DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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"Betrachtungen"
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den Rabbi"
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als die Machon-Meir-Seite
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT PINCHAS
Nr. 312
23. Tammus 5761
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der Oberrabbiner
Israels
- Israelfreundliche
Christen?
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online;
desgleichen auf Französich
Diese Woche in
der Tora (Num. 25,10-30,1)
G~ttes Friedensbund mit Pinchas, dem Priester;
Musterung der
Kinder Israels vor Jericho; Auslosung
der Anteile am Lande
Israel; auch Töchter erben Land;
Jehoschua zum Nachfolger
Moschehs erwählt; Opfergesetze für
Wochentage, Schabbat,
Neumond und Feiertage.
Der
Stand der Dinge...
|
"Und es traten herzu die Töchter Zelafchads Sohn Chefer
Sohnes Gilead Sohnes Machir Sohnes Menasches Sohnes
Josef" (Num. 27,1). Der Raschi-Kommentar fragt dazu, warum
steht "Sohn des Josef" - "Sohn des Menasche" reicht doch,
seine Abstammung ist ja bekannt? Und antwortet: Nur um dir zu
sagen, daß Josef das Land liebte; so heißt es (Gen. 50,25):
"bringet meine Gebeine hinauf" - nach Sch'chem ("Nablus"). Er
sagte ihnen, aus Sch'chem habt ihr mich geholt, und dorthin
bringt mich zurück (Ba'al HaTurim). Und auch seine Töchter
liebten das Land, wie es heißt: "Gebet uns Erbbesitz" (Num.
27,4; die Töchter Zelafchads); und um dich zu lehren, daß
sie
alle Fromme waren (Raschi).
Nach dem Stand der Dinge brannte die Liebe zum Lande Israel
nicht nur in den Gebeinen Josefs des Gerechten und in den
Herzen der frommen Töchter Zelafchads, sondern auch in den
Herzen ungezählter Scharen des jüdischen Volkes in allen
Generationen - und in diesem Staffellauf durch die Epochen war
es in jeder Generation Einzelnen oder Gruppen vergönnt, ihren
Traum zu verwirklichen. Manche waren die Vorreiter für die
Massen, als Fackelträger brennender Liebe zum Land, die in
Selbstaufopferung, Behauptungswillen und Kämpfen ihren
praktischen Ausdruck fand. All dies, um den Anderen den Weg
zu ebnen und der Gemeinschaft Israels wie der ganzen Welt
göttliche Herrlichkeit und Licht im Lande unseres Lebens zu
offenbaren.
In unserer Generation, im Zeitalter der nationalen
Wiedererstehung und der Einsammlung der Diaspora, waren
die Fackelträger der Liebe zum Land vor Staatsgründung jene
Pioniere, die sich im Lande niederließen und die Wildernis zum
Blühen brachten, vom Galil bis zum Negev, und so den
Grundstein für den Staat Israel legten. Und in diesen unseren
Tagen, hier und jetzt sind die Fackelträger, die vor dem Lager
laufen und dem ganzen Volk zum Guten angerechnet werden,
die im wahrsten Sinne des Wortes mit ihren Körpern den Staat
und das Land Israel vor den unsere Zerstörung suchenden
Feinden schützen, die Siedler im Schomron, in Jehuda und im
Gasastreifen, auf dem Golan und dem Galil, und an jedem
anderen Ort. Jene sind die Frommen unserer Generation, in
deren Gebeinen die Liebe zum Land brennt, die gleiche Liebe
wie bei Josef und den Töchtern Zelafchads, und mögen sie
des
Segens Jakovs an Josef teilhaftig werden, "ein blühend Reis ist
Josef, ein blühend Reis am Quell, und seine Ranken klettern
auf die Mauer" (Gen. 49,22), "mit dir wird Israel seine Kinder
segnen und also sprechen: G~tt lasse dich werden wie Efrajim
und Menasche" (Gen. 48,20).
