DAS ZENTRUM FÜR JÜDISCHE STUDIEN IN ISRAEL
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als die Machon-Meir-Seite
Betrachtungen zum Wochenabschnitt
"Be'Ahawa ube'Emuna"
PARSCHAT BALAK
Nr. 311
16. Tammus 5761
AUSSERDEM AUF DEUTSCH:
Was
ist TOLERANZ wirklich?
Über
die Lebensnotwendigkeit unserer Verbindung zum Lande Israel
Das
Gebot der Einwanderung nach Israel
Der
Holocaust
DAS
VOLK ISRAEL
Politik
und Judentum
Die
Tora und der Mensch
oder
"Wie wird ein Jude mit all den Geboten fertig?"
Die
Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum
Invasion
"2000"-
Israel und das Christentum
- Briefe der Oberrabbiner
Israels
- Israelfreundliche
Christen?
Die
Sudeten von Palästina
König
Sweeney, Bin Laden und der Friedensprozeß
Der
Kampf um Israel
Wie
man sein Haus in einem halben Tag für Pessach vorbereitet
Wenn
Erew Pessach auf Schabbat fällt
"Jerusalem
Reclamation Project"
Jüdische Besiedlung ehemals
jüdischen Eigentums
in Jerusalem - Ateret Kohanim
AUF HEBRÄISCH:
"Schall
und Ru'ach"
Kurze Vorträge von
Rabbiner Schlomo Aviner
zu den verschiedensten
Themen,
zum Zuhören
online;
desgleichen auf Französich
Diese Woche in
der Tora (Num. 22,2-25,9)
Balak, König von Moaw, fürchtet
Invasion der Kinder Israels und
läßt Bil'am, den nichtjüdischen
Propheten, kommen, um durch
dessen Flüche das Schicksal abzuwenden;
auf der Reise
mißhandelt Bil'am seine Eselin,
und sie beschwert sich; auf
G~ttes Befehl segnet Bil'am die Israeliten,
statt zu verfluchen,
zu Balaks Mißfallen; das Volk macht
sich an die Moabiterinnen
ran, göttliche Strafung durch Seuche;
Pinchas, Enkel Aharons,
beendet das Treiben durch Aufspießen
des Anführers und
seiner midjanitischen Gefährtin.
Der
Stand der Dinge...
|
Balak, König von Moaw, und sein Volk zitterten und fürchteten
sich so sehr vor den Kindern Israels, daß sie vor lauter Angst
ihr
eigenes Leben verachteten, wie es heißt: "Da fürchtete sich
Moaw sehr vor dem Volke, weil es so groß war, und es graute
Moaw vor den Kindern Israels" (Num. 22,3). Was bewog sie zu
dieser Furcht, bis hin zur Lebensunlust?
Der Torakommentar "Me'or veschemesch" erklärte dazu, als
sie
das Volk Israel in Liebe und Brüderlichkeit geeint sahen,
erkannten sie, daß sie gegen ein geeintes Israel keine Chance
hatten, wie die Emoriter und Og, König von Baschan nicht
gegen Israel standhielten und vernichtend geschlagen wurden.
Den Ausweg aus ihrer Klemme sahen Balak und Moaw in der
Einladung an den bösen Bileam, der, vom bösen Blick
durchsetzt, nur verfluchen und die Menschen einander
entfremden konnte. Diese Eigenschaft wollten sie nun zur
Schwächung Israels eingesetzt sehen. Darum führte Balak
Bileam an verschiedene Aussichtspunkte, von denen er glaubte,
Schwachpunkte und einen Ansatz zur Spaltung Israels
erspähen zu können. "Da nahm Balak den Bileam und führte
ihn
hinauf nach Bamot Baal, und er sah von dort aus einen Teil des
Volkes" (Num. 22,41), aber nicht das ganze. Dann brachte er
ihn an einen anderen Ort. "Jedoch nur einen Teil von ihm wirst
du sehen, aber das Ganze wirst du nicht sehen... und er nahm
ihn nach dem Felde der Hochwächter auf dem Gipfel des
Pisgah" (Num. 23,13+14), "Balak sah, daß von dort aus ein
Einriß in Israel entstehen würde; denn dort starb Moscheh,
darum dachte er, daß dort die Verwünschung auf sie fallen
werde" (Raschikommentar zur Stelle).
Und wieder "sprach Balak zu Bileam: Komm doch, ich will dich
an einen anderen Ort führen... Und Balak führte Bileam auf
den
Gipfel des Peor, der emporragt über die Fläche der Wüste"
(Num. 23,27+28), "er sah, daß sie wegen des Peor geschlagen
würden" (Raschi ebda.).
Bekanntlich aber hatten die Spaltungsbemühungen Balaks und
Bileams keinen Erfolg, im Gegenteil: "Wie schön sind deine
Zelte, Jakov, deine Wohnungen, Israel" (Num. 24,5), "es tritt
hervor ein Stern aus Jakov und ersteht ein Stab aus Israel und
durchbohrt die Seiten Moaws" (Num. 24,17).
