DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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"Betrachtungen"
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den Rabbi"
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als die Machon-Meir-Seite
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT SCHEMINI
Nr. 300
28. Nissan 5761
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der Oberrabbiner
Israels
- Israelfreundliche
Christen?
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online;
desgleichen auf Französich
Diese Woche in
der Tora (Lev. 9,1-11,47)
Aharon bringt Sühnopfer
für seine Beteiligung am "Goldenen
Kalb"; Stiftszelt-Einweihungsopfer
und göttliche Erscheinung vor
dem versammelten
Volk; zwei der Söhne Aharons werden für
falsches Räucherwerk
von himmlischen Feuer getötet;
Speisegesetze, erlaubte
und verbotene Tiere.
| Am
Schabbes-Tisch
Generationenkluft Rav Jakov Halevi Filber |
In vielen Fällen konnten wir sehen, wie die Gründergeneration
der Geistesgrößen und herausragenden Aktivisten von der
folgenden Generation abgelöst wurde, die sich nur noch mit sich
selbst und ihrem persönlichen Fortkommen beschäftigte. Diese
Kluft zwischen den Generationen finden wir schon zur Zeit von
Moscheh. Moscheh und Aharon wurden von der himmlischen
Vorsehung erkoren, das Volk Israel beim Auszug aus Ägypten
anzuführen. Weder Moscheh noch Aharon waren über den
Erhalt dieser Aufgabe besonders erfreut, Moscheh sagte dazu:
"Sende, durch wen du sonst senden magst!" (Ex. 4,13), und
Aharon freute sich in seinem Herzen über die Wahl Moschehs.
Nur wegen des göttlichen Befehls nahmen sie das Urteil der
Vorsehung auf sich, wobei sie sich der Schwere der damit
verbundenen Verantwortung voll bewußt waren und sich nicht
der Selbstgefälligkeit hingaben. Moscheh und Aharon schafften
es, ein Volk von Sklaven, die bereits in 49 Stufen der Unreinheit
versumpft waren, in eine Priesterherrschaft und ein heiliges
Volk zu verwandeln, bereit, die Tora zu erhalten. Diese
Revolution erforderte nicht nur größte Anstrengung, sondern
war zudem von Undankbarkeit begleitet. Nadaw und Awihu
hingegen, die Söhne der zweiten Generation, fanden bereits
einen gedeckten Tisch vor. Sie brauchten sich nicht um die
Formung des Volkes Israel zu bemühen, um so eiliger hatten sie
es, über das Volk Israel zu herrschen. So schildert der Talmud
ihre Gedankengänge (Sanhedrin 52a): "Einst gingen Moscheh
und Aharon auf dem Wege, Nadaw und Awihu hinter ihnen, und
ganz Israel hinter diesen. Da sprach Nadaw zu Awihu: Daß
doch schon diese zwei Greise sterben möchten, und ich und du
das Zeitalter anführen! (Im Midrasch heißt es an dieser
Stelle:
..und wir Macht über das Volk ausüben können
W.r.20,10).
Da sprach der Heilige, gepriesen sei er, zu ihnen: Wir wollen
sehen, wer wen begraben wird". - Wie ist das möglich?!
Moscheh war ihr Onkel, Aharon ihr Vater; wie konnten sie auf
solch törichte Gedanken kommen? Was versprachen sie sich
von diesem Unfug? Nach der talmudischen Schilderung
schritten Nadaw und Awihu zwischen Moscheh und dem Volk,
wobei das Volk hinter ihnen ging und Moscheh und Aharon vor
ihnen. Jedes Mal, wenn sie sich umdrehten, sahen sie die
heilige Versammlung, Hunderttausende des Volkes Israel ihnen
folgend, und verstanden nicht, daß das Volk nicht ihnen,
sondern Moscheh und Aharon folgte. Vielmehr wähnten sie sich
selbst als die Anführer, und von dieser Vorstellung vereinnahmt,
sahen sie in Moscheh und Aharon plötzlich nur noch ein
Hindernis auf dem Weg zur Herrschaft. Da war es nicht mehr
weit bis zum Ausspruch: "Daß doch schon diese zwei Greise
sterben möchten".
Genau diese beiden, Nadaw und Awihu, werden uns nun vom
Talmud Jeruschalmi [Vorläufer des heute mehr studierten
Babylonischen Talmuds] als Gerechte vortrefflichen Charakters
präsentiert: "Nach dem Tode der zwei Söhne Aharons" (Lev.