In Erwartung der vollkommenen Erlösung,
Rav Dov Begon
| Frage
und Antwort
Nation und Individuum Rav Schlomo Aviner
|
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Frage: Heutzutage können wir ein gewisses Abrücken
von
nationalen und allgemein-gesellschaftlichen Grundwerten
feststellen. Sollten wir uns nicht diesem Trend anschließen,
"in"
sein und uns in die uns umgebende Kulturlandschaft
einpassen? Sollten wir nicht eher aufzeigen, wie die Tora auf
die Bedürfnisse des Einzelnen eingeht, und von den
allgemeinen, nationalen und historischen Themen, wie sie
Rabbiner Awraham Jizchak Kuk lehrte, ablassen?
Antwort: Im Gegenteil; in Zeiten wie diesen tragen wir eine noch
größere Verantwortung. Die Krise, die unser nationales Ideal
erschüttert, das als dem Privatinteresse entgegengesetzt
hingestellt wird, kommt nicht von ungefähr. Sie war
vorauszusehen (siehe Rabbiner A.J.Kuk "Orot Hatechija",
Kap.44). Dieses volksweite Leiden bedroht unsere Existenz. Nie
waren die Lehren von Rabbiner Kuk so notwendig wie heute,
und wir müssen diese Wissenslücke beseitigen, die unsere
Existenz als Volk und Staat gefährdet. Nichts hat sich geändert,
im Gegenteil, unsere Verantwortung ist noch gewachsen.
Die Krise zwingt uns, unsere Studien noch weiter zu
intensivieren und endgültig klarzustellen, daß nach den
Lehren
Rabbiner Kuks auch der Einzelne seine Erfüllung findet.
Jedermann kann einen wahren Goldschatz an Tora und
Geboten, Lebensweisheiten, Gebeten und G~ttesfurcht
aufdecken.
Gerade aus der Allgemeinheit und für die Allgemeinheit,
im
Glauben an "der uns aus allen Völkern erwählt hat", und in
Anbetracht der über uns zum Guten und zu unserer Erlösung
in
dieser Generation ausgebreiteten göttlichen Hand finden wir die
Erfüllung des Glückes jedes Einzelnen. "Generalisierung und
Spezialisierung, wenn auf eine Generalisierung eine
Spezialisierung und wiederum eine Generalisierung folgt, so
richte man sich nach der Spezialisierung, usw." ("Lehre des
Rabbi Jischma'el", 13 Grundregeln der Toraauslegung; siehe
Morgengebet).
Ist es nicht reine Verantwortungslosigkeit, sich nur um seine
Privatangelegenheiten zu kümmern? Und was wird aus der
Wiederbelebung des jüdischen Volkes?! Wir müssen noch mehr
lernen, noch mehr forschen und wissen, und mit noch mehr
Nachdruck das Boot, in dem die ganze jüdische Nation sitzt, auf
Kurs halten.
Diese Behauptung von der Gegensätzlichkeit privater und
allgemeiner Angelegenheiten entstammt einer oberflächlichen
Weltanschauung.
"Und es wohnte Jehuda und Israel ruhig, jeder unter seinem
Weinstock und unter seinem Feigenbaum" (Könige I
5,5).
Warum werden nur diese beiden Früchte erwähnt, wo sich doch
das Land Israel durch sieben Spezies auszeichnet (siehe Dt.
8,8)?! Unser Lehrer Rabbiner Zwi Jehuda Kuk (Sohn von
A.J.Kuk) erklärte dazu, die Feige sei eine sehr individualistische
Frucht. Jede einzelne Feige reift nach ihrem eigenen Rhythmus.
"Wie sondert man die Erstlinge ab? Wenn man auf sein Feld
geht und eine reifende Feige... sieht, so umbinde man sie mit
Bast" (Mischna Bikurim 3,1). An ein-und-demselben
Feigenbaum können zwei Früchte nebeneinander hängen,
die
eine schon vollkommen reif, und die andere noch ganz unreif.