Nach dem Stand der Dinge verstehen auch unsere heutigen
Feinde, die uns aus unserem Lande verjagen und uns
vernichten wollen, was Balak und Bileam schon verstanden,
daß sie nämlich einem geeinten Israel nichts anhaben können.
Darum lassen sie keine Gelegenheit aus, einen Keil in unsere
Mitte zu treiben, um eine Spaltung der Öffentlichkeit
herbeizuführen:
Dabei bedienen sie sich Israelis, deren Glauben an unser Recht
auf das Land Israel nachgelassen hat, um sie in Opposition zu
ihren Brüdern in den Siedlungen zu bringen, die ihr Leben für
das Festhalten am Lande unseres Lebens einsetzen. Oder
durch finanzielle oder andere, offene oder verdeckte
Unterstützung von Organisationen und politischen Bewegungen,
die eine Spaltung der Gesellschaft betreiben. Doch alle diese
Absichten sind nichts als heiße Luft, denn "viele Gedanken sind
im Herzen des Menschen, aber der Ratschluß des Ewigen, der
hat Bestand" (Sprüche 19,21). Nur G~ttes Schwur und der
Bund mit den Vorvätern haben Bestand, was wir uns immer
wieder vergegenwärtigen sollten.
"Gedenket ewiglich seines Bundes, des Wortes, das er
geboten, ins tausendste Geschlecht, das er geschlossen mit
Awraham, und seines Schwurs an Jizchak, und stellte es auf für
Jakov zur Satzung, für Israel zum ewigen Bunde, da er sprach:
Dir gebe ich das Land Kanaan als Los eures Besitzes" (Chronik
I, 16,15-18).
In Erwartung der Erlösung,
Rav Dov Begon
| Frage
und Antwort
Zwei halten am Land fest Rav Schlomo Aviner
|
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Frage: Wir behaupten immer, daß Jerusalem nach der Tora
uns
gehöre. Das Problem ist bloß, daß die Moslems dasgleiche
nach dem Koran behaupten. 'Zwei halten an Jerusalem fest, der
eine sagt, das ganze gehört mir, und der andere sagt, das
ganze gehört mir, der eine sagt, ich habe es gefunden, und der
andere sagt, ich habe es gefunden' [Anspielung auf die erste
Mischna im Talmudtraktat Baba Mezia; dort geht es allerdings
um ein Kleidungsstück] - ist es nicht an der Zeit, daß beide
Seiten erwachsen werden und aufteilen [wie es in der
genannten Mischna steht]? Die gleiche Frage gilt natürlich auch
für das ganze Land Israel.
Antwort: Das ist wirklich eine interessante Frage, wie die
Moslems behaupten können, Jerusalem gehöre ihnen; denn als
die Stadt gegründet wurde, existierten sie ja noch gar nicht.
Wie
gehört die Stadt plötzlich also ihnen?! Der Islam kam im
Jahre
4382 (622) zur Welt. Wir zogen im Jahre 2488 im Lande Israel
ein, d.h. fast zweitausend Jahre vorher. Jeder Mensch bei
einigermaßen klarem Verstande erkennt also, daß wir hier
faustdick belogen werden.
Es begann mit einer Lüge, ging weiter mit Diebstahl, und endet
mit Mord.
Sie belügen jedoch nicht nur uns und die gesamte Menschheit,
sondern auch sich selbst. Im Koran wird nicht ein einziges Mal
erwähnt, daß Jerusalem ihnen gehört, oder das Land
Israel.
Das Gegenteil ist vielmehr richtig.
Der Koran hebt Jehoschua und Kalew lobend hervor, die ihr
Vertrauen auf G~tt setzten und nicht dem Ratschluß der übrigen
Kundschafter folgten (5.Sura,26), und erkennt unser
Eigentumsrecht am Lande Israel an, nach den Worten unseres
Lehrers Moscheh an das Volk Israel: "Beziehet das geheiligte
Land, das G~tt euch verschrieben, und kehrt nicht rückwärts
um, ihr stürztet sonst verloren zusammen" (5.Sura,24). "Es
sprach Moses zu seinem Volk: ... die Erde ist G~ttes, er läßt
sie
erben, wen er von seinen Knechten will" (7,125). "Und das Volk,
das mißhandelt wurde, ließen wir erben den Osten des Landes
und den Westen, das wir gesegnet. Und erfüllt wurde das
herrliche Wort deines Herrn an den Kindern Israels" (7,133).
"..doch wir ertränkten ihn [Pharao] und die mit ihm waren,
allesamt. Und nachher sprachen wir zu den Kindern Israels:
Bewohnet das Land" (17,105-106; Zitate und Numerierung aus
der Übersetzung von Lazarus Goldschmidt, 1916).