16,1) - "Warum erwähnt er ihren Tod am Jom Kippur? Um zu
lehren: So wie Jom Kippur für Israel sühnt, ebenso sühnt
der
Tod von Gerechten für Israel" (T.J. Joma I,1). Der Midrasch
überschlägt sich geradezu mit Lob: "Gelangten (zu mir) deine
Worte, so nahm ich sie in mich auf, und dein Wort ward mir zur
Wonne und zu meiner Herzensfreude; denn dein Name ist über
mich genannt, Ewiger, G~tt der Heerscharen" (Jirmijahu 15,16)
- "Diese Worte wurden Moscheh am Sinai gesagt, und er
erkannte es nicht, bis die Tat vor ihm geschah, da sagte
Moscheh zu Aharon: Mein Bruder, am Sinai wurde mir gesagt
'Ich werde in der Zukunft dieses Haus heiligen, und durch einen
großen Menschen werde Ich es heiligen', und ich war davon
überzeugt, entweder durch mich oder durch dich werde das
Haus geheiligt, und jetzt sind deine beiden Söhne größer
als ich
und du; wie Aharon hörte, daß seine Söhne den Himmel
fürchten, schwieg er und erhielt Lohn für sein Schweigen"
(Wajikra raba 12,2). Es stellt sich also die Frage, wie diese zur
Größe bestimmten, vielversprechenden Jünglinge so
herunterkommen konnten?
Das Versagen von Nadaw und Awihu begründeten die
talmudischen Weisen mit den Eigenschaften der Genußsucht
und der Arroganz. Die Genußsucht finden wir im Vers: "Und
gegen die Edeln der Kinder Israels streckte er seine Hand nicht
aus; und sie schauten G~tt und aßen und tranken" (Ex. 24,11)
-
"das sind Nadaw und Awihu... sie schauten dahin ohne Scheu,
nachdem sie gegessen und getrunken hatten"
(Raschikommentar); obwohl sie die höheren Sphären
erreichten, ließen sie es sich nicht nehmen, Speis und Trank
zu
genießen. Und über ihre Arroganz sagten die Weisen: "Sie
hatten keine Frauen... hochmütig waren sie; viele Frauen saßen
unverheiratet und warteten auf sie, und was sagten sie dazu:
der Bruder unseres Vaters ist König, der Bruder unserer Mutter
Fürst, unser Vater Hohepriester, und wir zwei Vorsteher der
Priesterschaft - welche Frau wäre unser würdig?!" (Wajikra
raba
20,9-10). Diese Arroganz führte zu Selbstüberschätzung,
und
am Ende waren sie sich nichteinmal selber treu, denn plötzlich
trennten sie sich voneinander unter der gegenseitigen
Verdächtigung, der andere wolle ihm seine Macht entreißen.
So
heißt es im Midrasch: "Sie befragten einander nicht um Rat, wie
es heißt: 'und die Söhne Aharons nahmen ein jeder seine
Rauchpfanne' (Lev. 10,1), ein jeder tat es für sich allein, sie
fragten einander nicht um Rat" (W.r. 20,8).
| Frage
und Antwort
Rückkehr nach Hause Rav Schlomo Aviner
|
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Frage: Mir ist aufgefallen, daß Sie überproportional
häufig über
den jüdischen Anspruch auf das Land Israel reden - oder kommt
mir das nur so vor?
Antwort: Rabbiner Moscheh ben Maimon ("Maimonides")
schrieb in seinem Buch "Führer der Unschlüssigen", bei
manchen simplen Wahrheiten bestehe dennoch die
Notwendigkeit, sie besonders zu betonen, denn zu unserer
Schande werden sie von vielen Leuten vergessen. Aus diesem
Grunde hielt unser Lehrer Rabbiner Zwi Jehuda Kuk es für
richtig, tausendmal zu wiederholen, daß das ganze Land Israel
dem Volke Israel gehöre. Es sei unvorstellbar, Orte jüdischer
Ansiedlung dem Lande unseres Lebens zu entreißen, um diese
Gebiete Nichtjuden zu übergeben.
