiten zu trotzen, sie zu bekämpfen
und zu wissen, daß es nicht immer eine Lösung für jedes
Problem gibt und man trotzdem weiterkämpfen muß - fängt
man
an, sofort wirksame Wundermittel zu suchen, und weil sich
diese natürlich nicht anfinden, bricht man zusammen und
versinkt in Trauer und Aufsässigkeit.
Der Schaden besteht nicht im Reiz von Magie und
Götzendienst, sondern in einer "Verkümmerung der
Vernunft". Die menschliche Vernunft befindet sich auf dem
Rückzug, und nicht nur im jüdischen Volk, sondern in der
gesamten Menschheit. Jahrtausende hindurch bekämpfte man
alle möglichen Irrglauben und Torheiten, erreichte den Aufbau
einer logischen Denkweise und gelangte zur Einsicht vom
Nutzen der eigenen Anstrengung und der Konfrontierung der
Probleme - und jetzt kehrt sich dieser Trend um: die Menschen
suchen auf allen Gebieten Wunder. In Israel wie in der ganzen
Welt wendet man sich an vielerlei lügenhafte und
nachgemachte Mystik, an Wahrsager, Astrologen,
Kaffeesatzleser, hochstapelnde Wunderrabbis und Heiler nach
exotischen Methoden, die gar nichts bewirken. Das alles ist ein
Milliardengeschäft, und die Schäden gehen in Millionenhöhe,
gar nicht zu reden von den menschlichen Enttäuschungen.
Das ist der Feind, die "Verkümmerung der Vernunft". Diese
Bücher (die ich nicht gelesen habe) über ein modernes Kind
mit
Brille und in der Zauberkunst bewandert, gehören zu dieser
"Verkümmerung der Vernunft", einer sehr weitreichenden
Entwicklung.
Diese Bücher enthalten zahlreiche Phantastereien, die auf die
Einbildungskraft wirken. Die Einbildungskraft kann sich zu
einem sehr potenten Feind der Menschheit entwickeln.
Menschen kommen zu Schaden, wenn sie in ihrer Einbildung
leben. Natürlich gibt es auch kreative Einbildungskraft und
gesundes Vorstellungsvermögen, aber auch sehr schädliche
Wahnvorstellungen, auf allen Gebieten, sowohl im Bereich des
Individuums als auch in der Politik. Es gibt zum Beispiel
heutzutage erwachsene, ehrenwerte Menschen, die sich
einbilden, wir hätten heute Frieden - welchen furchtbaren
Schaden das anrichtet. Vor dem zweiten Weltkrieg bildete sich
der britische Premierminister Chamberlain ein, Hitler wäre ein
"Partner für den Frieden". Und das Resultat - einfach
unbeschreiblich.
Die Einbildung kann zum Feind der Menschheit werden. Solche
Bücher unterstützen die Entwicklung einer krankhaften
Einbildung. Warum sind sie so erfolgreich? Weil das Kind, wie
der Erwachsene, von der modernen Gesellschaft enttäuscht ist,
die nicht alle Probleme zu lösen vermag und dies auch offen
zugibt. Aus diesem Grunde wenden sie sich der Zauberei zu
und geben sich einer Mentalität der Magie hin, wie sie in
früheren Generationen vorherrschte. Anstatt ein Problem zu
analysieren und dann zu versuchen, es zu lösen, will ihm die
magische Mentalität mit Tricks und Patentlösungen, mit
Vorspiegelungen und Wundermitteln beikommen. Einem kleinen
Kind kann man für eine solche Denkweise kaum Vorwürfe
machen, weil sein logisches Denkvermögen noch nicht sehr
ausgeprägt ist. Wenn es ihm nicht gelingt, die mit einem Schloß
gesicherte Tür zu öffenen, versucht es eine Zauberformel.
Doch
wie gesagt handelt es sich dabei um ein kleines Kind. Wenn so
etwas allerdings zu einer allgemeinen Erscheinung ausartet, vor
der es kein Entrinnen gibt, nun, das ist wahrlich nicht gut.
Wir haben es hier mit schädlichem Unsinn zu tun, mit
anziehendem Unsinn. In diesem Zusammenhang sind die Worte
von Rabbiner Moscheh ben Maimon ("Maimonides") von
großem Interesse. Nach seiner Ansicht gibt es überhaupt
keine
Zauberei, und man kann demnach unmöglich zaubern. Es gab
nie, und es wird auch nie einen Zauberer geben. Alles Lüge.
Andere Rischonim teilten seine Ansicht nicht, sondern glaubten
an die Möglichkeit der Zauberei, wie die in der Tora erwähnten
Magier Pharaos. Eine Zwischenansicht, die wir schon oben
erwähnten, besagt, daß es wohl früher Zauberei gab,
heutzutage aber nicht mehr. Wie dem auch sei, nach
Maimonides handelt es sich bei der Zauberei um Lug und Trug,
und niemand könne zaubern. Warum erhält ein Zauberer
demnach die Todesstrafe? Er ist doch nur ein Lügner?! Wo
kämen wir da hin, wenn wir alle Lügner hinrichteten?! Vielmehr
geht es hier nicht um reguläre Lügner, sondern um gefährliche
Lügner. Die Lüge der Zauberei ist in der Lage, das
ganze
Menschengeschlecht zu verblöden (siehe auch Nachmanides-
Kommentar zu Ex. 22,17).
Natürlich werden wir jetzt nicht anfangen, alle Bücher zu
zensieren, die ein bißchen unangebrachte Phantasterei
enthalten. Man muß sich aber dessen bewußt sein, daß
die
Nährung einer übermäßig auf Einbildung beruhenden
Denkweise sehr gefährlich werden kann. Wir werden uns nicht
über jedes bißchen Phantasie aufregen, in Maßen und
gut
ausgewogen, doch solche übermäßigen Portionen von
Einbildung sind nicht zu unserem Besten.
Im Gegenteil, viele schwarze Wolken der Einbildung hängen
noch über den Weiten der Welt, und darum müssen wir den
Verstand schärfen, den menschlichen Verstand, den Tora-
Verstand, um all diese Wolken der Finsternis zu vertreiben.
Unser Ziel ist der Sieg des Verstandes über alle Lügen und
über
allen Unsinn. Der menschliche Verstand hat die Kraft, zu
beweisen, daß die Lüge nicht existiert, niemals existierte
und
nie geschaffen wurde - und der Welt Licht zu bringen.
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von Rabbiner Schlomo Aviner zu aktuellen
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