Allerdings ist den Moslems die Eroberung der ganzen Welt
geboten, der sogenannte Dschihad, der heilige Krieg zur
Sicherstellung ihrer Universalherrschaft. Aus ihrer Sicht teilt sich
die Welt gegenwärtig in Dara-a-Aslam, das vom Islam
beherrschte Gebiet, und Dara-al-Charew, das öde,
nichtislamische Gebiet. Bekanntlich versuchten sie bereits, die
Welt zu erobern, und ihr Vormarsch wurde im Jahre 4492 von
den Franken in Nordfrankreich und auch andernorts zum
Stehen gebracht. Nach dem Islam besteht nicht die geringste
Möglichkeit zum Friedensschluß, sondern höchstens zum
Waffenstillstand, der sich auf unbestimmte Zeit hinziehen kann;
nur höhere Gewalt befreit vom Gebote des Dschihad. Darum
wurde Anwar Sadat wegen der Unterzeichnung eines
Friedensvertrages mit Israel als Verräter ermordet.
Unter anderem eroberten die Moslems im Jahre 4398 auch das
Land Israel. Doch waren sie nicht die Einzigen: Assyrer,
Babylonier, Griechen, Römer, Byzanz, Mameluken, Ottomanen,
Christen (4900, während der Kreuzzüge), Napoleon und seine
Franzosen (5560), und zum Schluß die Engländer (5677-5708).
Die Araber waren einer unter vielen Eroberern; und ebenso, wie
das Land Israel nicht den Assyrern, Babyloniern, Griechen,
Römern, Byzanz, Türken, Franzosen oder Engländern gehört,
gehört es auch nicht den Arabern. Entsprechend werden wir auf
keinen einzigen Quadratzentimeter unseres Landes zugunsten
eines der Vorgenannten verzichten.
So verkündete unser Lehrer, Rabbiner Zwi Jehuda Hakohen
Kuk, nach dem Sechstagekrieg: "Darum ein für allemal, die
Sachlage steht klar und entschieden fest, es gibt hier keine
arabischen Territorien oder arabische Ländereien, sondern nur
israelische Ländereien, den ewigen Erbbesitz unserer Väter,
auf
den Andere kamen und darauf bauten, ohne unsere Erlaubnis
und Anwesenheit, und wir haben niemals den Erbbesitz unser
Väter weder aufgegeben noch die Verbindung zu ihm
abgebrochen".
Ein Freund von mir verbrachte seinen Urlaub einmal in Alaska.
Ein kleines Flugzeug brachte ihn in eine abgelegene Gegend,
wo er ungestört zu Fischen gedachte. Als er den Reiseleiter
fragte, wie man sich verhalte, wenn plötzlich ein Bär erscheint,
erhielt er zur Antwort: Stell dich aufrecht hin, sieh ihm
geradewegs in die Augen und sage ihm mit Bestimmtheit: Heh
Bär, das hier ist mein Gebiet!".
Diese Anleitung kam ihm etwas sonderbar vor, doch schon
nach kurzer Zeit erholsamen Angelns erschien in der Tat ein
furchteinflößender Grizzlybär auf der Bildfläche,
so etwa drei
Meter lang und 800 kg schwer. Mein Freund behielt die Nerven
und sagte zu dem Bären: "Heh Bär, das hier ist mein
Gebiet!" -
worauf selbiger verschwand. Später erfuhr er, daß in Alaska
alle
das so machen. Wenn ein Tier spürt, daß es einen Menschen
im Ebenbild G~ttes vor sich hat, gibt es nach (siehe Gen. 9,2,
Sanhedrin 38b).
Genau so müssen wir uns vor den hiesigen zweibeinigen
Raubtieren aufstellen und sagen: Das ist unser Gebiet!
* * *
Gleiches Recht für Juden und Araber
Frage: In der Ausgabe Nr. 308 ("Räumung von Siedlungen")
erwähnten sie die Gleichberechtigung von Juden und Arabern.
Auch ich bin dazu bereit: Gleiches Recht für Alle, die Knesset
zu wählen, einschließlich der Araber in Jehuda, Schomron
und
Asa (Judäa, Samaria, Gasa; abgekürzt: "Jescha"); Wohnrecht
im gesamten Lande Israel für Juden und Araber; Vetorecht für
die Palästinenserpolizei, welche Juden zur Klagemauer gehen
dürfen, so wie es die israelische Polizei mit dem Zutritt von
Moslems auf dem Tempelberg hält.
Antwort: Anscheinend hat die Idee, eine gewisse Symmetrie in
das Verhältnis von Juden und Arabern zu bringen, eine
befruchtende Wirkung und zeitigt viele neue Gedanken.
1. Stimmrecht für Araber zur Knesset im Staate Israel - unter
den gleichen Bedingungen, wie es Juden in arabischen Staaten
genießen.
2. Wohnrecht für Araber im ganzen Lande Israel an jedem Ort -
zu den gleichen Bedingungen, die für Juden in arabischen
Staaten gelten. Und ebenso, wie Araber in arabischen Staaten
das Recht auf freie Wahl ihres Wohnortes haben, sollten auch
die Juden die freie Wahl des Wohnortes im Staate Israel haben;
das wäre doch wunderbar!
3. Vetorecht für die Palästinenserpolizei, welche Juden zur
Klagemauer gehen dürfen - in gleichem Maße, wie die
israelische Polizei den Zugang von Moslems zur Kaaba in
Mekka regeln darf.
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