Jehuda und Schomron ("Judäa", "Samaria"), der Gasastreifen
und die Golanhöhen sind integraler Bestandteil des Landes
Israel genau wie Tel-Aviv. Weder die Araber, die im Inland,
noch die, die im Ausland wohnen, haben irgendeine inhärente
Verbindung zu Teilen unseres Landes, die allesamt unter
unserer Oberhoheit und der vollen Autorität unserer Armee
verbleiben müssen. So lautet das Gebot der Tora, und auf diese
Weise nähern wir uns den von unseren Propheten verkündeten
Worten G~ttes über die Rückkehr des gesamten Volkes Israel
in sein ganzes Land.
All dies gilt hundertprozentig als Tora, Himmelsfurcht und
gesundes, aufrichtiges Judentum und stellt weder falschen
Messianismus noch übertriebenen Fanatismus dar, sondern
nachdrücklich vertretenen Standpunkt im Hinblick auf die
Leitwerte unseres Lebens, und vollkommenen Glauben an G~tt,
der seine Präsenz nach Zion und uns auf unseren Boden
zurückbringt.
Jehuda, Schomron, Gasastreifen und Golanhöhen gehören
untrennbar zum Lande Israel, und die Tora verbietet strikt, auch
nur eine Scholle dieses Bodens fremder Herrschaft zu
unterstellen. Diese Gebiete gehören dem ganzen Volk Israel in
allen seinen Generationen, und wehe dem, der Teile unseres
ewigen Nationaleigentums zu stehlen im Schilde führt. "Der
Ewige vereitelt die Gedanken der Nationen; der Ratschluß des
Ewigen wird ewiglich bestehen" (Psalm 33, 10-11).
Alles Gerede über Verzicht auf Teile des Landes unseres
Lebens ist von vornherein null und nichtig. Dieses ganze Land,
in allen seinen Teilen und Grenzen, gehört in seiner Gesamtheit
dem ganzen Volk Israel nach seinen Stämmen und
Generationen. Nun sind gerade wir die Juden, denen es
vergönnt ist, unser Land aufzubauen und darin erbaut zu
werden, wir sind die Repräsentanten und Stellvertreter des
ganzen Hauses Israel, und wir haben kein Recht, Abstriche an
dieser Stellvertretung zu machen und unsere große historische
Aufgabe beim Wiederaufbau unserer Nation zu verraten.
Dieses Land gehört zur Ewigkeit und dem Volke der Ewigkeit.
Eine Generation geht und die andere kommt, und die Nation
besteht immerdar. Ein Minister geht, und ein Minister kommt,
ein jüdischer Minister oder ein nichtjüdischer, und das Volk
lebt
und besteht in Ewigkeit, und ebenso besteht das Land Israel in
seiner Erez-Israeligkeit. Wir dürfen keinem von innen oder
außen ausgeübten Druck nachgeben.
Wir haben keinem Volk der Welt etwas weggenommen, keinem
Land und keiner Regierung, außer auf göttlichen Befehl.
Wir
kehrten nach Hause zurück zum Erbsitz unserer Vorväter und
dem Land unseres Lebens, an seiner Spitze Jerusalem, dem
heiligen Zentrum und Hauptstadt unseres Staates. Wir sind
heimgekehrt und keine Macht der Welt kann uns wieder von
hier wegbringen.
Alle Verhandlungen über die Abgabe Teile unseres Landes an
Fremde, sei es unter der Überschrift des "Friedens", sei es
unter der Überschrift der "Selbstbestimmung", sind reiner Lug
und Trug, null und nichtig, weder bindend noch von Dauer,
Verrat und Untreue gegenüber unserer historischen Aufgabe bei
der göttlichen Rückführung nach Zion.
Die Übergabe von Gebieten unseres Landes in die Hände von
Nichtjuden ist eine Sünde und ein Verbrechen, eine Schwäche
von mangeldem Verstand und Glauben. Dies gereicht uns nicht
zum Guten, sondern trägt vielmehr, G~tt behüte, zu unserem
Nachteil und Scheitern bei, führt zu Verfolgung und
Lebensgefahr, zu Schmach und Schande. Es gibt kein einziges
Schlupfloch bei diesem strengen Verbot der Tora der Übergabe
unseres Landes an Nichtjuden. Darum haben wir alle, groß und
klein, Toragelehrte und Personen des öffentlichen Lebens,
Armeeangehörige wie Politiker, die Pflicht, alles in unserer
Macht Stehende zu unternehmen, um mit Mut und Nachdruck
diesen bösen Ratschluß zu vereiteln, und vom Himmel werden
wir Unterstützung erfahren.
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