Demgegenüber ist die Weintraube ein Gesellschaftswesen. Alle
Trauben werden in etwa der gleichen Periode reif, besonders
die zur Weinherstellung geeigneten. Überhaupt gibt es kaum ein
größeres Symbol für das gesellige Beisammensein als
das
Weintrinken. "Bedeutend ist das Weinkosten, das die Fernen
nähert" (Sanhedrin 103b).
In den Tagen König Schlomos wurde für das Wohl sowohl der
Allgemeinheit als auch des Individuums gesorgt, ebenso für das
Glück des Einzelnen als auch der Gemeinschaft.
Bei den sieben Spezies des Landes Israel heißt es: "Wein,
Feige und Granatapfel" (Dt. 8,8). Der Granatapfel ist
interessanterweise voller Kerne. Manche Früchte haben nur
einen großen Kern, wie z.B. der Pfirsich. Andere enthalten viele
kleine Kerne, wie der Apfel. Der Granatapfel ist randvoll mit
Kernen, ja er besteht nur aus Kernen, die Kerne selbst sind die
Frucht. Die Frucht im Hinblick auf ihre allgemeine Ebene
unterscheidet sich nicht von der privaten Ebene, der Summe
der einzelnen Kerne.
Traube - Allgemeinheit, Feige - Individuum, Granatapfel -
Allgemeinheit und Individuum (entspricht "Generalisierung und
Spezialisierung", s.o.).
"Und ich führte euch vierzig Jahre in der Wüste, nicht wurden
eure Kleider mürbe auf euch, und dein Schuh ward nicht mürbe
auf deinem Fuße" (Dt. 29,4). Warum stehen "Kleider" in der
Mehrzahl, "Schuh" aber in der Einzahl?Auch dies hängt nach
den Worten unseres Lehrers Rabbiner Zwi Jehuda Kuk mit der
Beziehung zwischen Allgemeinheit und Einzelnem zusammen.
Ein Kleid ist ein Gegenstand, den man manchmal ausleiht, im
Gegensatz zum Schuh, der sich dem Fuße seines Trägers
anpaßt. Der Unterschied hat beim Gesetz von der Freigabe zur
erneuten Heirat von Frauen, deren Mann verschollen ist, eine
entscheidende Bedeutung. Wird ein Toter gefunden, dessen
Gesichtszüge nicht mehr erkennbar sind, können seine Kleider
nicht zur Identifizierung herangezogen werden, weil Leute ihre
Kleider manchmal ausleihen. Die Schuhe werden jedoch als
eindeutige Identifikation akzeptiert, weil man seine Schuhe
normalerweise nicht ausleiht. Im Morgengebet kommt folgender
Segensspruch vor: "Gelobt seist Du,... der die Nackten kleidet",
Mehrzahl (Hinweis auf die Allgemeinheit), und "...der mich mit
dem Nötigen versorgt", Einzahl (Hinweis auf den Einzelnen),
dieser Segensspruch bezieht sich nach den Kommentatoren auf
die Schuhe.
Man könnte dem noch ein Beispiel aus der Gründerzeit der
Kibbutzim hinzufügen, als noch ein strenges kommunales
Reglement herrschte. Alles gehörte Allen gemeinsam, auch die
Kleider - außer, natürlich, den Schuhen.
Zwischen Allgemeinheit und Einzelnem herrscht überhaupt kein
Widerspruch. Im Gegenteil, je inniger sich der Einzelne mit der
israelitischen Nation verbindet, desto höhere spirituelle Stufen
erreicht seine Persönlichkeit.
Weitere Kommentare
von Rabbiner Schlomo Aviner zu aktuellen
Themen auf hebräisch
im Internet (audio/online):
http://www.a7.org
- auch englischsprachige
Sendungen und Nachrichten aus Israel
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-Emuna nach den Lehren Rav Kuks
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